Hähnchenbrust Polentataler


Zum Wochenende fuhr ich bei Metzger Zorn vorbei, um zu sehen, was da geboten war, aber am Ende hatte ich Lust auf eine Hähnchenbrust. Die war eine von Bruno Siebert. die ich gleich mitnahm. Anderswo hatte ich ein kg Polenta gekauft, um wieder einmal Polentaschnitten zu machen.

Ich nahm das Polentamachen wohl nicht ernst genug, weil ich nicht ganz genug Griess ins Wasser verrührt hatte. Aber Salz, angebratene Baconstückchen und eine gute Handvoll Parmesan hatte ich dazugegeben.

Nach einer Weile sah ich, daß die Masse nicht weiter anziehen würde, und entschloss mich zu versuchen die Fladen auszubraten.

Man muss schon Geduld haben. Es dauerte bestimmt 10 Minuten pro Seite, um die Masse fest genug zu braten, damit sie nicht beim wenden auseinanderfällt. Dann aber ging es.

Die Hähnchenbrust hab ich in einer Pfanne gebraten, in der zuerst eine Schalotte und 2 Knoblauchzehen angebraten wurden. Die wurden dann mit Port und Cognac abgelöscht, dann mit klein geschnittenen Jalapenohälften aufgefüllt. Dazu gab ich den Saft einer Grapefruit, deren Filets ich vorher entfernt hatte. Diese Filets kamen am Schluss nochmal dazu und zerfielen sehr schnell. Ich legte die Hähnchenbrust zurück und gab einen Deckel drauf, um den Garvorgang zu intensivieren..

In diese Mischung gab ich nochmal die Brust und garte sie mit Deckel fertig.

Die Sauce war dann auch soweit, wie auch die Polentataler. Sie waren zwar anfangs zu weich gewesen, bekamen aber durch diesen Umstand eine Kruste, besser als sonst. Vor allem der Parmesan half sehr dabei. Am Ende waren sie richtig lecker, nicht wie so viele Leute Polenta erleben (eine Alternative zu Kartoffelpüree, aber viel langweiliger).

Fazit: Lecker, etwas Schärfe, aber nicht soviel wie erwartet. Dafür auch leichte Bitterelemente von der Grapefruit. Ansonsten eine schöne Fruchtigkeit. Die Polentascheiben waren sehr gut. Dazu gab es einen Frisee-Tomatensalat.

 

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Pizza Salsiccia Salami Gemüse


Die letzte Pizza ist noch nicht sooo lange her, aber ich mußte mir schon wieder das Teig-Rezept erarbeiten. Es hat dann auch nicht ganz geklappt und ich mußte Mehl nachlegen.

Ich glaube der Fehler liegt daran, die Pizza zu spät anzusetzen und dann husch husch alles schnell über die Bühne bringen zu wollen. Emmi hat einmal gesagt, es macht einen besseren, leichter verdaulichen Teig. wenn man weniger Hefe länger gehen lässt. Ich muß einfach einen Tag früher damit anfangen…

Aber genug geschimpft. Der Teig ging an den Rändern hoch wie bei einem amerikanischen Pizzarad, dieser Teil blieb dann liegen.

Zum Belegen nahm ich eine Tomatenpassata von Mutti, zu der ich Knoblauch, Salz, Olivenöl und Oregano gab.

Dann gab es echten Büffelmozzarella

3 Scheiben Salami Milano

10 cm Fenchelsalsiccia, die ich in ganz kleine h abpfetzte und roh auf die Pizza gab,

gute 3 El eingelegte Gemüse und Oliven (Auberginen, Tomaten, Oliven, Zucchini)

3 Sardellen,

geriebener Parmesan und Tropfen vom Knoblauch-Olivenölgemisch

und nach dem Ofen etwas Rucola und Basilikum und ein paar dünn geschnittene Jalapenos (nicht sehr italienisch, ich weiss 🙂  )

Sie hat gut geschmeckt, die Sauce wird sehr sparsam verteilt, aber das Mischungsverhältnis stimmt. Jetzt muß ich den Teig üben…

 

 

 

 

 

 

Flammkuchen a la grecque


Nach der Schlemmerei gestern wollte ich etwas einfaches und schnelles essen. Glücklicherweise hatte ich gestern vorausschauend eingekauft und nahm unter anderem 2 vorbereitete Teige für Flammkuchen mit. Die sind von „Florian’s Flammkuchenböden-2 Stück“ und ich wollte sie schon länger ausprobieren. Sie sind rund und schön dünn und lassen sich problemlos verarbeiten/handeln und belegen.

