Linguine al gorgonzola


Ein Rezept, das ich hier schon einmal gekocht habe und von dem ich damals schon sehr angetan war. Bei dem Rezept heute, wie dem Rezept damals ging eine Unterhaltung mit einem kochaffinen Menschen voraus, wo etwa gesagt wurde: Na, das gibt ja dann eine schön sahnige Sauce. Nö, keine Sahne, aber ein Haufen Butter 🙂

In Wirklichkeit war es gar nicht so viel Butter, man muß das Rezept nur herunterbrechen.

Für die Sauce braucht man für 2 Personen 200 ml Hühnerbrühe, 50 g Butter und 100 g Gorgonzola, außerdem frisch geschroteten Pfeffer.

Außerdem je nach Hunger und Gusto zwischen 70 g und 100 g Linguini pro Person. Als Zwischengang ist sicher die kleinere Portion ratsam 🙂

Ich hab es so gemacht, daß ich die Pasta aufgesetzt habe und wartete, bis das Wasser kochte und ich die Pasta ins Wasser gegeben habe. Dann kochte ich die Brühe mit der Butter auf und dann etwa 10 Minuten ein. Es sollte nicht zu sehr anziehen, sonst brennt später der Käse an. Jedenfalls kommt der Käse (2/3 davon) dann hinein und wird verrührt. Wenn die Linguine fertig sind, gibt man die Pasta zur Sauce und lässt sie nochmal aufkochen. Dabei werden ein paar Streifen Basilikumblätter dazugegeben. Dann kann man die Pasta auf einen Teller geben und das restliche Drittel klein geschnittener Würfel Gorgonzola dazugeben.

Das Rezept lässt sich ohne Probleme verdoppeln oder auch halbieren. Man muss nur darauf achten, die Brühe/Buttermischung nicht zu stark vorher einzukochen. Man kann stattdessen die Pasta zwischenparken und die Sauce am Schluß optimieren.

Frau Poletto ist zwar eine Deutsche, aber mit einem Italiener verheiratet, mit dem sie ihr besterntes Haus (in Hamburg, wenn das noch stimmt) betreibt. Sie hat sich schon vor geraumer Zeit einen Ruf erkocht, italienische Gerichte sensibel und geschmackssicher auf Sterneniveau umsetzen zu können.

Die Linguine al gorgonzola sind vielleicht keine Sterneküche, aber sie sind trotzdem saulecker!

Tortiglioni Sauce Gorgonzola a la Poletto


Ab und zu leiste ich mir ein Stück Gorgonzola oder auch mal einen Roquefort. Eine Sauce daraus habe ich zu Pasta soweit die Erinnerung nicht trügt, noch nie gemacht-stattdessen mal was auf Chicoreeblättern.

Ich hätte die Sauce eigentlich mt Sahne ansetzen wollen, nach dem Motto Fett zu Fett, aber beim googeln stieß ich auf ein nacherzähltes Rezept von Cornelia Poletto, in der die Erzählerin sagt, sie habe ihre ausgeflockte Sauce auch nicht mit Sahne retten können, und die Poletto würde, um das zu vermeiden, Hühnerfond benutzen.

Also bin ich nochmal los, einen Laferfond zu kaufen.

Polettos Rezept ist von den Mengen für mich zuviel gewesen, ich beschreibe es trotzdem, weil es eine 4er Portion ist.

Sie kocht Linguine, ich wollte Tortiglione.

400 ml-1 Glas Hühnerfond

100 g Butter

200 g Gorgonzola

Muskat

Fleur de Sel

Pfeffer

Basilikumblätter

Der Fond und die Butter werden 10 Minuten stark eingekocht (sämig-in den letzten Minuten rühren), die Hitze wird reduziert und die Gorgonzolawürfel werden in der Mischung geschmolzen. Die fertigen Linguini werden in die Mischung gegeben, nachdem sie glatt gerührt wurde. Salz, Pfeffer und Muskat werden schon vorher dazugegeben.

Ich hab gar kein Salz dazu, meins war salzig genug (Poletto nimmt Gorgonzola dolce). Danach werden Pasta und Sauce gemischt und das Basilikum verteilt.

Sieht ganz einfach aus, ist es auch, aber Mann, was lecker! Speziell das Basilikum gibt nochmal eine extra Note dazu!

Und alle Schimmelkäsehasser kann ich beruhigen, es schmeckt nicht danach- es wurde, wie die tollsten Gerichte- transformiert in etwas, in dem das Ganze mehr und anders ist als die Summe seiner Einzelteile.

Tortiglioni-Gorgonzolasauce-1