Heilbutt Kartoffelsalat


Ich hatte Lust auf Kartoffelsalat, aber keine Lust einzukaufen. Auch wollte ich irgendwie Fisch, aber auch da war ich zu faul über die Strasse zu gehen…

Beim Nachdenken fielen mir Elemente ein, die ich hatte und mit denen ich Fisch und Kartoffelsalat machen könnte.

Die Elemente:

1 Heilbuttfilet im Froster/ frozen halibut filet

Butter/ butter

Kartoffeln/ salad potatoes

Frühlingszwiebel/ scallions

Gurke vom Biogarten/ organic cucumber

3 Stangen Sellerie/ 3 celery stalks

Apfelessig/ cider vinegar

Rapsöl/canola oil

Senf/mild mustard

Speck/ bacon lardons

Die Kartoffeln wurden mit Schale über 30 Minuten gekocht, weil zwei sehr große dabei waren. Danach wurden die in kaltem Wasser schnell ausgekühlt und anschliessend geschält.

Frühlingszwiebel, Selleriestangen und Gurke wurden in dünne Scheiben geschnitten und beiseite gestellt. Der Speck wurde knackig angebraten und abgetropft.

Essig, Salz, Pfeffer und Senf wird gemischt und dann mit dem Öl aufgeschlagen. Mischungsverhältnis Essig/Öl ist 1:3.

Das Heilbuttfilet hab ich mehliert und in brauner Butter (Nussbutter) angebraten (deshalb sieht es auch paniert aus, ist es aber nicht).

Nach dem Foto hab ich noch großzügig Zitrone über das Filet gegeben.

Es hat geschmeckt wie ein richtig guter Freitag! 🙂

I felt like having potato salad, but didn’t feel like going shopping. I also wanted some fish, and there is an Italian fishmonger across the street, but I just didn’t have the energy…

Thinking about my future meal, I saw the available elements to make my meal before my mind’s eye. (The above list)

I cooked the salad potatoes in their skins for about 30 minutes, because there were two pretty large specimens among them. When they were done, I cooled them quickly in cold water before peeling and slicing them.

I cut the scallions, the celery stalks and the cucumber into thin slices and set them aside. The bacon lardons were fried until crispy, then placed on a paper towel to drain.

Then I made the potato salad dressing from 2 Tbs cider vinegar, 1 Tbs mild mustard, salt and pepper, combining these ingredients and making sure the salt dissolved in the vinegar mix. Now 6 Tbs of canola oil were incorporated into the fluid using a whisk and making an aerated emulsion.

The sliced potatoes and all the other sliced vegetables and the bacon were added and mixed. This is not an original german potato salad, BUT it was great! The vegetables offered a special crunch and the celery imparted extra flavor.

My last task was to dredge the halibut through flour after I seasoned it, put a generous knob of butter into a hot frying pan and letting it brown (for nut butter or beurre noisette) and to fry the filet in just 3 minutes on each side.

After taking the picture I drizzled the fish with the lemon 🙂

It tasted like a really good friday! (pardon the pun 🙂  )

 

Heilbutt Kartoffelsalat 1

 

Heilbutt Kartoffelsalat 2

 

Heilbutt Kartoffelsalat 3

 

 

 

Heilbutt Räucherlachs Spinat Strudel


Der Heilbutt hat mir so gut geschmeckt vorgestern, daß ich ihn schon wieder im Visier hatte ( vor allem ist die Quelle so nah!). Aber ich hatte gestern eine Packung Babyspinat aus dem Supermarkt mitgenommen, und der war schon fest eingeplant. Also saß ich auf dem Nachhauseweg im Auto und meine Gedanken kreisten um ein Gericht, das diese (und mehr Komponenten) beinhaltet, das ich aber noch nicht so gemacht habe. Das allein wird immer schwieriger.

Jedenfalls holte ich noch eine Packung Räucherlachs und den Strudel- oder Yufkateig, dann den Heilbutt beim Händler gegenüber, dann nebenan Dill, Schnittlauch und Pfifferlinge.

Für das Rezept hab ich den Spinat (500 g) gewaschen, abtropfen lassen und in Olivenöl, Knoblauch und Muskat anbraten lassen. Er war so naß, daß ich irgendwann die überschüssige Flüssigkeit abgekippt habe, bevor ich ihn trockengebraten hab.

Von den Strudelscheiben hab ich vier genommen, etwas Butter geschmolzen und jedes Blatt über das andere gelegt und dann mit der flüssigen Butter bestrichen.