Ich hatte zu den üblichen Belägen (rote Zwiebeln, Schmand, Speck) noch einen guten eingelegten Feta vom Markt und ein paar eingelegte Peperoni. Auch lag noch eine Jalapeno gewisser Schärfe herum. Das alles wurde ruckzuck zusammengefügt, der Herd brauchte für die Maximaltemperatur von 250 C ein paar Minuten länger, aber er ist ziemlich schnell, und nach etwa 15 Minuten hatte er fast 250 C. Ich hatte den belegten Teig auf ein Pizzablech mit Beschichtung gegeben. Ich hatte irgendwie eine um ein paar Minuten längere Garzeit erwartet, aber ich roch sehr schnell, daß sie fertig war 🙂

Gut war sie und schön knackig, vor allem am Rand *g*

 

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Grilled Cheese Sandwich


Manchmal muß es etwas Anderes sein. Ich hab eigentlich schon eine Weile Lust, Sandwiches zu machen. Das Problem ist einerseits, daß es sehr, sehr viele richtig gut fotografierte Sandwiches im Netz gibt, und andererseits, daß es sehr, sehr phantasievolle Menschen gibt, die da alles Mögliche draufpacken, auf was ich gar nicht käme.

Trotzdem hat es mich heute gejuckt, ein Sandwich zu machen, zumal ich ein größeres Stück Appenzeller im Haus hatte.

Jetzt darf man Grilled Cheese Sandwiches grundsätzlich mit jedem genehmen Käse machen, es gibt allerdings Lieblingssorten. Der Appenzeller eignet sich hervorragend dazu. Er duftet aromatisch und hat einen genügend niedrigen Schmelzpunkt, um schön zu verlaufen.

Allerdings wollte ich das Sandwich ein bißchen pimpen 🙂  Dazu hab ich eine halbe Avocado in dünne Scheiben geschnitten und in Limettensaft und Salz mariniert. Ich hatte auch noch ein Sträußchen Koriandergrün, das bot sich ebenfalls an. Und dazu passten wiederum Scheiben einer Jalapeno (komisch, das klingt schon wieder mexikanisch *g*).

Also Pfanne heiß machen, auf beide Toastscheiben ein ordentliches Stück Butter geben und eine bei mittlerer Hitze anbraten. Dabei mit dem geschnittenen Käse belegen. Nicht geizen! Dann die Jalapenos, die Avocado und das Cilantro drübergeben. Zweite Toastscheibe draufgeben, langsam bräunen lassen und umdrehen. Wichtig ist, die Bräunung langsam vorzunehmen, damit der Käse Zeit hat zu schmelzen.

Bei mir gab es ein halbes Salatherz mit Olivenöl und Balsamico dazu, außerdem, und nicht zur Deko, sondern wegen der Schärfe, Kresse.

War lecker, ich würd es wieder tun 🙂

 

Sometimes I like something a little different. I like the occasional sandwich, but the internet is so full of great variations I wouldn’t really know what to contribute.

Nonetheless, I had this large chunk of swiss Appenzeller, a smelly, but delicious cheese with a low melting point. A plain sandwich was a little too simple, so I added slices of fresh avocado marinated in lime juice and salt, some cilantro and a few slices of jalapeno.

To make the sandwich, heat the pan, add a generous piece of butter, put the white bread on top of it, add the cheese, cilantro, avocado and jalapenos and cover with the second slice of bread. Put another piece of butter on the top. Fry slowly over low heat to make sure the cheese melts properly. Turn and repeat.

I added some cress to the top, because I like the sharpness it imparts. A romano salad with some roasted peppers with olive oil ans balsamic rounded off the meal.

Good choice!

 

 

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Jalapeños Frischkäse Cheddar Bacon


Beim lesen verschiedener amerikanischer Blogs fiel mir vor einer Weile auf, welche irren Sachen gemacht werden, wenn man sich trifft, um Footballspiele zusammen zu schauen. Da gibt es Tailgate-Parties, jede Menge Football-Grub (fettiges Fingerfood) und kultige Publikumslieblinge zum essen.

