Salat Artischocke Tomaten Shrimps Aiolidressing


Also gut, einmal im Monat Fisch oder Meeresfrüchte – kein Problem. Eigentlich hab ich mal häufiger Fisch gegessen, weiss nicht, warum das im Moment nicht so ist.

Also heute ein Salat mit Artischocke, Shrimps und Tomaten, wobei ich dachte, daß ein Aioli gut passen würde. Zuerst wurde die frische Artischocke kopfüber 35 Minuten gegart (in einem Topf voll Wasser). Dann machte ich die Aioli, so dachte ich.

Ich hole aus: Vor ein paar Wochen ging mein Billig Zauberstab kaputt – die Drehachse war aus Kunststoff und ist nur noch durchgedreht. Also hab ich einen etwas Besseren gekauft und war die ersten paar Male sehr begeistert. Heute wollte ich ganz cool eine Aioli machen, nur um zu sehen, daß sie mir 2 mal (2 Eigelbe) abgekackt ist. Ich hatte einen Riesenhals! Also gab ich einen El Senf dazu und rührte ein bisschen mit einem Mini-Schneebesen rum, und plötzlich kam die Chose zusammen 🙂

Die Aioli hatte nicht nur Öl und Eigelb, sondern auch eine Knoblauchzehe, ein Stück Frühlingszwiebel, etwas Estragon und andere Kräuter (ganz wenig), Habanero (ein Stück), Salz und Pfeffer und der besagte Löffel Senf.

Die Artischocke servierte ich vorab, damit ich an den Boden komme und legte den dann in die Mitte als Bett für die Shrimps.

Die Shrimps warf ich später in die heisse Pfanne, und um sie zu würzen, und weil ich ein zweites Eigelb benutzt hatte und ich viel Dressing hatte, gab ich ein paar Löffel des Dressings dazu. Dann fiel mir ein, dass es da Eigelb hat und ich dachte schon es gibt Shrimps mit Ei, aber es war nur ein kleines Malheur. Sie wurden zwar nicht gebräunt, aber sie waren auch nicht grisselig – alles halb so schlimm.

Am Ende warf ich alles zusammen und servierte es auch gleich. Es war gut, aber toll war es nicht.

Chili Salat Bohnen Cheddar Cilantro Saure Sahne


Eigentlich sieht man auf den Fotos nicht wirklich um was es sich dreht. Es ist ein Meer von Grün auf das man blickt. Das aber ist die Beilage, die den Geschmack und das Mundgefühl nochmals steigert.

Aber von vorne. Ich wollte wieder einmal ein Chili machen und hatte mir vorgenommen ein texanisches Chili, also ohne Bohnen, nur mit Rindfleisch und Chiles zu kochen. Ich brauchte eine kleine Weile, bis ich ein einigermassen authentisches Rezept fand und begann alles vorzubereiten.

Ein solches Chili ist an sich nicht schwierig, die Herausforderung besteht darin die Chiles (frische und getrocknete) zu finden oder zu besorgen und die Gewürzmischung abzustimmen.

Danach ist ein texanisches Chili in der Zubereitung dem eines Gulaschs sehr ähnlich.

Es gibt ein paar vorgeformte Meinungen, denen ich hier vielleicht entgegentreten kann:

Ein texanisches Chili ist ein besonderes Chili, weil Texaner der Meinung sind, sie hätten es erfunden und es sich von anderen Chilis in den USA unterscheidet. Jedenfalls waren sie die Schnellsten, das Patent als Erste anzumelden 🙂

Ein texanisches Chili besteht aus Chiles und Rindfleichstücken wie Gulasch, nicht aus Hack. Dazu kommen Zwiebeln und Knoblauch und je nach Familie verschiedene frische wie getrocknete Chiles. Es wird auch Wert gelegt auf geräucherte Chiles (Chipotle), wie auch auf welche mit einem fruchtigen Charakter (Habanero).

Ein Chili wirkt anfangs sehr scharf, es wird aber mit der Zeit milder, man kann es natürlich auch mit einer Menge verschiedener Toppings oder Beilagen servieren, die die Schärfe etwas abmildern.

