Hochrippe Bohnen Pfifferlinge Reine Claude Sauce


Beim Metzger heute wollte ich ein Stück Fleisch zum schmoren. Der Mann empfahl Hochrippe, ein Fleisch, das ich schon kurzgebraten habe.

Ich wollte nicht so viel, aber zum Schmoren braucht man zumindest ein bisschen Masse. Ich nahm eine Scheibe von etwas mehr als 600 g mit.

Die wurde gesalzen und angebraten. Dann kam sie bei 100 C  2 1/2 Stunden in den Ofen. Sie war natürlich nicht mehr rosa, dafür aber sehr zart und saftig.

Dazu gab es Buschbohnen und Pfifferlinge.

Die Buschbohnen kochte ich zuerst in Salzwasser mit Bohnenkraut, dann warf ich sie in Eiswasser, um die schöne Farbe zu erhalten.

Dazwischen putzte ich die Pfifferlinge und schnitt ihre Enden ab. Um die Beilage fertigzustellen, gab ich ein Stück Butter und feingehackten Knoblauch in eine Pfanne und briet erst den Knoblauch und dann die Pfifferlinge an. Danach kamen die Bohnen und eine Prise Salz dazu.

Für die Sauce nahm ich eine Schalotte, hackte die ganz fein und briet sie in Butter an. Dazu kamen 6 Reine Claude Pflaumen (gelbe Pflaumen) und eine Scheibe Ingwer (0,5 cm) , die ich eine kleine Weile Saft ziehen ließ. Dann löschte ich die Pfanne mit etwa einem Achtel Riesling ab und ließ die Flüssigkeit einen Moment einkochen. Ich wollte aber eine etwas gehaltvollere Sauce und so gab ich ein Glas Rinderfond dazu. Das durfte jetzt eine knappe halbe Stunde bei mittlerer Hitze einkochen, danach pürierte ich die Flüssigkeit mit dem Zauberstab. Beim Abschmecken war alles fast schon perfekt. Die Pflaumen hatten für Süße und Säure gesorgt, der Ingwer war erfrischend und trotzdem kaum zu bemerken.

Nachdem ich das Fleisch aus dem Ofen genommen hatte, bemerkte ich die teilweise angetrockneten Flüssigkeitsreste in der Pfanne. Dorthinein gab ich die Reine Claude Sauce und verrührte alles. Dadurch gewann die Sauce nochmal an Tiefe, bewahrte sich aber ihre Restsüße. Hat super gepasst!

 

 

 

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Rinderbraten Hohe Rippe Kartoffel-Betesalat


Heute konnte ich beim Metzger Zorn ein Stück Rinderbraten aus der Hochrippe kaufen. Es war eine Empfehlung der Fachverkäuferin, zart marmoriert und dazu gemacht, langsam im Ofen geschmort zu werden.

Genau das hab ich auch getan: Das Fleisch (650 g) wurde gesalzen und scharf angebraten, dann in die Röhre bei 100 C geschoben.

Ich hab den Temperaturmesser genommen und 79 C eingestellt, die Temperatur für “well done” bei Rind. Weil das Fleisch aber kein Steak war, liess ich es 20 Minuten länger drin.

Das Resultat war sehr zart und noch sehr saftig.

 

Dazu gab es eine Sauce aus 2 Zwiebeln, die ich in Streifen schnitt und langsam anbriet. Nachdem sie eine schöne Bräune angenommen hatten, gab ich einen El Tomatenmark dazu, liess den mit den Zwiebeln karamellisieren und löschte mit einer Tasse Rotwein ab. Dann gab ich ein Produkt dazu (auch vom Metzger Zorn), das ich letzte Woche schon gekauft hatte, um es auszuprobieren – Jus.

Soll heissen die Jus war fest, wie eine versteinerte Creme. Sie wurde verkauft für €3.50 und soll für einen Liter Jus reichen. Auf meine Nachfrage sagte die Fachfrau, daß die Jus von einem befreundeten Metzgerbetrieb gemacht wird. Ich hatte meine Brille nicht dabei und fragte nach den Zusatzstoffen, aber sie meinte die Jus sei auf die “normale” Art gemacht worden.

Heute hab ich etwas genauer geschaut und festgestellt, daß ein paar Sachen drin sind, die nicht ganz normal sind. Allerdings handelt es sich hier nicht um Geschmacksverstärker, sondern um Sachen wie gefriergetrocknetem Gemüse und echtem Rinderfett unter anderem. Als halbfertiges Produkt, wenn 20 Verwandte kommen und alle Sauce zu ihrem Rumpsteak haben wollen, ist es prima, schmeckt nicht künstlich und ist tatsächlich sehr ergiebig. Ich nahm etwas mehr als einen halben Tl, rührte den in den kochenden Rotwein und liess alles einkochen, bis es rund schmeckte.

Jedenfalls schmeckte diese Zwiebel-Rotweinsauce sehr gut zum Braten, obwohl ich es mir nicht angewöhnen werde auf solche Sachen zurückzugreifen. Aber gut zu wissen, daß es Helferlein inzwischen in richtig guter Qualität gibt.

Beim Gemüsehändler auf der anderen Seite der Kreuzung kaufte ich 2 vorwiegend festkochende Kartoffeln und eine frische rote Bete. Die drei kamen ins Wasser und verbrachten 45 Minuten bei leisem Köcheln.

Dann ließ ich sie 10 Minuten in kaltem Wasser auskühlen, bevor ich sie schälte und in dünne Scheiben schnitt. Ein Drittel eines Glases Kalbsfond wurde erwärmt, dort schnitt ich eine ganze Frühlingszwiebel und gab, nachdem die Flüssigkeit nicht mehr ganz so heiss war 3 El Rapsöl und zwei El Weissweinessig dazu. Dann wurde gesalzen, eine Prise Zucker kam auch noch dazu und alles wurde eifrig umgerührt.

Darin durften Kartoffeln und Bete 20 Minuten baden, während ich auf den Braten wartete. Der Salat schmeckt sehr gut, vorausgesetzt, man mag Bete (und schwäbischen Kartoffelsalat.

Für Nordlichter wär das nichts, dafür mögen wir keine Mayo an der Kartoffel  🙂

 

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