Als ich heute morgen über den Markt lief, sah ich, daß mein Karlsruher Chilihändler doch noch einmal nachgelegt hatte – ich konnte 12 Jalapeños für kleines Geld kaufen – eigentlich ist die Saison zuende. Zu Hause fielen mir diese gefüllten kleinen Schweinereien ein, die ich gleich googeln musste. Tatsächlich gibt es Rezepte dieser Art dutzendfach. Ich hab ein paar gelesen und daraus meine Mischung fabriziert, wobei ich aber keine Garantie für Originalität gebe, es gibt wirklich eine Menge Rezepte da draussen. Jalapeños mit Frischkäse, Cheddar, Cilantro (Koriandergrün) und mit Bacon umwickelt. Da ich beim Großhandeltürken neben dem schönen Gewürzbouquet auch einen großen Strauß Koriandergrün bekam, machte ich gleich die Füllung. Eine Packung Philadelphia-Frischkäse ohne zusätzlichen Geschmack, 50 g Cheddar, hineingerieben, etwa 20 g Koriandergrün, feingehackt, eine Prise Salz.

Dann wurden die Jalapeños der Länge nach halbiert, von Samen und Membranen befreit und mit der Mischung gefüllt. Dann wurden sie mit Speck umwickelt und auf Backpapier bei 180 C gebacken. Ich hab die Temperatur später auf 200 C erhöht. Wie man sieht, hat der Speck nicht in allen Fällen den Kräften standgehalten und ist auseinandergeschnalzt. Tut dem Geschmack allerdings keinen Abbruch.

Die Dinger sind scharf, aber erträglich, süchtig machen sie auch. Nachdem die Jalapeños im Ofen waren, fand ich noch ein Rezept, das einen Löffel Rauchpaprika dazugab. Ich war zu spät, denn das wäre eine gute Idee gewesen. Aber auch so sind sie ziemlich lecker!

 

 

Jalapenos Bacon Frischkäse Cheddar 1

 

Jalapenos Bacon Frischkäse Cheddar 2

Kichererbsen Paprika Artischocken Oliven Petersilie


Heute hatte ich Lust auf einen Salat. Aber auf einen, den ich schon eine Weile nicht mehr gemacht habe.

Eigentlich ist es ein sommerlicher Salat, der sehr gut zu Gegrilltem passt, aber darauf hatte ich heute keine Lust.

Ich wollte Kichererbsen als Basis, und dann den Salat in eine spanische Richtung lenken.

Die Zutaten:

1 Dose Kichererbsen

2 Bio-Spitzpaprika

1 Knoblauchzehe

1 Schalotte

3 El Oliven

1 Dose Artischockenherzen, geviertelt

7 cm Chorizo pikant, in kleinen Würfeln

2 El Sherryessig

2 El Olivenöl

Salz, Prise Zucker

1 Tl Pimenton de la Vera

1 Tl Majoran

1 Prise Cayenne

3 Tl Jalapeños (Glas)

1 Handvoll Petersilie

Zuerst wurden die Paprika längs geviertelt und geputzt, dann in Streifen geschnitten. Sie kamen zusammen mit Knoblauch und Schalotte in eine mittelheisse Pfanne. In dieselbe Pfanne kam später auch noch das in Würfel geteilte Chorizostück, das dadurch Fett verlor. Übrigens war die Chorizo eine, die ich noch nicht hatte, und sie war echt gut, nämlich scharf und mit Rauchpaprika (Pimenton de la Vera) gewürzt, was ihr eine sehr deutliche Note verlieh.

Nachdem die Paprika weich waren, hab ich sie zu den abgetropften und gewässerten Kichererbsen gegeben. In die noch heisse Pfanne kamen jetzt die Artischocken, um etwas Farbe zu nehmen.

Dazwischen kamen Essig und Olivenöl in den Salat, die Gewürze und Kräuter dazu, die Petersilie auch, und es wurde erstmal auf Salz abgeschmeckt. Eine Prise Zucker kam auch hinein. Dann war es mir nicht scharf genug, und ich erinnerte mich an ein Glas Jalapeños im Kühlschrank. Die kamen auch noch dazu. Jetzt nur noch die Artischocken und Oliven, und der Salat war komplett.

