Hähnchenbrust Chicoree Gnocchi


Heute will ich von Malou’s Wunderpaste berichten. Sie betreibt den sehr schönen Food Blog „Liebe mit Biss“.

Am 25. Februar hatte sie ein Rezept für eine Gewürzpaste gepostet, die wie ein Brühwürfel wirkt, aber komplett aus natürlichen Zutaten besteht. Es ist eine Hähnchenpaste, mit der man auch eine Hühnerbrühe oder Sauce auf Hühnerbasis machen kann.

Malou erklärt die Vorgehensweise im Link, deswegen beschreibe ich hier nicht die Zutaten. Sie hat allerdings einen Thermomix, ich nicht. Trotzdem war es relativ einfach, die Zutaten zusammenzustellen. Einzig das Fleisch der Hähnchenschenkel ohne Haut, Knochen und Sehnen machte ein wenig Arbeit und ein sehr scharfes Messer. Danach war alles kein Problem, obwohl ich meinen Standmixer damit schrottete (er hat vorher schon Anzeichen von sich gegeben). Die Zutaten sind überschaubar und das Einzige, das Zeit brauchte, war die Restflüssigkeit heraus zu bekommen.

Zuerst kochte ich die pürierten Zutaten etwa 20 Minuten, dann stellte ich die Masse 2×30 Minuten in den Ofen, um sie zu trocknen. Nachdem sie eine weitere halbe Stunde im Freien stand, füllte ich die Masse in zwei Gläser ab und stellte sie kühl.

Das war gestern. Gestern nahm ich auch ein gutes Huhn von Siebert aus dem Elsass aus, um an die Schenkel zu gelangen. Daneben löste ich auch den Rest und vor allem die Brüste aus und stellte die für heute kalt.

Heute machte ich die Hähnchenbrüste, indem ich sie erst in Rapsöl anbriet und dann in einem Löffel der Paste, einem halben Glas Weisswein und einem halben Glas Wasser und zwei großen Löffeln Saurer Sahne stocken ließ. nach 10 Minuten mit Deckel waren die Brüste gerade fertig. Vorher hatte ich drei mittlere Chicoree geputzt, längs geteilt, den Strunk entfernt und in einer Pfanne mit Schalotte und Knoblauch kurz angebraten, dann mit etwas Weisswein abgelöscht und ebenfalls mit einem Löffel der Paste vermischt. Nach etwa 20 Minuten im Ofen war die Flüssigkeit etwas verringert und ich gab etwa 80 g Gruyere in geriebenem Zustand drüber. Die Pfanne wurde noch einmal in den Ofen geschoben, um den Chicoree zu gratinieren.

Dazwischen gab ich die vorgefertigten Gnocchi ins kochende Wasser, um sie nach ein paar Minuten später herauszunehmen und in etwas Öl anzubraten.

Am Ende kam alles zusammen und schmeckte sehr gut. Die Paste muß man vorsichtig dosieren, weil sie mit Salz konserviert wird, aber mit Wein, Sahne oder Saurer Sahne wird schnell eine schmackhafte Sauce daraus. In den nächsten Tagen werde ich sie nochmal einsetzen, dann für eine Suppe.

Malou meinte noch, daß sie diese Paste aus allen Fleischarten machen kann und auch macht. Ich denke, ich werde noch eine Paste aus Kalbfleisch machen, weil die bei mir häufig zum Einsatz käme, aber erst will ich mit der Hähnchenpaste noch Erfahrungen sammeln. Mein erster Eindruck war jedenfalls sehr positiv!

Hähnchen Mais Spargel


Das Wetter heute war hier toll, nicht zu warm, aber schön sonnig und sogar mit leichter Brise!  Für mich optimal. Was auch bedeutete, daß ich grillen wollte.

