Wrap Hack Salsa Tomate


Mehfach beschrieben, war es heute wider soweit – im Laden sah ich eine Packung Wraps, man kann auch Weizentortillas dazu sagen, und sofort dachte ich an Tortillas, Enchiladas und ähnliches. Heute wollte ich allerdings etwas anders vorgehen. Einerseits hatte ich zwei sehr gute Hartkäse von meinem Affineur, Herrn Ruf (ein wirklich toller Comte, und ein besonders charaktervoller Gruyere) , also erübrigte sich der übliche Cheddar, und andererseits wollte ich ihn nicht überbacken, sondern alles ins Innere legen. Die Fotos zeigen die Entwicklung, nur wurde der Wrap beim Überbacken relativ fest. Lecker war er trotzdem. Da er so gehaltvoll war, ass ich nur einen und nehme mir den Zweiten morgen ins Geschäft. Vielleicht verhält sich der Wrap in der Mikrowelle anders … 🙂

Salsa: Als Grundlage nahm ich eine Passata von Mutti. Ich gab 2 Serrano und einem Pascabel Chili (getrocknet) in meine Gewürzmahlmaschine zusammen mit einem El Oregano und 2 Tl Cuminsamen und pulverisierte sie. Dazu gesellten sich ein Tl Salz und 1 El brauner Rohrzucker, dazu 2 El Rotweinessig und Pfeffer aus der Mühle. Kurz aufkochen und wieder abkühlen lassen.

Gemüsefüllung: 1 Avocado, 2 Frühlingszwiebeln in feinen Ringen, 2 Knoblauchzehen, 3 Cocktailtomaten in Achteln, Salz und ziehen lassen.

Hack: 200 g Bio Rinderhack anbraten, salzen, pfeffern, mit der Hälfte der Salsa auffüllen, umrühren, abschmecken.

Salat: 4 Blätter Romano Salat waschen, 2 Blätter auf den Wrap legen, das warme Hack darüber und dann die Gemüsefüllung. Zum Schluss die Mischung aus Gruyere und Comte. Dann in den Ofen schieben.

Vielleicht geht es auch anders, das Innere warm zu bekommen ohne den Wrap zu trocken und steif zu machen. Mal schaun.

Leberknödel Sauerkraut


Ich war heute Nachmittag in der Stadt bei Pischzan einkaufen, das ist der Stadt-Edeka dessen Leiter wohl aus Ungarn kommt. Er hat manchmal Mangalica Schwein, das er aus Ungarn hierher bringt.

Aber die Fleischtheke wird auch durch eine Fleischerei/Wurstküche unterstützt. Und heute hatten sie Pfälzer Leberknödel. So konnte ich sie zwar nicht selbst machen, aber ich konnte nicht daran vorbeigehen 🙂

Ein Grundsauerkraut hatte ich zuhause, so konnte ich wenigstens hier ein wenig in die Geschmacksbildung eingreifen.

Für mein Sauerkraut gab es 2 Lorbeerblätter, 5 Wacholderbeeren und ein gehäufter Tl ganzer Kümmel, den ich vorher im Mörser angestossen habe. Dazu am Anfang eine kleine Handvoll Speck, den ich vorher mit etwas Schweineschmalz anröstete.

Die Tennisbälle hab ich erst in heissem Wasser und kurz danach auf dem Sauerkraut fertig durcherhitzt.

Eine Sauce gab es heute nicht, dafür war ein scharfer Senf angesagt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spaghetti Bolognese


Kaum zu glauben, 7 Jahre poste ich schon meine Lieblingsgerichte und noch nie gab es meine Version von Spaghetti Bolognese zu lesen.

Ich war ganz überrascht, als ich diesen Umstand entdeckte.

Ich hatte noch eine fast volle Flasche Passata von Mutti, die wollte ich verbrauchen (sie kam bei der Pizza zum Einsatz). Da dachte ich, sie würde gut in eine Bolognese passen.

Gleichzeitig dachte ich, ich müßte die Bolo schon mehrmals gepostet haben und schaute nach.

Einmal gab es Penne mit einer Bolo, aber das war’s auch schon. Ist auch schwierig sie anders als andere zuzubereiten, und auch ich bekomme heute keinen Preis für Originalität ;.)