Der Salat war noch schön lauwarm und hat gut geschmeckt. Der Löwenanteil bleibt als Mittagessen für mich und zwei Testesser, und ich werde, nachdem der Salat übernacht durchgezogen ist, nochmal nachwürzen.

Ohne meine Fleischeinlage (und die ist nicht spielentscheidend) ist der Salat vegan.

 

Kichererbsen Paprika Oliven Artischocken 1

 

Kichererbsen Paprika Oliven Artischocken 2

Taco Salat Hähnchen


Ich kann nix dafür – alle paar Wochen spätestens krieg ich den Tex-Mex Hieper. Dann muß es etwas mit Tacos, Cilantro (Koriandergrün) und Kreuzkümmel geben.

Die Aktion heute war etwas spontan, es fiel mir auf der Fahrt nach Hause ein. Ich wollte einen etwas anderen Taco Salat machen und hatte kurz vorher einen im Netz gesehen von einer Blogger Berühmtheit aus Amerika, die ihren Erfolg auch schon in eine regelmässige Rolle bei „the Food Channel“ umgewandelt hat, einem Fernsehkanal, der ausschließlich um Ess- und Trinkinhalte kreist. Es handelt sich um“the Pioneer Woman“ auch bekannt als Rhee Drummond, die vor einigen Jahren damit Aufmerksamkeit auf sich zog, indem sie mit vielen Fotos von der Entstehung ihrer Kreationen und einer gehörigen Portion Selbstironie und Humor eine große Menge Anhänger (Followers) anzog. Die Rezepte kreisen um urtypische amerikanische Gerichte, wobei sie manchmal auch vorgefertigte Produkte mitbenutzt. Aber das ist genau auch ihr Alleinstellungsmerkmal, weil sie damit viele gestresste Menschen anspricht, die zwar gut kochen, aber nicht stundenlang in der Küche stehen wollen.

Jedenfalls sah ich mir ihren Taco-Salat in x-Bildern an. Mein Salat ist ein bißchen anders, weil ich im Gegensatz zu ihr keine kommerziell angerührte Ranch-Dressing mag (übrigens auch keine privat hergestellte). Stattdessen hab ich den Romano-Salat in feine Streifen geschnitten, abgebraust und abtropfen lassen.

Nach und nach kamen Frühlingszwiebel, Cherrytomaten, Koriandergrün, im Ofen gebackene Tacofladen in Stücken, Avocado in Stücken und Hähnchenbrust dazu. Danach hab ich ihn kurz mit Cheddar in den Ofen geschoben.

Die Hähnchenbrust hatte ich vorher mit frisch geriebenem Kreuzkümmel (Cumin), Oregano, Salz und Cayenne eingerieben. Die Brust kam zuerst in die Pfanne und wurde auf beiden Seiten scharf angebraten, anschließend ging sie für 8 Minuten bei 180 C in den Ofen.

Die Salsa hab ich hergestellt aus 3 Rispentomaten, wieder Kreuzkümmel und Oregano, jetzt etwa 8 Jalapeñoscheiben, etwas Salz und einem Schluck Apfelessig. Sie wurde mit dem Mixstab püriert. Den Salat hab ich mit ihr statt mit Salatsauce angemacht.

Der Salat war nicht perfekt. Geschuldet der späten Tageszeit hab ich mich ein bißchen zu sehr beeilt und ließ die Tacos etwas zu dunkel werden. Auch war die Idee die Salsa als Salatsauce zu nehmen, nicht optimal. Da muß ich mir noch etwas überlegen. Auch fiel mir auf, daß so viele Einzelteile irgendwie vom großen Ganzen ablenken.

Aber als Tex-Mex Wegweiser ist er gut geeignet und satt hat er auch gemacht!

Noch eine Anmerkung: Heute hab ich, weil es kein Cumin-Pulver gab, den Kreuzkümmel im Ganzen gekauft. Ich kannte seine Form vorher nicht. Er sieht wie kleinerer, schlankerer Kümmel aus. Ich hab dann einen Teelöffel in meinen Mörser gegeben und gemörsert. Genial! Der Duft ist viel intensiver als gewöhnliches Pulver. Ich hab es von Wagner Gewürzen gekauft, einer Firma aus dem 6….er Raum.