Auf diese Strudelblätter hab ich die gegarte, relativ trockene und mit Salz gewürzte, gehackte Spinatmischung so verteilt, daß sie eine gewisse Überbreite hat (es hat sich herausgestellt, daß sie hätte noch breiter angelegt sein sollen).

Darauf kam eine Schicht ansautierter Steinchampignons, die ich auch leicht gesalzen hatte.

Darauf dann eine Schicht des Räucherlachses (ist der Genitiv hier notwendig?)

Und schließlich der Heilbutt, 250 g, in 2 lange Filets gespalten und gegeneinandergelegt, gesalzen, gepfeffert und mit fein gewiegtem Dill besprenkelt.

Als ich den Teig zusammenrollte, fiel mir auf, daß die Spinatschicht nicht ausreichte, um ganz herumzugehen. Andererseits war das auch egal, wie man an den Fotos sieht.

Geschmacklich war es sehr lecker, der Räucherlachs spielte eine tragende Rolle und gab seinen Geschmack ab, war aber nicht zu dominant, weil es einfach mehr Heilbutt und Spinat gab.

Die einzelnen Komponenten leicht vorzuwürzen stellte sich als richtiges Vorgehen heraus.

Die Sauce: Ich hab heute in einem großen Edeka ein mir neues Produkt gekauft, und zwar ein Kalbsjus von Englert (für €1.90). Darauf steht: kräftige Jus für Kurzgebratenes. Das konnte ich im Laden aber ohne Brille nicht entziffern. Egal-Kalb, Huhn-, Fischfond- alles gut mit Fisch. Also hab ich den Fond mit Noilly Prat, Sahne und den restlichen Steinchampignons auf- und eingekocht. Dazu nochmal Dill, das hat super geschmeckt!

Die geputzten Pfifferlinge hab ich in der restlichen Butter angebraten und in die Sauce gegeben.

Alles toll, aber jetzt hab ich mindestens 5-6 Portionen übrig, es ist Wochenende und ich weiß nicht, ob sich das gut einfrieren läßt…

Heilbutt Räucherlachs Spinatroulade 3

Heilbutt Räucherlachs Spinatroulade 2

Heilbutt Taco Frühlingszwiebel Avocado


Ich hab in letzter Zeit ein paar Mal erwähnt, daß ich immer wieder Essen ins Geschäft mitnehme und meinen treuen Testern zum probieren gebe.

Ich tue das, weil ich ein Feedback bekomme, und zweitens weil ich unmöglich alles allein essen kann, was ich koche. Außerdem ist der Gefrierschrank auch dauervoll.

Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Die drei, die sich immer wieder dem Selbstversuch hingeben, sind regelmäßig begeistert (oder Superschauspieler!) und das tut mir gut.

Der einsame Mann in der Runde meint regelmäßig, jetzt wäre es aber Zeit für ein eigenes Kochbuch 🙂

 

Dieser Mann sagte mir irgendwann, ich sollte aufhören, ihm Gerichte zu beschreiben-entweder Klappe zu oder liefern! Ich lieferte eine Woche lang jeden Tag ein paar Happen.

Am Ende der Woche brachte er mir ein kleines Päckchen Panade (Zatarain’s New Orleans Style Fish Fri®-Seafood Breading Mix), und meinte ich müßte das unbedingt ausprobieren, das sei genau sein Geschmack.

Letztens fragte er nach, und ich sah mich bemüßigt, das ungeliebte Produkt auszuprobieren.

Es besteht unter anderem aus Maismehl, Salz, rotem Pfeffer, Zitronensäure, Glutamat, Knoblauch, Malzzucker, Zwiebel, Zitronenpüree und Zitronensaft.

Auf der Packung werden drei Zubereitugsarten beschrieben: Die ersten zwei brauchen mindestens 3 cm Öl in einer Pfanne oder eine halbvolle Friteuse. Diese Zubereitungsarten konnte ich nicht erfüllen. Die dritte Zubereitungsart beschränkte sich auf das Einpinseln mit Öl und dem anschließenden Panieren und im Ofen backen. Das war die Lösung!

Ich hab also den Fisch (immerhin Heilbutt) diesbezüglich vorbereitet und beiseitegestellt. Ich dachte mir wenn ich den Heilbutt schon vergewaltigen muß, kann ich auch gleich Fischtacos machen, die es zwar gibt, aber noch nicht auf diesem Blog.