Mein Chili zum Beispiel hatte erst keine Bohnen, aber ich wollte die beträchtliche Schärfe mildern und gab doch noch eine Dose Black Beans, also schwarze Bohnen dazu (statt der üblichen Kidney Bohnen, weil sie knackiger und kleiner sind).

Dann gab es einen knackigen Salat als Grundlage, eine Mischung aus Eisberg und Romano, den ich in Streifen schnitt, wusch, trocknete und auf dem Boden des Tellers ausbreitete. Dann 2 Kellen Chili und Cheddar. Den Teller stellte ich 7 Minuten bei Oberhitze in den Ofen, um den Käse etwas anzurösten. Danach gab ich etwas saure Sahne an die Bohnen und mischte das durch und gab eine kleine Handvoll Koriandergrün darüber.

Fertig! Es hat super geschmeckt. Das Fleisch hatte 2 Stunden bei kleiner Flamme Zeit, weich zu werden und die Gewürze genügend Zeit, einzuziehen. Salat gab den Crunch und das Cilantro den unvergleichlichen Geschmack, den die andere Welthälfte hasst. Aber so isses 🙂

  • 500 g Rindergulasch, in gleichen, nicht zu grossen Stücken
  • 3 mittelgrosse Zwiebeln
  • 4 Knoblauchzehen
  • 400 ml Kalbsbrühe
  • 2 Thai Chiles oder eine Habanero Chile
  • 2 Jalapeño Chiles
  • 2 geräucherte getrocknete Chiles (Ancho, Chipotle)
  • 1/2 Tl Zimt
  • 1 El Kreuzkümmel
  • 1/4 Tl Piment
  • 2 Tl Oregano

Ich habe ein Kaffeemahlwerk speziell für Gewürze. Da ich gerne Gewürze in ihrer ursprünglichen Form benutze (als Beeren, etc.) kann ich meine Pulvermischung frisch herstellen.

Chili Lettuce Cilantro Sour Cream

Entrecote Chimichurri Kartoffelsalat


Nachdem ich das Rezept von Cornelia (Die See kocht) für Chimichurri gelesen hatte, ging mir durch den Kopf, daß ich das auch schon gemacht hatte…

Dann hab ich nachgeschaut. Tatsache ist, daß ich 2010 einmal Chimichurri erwähnte. Damals hatte ich ein großes Glas getrocknete Kräuter und Gewürze gekauft, das als Chimichurri verkauft wurde.

Um die Sauce herzustellen sollte man alles mit Öl anrühren. Das war ein Reinfall.

Später hab ich dann etwas darüber gelesen, wie es richtig geht, aber es wohl nie ausprobiert (oder aber nicht dokumentiert).

Cornelia’s Rezept war allerdings so ansprechend, daß es dieses Mal kein Halten gab.

 

1 Bund glatte Petersilie

4 Knoblauchzehen

2 Chilis, 1 Habanero und eine Jalapeno beide ohne Kerne

1 TL Meersalz, gestrichen

1 TL Pfeffer, frisch aus der Mühle

1 TL getrockneter Oregano

Ein paar Thymianzweige getrocknet

Gutes Olivenöl zum Auffüllen

2-3 EL Weissweinessig

Saft einer Limette und Limettenabrieb

Lorbeerblatt frisch oder getrocknet

 

Ich hab mich an ihr Rezept gehalten, hab aber die getrockneten Chilis mit frischen ersetzt. Außerdem sah ich später auf ihrem Foto eine rote Zwiebel die unerwähnt bleibt. Die ist bei mir nicht dabei. Das Ergebnis war eine scharfe, aber auch süßliche Sauce, die sehr viel Aroma hatte und hervorragend zu dem Entrecote vom Charolais-Rind passte, das ich dazu briet.

Dazu gab es einen Kartoffelsalat mit Kalbsbrühe und Schalotten, Weissweinessig, Rapsöl, und Bärlauch in Streifen geschnitten.

Insgesamt sehr gut, die Sauce ist der Hammer!

 

 

 

 

 

 

Tomate Gurke Feta Hähnchen Frühlingszwiebel Habanero


Zur Abwechslung einen Salat, will ich eigentlich schon die ganze Woche machen. Aber ein bißchen Huhn sollte dazu.

