Matjessalat Pimientos de Padron


Leider gibt es hier keine Möglichkeit frischen Matjes zu bekommen. Das höchste der Gefühle ist tatsächlich die Nordsee oder das Kaufland, und die bekommen die Matjes höchstens in grösseren Kübeln…
5 Matjeshälften gedrittelt
1 Joghurt 150 g
1 gehäufter Löffel Creme Fraiche
1 rote Zwiebel in Streifen
1/2 Apfel Granny Smith
1 Gewürzgurke
dünne Streifen Fenchel
Saft einer halben Zitrone
Salz
Das Grün einer Frühlingszwiebel
Alles mischen und eine Stunde kalt stellen.

Dazu machte ich ein paar Pimientos de Padron. Die hab ich in Olivenöl angebraten und mit Knoblauch und grobem Salz gewürzt.
Früher hab ich die gerne zubereitet. Da waren sie noch nicht so bekannt und es gab sie auf dem Markt in Karlsruhe. Es war unter all den milden Schoten garantiert auch immer eine sehr scharfe dabei, was man allerdings immer erst gemerkt hat, wenn man schon hineingebissen hatte. Ein schönes Gesellschaftsspiel für die grössere Runde 🙂
Leider hab ich schon lange keine scharfe Schote mehr darunter gefunden. Die Pimientos haben trotzdem gut geschmeckt.

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Schweinerückensteak Paprika Mirabellenchutney Coleslaw


Ich war nachmittags in der Stadt und mal wieder im Edeka Pischzan, der Edeka mit ungarischen Wurzeln. Ich dachte, es sei vielleicht eine neue Charge Mangalitza Schweinefleisch eingetroffen, aber heute hatte ich kein Glück. Also nahm ich mit Schweinerücken vorlieb, von dem ich mir ein Schmetterlingssteak erbat.
Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, was ich damit machen wollte.
Ich hatte im Geschäft von einer Mitarbeiterin selbstgepflückte Mirabellen aus ihrem Garten bekommen und wollte die auf jeden Fall mit dem Schwein kombinieren.
Nicht zum ersten Mal machte ich ein Chutney, aber zum ersten Mal mit “privaten” Mirabellen.
Dazu gab es ein langsam gebratenes Paprikagemüse und ein Coleslaew auf bisher noch unbekannte Art.

Das Schweinerückensteak:
Der Schmetterlingsschnitt erlaubte mir das Innere mit Thymian und Rosmarin zu füllen. Von aussen würzte ich mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver.
Sie brauchten nicht mehr als 5 Minuten pro Seite auf mittelhoher Hitze.

Paprikagemüse: Einfach nur in Rapsöl langsam angebraten.

Mirabellenchutney:
8 Mirabellen ohne Stein
2 El Weissweinessig
1 Knoblauchzehe
1 Schalotte
2 cm Ingwer
1/2 Jalapeño
1 Schluck Weisswein
2 Tl Zucker
Salz, Pfeffer
alles gut zerkleinern, erhitzen, einkochen.

Coleslaw:
300 g Spitzkohl ganz fein geschnitten
mit Salz (2 Tl) verkneten und ziehen lassen
2 gehäufte El griechischer Joghurt
2 El Weissweinessig
1 Tl Salz
Saft einer halben Zitrone
2 Tl Zucker
alles mischen, kühlen und ziehen lassen

Das Coleslaw zog etwa eine Stunde durch. Mit Joghurt hab ich ihn noch nie angemacht und mit Mayo ist er mir schlicht zu fett.
Nachdem er durchgezogen war, schmeckte das Slaw sehr rund und gut.

Das Chutney war super: salzig, süß, sauer, scharf und sehr aromatisch, einfach toll zum Fleisch.

Zusammen war es ein leckeres Abendessen. Ich habe dazu keine Kohlehydrate gebraucht, aber man kann natürlich alles Mögliche dazu machen.

Matjestatar Lachsschnittchen


Heute hatte ich keine Lust auf warmes Essen und wollte stattdessen etwas mit Matjes. Ich hatte welchen daheim und hab ihn zwar ähnlich wie sonst, aber kleiner zubereitet, so wurde ein Tatar daraus.

Dafür brauchte ich:

1/2 Granny Smith Apfel, geschält und in kleine Würfel geschnitten

Saft einer 1/4 Zitrone

1/2 rote Zwiebel in kleinen Stücken

Prise Salz

1 Gewürzgurke, kleingehackt

2 Matjesfilets (halbe), auch in kleinen Würfeln

Dazu ein kleiner Becher griechischer Joghurt unterrühren und eine Weile ziehen lassen

 

Für die Lachsschnittchen wurde Toastbrot geröstet und mit einem Kochring ausgestochen, danach gebuttert und mit Meerrettich bestrichen. Dann den Lachs dazu und mit Preiselbeeren und Dill dekorieren.