Hähnchenschlegel hatte ich gestern schon zusammen mit der Brust gekauft, ich wollte sie aber vorher schon einlegen. Ich fand auf einer amerikanischen Seite ein leichtes Rezept und setzte das in die Tat um:

2 El brauner Zucker, Prise Salz, 1 El Sojasauce, 1El grober Senf, 1 El Weissweinessig und eine fein gehackte Knoblauchzehe vermischen. Die Hähnchenteile in einen Plastikbeutel geben, die Marinade dazu, den Verschluss schliessen und dabei die ganze Luft herauspressen. Marinade verteilen und den Beutel kalt stellen.

Ein paar Stunden später werden die Hähnchenteile auf ein Alublech gegeben und zwischen die Holzbrikettkörbe gestellt. Zuerst liess ich sie eine halbe Stunde drin, dann wurden sie gewendet.

Jetzt kamen auch Spargel (in der Alufolie) und der Mais dazu, auch diese beiden nicht über direkter Hitze.

Ich machte aus Aprikosenmarmelade (2 El), Sojasauce (1 Tl), Senf und Salz eine BBQ-Einpinselflüssigkeit (nur ein paar Minuten köcheln und rühren-fertig. Die Idee fand ich bei einem Rezept, das auf der Seite About: Southern Cooking ganz unten stand. Es klang gut, ich mußte einiges ersetzen, aber es hat trotzdem gut geklappt. Es ist gar nicht so süß und passt super zum Hähnchenschlegel.

Diese Mischung benutzte ich, um die Schlegel einzupinseln. Jetzt gab ich die Teile in der Schale direkt über die Kohlen. 10 Minuten später wurde gewendet und es gab weitere 10 Minuten auf der anderen Seite.

Auch der Mais wurde direkt über die Kohlen gelegt, ohne Schale. Alle 5 Minuten wurde der weitergedreht und bekam seine schöne BBQ-Farbe.

Nach ein paar Minuten war alles soweit, und ich nahm es mit hinein um es anzurichten. Beim auspacken sah ich, daß der Spargel besser ohne Dampfverpackung geblieben wäre, der war leider zu weich und das olivgrün war nicht besonders sexy. Ich hab trotzdem einiges davon gegessen, aber der Mais hat mir besser geschmeckt. Das Hähnchen war ein bisschen zu lange indirekt bestrahlt worden, aber es war durchaus noch saftig 🙂

Die Flüssigkeit zum Einpinseln war weniger süß als anfänglich vermutet, wahrscheinlich hat die dunkle Sojasauce alles Richtung Umami gedreht.

Dazu hab ich noch einen Pfirsich auf den Grill gelegt und den auch noch eingepinselt, der gab eine schöne Fruchtnote zum Essen.

Ein gutes Essen vom Grill, kaum Sauerei in der Küche – was will man mehr?

 

 

 

 

 

 

Hähnchenschenkel Erbsen Champignons


Am Samstag hab ich vom Pfälzer auch eine gute Handvoll Erbsen mitgenommen, ich glaub ich hab’s erwähnt. An die erinnerte ich mich heute. Ich war etwas enttäuscht, weil einige „Verreckerlen“,

also zu klein geratene Schoten dabei waren, will sagen, Schoten, die normal aussahen, aber Erbsen in Millimetergröße beinhalteten.

Am Ende waren es trotzdem genug als Beilage. Zu diesen in Salzwasser etwa 10 Minuten gegarten Erbsen gab ich noch den Rest Estragon vom Wochenende, weil der gut zu der Süße der Erbsen passt. Ein kleines Stück Butter gab ich auch noch dazu.

Die Champignons wurden geputzt, geviertelt und in einer sehr heißen Pfanne erst ohne Öl angebraten. Sie nahmen schnell Farbe an, gaben aber kein Wasser ab. Da hab ich dann doch 2 Spritzer Öl dazugegeben und sofort zischte und brutzelte es wie gewünscht. Dazu kam nach kurzer Zeit ein guter Schluck Weißwein, der aber gleich wieder verdampfte, die Pilze aber schön weich, gar und aromatisch zurückließ. Sie wurden dann noch mit etwas Petersilie durchgeschwenkt.

