Bratwurst Kartoffelsalat Peperoni Salat


Es war wieder mal ein Tag, an dem der Verkehr auf der A8 unerträglich langsam rollte-ich brauchte für 47 km fast 2 Stunden und kam erst gegen 19:00 nach Hause. Aber ich hatte noch ein paar kurze, grobe Bratwürste in der Tiefkühltruhe. Tomaten und Radieschen gab es auch, wie auch ein Glas eingelegte Peperoni. Die hab ich in einem griechischen Lokal (Hermes in KA-Neureut) kennengelernt, wo die Köchin und Ehefrau des Besitzers/Kellners eine Knoblauchmayonnaise mit Dill für auf dem Grill angebratene Peperoni reicht. Ich hab noch nichts besseres zu Peperoni gegessen. Aber das nur nebenbei.
Zu den Bratwürsten dachte ich würde ein süddeutscher Kartoffelsalat passen. Das ist ein Kartoffelsalat ohne Mayo, aber dafür mit Essig oder Gurkenwasser und Fleischbrühe (und ein wenig Öl). Außerdem gibt es Schalotten, die kurz blanchiert wurden um ihre Schärfe zu verlieren.
Ein paar Cocktailtomaten mit Radieschen gemischt ergab den gesunden Teil der Mahlzeit 🙂
Und dazu dann die angebratenen Peperoni, wenngleich heute keine Knoblauch-Dill Mayo dabei war. Sie schmecken auch ohne.
Und die Bratwürste brauchen nur Geduld…

Weisskohl Kartoffeln Bratwurst Kümmel


Heute gibt es auch wieder etwas Bodenständiges. Man kann es in Ost-Europa verorten, aber mit Kümmel lebt es hier in Deutschland 🙂

Die Rede ist von Kohl (Weisskohl), Kartoffeln, Hackfleisch und Gewürz. Die osteuropäische Variante liebt Dill. Und so schmeckt es auch wirklich toll.

Aber ich hatte keinen Dill, dafür aber Kümmel. Und Kümmel passt sehr gut zu Weisskohl.

Also: Eine große Zwiebel in kleinen Stücken

eine Knoblauchzehe, auch kleingeschnitten

ein Drittel Kohlkopf in kleinen Stücken

Vier Kartoffeln mit Schale festkochend vorgegart

Gänseschmalz

1 El Kümmel gemörsert in der Pfanne geröstet

eine grobe Bratwurst (bei mir eine französische Toulouser Wurst) ohne Darm verdrückt

 

Zwiebel, Knoblauch und Kohl im heißen Gänseschmalz anbraten, Farbe nehmen lassen. Salzen, pfeffern. Einen Viertelliter Wasser dazugeben, Deckel drauf, Kohl weichgaren.

Flüssigkeit verdampfen lassen, Wurst als Brät in die Mitte geben, Kartoffeln aussen, langsam durchziehen lassen, ab und zu durchrühren. Kümmel dazugeben, umrühren.

Dann hab ich 1 El Majoran dazugegeben. Es ist interessant – Kartoffeln lieben Majoran, und haben sich gleich verbündet. Den Kümmel hat man am Kohl geschmeckt, wo er hingehört.

Insgesamt dauerte die Kochzeit eine halbe Stunde.

Früher hab ich das Gericht mit Rinderhack und Dill zubereitet, denke aber inzwischen, daß Schweinefleisch oder ein gemischtes Hack besser passt. Interessant wäre eine Variante mit Salsiccia, der italienischen Schweinswurst mit Fenchel. Das stell ich mir auch lecker vor.

Es ist jedenfalls etwas für kühle oder kalte Tage, oder wenn man körperlich hart gearbeitet hat. Ach ja, die kleinen grünen Stückchen sind eine fein zerkleinerte Jalapeño, damit es inwendig auch richtig wärmt 🙂  Eine gute Prise Cayenne-Pulver tut’s aber auch.

 

Weisskohl Kartoffeln Wurst Kümmel 1

 

Weisskohl Kartoffeln Wurst Kümmel 2