 

Taco Salat 1

 

 

 

Taco Salat 2

 

 

Taco Salat 3

 

 

Taco Salat 4

Pollo fino Capunti alla puttanesca


Bei der Metzgerei Zorn gab es eingelegte entbeinte Hähnchenunterschenkel – Pollo fino. Die hab ich bisher noch nicht gemacht, also nahm ich ein paar mit, um zu schauen, was man daraus machen könnte. Ursprünglich dachte ich daran sie zu füllen, aber der Wille schwand mit steigenden Temperaturen. Außerdem hatte ich nur Cranberries und Nüsse, und darauf hatte ich gerade keine Lust.

Vor allem, weil ich mich mit der Beilage schwer tat. Es gab Padina-Linsen, Puy- und rote Linsen, alle möglichen Nudeln, Kartoffeln, Basmati, China- und Thaireis, außerdem Arborioreis für Risotto.

Aber es gab ein Packet Nudeln, das hatte ich um die Weihnachtszeit geschenkt bekommen, eines mit eingebauter Würzmischung. Es waren Capunti, eingedrehte Nudeln, wie handgerollt, mit einer Würzmischung für die Puttanescavariation.

Ich hab mich an die Packungsanleitung gehalten, muß aber sagen, daß die Gewürze frisch viel besser sind. Es war irgendwo zwischen intensiv und strohig.

Das Hähnchen hab ich einfach so belassen (es war ja schon gewürzt). Das hat auch ganz gut geschmeckt. Ich werde es aber irgendwann tatsächlich füllen, weil ich denke, daß es davon profitieren kann.

Ob ich dann nochmal die Würzmischung zu den Capunti mache glaub ich eher nicht.

Wie man an den Fotos sieht, hab ich die Pasta durch großzügige Beigabe von Parmesan versucht positziv zu beeinflussen, das hat aber nur eingeschränkt funktioniert.

You can’t win ‚em all!

Pollo Fino Caputi puttanesca 1

Pollo Fino Caputi puttanesca 2

Ochsenherz Meeresfrüchte Jalapeños Bohnen


Ich träumte diesen Salat.

Wirklich.

Es war so heiss, daß ich schläfrig geworden war, und ich legte mich hin, war aber im Gedanken schon beim Abendessen.

Das hatte offensichtlich Wirkung, und irgendwann später sprang ich auf und wusste, was es sein sollte.

Also hab ich wieder mal meinen teuren Gemüsehändler und den italienischen Fischhändler auf der anderen Kreuzungsseite besucht.

Der Fischhändler hatte nicht nur die gewünschten Gambas, sondern auch Calamaretti, da konnte ich nicht Nein sagen.

Mein ursprünglicher Plan war gewesen, eine Aioli anzurühren, aber in Anbetracht der Temperaturen machte ich das Ganze etwas leichter.

Beim Fischhändler gab es 2 Calamaretti etwas kleinerer Art, dazu 4 Gambas, prächtige Burschen.

Beim Gemüsemann erstand ich Petersilie und Korianderkraut, ein paar Jalapeños (die waren endlich mal mit Bums unterwegs), eine Handvoll grüne Bohnen,

einen sehr schönen Salatherz-Salat und eine Ochsenherztomate.

Das Dressing bestand aus 4 El Olivenöl, 1 El Apfelessig, Salz, 1 El Limettensaft, 1/2 Tl Limettenabrieb, 1 Sardelle, zerstampft, und einer Knoblauchzehe, zerrieben.

Dazu noch ein El Dijonsenf. Alles gut miteinander vermischen und über den Salat verteilen. Der Limettenabrieb in Kombination mit dem Koriandergrün war sehr apart, und hatte natürlich Anklänge an mexikanische Gerichte, bei der eine Avocado auch nicht fehl am Platz gewesen wäre.

Nachdem die Meeresfrüchte soweit vorbereitet waren (Gambas schälen, Darm ziehen, würzen, Calamaretti vom Inneren befreien, das Chitinschwert nicht übersehen, die Tentakeln im Ganzen vor den Augen abschneiden, würzen), wurden sie scharf und schnell mit Knoblauch angebraten. Die Calamaretti würden sonst zäh. Danach die Bohnen, die vorher schon bißfest gekocht und kalt abgebraust worden waren, mit einer weiteren Prise Salz und Knoblauch in der gleichen Pfanne durchgeschwenkt, damit auch sie warm auf den Salat kamen. Koriandergrün und Petersilie wurden gerecht verteilt.