Den Hähnchenschenkel hab ich am Gelenk getrennt und in Olivenöl scharf angebraten (mit Deckel). Das gab eine schöne Farbe. Dann kam eine Schalotte und eine Knoblauchzehe, beide fein gewürfelt dazu, bevor sie dann mit Sherry und dann Weißwein abgelöscht wurden. Ich hab das Hähnchen etwa 20 Minuten bei mittlerer Hitze mit Deckel gegart, danach die Sauce abgeschmeckt, ein wenig mit Wasser verlängert (3 El), einen El Wasser mit zwei Tl Speisestärke verrührt und dazugegeben, und dann noch einen El Creme Fraiche hineingerührt. Ziemlich lecker!

Heraus kam eine sämige Sauce, die schön nach Hähnchen schmeckte, aber auch eine gut passende säuerliche Komponente durch die Creme Fraiche hatte.

Insgesamt ein Alltagsgericht, aber gut. Wer Kohlehydrate dabeihaben will, dem empfehle ich Bratkartoffeln von rohen Kartoffeln (ich liebe sie).

 

Hähnchenschenkel Erbsen Champignons 1

 

 

Hähnchenschenkel Erbsen Champignons 2

 

Hähnchenschenkel Erbsen Champignons 3

Jerk Chicken grüne Bohnen Paprika Tomaten Mango Koriander Minze


In den letzten paar Tagen lief mir der Begriff „Jerk Chicken“ über den Weg. Ich hab das immer mit Jamaica in Verbindung gebracht, was wohl so auch stimmt.

Ich hab ein Lied von Corinne Bailey Rae im Kopf, in der sie singt „…eating chicken that’s hot and sweet“

https://www.youtube.com/watch?v=9Yflek8Zy_Y

Aber das war ein anderes Rezept. Vielleicht was mit Süßem, wie der süßen Chilisauce.

Jerk ist anders. Es wird eine Marinade hergestellt aus Lauchzwiebeln, roten Zwiebeln, eigentlich Scotch Bonnet oder Habaneros, aber in diesem Fall aus schwächeren Chilis, die aber, weil vermehrt vertreten, genausoviel Bums hatten. Außerdem 3 cm Ingwer, 3 Knoblauchzehen, 2 EL Piment, 2 TL schwarzer Pfeffer, 1 TL Muskat, 1 TL Zimt, 1 EL Thymian, 2 TL Fleur de Sel, 1/3 Tasse (cup) Sojasauce, 1/4 cup Limettensaft, 1/4 cup Olivenöl. Das Ganze wird im großen Mixer durchpüriert. Die ganzen Gewürze hab ich vor dem zerkleinern in einer Pfanne duftig geröstet.

Ich hatte Bio Hähnchenschenkel, unter deren Haut ein Teil der Marinade verteilt wurde, um dann den Rest über und unter dem Hähnchen zu verteilen. Danach hab ich das alles eingewickelt und 24 Stunden marinieren lassen.

Ein Vorabversuch der Marinade bestätigte den Schärfegrad und ließ mich an eine erfrischende Komponente denken.

Eine kleine gelbe Mango vom asiatischen Laden, bei dem ich auch den Koriander bekommen habe, kombiniert mit Minze aus einem anderen Laden, war als Pestovariante genau der frische Ausgleich zur gewürzlastigen Schärfe.

Dazu gab es wieder grüne Bohnen (mit Bohnenkraut in kochendem Wasser vorgegart), gelbe Paprika, Schalotten, Knoblauch und später, Tomaten. Abgeschmeckt wurde das Gemüse mit frischem Thymian und Rosmarin.Das Hähnchen ham bei 180 C in den Ofen, nach etwa 35 Minuten wurden die Hähnchenschenkel umgedreht, wieder eingepinselt und wieder 30 Minuten der Hitze ausgesetzt.

Anschliessend wurden sie nochmal umgedreht und weitere 25 Minuten in den Backofen geschoben.