Die meisten Sachen hatte ich schon daheim, einschließlich einer angeschnittenen Habanero 🙂

Also hab ich erst fleissig geschnippelt, dann die Salatsauce mit Senf gemacht (langweilig!), und danach die Hähnchenstücke, eine Frühlingszwiebel, zwei Steinchampignons und eine Viertel Habanero gehackt und angebraten.

Schon beim Anbraten schoss es mir so scharf in die Nase und den Rachen, daß ich husten und mir die Nase putzen mußte.

Zu allem Übel hatte ich die Samen auch noch in die Pfanne gekippt.

Jedenfalls war alles schnell angebraten und angerichtet.

Die Schärfe hielt sich überraschenderweise in Grenzen. Nicht aber der Angriff auf meine olfaktorischen Sinne. Noch eine Stunde nach der Mahlzeit läuft die Nase, und niesen mußte ich auch schon ein paar Mal. Aber was soll’s, es macht den Kopf frei 🙂

Fazit: Es hat gut geschmeckt, ich hätte mir ein paar Kräuter gewünscht, aber es war heute nix da.

 

 

Tomaten Gurke Feta Hähnchen 1

 

Tomaten Gurke Feta Hähnchen 2

 

Tomaten Gurke Feta Hähnchen 3

 

 

Skirt Steak Spargel Venezolanische Avocadosauce


Bei Metzger Zorn gibt es ab und zu amerikanische Steakspezialitäten, so voe einigen Wochen ein Skirt Steak, ein in Deutschland nahezu unbekanntes Stück  Fleisch zum Kurzbraten. Es liegt wohl ( nach der Fachverkäuferin) an der mangelnden Größe der Rinder in Deutschland, daß diese Spezialität nicht öfter ihren Weg in den Fachhandel findet.

Ich hatte es vor einigen Wochen schon Mal probiert und war von Konsistenz und Geschmack sehr angetan. Heute war ich wegen Rinderrippen bei Zorn (ich konnte welche bestellen) und sah wieder dieses leckere Fleisch. Das mußte mit.

Spargel hatte ich noch Zuhause. Ich wußte nur nicht, was ich dazu machen sollte, mir schwirrte eine Art von Hollandaise-Variation mit Estragon vor…

ABER-

Mein Freund S., der auch beim Osteressen dabei war, brachte mir als Gastgeschenk ein Kochbuch mit, das ich zuerst gar nicht erkannte und es nicht wirklich würdigen konnte. Nur einen Tag später, als ich es mir genau angeschaut habe ist es mir wie Schuppen aus den Haaren gefallen- hier spricht eine New Yorker Fleischer Dynastie, die alle beliefert, die Rang und Namen haben: Die Familie Lobel, ursprünglich aus Österreich, kamen 1911 nach Amerika, und nach einigen Stationen in Boston und der Bronx fanden sie ihren Weg nach Manhattan (1954), wo sie heute noch sind. Ich hab irgendwann früher U.S. Fleisch gebloggt (in anderem Zusammenhang) , und wurde fast sofort auf sie aufmerksam. Sie haben auch ein Catering und Versand-Imperium aufgebaut.

Lange Rede, kurzer Sinn… Ich dachte, es ist ein weiteres amerikanisches Fleischorgienbuch, aber mitnichten! Es hat, wie es sich für New York gehört, für alle Kontinente, Religionen und Fleischliebhaber etwas. Nur für Vegetarier ist es leider nix (zumindest nicht für die Hauptsache). Allerdingsist es so viel vielseitig, daß sogar Vegane auf ihre Kosten kommen könnten, wenn sie manche Dinge anders kombinieren.

Case in point:

Skirt Steak und Spargel beschreib ich nicht, die wurden wie üblich gebraten und gedämpft.

Aber diese Sauce aus Venezuela! Sie heißt Salsa guasacaca und ist nur ein bißchen anders als eine reguläre Avocadosauce, aber sehr lecker, mit Bums, aber nicht zuviel, super geschmackvoll, und passt zu Steak wie zu Spargel. Großartig.

Und das Buch ist voll solcher Überraschungen.

Danke, S.!