Sauce Bolognese:

1 Karotte

1 Stück Wurzelsellerie oder ein Stangensellerie

Petersilie

1 Zwiebel

2 Knoblauchzehen

1 grüner Paprika

300 g Rinderhack

1 Liter Passata

1/8 l Rotwein

Wasser

Salz

Thymian, Rosmarin, Oregano, am Schluß Basilikum

 

Gemüse kleinschneiden, anbraten, Fleisch dazugeben und anbraten, Wein dazugeben und ablöschen, Passata und Gewürze dazugeben. bei kleiner Hitze 2 Stunden leise köcheln lassen und immer wieder umrühren und abschmecken.

Spaghetti in stark gesalzenes kochendes Wasser geben, al dente kochen.

Teller anrichten, Parmesan drüber reiben und gehacktes Basilikum dazugeben.

Wie gesagt, die Bolo wurde nicht neu erfunden, aber diese Version schmeckt gut.

 

 

 

 

 

 

Frikadelle Wirsing Kartoffelgratin


Das ist ein ganz typisches Kantinenessen und ich hab es gemacht, um den Wirsing zu verarbeiten und ein bißchen Vorrat fürs Geschäft zu haben.

Der Wirsing lag übers Wochenende herum und harrte der Dinge, die da kommen. Das Kartoffelgratin von gestern war auch noch da. Eigentlich schwirrten 3 verschiedene Rezepte bei mir im Kopf herum, aber am Ende gewann die Version mit der Frikadelle.

Das Fleisch war gemischtes Hack in Bio-Qualität. Zum Fleisch kommt eine kleingehackte Schalotte, eine Knoblauchzehe, auch gehackt, ein bißchen trockenes Weißbrot, gerieben, Salz, Pfeffer, Oregano, und ein mittleres Bio-Ei. Das hab ich mit der Hand vermischt und 3 Frikadellen daraus geformt. Die wurden in etwas Olivenöl angebraten, nicht zu heiss, und später kamen kleingeschnittene Champignons dazu. Danach noch einen Esslöffel Tomatenmark, der mit den Zwiebeln und dem Knoblauch briet. Das Ganze wurde mit Weißwein abgelöscht und kochte zur Sauce ein.

Den Wirsing schnitt ich in kleinere Stücke und briet ein paar Speckstücke an. Da hinein kam dann der Wirsing, der scharf angebraten wurde. Danach wurde mit Wasser abgelöscht.

Ich ließ den Wirsing etwa 45 Minuten mit Deckel geköchelt, danach wurde gewürzt.

Das Gratin hatte ich für 20 Minuten in den Ofen geschoben, um es wieder zu erwämen.

 

Das Foto hat etwas herbstliches, es ist alles Ton in Ton…

Im Ernst, das Foto würde nicht mal in einer Kantine jemanden überzeugen, das Tagesgericht zu bestellen. Ich kann euch aber versichern, daß es besser geschmeckt als ausgesehen hat 🙂

 

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Burger Bohnensalat


Fast Food, die 2., oder Amerikanische Woche reloaded!

Heute war ich beim Metzger Zorn und konnte mich nicht entscheiden. Ursprünglich hätte ich Lust gehabt, eine Lammstelze zu machen (geschuldet dem schönen Teller von Ivo Sá Barros hier),

aber es gab auch keine gefrosteten. Stattdessen gab es Lammhüfte, ein Fleisch, das ich sehr gerne zubereite, weil es viel Geschmack hat und butterzart ist. Von der Hüfte kamen 2 Stück mit, außerdem 2 kleinere Scheiben Schweinehals vom Hällisch-Schwäbischen Landschwein… Dann fragte ich nach einem Stück Rind für Hackfleisch.

Die sehr kompetente Fleischfachverkäuferin stellte mir aus einem Behälter von Rindteilen eine nicht zu magere Mischung zusammen und erzählte mir dann, daß ein großer selbstständiger Burgerbrater immer will, daß das Fleisch zweimal gehäckselt wird. Sie meinte noch, daß das bei 40 kg dann etwas länger dauern könne 🙂 .

Sie bot mir diesen Dienst dann auch an, den ich dann ausprobieren wollte.

Zuhause angekommen waren die Burgergedanken schon im Vordergrund, also fror ich die anderen Einkäufe einfach ein.

Aber zuerst wollte ich einen Bohnensalat herstellen. Dank an Volxküchebonn, der hierfür Ideengeber war.

Für meinen Bohnensalat nahm ich eine Handvoll grüne Bohnen, gab sie in stark gesalztes Wasser und kochte sie etwas weicher als bissfest. Dann wurden sie kalt abgeschreckt, abgetropft und beiseitegestellt.