Danach anrichten und fotografieren. Fertig!

Mir hat es sehr gut geschmeckt und ich mußte noch ein weiteres Stück Huhn stiebitzen…

 

Jerk Chicken Grüne Bohnen Paprika Tomaten Mago Koriander Minze 1

 

Jerk Chicken Grüne Bohnen Paprika Tomaten Mago Koriander Minze 2

 

Jerk Chicken Grüne Bohnen Paprika Tomaten Mago Koriander Minze 3

Tajine Hähnchen Wurzelgemüse Kartoffeln


Meine gute Freundin K. und ihr Mann J. haben mir vor kurzem eine sehr schöne Tajine geschenkt, wobei sie aussieht, als wäre sie in Soufflenheim statt in Marocco hergestellt worden.

Sie ist glasiert, innen wie außen und hat oben nicht nur den typischen Becher, sondern im Becher auch ein Loch. K. meinte, daß traditionell eine Tomate draufgesetzt würde, aber ich habe meine Zweifel 🙂  Mein Problem ist, daß das Beiblatt auf holländisch ist, was an sich nicht ganz schwierig ist, aber manche Details doch verdeckt bleiben.

Gewässert habe ich die Tajine, wie auch eingefeuert (sagt man das?). Hat alles auch gut funktioniert.

tajine

Zum Essen:

Meine Schwester, die oft in Marocco war, brachte vor Ewigkeiten nicht nur den Topf und Deckel, sondern auch die Feuerstelle mit und erklärte die grundlegende Funktionsweise des Schmortopfes. Was mir noch im Gedächtis haftet, ist, daß man schichten muß, und das Fleisch nach oben kommt, damit die Säfte über den Rest laufen und ihn aromatisieren.

So hab ich es auch gemacht. Ich hatte Hähnchenschlegel und zwei Oberschenkel, die wurden vorher mit Salz, Pfeffer und Harissa gewürzt und etwa 8 Minuten scharf angebraten, damit sie etwas Farbe nehmen. In der Tajine war in der Reihenfolge 3 El Olivenöl, eine Schicht blanchierte Kartoffeln, etwa 5mm dick, darauf eine Schicht Zwiebeln, dann gestftete Karotten, Petersilienwurzel und Fenchel in Scheiben. Dazu noch blanchierte Bobby Bohnen. Darüber kamen 5 cm kleingehackter Ingwer und zwei feingehackte Knoblauchzehen. Darüber wurden 50 ml warmer Safransud und ein halbes Glas Hühnerfond geleert. Die Hähnchenschenkel oben drauf, dann noch Biozitrone in Scheiben. Dann kam der Deckel drauf und eine kleine Cherrytomate oben auf die Öffnung. Das ganze wurde für fast eine Stunde bei 200 Grad  in den Ofen geschoben. Das Foto stammt von dem Zeitpunkt.

Allerdings hab ich schnell bemerkt, daß manches noch nicht gar war (zum Beispiel die Kartoffeln, die Karotten und die Petersilienwurzeln). Die Bohnen waren nicht ganz durch, das Fleisch aber war super – saftig, durch und aromatisch. Also hab ich in den (sauren) Oberschekel gebissen, den Rest nochmal in den Ofen geschoben und 1 1/2 Stunden später nochmal geschaut. Jetzt war alles sehr gut. Ich stand in der Küche, den Kopf über der Tajine und hab mir die leckeren Gemüseteile herausgeholt. Eigentlich gehört Koriandergrün dazu, aber das mache ich morgen, wenn sich das beim Gemüse auch lohnt.

Fazit: Ich muß mich an die Garzeiten gewöhnen, auch war am Schluß viel mehr Flüssigkeit da als am Anfang d.h. man muss weniger Flüssigkeit dazugeben und eventuell das Loch oben offen halten.

Nichtsdestotrotz hat mich der kleine Backofen überzeugt und ich freue mich, mehr mit ihm anzufangen.

Hähnchen Kartoffeln Karotten Tajine