Skirt-steak-asparagus-venezuela-guac-1

Salsa Guasacaca:

1/4 cup Rotweinessig (ich hatte nur Weißweinessig-kein Problem)

1 Tl Tabasco (ich hatte nur selbstgemachte Habanero-Salsa- die war besser)

2 große kleingehackte Knoblauchzehen

Fleur de Sel

Frisch gemörserter Pfeffer

3/4 Tasse weiße Zwiebel

3/4 Tasse gehackte Tomaten, mit Saft

1/4 Tasse Paprika oder Jalapenos (ich plädiere für Jalapenos, und zwar, ohne die Samen zu entfernen)

ein hartgekochtes, feingehacktes Ei

1 guter El feingehackte Petersilie (war bei mir mehr)

1 guter El feingehacktes Koriandergrün (war bei mir mehr)

2 reife Hass Avocados

knappe 1/2 Tasse Olivenöl

 

Die Avocados schälen, eine Hälfte in 1,5 cm Würfel schneiden, den Rest mit dem Olivenöl vermanschen und mit den restlichen Zutaten vermischen. Nachsalzen.

Zu Spargel und Steak sevieren.

Hat sehr gut geschmeckt!

 

Calamari Bierteig Spinat Paprika Tomaten Chili Sauce


Ein echtes Freitagessen, so dachte ich, nur wollte ich mal wieder eine Panade um die Calamari, wie beim Griechen. Das Rezept stammt von Marion’s Kochbuch, und war übererfolgreich.

Es hieß im Rezept, es würde für 500 g Dipware genügen – es waren fast 300 g Calamari und man hätte bestimmt noch 500 g Gemüse mit dem Teig umhüllen können.

Er war enorm fluffig und gab, wie man sieht, eine richtig dicke aber leckere Teigkruste um die Ringe. Ich nehme an, daß der Eiweißschaum etwas zu erfolgreich war.

Man nimmt 1/4 l Bier,

150 g Mehl

2 Eigelb

und 2 steif geschlagene Eiweiß

Prise Salz

Das Mehl wird mit dem Bier verquirlt, die Eigelb kommen dazu, wie auch das Salz, dann werden die Eiweiß steif geschlagen und sanft untergehoben. Durch diese Masse werden Fisch wie Gemüse gezogen.

Die vorgeschnittenen Calamari hab ich gesäubert, abgetrocknet, gesalzen und mit einer Prise Cayenne versehen und dann durch den Teig gezogen und in den Topf mit dem Öl (Raps) gegeben. Da waren gerade mal 5 cm Öl drin. Ich hab einen Temperaturfühler, den hab ich eingesetzt. Nach Rezept soll die ‚Friteuse‘ 171 Grad haben – ich hatte anfangs 176, das ging aber rapide auf 155 und zurück auf etwa 170 Grad – je nach Menge an Frittiergut.

Der Spinat war ganz einfach gemacht, eigentlich wie fast immer – Spinat putzen, waschen, in Olivenöl anbraten und zusammenfallen lassen, Salz und Muskat auf die einzelnen Lagen geben, Flüssigkeit abkochen lassen, Knoblauch mit anschwitzen, Schalotte ebenso, servieren.

Paprika Tomaten Chilisauce:

3 Spitzpaprika vierteln, säubern, in kleine Stücke schneiden.

2 große Rispentomaten in Stücke schneiden, anbraten,

Spitzpaprika dazu, Deckel drauf, ein Schluck Wasser und eine Prise Salz,

einkochen. Ich hatte noch eine halbe Flasche selbstgemachte Habanerosauce, davon gab es 2 El dazu. Danach mit dem Zauberstab pürieren und mit Salz abschmecken.

Für  andere Haushalte empfehle ich natürlich frische Chilis, so sie verfügbar sind. Wenn nicht, vielleicht eine Paste aus Thai Chilis (Bird’s Eye/ beim Asia Markt) herstellen und dazugeben.

Auf den Brennpunkt achten! Ich bin relativ unempfindlich, aber da gibt es noch ganz andere Seelen!

Es war eine ungewöhnliche, aber schmackhafte Kombination!

Calamari-Bierteig-Spinat-Paprika-Tomaten-Chili-Sauce