Blumenkohl Za’atar Cordon Bleu


Vom Wochenende war noch Blumenkohl da. Ich esse ihn schon, bin aber eher gelangweilt von gekochtem/gedünsteten Blumenkohl, vielleicht noch mit Butterbröselhaube, einem Klassiker der deutschen Restaurant- und Festtagsküche der Sechziger Jahre (schüttel!). Aber jedem das Seine.

Vor ein, zwei Jahren entdeckte ich ein Rezept (weiß nicht mehr, woher, vielleicht Jamie Oliver?) das Blumenkohlröschen auf einem Blech im Ofen unter Zugabe von Za’atar, Salz und Olivenöl röstete. Die Röstaromen haben mich überzeugt – der Blumenkohl hatte plötzlich Muskeln und roch wie ein Kerl 🙂

Jedenfalls erinnerte ich mich heute daran und wollte es nochmal ausprobieren. Die Röschen wurden grob zerteilt und teilweise zerschnitten, dann gesalzen, mit Za’atar bestreut und mit Olivenöl beträufelt. Dann kamen sie bei 180 C etwa 30 Minuten in den Ofen. Sie haben ziemlich lecker geschmeckt. In der Zwischenzeit hab ich nochmal das ursprüngliche Gericht gefunden, da war noch Knoblauch dabei, die Röschen wurden in Scheiben geschnitten, damit sie alle gleich garen, und am Schluß kam noch Parmesan drüber.

Hätt ich das Rezept nur früher rausgekramt! Aber war auch so gut.

Dazu gab es ein Cordon Bleu, kein echtes mit Kalb, sondern die preiswerte Version mit einem Schweineschnitzel, aber dafür gab es als Füllung einen Gruyere AOC und einen Winzerschinken. Die Panade hab ich mir gespart, weil das dann noch mehr Kalorien sind, und beließ es bei einer Würzung und Bemehlung des Fleisches.

Langsam in einer Mischung aus Butterschmalz und Olivenöl ausgebraten, ließ ich es eine Weile auf der einen Seite, weil ich es eigentlich nur einmal wenden wollte. Das ging vielleicht 10 Minuten, dann wendete ich das Cordon Bleu und ließ es noch 6 Minuten auf der anderen Seite braten.

Dann schnell angerichtet und fotografiert und serviert.

War lecker! Es lohnt sich einfach, solche Sachen selbst zu machen und beste Zutaten zu verwenden. Wenn ich den Metzger das machen lasse, gibt es irgendeinen Käse mit niedrigem Schmelzpunkt und irgendeinen Schinken. Die Panade ist am Ende des Tages sowieso nicht mehr körnig sondern labbrig weich. Das kann nix werden!

 

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