Die übrigen Zutaten hab ich hier schon öfters zusammengefügt: Avocado, Frühlingszwiebel, Jalapeños, Limette, Tomate, dazu ein Taco (die hab ich eingefroren vorrätig-die tauen in 5 Minuten auf und müssen nur für ein bis zwei Minuten in den Backofen). Eine orange Paprika hab ich separat geschmort und als Grundlage für den Taco benutzt.

Jedenfalls kamen die panierten Fischstücke ungewürzt (außer der gewürzten Panade) 15 Minuten in den Ofen, danach zum Fototermin mit den restlichen Zutaten.

Geschmeckt hat es gut, wobei ich überzeugt bin, die Panade verbessern zu können.

Jetzt ist nur noch die Frage offen, wie ich meinem Tester F. klarmache, daß sein Lieblingsfischprodukt etwa 2000% zu teuer ist?

 

Fisch Taco Avocado Tomate Frühlingszwiebel 1

 

 

Fisch Taco Avocado Tomate Frühlingszwiebel 2

 

 

Fisch Taco Avocado Tomate Frühlingszwiebel 3

 

Heilbutt Blätterteig Estragonsauce Aubergine Zucchini Fenchel Tomate


Heute auf dem Markt hatte ich mir vorgenommen, nur etwas Fisch zu kaufen, die Käsebestände aufzufüllen und etwas Obst für einen Kuchen auszusuchen. Beim Fischhändler (der gleiche, der einen Laden schräg von mir betreibt) wurde ich vom Schwiegervater bedient und nahm das kleinste Heilbuttfilet mit, das immer noch groß genug für zwei war.

Egal, ich ess es morgen nochmal.

Beim Pfälzer gab es Zucchini und Fenchel, außerdem Estragon. Langsam reifte der Plan. Ich nahm noch ein paar Champignons mit und ging zum Käswagen. Dort konnte ich den Einkauf zumindest auf 3/4 der üblichen Menge reduzieren und machte dann, daß ich schnell wegkam.

Später hab ich einen vorgefertigten Blätterteig, ein Glas Kalbsfond, Sahne und Creme Fraiche gekauft.

Die Auflösung-

Für den Fisch im Blätterteig 3 Pilze in 3mm Scheiben schneiden, salzen, dann anbraten, abtupfen.

Pilze auf dem Blätterteig verteilen, Fisch würzen (Salz, Pfeffer, Zitronensaft), auf die Pilze setzen, restliche Pilze ganz dünn schneiden, auf dem Fisch verteilen, ein paar Blättchen Estragon dazugeben, Blätterteig umschlagen, anpressen, ein paar Schlitze schneiden, mit Eigelb einpinseln und eine halbe Stunde bei 200 C im Ofen backen.

Für die Sauce die Stiele der Champignons und eine Schalotte ganz fein hacken, in Butter ohne Farbe anschwitzen und mit einem guten Schluck Noilly Prat ablöschen, Glas Kalbsfond dazugeben, um die Hälfte reduzieren, ein gehäufter El Creme Fraiche und 4 El Sahne dazugeben, außerdem ein Tl kleingehacktes Estragon.

Mit etwas Mehlbutter abbinden, nochmals abschmecken.

Das Gemüse wurde in Scheiben (Fenchel), in Stifte (Aubergine) und in Würfel (Zucchini) geschnitten und nacheinander angebraten. Dann kam eine kleingewürfelte Tomate dazu. Ich hab es ein wenig mit Weißwein abgelöscht und hab es mit Salz, Pfeffer, Cayenne, Oregano und Rosmarin gewürzt. Trotzdem war es nicht wirklich wie ein Ratatouille, weil es nicht zusammen geschmort war. Hätte ich Parmesan im Haus gehabt, hätt ich es noch überbacken.

Es hat ziemlich gut geschmeckt, obwohl der Fisch im Blätterteig nur die Hälfte der ganzen Portion und dafür ziemlich mächtig war. Die Sauce hat ausgezeichnet gepasst (natürlich kann man auch Fischfond nehmen, der Laden hatte nur keinen).

Das Gemüse hatte zwar seine eigene Würzung, aber nur Fenchel, was klassisch gewesen wäre, war mir zu langweilig.

Insgesamt hat es den Aufwand gelohnt, wobei man sich überlegen kann, sowas in kleinerer Portion als Gästeessen zu machen (dann natürlich nur mit Fenchel und Safranirgendwas 🙂  )

Heilbutt Blätterteig Fenchel Zucchini Aubergine Tomate 1

Heilbutt Blätterteig Fenchel Zucchini Aubergine Tomate 2

Heilbutt Blätterteig Fenchel Zucchini Aubergine Tomate 3