Blitzballett


Das heute vorgestellte Bild ist ein frühes, gemalt während meiner Zeit an der Kunstschule. Ich suchte damals nach Malgründen, die ich mir leisten konnte und die eine gut Malfläche abgeben.

Meine Wahl fiel auf Hartfaserplatten von 5mm. Die waren dick genug, sich nicht gleich zu verziehen und boten genügend Widerstand, daß man relativ frei darauf malen konnte.

Allerdings machten sie auch mehr Arbeit. Man mußte sie von beiden Seiten grundieren nachdem man die glatte Seite angerauht hatte und diese Seite anschliessend mit einem Leinöl-Terpentin Gemisch einlassen.

Nachdem diese sehr aromatische Mischung getrocknet war, konnte man darauf malen.

Das Thema des Bildes ist erst einmal die Landschaft, und zwar der Blick auf den Emmertsgrund bei Heidelberg, wo ich zu der Zeit mit meiner Familie wohnte. Diesen Blick, und auch den entgegengesetzten, nämlich den von oben ins Tal hab ich einige Male gemalt und auch gezeichnet.

Der Auslöser aber, genau dieses Bild zu malen, war aber eine Autofahrt zum Emmertsgrund von Sandhausen oder der Richtung kommend, während ein Gewitter auf uns niederging.

Es war ein majstätischer Anblick – überall auf dem Emmertsgrund, einer erhabenen Hügelkette, prasselten die Blitze ein, nicht nur einzelne, sondern ganze Blitzcluster und erhellten die Nachtlandschaft mit ihrem grellen Licht.

Es sah aus wie eine große Inszenierung, und so hab ich es auch versucht, zu malen, mit einer großen Ordnung und einem Rhythmus, dem alles im Bild untergeordnet ist.

 

Ganz oben die blauen Dreiecke zeigen den Himmel an, darunter sieht man die verschiedenen Hügel in denen darunter der Emmertsgrund eingebettet ist. Die Hochhäuser (der Emmertsgrund ist eine Hochhaussiedlung) wurden durch die Farben Gold, Silber und Rot dargestellt. Darunter sieht man die Wingerte unterhalb des Emmertsgrunds, wo auch Wein angebaut wird. Die große graue Kurve links im Bild ist die Strasse, die in den Emmertsgrund führt, der gelb rote Kasten rechts unten im Bild ist das Einkaufszentrum in Heidelberg-Süd, ein (ehemaliges) Famila-Center.

Die Blitze sprechen für sich.

 

Die Arbeit hat die Größe 50×80 cm, es wurde mit Ölfarben gemalt. Das Entstehungsjahr ist 1982.

Fischfeld


Heute wäre eigentlich wieder etwas zum Essen dran gewesen, aber es hat nicht sollen sein. Eigentlich wollte ich grillen, aber das Wetter war so unentschlossen, daß ich nicht wusste, ob es hält. Dann hab ich eigentlich etwas Leckeres gemacht (Roastbeef am Stück, Auberginen- und Zucchinischeiben gegrillt mit Baba Ganoush und Mais), aber farblich war das alles ein Ton. Ich legte die Kamera beiseite ohne ein Bild zu machen.

Stattdessen noch ein Bild. Damit es aber mit den Saxophonbildern nicht zu langweilig wird, hier etwas anderes und auch Neueres.

 

Wie man unschwer erkennen kann, handelt es sich im rechten Rechteck um einen Fischschwarm 🙂

Das linke Quadrat beinhaltet Kreise in verschiedenen Farben und verschiedener Intensität. Die Farbe des Hintergrunds assoziiert Wasser.

Das ganze Bild ist in grün und Blautönen gehalten, Ausnahme bilden die gelben Kreise.

Das rechte Rechteck ist streng graphisch gegliedert im Gegensatz zum linken Quadrat.

Für mich ist es eine reizvolle dekorative Arbeit gewesen. Ich könnte mir auch vorstellen aus diesem Motiv oder auch mit mehreren weiteren Ideen eine Kachelserie zu schaffen, die gebrannt und am Bau eingesetzt werden könnte 🙂

 

Das Papier bei dieser Arbeit war ein schweres Allzweckpapier für Aquarell und auch Zeichnungen. Ich habe es mit Gesso grundiert und das Bild komplett in Acrylfarben ausgemalt. Man kann rechts sehen, dass die Fische mit Bleistift vorskizziert wurden.

Das Bildmass beträgt 29.5×27 cm, der äußere Rahmen hat ein Mass von 40×50 cm.