Dann wurde nur noch angerichtet, fotografiert und genossen!

 

Ochsenherz-Tomate

 

Gambas Calamaretti Bohnen Ochsenmaul Jalapenos 1

 

Gambas Calamaretti Bohnen Ochsenmaul Jalapenos 2

Shredded Beef Rigatoni


Inspiriert wurde dieser Post durch den wirklich sehr guten und erschöpfend genau beschriebenen Post von „immer Ferien“, bei dem es um Pulled Beef, Coleslaw und selbstgemachte Buns ging.

Es ist ein uramerikanisches Gericht, das in dieser Version trotzdem leichter daherkam, weil zum Beispiel im Coleslaw auf die Mayo verzichtet und stattdessen nur Sahne und Creme Fraiche benutzt wurde ;-). Ich war motiviert bis in die Haarspitzen, hatte auch schon 2,4 kg Hals vom Hohenloher Rind besorgt, dem jungen, frisch bestandenen Metzgermeister das Rezept versprochen, und bin nach Hause gegangen, um den Rest zu besorgen, als mir die Luft ausging. Es war etwa 11:00 morgens und schon gut über 30 C. Außerdem war es sehr schwül.

Ich schaute, ob ich die Brötchen hinbekomme, sah, daß mir die Zutaten fehlten und verschob die Entscheidung auf später.

Das Beef wollte ich trotzdem machen, nur kam mir die Menge plötzlich als viel zu groß vor. Stattdessen hab ich etwa ein kg in zwei Stücken für das Shredded Beef reserviert, der Rest wurde zu Gulasch und Boeuf Bourguignonne verarbeitet.

Das Rind wurde mit einem Rub behandelt:

1 Tl Paprika süß

1 Tl Pimenton de la Vera

1 Tl Ingwerpulver

1 Tl Knoblauchpulver

1 Tl Zwiebelpulver

1 Tl Korianderpulver

 

1 El Salz

1 El Zucker

gut Pfeffer aus der Mühle

 

Normalerweise (so wird behauptet) kommt der Rub am Abend vorher drauf, um „einzuziehen“. Das ist wahrscheinlich ein Märchen wie das, daß sich beim Braten die Poren schließen.

Das war bei mir aber nicht der Fall, weil die Zeit einfach fehlte. Hat der Sache aber keinen Abbruch getan.

Die Sauce bestand aus:

2 kleine Dosen Tomatenmark

1 kleine Glasflasche Heinz Tomatenketchup

2 El Sojasauce

je 1 getrocknete Chili Cascabel, Pasilla und Morito, 1/4 Tl Fenchelsamen in der Krups Retro-Kaffeemühle fein gemahlen

3 El Zucker

1/4l Apfelessig

1/4 l Bier

 

Das Fleisch wurde mit der Sauce in meinen Slow Cooker gegeben und auf High gestellt. Es kam um 12:30 hinein, gegen 16:00 hab ich die Temperatur auf Med gestellt und um 18:00 auf Low.

Ich hab es in der Zeit zweimal gewendet, aber immer mit Sauce bedeckt. Die Temperaturen draußen wurden nicht weniger, also entfielen weitere Einkäufe, und ich disponierte entgültig auf Pasta um. Mein Gemüse war eh schon die Artischocke, also war ja alles ausgeglichen.

Das Fleisch samt Sauce war gegen 19:30 butterzart. Ich hab es herausgenommen, geshreddet, die Sauce in eine andere Schüssel umgefüllt und einen Teil zurück in die übriggebliebene Portion gegeben und durchgemischt. Die Rigatoni brauchten etwa 12 Minuten. Danach mußte ich nur noch Anrichten (wobei das hier ein Witz ist. Shredded Beef oder auch Pulled Pork sieht alleine so ungekonnt aus, daß es kein Wunder ist, daß die Sandwiches/Tacos immer schön mit Grünem und Rotem ausdekoriert sind).

Geschmeckt hat es trotzdem. Und die Rezepte von immer Ferien sind nicht vergessen!

 

Shredded Beef Pasta

 

Shredded Beef Pasta2