Schweinebauch Friseé Spargel


Man müßte meinen, es hätte durch den gestrigen Einkauf genügend (Fleisch)optionen gegeben, aber nein…

Um ganz ehrlich zu sein, war ich nachmittags noch in Karlsruhe und wollte das Auftauen nicht zwingen (mit heissem Wasser) und dachte, ich hol mir etwas anderes. Aber wie das Schicksal so spielt, gab es meine erträumten Waren nicht (Kalbshaxenscheiben für ein Osso Buco-schon ewig nicht mehr gemacht!) und ich war auch ein wenig lustlos unterwegs. So streunte ich um die Fleischtheken herum, hätte fast eine Ente gekauft, um Wiltrud’s Ente nachzukochen, aber dann fiel mir ein, daß die vielleicht erst tauen sollte, und ich vielleicht auch mal schauen müsste, was nicht im Haus ist (Kurkuma, Walnüsse, Granatapfelsirup). So viele Baustellen, die Ente wird vertagt… Und vor allem, friert sich das gut ein? Ich kann nicht alles allein bezwingen.

Ich hab dann noch ein Weilchen mit den Schälrippchen geliebäugelt (Spare ribs – amerikanische Woche und so), aber dann wollte ich auch etwas Gemüsiges.

Und da fielen mir die Spargelstangen ein, die ich gestern mit dem Koriandergrün und dem Friseésalat gekauft hatte.

Da ich schon einige Male Schweinebauch sehr lecker hinbekommen habe, nahm ich ein schönes Stück mit.

Zuerst rieb ich ihn mit meinem S.C. (South Carolina) Pulled Pork Rub ein, das ich beim letzten Mal selbst gemischt und in ein Glas abgefüllt hatte.

Er kam mit der Hautseite (die ich vorher rautenförmig eingeritzt hatte) nach unten in eine Le Creuset Form mit 1 cm Wasser. Dann ab in den Ofen bei 190 C für eine knappe Stunde.

Dann wurde er gewendet, die Haut mit Sojasauce dunkel eingepinselt, und das Wasser frisch aufgefüllt. Nach einer weiteren halben Stunde gab ich eine halbe Flasche Leffe dunkel (belgisches malziges Bier) dazu. Alles reduzierte langsam, das Bier wurde mit Wasser wieder gestreckt, die Kruste bekam eine Salzwasserbehandlung.

Nachdem die Rauten krachig geworden waren, stellte ich das Fleisch warm und reduzierte die Sauce noch ein wenig. Ich gab noch einen kleinen Schluck Himbeer „Condimento“ (ein eingedickter Himbeerbalsamico aus dem Aldi zur Weihnachtszeit) dazu und ließ es noch einmal aufkochen, gab aber noch einen El Wasser/Speisestärkemischung dazu, um sie abzubinden.

Der Himbeerbalsamico hat die Sauce schön rund gemacht.

Der Salat war schon gestern geputzt worden, aber die Spargel wollten noch geschält werden, außerdem hab ich sie der Länge nach halbiert, in Zucker und Salz etwa 8 Minuten gekocht, abgegossen und dann in Butter angebraten.

Die Salatsauce bestand aus knapp 2 Löffel Weißweinessig, Prise Salz, Prise Zucker, El Senf, 3 El Olivenöl. Dazu gab es 3 geviertelte Kirschtomaten. Ich hatte extra gestern Koriandergrün gekauft und vertraute darauf, daß es gut schmeckt, wenn Tomaten dabei sind.

So war es auch!

Es hatte einen ganz leichten Tex-Mex Touch, aber eigentlich nur durch den Salat. Das Fleisch war butterzart und sehr geschmackvoll und durch die Sauce hatte es eine gewisse Komplexität. Lecker!

 

Schweinebauch Frisee Spargel 1

 

Schweinebauch Frisee Spargel 2

 

Schweinebauch Frisee Spargel 3

Apfelpfannkuchen Heidelbeerenpfannkuchen Heidelbeersauce


Für mich ein ungewöhnliches Abendessen. Normalerweise gibt es ein bißchen süß morgens am Wochenende, sonst eigentlich eher weniger. Aber ich hatte einen Blog gesehen (verzeiht mir, ich hab vergessen, welcher), bei dem Apfelscheiben in einem Pfannkuchenteig gewendet und ausgebacken werden.

Dazu hab ich den Apfel mit der Schale in 1 cm dicke Scheiben geschnitten, das Innere entfernt und erst in Butter angebraten (ich hatte Angst, daß die Zeit im Teig dem Apfel nicht reichen würde, gar zu werden).

Danach wurde er im Pfannkuchenteig gewendet und ausgebacken. Der Teig bestand aus einer Tasse Mehl, einem Ei und Milch nach Gefühl (auch etwa eine Tasse – er muß fliessen), dazu eine Prise Salz und 2 flache El Zucker.

Ich mußte die Äpfel immer zu zweit braten, damit sie nicht ineinanderfließen.

Dazwischen hab ich 2 El Zucker karamellisiert, mit Himbeerbalsamico abgelöscht, den Karamell damit aufgelöst und die Heidelbeeren dazugegeben, bis sie mehrheitlich platzten.

Irgendwann nachdem ich die 3 Apfelpfannkuchen schon gewendet hatte, fiel mir ein, daß ich eigentlich Heidelbeeren dazugeben wollte. Dazu war es aber zu spät. Deshalb sieht man im Vordergrund einen Pfannkuchen mit Heidelbeeren ohne Apfel 🙂

Die Sauce war soweit schon ziemlich eingedickt, da hab ich sie nur noch warm gestellt.

Nach dem anrichten, beim fotografieren, fiel mir ein Blog ein (Food, Drugs & Rock ’n‘ Roll), der sich kürzlich darüber aufregte, daß er toll gekocht hatte, aber der Teller Sch… aussah.

Mir ging es heute genauso… Die Sauce sieht aus wie lila Klumpen, die Äpfel sind nicht zu erkennen, die Ränder der Pfannkuchen sind zerfranst – es sieht nach nix aus, aber es war richtig gut, auch wenn ich abends nicht so gerne süß esse…

 

Apfelpfannkuchen Heidelbeeren 1

 

Apfelpfannkuchen Heidelbeeren 2

Panna cotta Kirschsauce


Ein zweites Rezept von M., für das ich das genaue Rezept auch nicht habe. Es war aber eine klassische Panna cotta, insofern dürfte es nicht so schwer zu sein, es nachzukochen.

Anders die Kirschsauce: Es gab tiefgefrorene Kirschen, die M. pürierte, aber dabei feststellte, daß es noch den einen oder anderen Kirschkern gab. Daraufhin ließ er den Standmixer einfach langsamer laufen (um die wenigen Kerne nicht zu klein zu zerschlagen und die Messer zu beschädigen). Anfangs schmeckte sie noch etwas schal, aber karamelisierter Zucker mit Himbeerbalsamico abgelöscht, mit einer Zimtstange angereichert und etwas ziehen gelassen änderten das 🙂

War auch gut!

 

Panna Cotta Kirschpüree