Dazu gab es noch ein hartgekochtes Ei, Radieschen und Gurken. Mal was anderes!

 

 

 

 

Lendenspieß Kritharaki Peperoni Feta


Morgens auf dem Markt kam ich am Stand eines Mannes vorbei, der griechische Spezialitäten verkauft. Oliven, Schafskäse, Mezze,… Die meisten Sachen kommen nicht aus griechenland, sondern aus Frankreich, aber die Qualität ist sehr gut. Ein halbes Stück Schafskäse und eine Handvoll gemischte Oliven mit Stein nahm ich mit.

Das brachte mich auf die Idee daheim einen “griechischen” Abend zu machen, einem Abend also, wie ich ihn in einer guten griechischen Taverne in Deutschland erleben würde 🙂

Ich machte einen Spieß aus Schweinelendenstücken, Spitzpaprika und Champignons, den ich erst in einer Pfanne anbriet, eine Zitrone in Achteln dazugab und im Ofen vollendete.

Dazu gab es die griechischen Nudeln, die wie Reis aussehen: Kritharaki. Hab ich noch nie gemacht oder gegessen, deshalb war ich neugierig. Ich hab aber gelesen, daß sie gerne mit Braten serviert und gekocht werden und briet eine halbe Spitzpaprika in Streifen und eine zerkleinerte Schalotte in Olivenöl an, gab die Kritharaki und 200 ml Kalbsfond dazu und köchelte es eine Weile. Als ich merkte, daß die Nudeln ansetzten, gab ich Wasser dazu und rührte öfter. Ich mußte nochmal Wasser hinzufügen und am Ende laufend rühren, aber sie wurden weich!

Daneben briet ich ein paar scharfe Peperoni an. Die waren so scharf, daß meine Nase 2 Stunden später immer noch läuft.

Dazu gab es ein paar Oliven und etwas Tsaziki, den ich aus 150 ml griechischem Joghurt mit 10% Fett, einer Knoblauchzehe, einem Stück geraspelter Gurke und etwas Dill zusammenmischte.

Zum Schluß bröselte ich etwas Feta über den Spieß und verstreute noch etwas wilden Oregano und Petersilie über Fleisch und Nudeln.

Ich bin mir ziemlich sicher, nicht original griechisch gegessen zu haben. Ebenso sicher bin ich mir, daß es ziemlich gut war und auch beim “Griechen” nebenan gut angekommen wäre 🙂

 

 

 

 

 

Flammkuchen Spinat Feta Oliven


Gestern entschied ich mich spontan einen Flammkuchenteig mitzunehmen, weil ich nicht wusste, ob ich alles dafür daheim hatte.

Dazu gab es einen Sack frischen Spinat und ein Schälchen Feta aus Lesbos (die REWE Eigenmarke, die versucht, auf spezielle Lebensmittel Lust zu machen).

Speck, rote Zwiebeln und Oliven mit Stein hatte ich noch Zuhause. Außerdem hatte ich noch ein paar Löffel Creme Fraiche und normalen Joghurt.

 

Den Flammkuchen ausrollen und auf den Ofengrill geben. Creme Fraiche und Joghurt zu gleichen Teilen mischen (man kann auch Schmand nehmen), nicht zu dick auf dem Teig verteilen. Spinat waschen, putzen, mit einer Schalotte und einer Knoblauchzehe in Olivenöl andünsten, Flüssigkeit eindampfen lassen. Abkühlen und auf dem Flammkuchen verteilen. Rote Zwiebeln in Streifen schneiden und mit dem in Würfel geschnittenen Feta auch auf dem Teig verteilen. Oliven dazu und in den Ofen bei 200 C/Umluft geben. Es dauert keine 10 Minuten.

Schmeckt gut!

 

flammkuchen-spinat-feta-1

vor dem Backen…

 

flammkuchen-spinat-feta-2                                                                                                                                                                           danach…

 

 

flammkuchen-spinat-feta-3

…und auf dem Teller.