Jetzt wurde eine Schalotte fein gewiegt und zu den Bohnen gegeben. Das Dressing bestand aus 2 El Apfelessig, 3 El Olivenöl, einer Prise Zucker,und einem Löffelchen des Knoblauch-Öl-Gemischs von gestern. Die frischen Kräuter, die ich immer kaufe, vertrocknen in einer Schale, und von dort holte ich mir ein paar Thymianblättchen, die auch noch dazu kamen.

Zum Bohnensalat gab ich noch 3 Kirschtomaten in Vierteln und einen dünnblättrig aufgeschnittenen Champignon, der durch das Dressing schön mariniert wurde.

Der Burger wurde geformt und auf einer Seite mit Sojasauce mager eingepinselt. Die Geschichte hab ich früher schon erzählt: Meine Firma betrieb früher auch Cafeterien (heute nur noch Franchises). Jedenfalls hatte einmal jemand eine gute Idee und schrieb ein wirklich gutes Rezept für einen Burger. Nach weniger als 2 Jahren wurde das Projekt eingestampft – die Idee kam zu spät, um sich gegen den Trend zu stemmen. Aber der Burger war super! Und ganz einfach – es war nur ein wenig Sojasauce auf der einen Seite des Burgers, und auf der anderen Seite gab es ein paar Shakes Gewürzsalz (Paprika, usw.) Dazu wurden die Angestellten geschult, den Burger nur frisch und nicht auf Halde zu machen und auf den Garpunkt zu achten.

Mein Burger fing ganz gut an zu braten, verlor aber nach dem Wenden einen steten Fluß an Flüssigkeit. Ich legte Comté auf, ließ ihn kurz anschmelzen, tröpfelte auch hier ein bißchen der Knoblauch-Öl-Mischung drüber, und gab den Burger auf einen gegrillten English Muffin, wobei ich auch noch Rucola drunterstopfte.

Der Burger war fast komplett durchgegart und leider nicht so saftig, wie ich das mag (normalerweise servier ich ihn medium bis medium-rare). Es ist aber meckern auf hohem Niveau, weil er immer noch sehr gut war.

Der Bohnensalat hatte nur etwa eine halbe Stunde Zeit, durchzuziehen, schmeckte aber super!

 

Burger Bohnen1

 

Burger Bohnen2

 

Burger Bohnen 3

Burger Ananas Slaw Mayo


Heute hab ich mit der Frage nach dem Abendessen sehr schwer getan. Ich wusste eigentlich schon, was ich an Zutaten und Richtung wollte, aber durch den Tag hindurch kamen mir immer neue Ideen und Variationen in den Sinn. Nicht alle dieser Ideen passten zu den anderen Elementen. Schlussendlich hab ich mich für eine bekannte Darstellungsart entschieden, der des Burgerbrötchens mit Inhalt und Krautsalat.

Burger, Kraut und Mayo sind allerdings anders als gewöhnlich.

Burger:

500 g vom Schweinerücken mit Fettanteil

50 g Baguettebrösel

1 Ei

1 scharfe Chilischote kleingehackt

1 Frühlingszwiebel in feinsten Röllchen

1 fein gehackte Knoblauchzehe

Abrieb einer halben Limette

2 Kaffirlimettenblätter, in feinste Stückchen geschnitten

Daumengroßes Stück Ingwer geraspelt

1 El helle Sojasauce

1 El dunkle Sojasauce

 

Schweinefleisch wolfen, mit allen Zutaten mischen, in 3 Burger formen, ausbraten.

 

Slaw:

1/2 kleiner Kopf Weisskohl auf einer Mandoline fein reiben

2 Knoblauchzehen fein hacken

2 El Zucker

3 Tl Reisessig

3 El Limettensaft

1 El Hoisinsauce

2 El Öl

Pfeffer

Minze

frische Ananasstückchen

 

Alle Zutaten vermischen, mit dem Weißkohl mischen, etwas ziehen lassen. In einem Rezept, das ich als Grundlage nahm, stand statt dem El Hoisinsauce 3 El Ponzusauce, die hatte ich aber nicht. Hat so auch sehr gut geschmeckt! Eine Art asiatischer Krautsalat.

 

Mayo:

1 Eigelb

100 ml Öl (Raps)

2 El Limettensaft

1 Tl Dijonsenf

1 Tl Apfelessig

Cilantro

 

Eigelb mit dem Mixer aufschlagen, Öl zuerst tropfenweise, dann im dünnen Strahl dazugeben. Das war leichter gesagt als getan, und die Mayo lief Gefahr auseinanderzubrechen. Der Tl Dijonsenf half sofort, stärkte die Emulsion. Ich hab nach dem Abschmecken noch den Löffel Apfelessig dazugegeben, außerdem eine kleine Prise Salz. Hat das Ergebnis gut verbessert.

 

Ananas:

frische Ananas geschält

2 Scheiben abgeschnitten, mit einem Locher für Kekse den Innenteil ausgestochen

In Butter auf beiden Seiten angebraten

2 Seiten der Ananas abgeschnitten und in Würfel zerlegt für das Slaw

 

Ursprünglich wollte ich das Brötchen auch noch selbst backen, stellte dann aber fest, das gute Rezepte mit Vorteig und Sauerteigansatz arbeiten, und ich nicht erst morgen essen wollte 🙂

Also hab ich das heute gelassen und stattdessen auf einen English Muffin zurückgegriffen.

 

Fazit:

Es hat gut geschmeckt, das Slaw war sehr gut, vor allem beim kompletten Verzicht auf die übliche Mayo oder Sahne. Der Burger war auch gut, aber ich würde das nächste Mal auf die Sojasauce verzichten, weil sie dem Schweinefleisch seinen Charakter genommen hat, obwohl es eine so geringe Menge war. Die Mayo-Variante war gut (ich hab’s normalerweise nicht so damit), die könnte ich mir sehr gut auch zu großen Garnelen vorstellen. Und – Es war relativ aufwendig dafür, daß man einen solchen Burger in weniger als 10 Minuten niedermetzelt. Aber es sind noch welche da, Slaw gibt es auch noch, der morgige Abend ist gerettet!

 

Burger Ananas Slaw Mayo 1

 

Burger Ananas Slaw Mayo 2

 

Burger Ananas Slaw Mayo 3

Baozi Endiviensalat


生煎包, also Baozi kenn ich zwar flüchtig, aber eigentlich nur, daß es sowas gibt. Gegessen hab ich das nie, auch nie zubereitet. Umso spannender fand ich, als Tring ein Rezept einstellte. Wie man auf ihrem Blog erfahren kann hat sie die Sprache studiert und auch eine Weile in China gelebt. Hut ab! Das sie das auch noch mit chinesischer Kulinarik koppelt, finde ich natürlich faszinierend, weil diese Küche als eine der am weitesten entwickelten betrachtet wird und auf fast  (ich hoffe, meine Information stimmt so) 5000 Jahre Erfahrung zurückblickt. Das ist das mythologische Alter, das nachweisbare liegt immer noch bei 3500 Jahren. Jedenfalls klingen die Baozi wie echte Gassenhauer, speziell mit dieser Füllung.

Der zweite Grund, sie zu machen, war, die Vorsicht gegenüber Teigen im Allgemeinen und Hefeteigen im Speziellen abzulegen.

Allerdings hat es glaub ich nicht ganz so geklappt, wie es sollte, weil ich am Anfang beim auflösen der Hefe im Mehl zu viel rumgerührt habe, anstatt abzuwarten, bis sich die Hefe durch den Zucker auflöst. Der Teig ist trotzdem aufgegangen, war nur ein wenig spröd und kantig.

Ich hab ihn auch ein zweites Mal gehen lassen, und konnte dann aus abgezupften Stücken die besagten handtellergroßen Teigstücke machen, die als Wickel für die Füllung gebraucht wurden.

Ansonsten hab ich mich an die Zubereitungsanleitung gehalten, also angebraten, dann mit Wasser aufgefüllt (3/4) und eine knappe halbe Stunde gedünstet,  ohne zu schauen.

Optimistisch hab ich mir drei Baozi mit Endiviensalat auf den Teller, geschafft hab ich nur zwei.

Bei mir gab es zuviel Füllung für die Bällchen, allerdings bekam ich auch nur zehn Stück aus dem Teig (wahrscheinlich, weil er nicht perfekt aufgegangen war), aber ich hatte noch etwa ein Drittel Füllung übrig.

Die Rezepte hab ich so genau wie möglich befolgt, das Teigrezept ganz genau (zumindest, was die Zutaten anbelangte), Das Füllrezept so gut es ging.