Salat Hackbällchen Tsaziki Kartoffeln


Das Essen heute ergab sich aufgrund einer gemischten Inspiration. Einerseits wollte ich einen Salat essen, andererseits hatte ich Lust auf Tsaziki. Und weil das ohne Fleisch relativ reizlos ist nahm ich im Laden Bio-Rinderhack mit, in der Annahme Cevapcici zu drehen. Daheim angekommen, fiel mir das Mischgewürz von Frau B. ein, eigentlich ein Gewürz für Spiesse (aus dem Kaukasus), das lauter Gewürzgrenzgänger beinhaltet und auch ein nicht so tolles Element, nämlich Glutamat. Aber sei’s drum, heute wollte ich es einmal ausprobieren, auch ohne Spiess.

Das Gewürz ist eine richtige Zonenklammer, was die Komponenten angeht: Salz, Koriander, Paprika, Chili, Cumin, Dill, Petersilie, Geschmacksverstärker, Bohnenkraut, Lorbeerblatt und  Oregano, alles dabei von Nordwest- bis Südosteuropa und über den Kaukasus hinaus ins Zentralasiatische Steppenland.

Es war jedenfalls sehr würzig. Bei dieser Menge an Gewürzen war es schwer, Einzelne herauszuschmecken, aber Cumin hat immer etwas erdig-trockenes, den hab ich schon geschmeckt.

Es war auch kein Fehler, das Tsaziki dazuzumachen, weil es stilistisch auch in diese Gegend passt.

Die Kartoffeln gab’s dazu, weil ich die gerne esse. Heute hab ich die rohen Kartoffelwürfel ganz langsam angebraten, bis sie gar waren.

Das Tsaziki bestand aus Joghurt, 1 Knoblauchzehe, die mit Salz zu einer Paste zerrieben wurde, ein Drittel fein geschnittener Gurke und ein paar Spritzern Zitrone.

Den Salat hab ich dieses Mal mit Olivenöl und Balsamico angemacht.

Den Rest nehm ich morgen mit ins Geschäft.

Es gibt diesen Spruch in der Küche, daß der Rand dem Gast gehört. Ich sage, der ganze Teller gehört dem Gast 🙂

 

hackbaellchen-tsaziki-kartoffeln-salat-1

 

hackbaellchen-tsaziki-kartoffeln-salat-2

 

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Flank Steak Steinpilze Kartoffeln Salat


Das Flank Steak ist hier kein Unbekannter, da die Quelle (Metzger Zorn) bisher nicht versiegt ist. Ich nehme es immer wieder gerne, wenn ich auch gerne einmal damit grillen würde. Das hab ich bisher nur einmal bei Freunden geschafft, aber das hat sich wirklich gelohnt!

Heute also wieder einmal aus der Pfanne, aber genauso lohnenswert. Es ist ganz einfach. Fleisch auf Raumtemperatur bringen, Pfanne heiß werden lassen, Ofen auf etwa 140 C anheizen, Fleisch salzen und pfeffern, von beiden Seiten scharf anbraten, Temperaturfühler ins Fleisch geben, Rind (rare= 62C) einstellen, In den Ofen geben und abwarten. Wenn das Fleisch fertig ist, herausnehmen, in Alufolie einwickeln und 10 Minuten ruhen lassen. Ausgetretenen Fleischsaft zum Jus geben (mit dem Rotwein).

Die Kartoffeln wurden in der Schale im Le Creuset-Topf mit Wasser und 2 Tl grobem Salz gekocht, dann wurde der Deckel angeschrägt und die Hitze ein wenig reduziert, bis die Flü´ssigkeit verdampft war. In der Zeit schüttelt man den Topf, damit die Kartoffeln das Salz aufnehmen.

Die Steinpilze, (es waren üppige 100 g) hab ich geputzt und in nicht ganz dünne Scheiben geschnitten, die ich mit Muße und einem Stück Butter langsam bräunte.

Für den Salat nahm ich ein Stück Bio-Gurke in Scheiben und 5 Kirschtomaten. Als Dressing wurde eine Knoblauchzehe mit Salz fein zerrieben, 3 El Joghurt 3,5% mit einem El Zitronensaft und 1 El Olivenöl vermischt und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Ich habe als Würzkraut Dill verwendet. Ab und zu mal ist das toll.

Die Jus über dem Fleisch war eigentlich nur der Bratsaft vom Steak, über das ein Schluck Rotwein kam, der ihn von der Pfanne ablöste, und natürlich auch, wie oben erwähnt, der ausgetretene Fleischsaft.

Hat wieder sehr gut geschmeckt!

 

Flank Steak Steinpilze Kartoffeln Salat 3

 

Flank Steak Steinpilze Kartoffeln Salat 2

 

Flank Steak Steinpilze Kartoffeln Salat 1