Für die Baozi

250g Mehl

15g Hefe

Etwa 1/2 TL Salz

45ml Wasser

40g Butter flüssig

1 Ei (zimmerwarm)

1 Prise Zucker

 

Für die Füllung

300g Gehacktes

1/3 Chinakohl (war immer noch zuviel, war vielleicht größer)

Ein großer Bund Schnittlauch und etwas Knoblauch

1/2 Bund Frühlingszwiebeln

2 Knoblauchzehen

5cm Ingwer

1 Ei

Salz

4 EL dunkle Sojasauce

1 EL Sichuan-Pfefferkörner

2 TL dunkles Sesamöl

 

Es fehlt der Wodka, außerdem hatte ich leider keine süße Sojasauce und kein Jiucai, aber der Rest schmeckte ziemlich authentisch (ich hab ja keine Ahnung)

Die Beschreibung wiederhole ich hier nicht, weil ich sie so gut ich konnte, nachgemacht habe. Hier ist nochmal der Link zu Tring und ihren Blog.

Ich würde sie wieder machen, aber auf keinen Fall ohne die Bude voll zu haben von hungrigen Menschen. In meiner Verzweiflung hab ich jetzt 8 Baozi eingefroren und werde sehen, was das gibt.

Baozi Endiviensalat 1

Baozi Endiviensalat 2

Spitzpaprika Hack Reis Spinat Tomaten


Lange hab ich keine gefüllten Paprika mehr gemacht, obwohl sie sich sehr gut eignen, um ins Geschäft mitgenommen zu werden. Diese hier hab ich am 5. Januar gekauft, um 17:30, nicht ahnend, daß der Hamsterkauf-Automatismus bei den Leuten schon wieder wegen des Feiertags (Ba-Wü) auf Katastrophe steht. Will sagen: es gab kaum noch Gemüse, auch andere nicht kühlbare Lebensmittel waren knapp und man hatte den Eindruck einer beginnenden Krise (Kuba, DDR, oä). Ich dachte eigentlich, das Problem hätte sich durch den Generationenwechsel (immerhin die dritte seit dem Krieg!) selbst gelöst, aber nein, das ist ins Gen gewandert.

Trotzdem, die Spitzpaprika in blassgrün, die ich sowieso mag, gab es noch, also schnell eine Packung gekrallt.

Sonst kauf ich die meisten Lebensmittel auf dem Markt, konnte aber wegen der Feiertage und anderer Termine jetzt schon zehn Tage nicht mehr hin.

Das Hack hab ich dann auch hier gekauft (Gemischtes), sowie eine große Tüte Spinat aus Italien, der sehr gut aussah.

Ich erzähle bestimmt nichts Neues, wenn ich das Rezept verrate.

Ich hab zuerst eine halbe Tasse Reis mit der doppelten Menge Wasser aufgesetzt, gesalzen und nach einer Minute kochen auf der kleinsten Stufe 20 Minuten garen lassen und danach von der Herdplatte gezogen. Der Deckel blieb drauf.

250 g Hack kamen mit 2/3 der ausgekühlten Reismenge, einer gehackten Zwiebel sowie einer gehackten Knoblauchzehe, die sanft angeschwitzt wurden, um nicht zu scharf hervorzustechen,einem Ei, Salz, Pfeffer, Paprika und Cayenne, Oregano, Rosmarin und Thymian in eine Schüssel in der die Masse geknetet und vermengt wurde.

Danach wurde sie mit einem Kaffeelöffel in die gewaschenen und geputzten Paprika eingefüllt. Der Ofen war 180C warm. Ich hab als Basis noch eine Dose Datterini von Mutti (italienische Firma ohne Konservierungsmittel) dazugegeben und nochmal nachgewürzt. Alles blieb etwa eine Stunde im Ofen, sie wären wahrscheinlich auch schon früher fertig gewesen, aber ich hatte es nicht eilig und mußte den Spinat auch noch waschen.

Außerdem gab es für ihn ein Zwiebel und eine Knoblauchzehe. Die wurden auch wieder vorher leicht angeschwitzt, ohne Farbe zu nehmen, bevor der Spinat dazukam. Der wiederum bekam eine Prise Muskat und Salz.

Der Spinat brauchte nicht lange und so war es dann soweit für den Fototermin 🙂

Es hat sehr gut geschmeckt, der Reis lockert die Fülle gut auf und man nimmt weniger Fleisch (50g pro Paprika).

Ich hab glaub ich noch nie Spinat mit Tomate kombiniert, aber das war toll! Sehr kräftige Aromen und Säuren, die sich wunderbar ergänzen.

Spitzpaprika Hack Reis Spinat Tomate2