Beer Can Chicken Ratatouille Ofenkartoffel


Trotz schönen Wetters konnte ich heute nicht auf den Markt, weil ich einen Termin für den Reifenwechsel in Karlsruhe hatte. Da ich Lust hatte, die Grillsaison heute einzuweihen, schaute ich online bei Metzger Zorn nach, was er im Angebot hatte. Es gab einiges, das sich zum Grillen eignete, aber er hatte wieder „Label Rouge“ Hähnchen von Bruno Siebert aus dem Elsass.

Für die, die es hier noch nicht gelesen haben: Label Rouge ist die höchste französische Auszeichnung (nicht nur) für Geflügel. Es bedeutet freilaufende Bio-Hühner ohne Medikamente, Wachtumshormone und dergleichen und es bedeutet mindestens 80 Tage Aufzucht (reguläre Hähnchen werden nach ca. 30 Tagen geschlachtet). Ich kenne nur eine Qualität, die darüber steht, und das sind die Label Rouge Hühner aus der Bresse, einem Landstrich im Burgund mit noch strengeren Auflagen.

Jedenfalls sind die elsässischen Hühner schon ziemlich lecker – zum Vergleich: mein Huhn hat für 1350 g fast €14.70 gekostet, ein normal gezogenes gibt es für um die €5.50, No Names für die Hälfte.

Aber die Investition lohnt sich. Das Fleisch ist fester, aromatischer und das bessere Gewissen ist unbezahlbar.

Zurück zum Grill. Ich hatte letztes Jahr versucht, ein Beer Can Chicken auf dem Grill zu machen, bin aber daran gescheitert, daß das Hähnchen nicht auf der Dose auszubalancieren war und daß der Deckel dann nicht mehr schloß. In der Zwischenzeit hatte ich eine Stahlplatte gesehen, die einen befestigten Ring aufwies, in den die Bierdose gestellt wird. Das hat soweit geklappt, das Problem mit dem Deckel hab ich gelöst, in dem ich den oberen Grill herausnahm und die Grillgutschalen nicht von schräg unten sondern auf der gleichen Ebene mit einem Abstand von etwa 20 cm hinstellte. Jetzt schloß der Deckel. Ich drehte das Hähnchen nach 30 Minuten, damit die Rückseite auch knusprig würde und nahm es etwa nach 50 Minuten aus dem Grill. Die Haut war knusprig und relativ hell, das Fleisch der Brust war schön saftig.

Während das Hähnchen auf dem Grill brutzelte und die Kartoffel im Ofen lag, machte ich eine Ratatouille Variante.

Ich schnitt eine Aubergine in bissgroße Stücke, eine Zucchini in etwas kleinere Stücke und briet beide mit etwas Olivenöl in einer beschichteten Pfanne an. Dazu gesellten sich eine kleine Handvoll getrockneter Tomaten, 4 frische Kirschtomaten, etwa 8 grüne Oliven und 2 Zehen gehackter Knoblauch. Ich löschte alles mit einem guten Schluck Rotwein ab, als es schon weitgehend gar war.

Nachdem ich die Kartoffel aus dem Ofen nahm, stellte ich die Pfanne nochmal hinein, nachdem ich das Ratatouille mit Parmesan besprenkelt hatte.

Fazit: Es hat alles gut geschmeckt, aber dieses „Beer Can“ Ding verbessert das Huhn meiner Meinung nach nicht (Man stülpt das Hähnchen mit der Öffnung über eine offene Dose Bier, die das Hähnchen vor dem Austrocknen bewahren soll). Ich denke, die beste Art Hähnchen im Ganzen zu grillen immer noch auf dem Rotisserie-Grill ist, also wenn sich das Hähnchen dreht.

Die Gemüsevariation war sehr gut, wenn auch wesentlich trockener als ein reguläres Ratatouille.

Die Kartoffel (eine mehlige Sorte) war optimal und ich genoss sie mit einem ordentlichen Flocken Butter und Salz. Mehr braucht es nicht!

 

 

 

 

Kürbis Karotten Suppe Bacon


Ja ist denn jetzt schon Herbst? Mitnichten, aber erstens hat es hier diese Woche Temperaturen um die 18-20 C um 7 Uhr abends, und zweitens hatte der Rewe um die Ecke Bio-Hokkaidos und ich wieder Lust auf etwas anderes.

Diese Variation hab ich noch nicht beschrieben, sie ist auch nirgendwo abgekupfert, sondern das Ergebnis von Idee und Abschmecken.

1 Schalotte

1 Knoblauch

1 kleiner Hokkaido, entstielt und von Kernen und Innerem befreit

3 Karotten, geschält und in Stücken

1/8 l Noilly Prat oder Weißwein

700 ml Hühnerbrühe selbstgemacht (oder ein Glas und extra Wasser)

6 cm Ingwer (ein dickes Stück)

6 getrocknete Tomaten

Prise Muskat

Saft einer Zitrone

Salz, Pfeffer, Harissa, Cayenne

3 El Sherryessig (kann auch ein anderer sein)

1 El Zucker

 

Zuerst Schalotte und Knoblauch angehen lassen, Kürbis in Stücken dazugeben, angehen lassen, mit Noilly Prat ablöschen, reduzieren, Hühnerbrühe dazugeben.

Ingwer schälen, hacken, getrocknete Tomaten kleiner schneiden, beides dazugeben, Prise Muskat reiben und dazugeben. Zitrone auspressen, auch dazugeben.

Hitze herunterdrehen, etwa 20 Minuten langsam köcheln, bis alle Zutaten weich sind.

Portionsweise in einen Standmixer geben (oder den Stabmixer quälen) und fein pürieren. Abschmecken. Jetzt kam bei mir der Essig, der Zucker, Harissa und Cayenne dazu, außerdem ein arabisches Gewürz mit Orangenzestenanteil. Ich hab es eher mit Bums abgeschmeckt, weil die Testesserin auch einiges verträgt, aber das ist Geschmackssache.

Beim letzten Aufkochen hab ich nochmal einen Schluck Noilly Prat hineingeschmuggelt, „wegen der Säure“.

Jetzt wurden 4 Baconscheiben in 1 cm Streifen geschnitten und ausgelassen. Als sie schön rösch waren, hab ich sie entfettet und über der Suppe zerkrümelt.

Leider hab ich in dem Moment nicht geschaltet und schnell ein Bild geschossen, sondern sie schön untergerührt…

 

Die Suppe war, wie schon gewohnt bei Kürbis, etwas dicker, aber sehr fruchtig, mit schönem süß-sauer-scharf und Umamiaspekten. Die letzteren kamen meiner Meinung nach von den getrockneten Tomaten. Sie steuerten einen vollmundigen Geschmack bei, nicht unbedingt tomatig, sondern fleischig.

Das wurde natürlich auch durch den Bacon unterstützt.

Wobei der auch Geschmackssache ist, die Suppe ist auch gut ohne ihn zu geniessen.

 

Kürbis Karotten Suppe Bacon 1

 

Kürbis Karotten Suppe Bacon 2

Römersalat Tomaten Gurken Croutons Feta Pinienkerne


Das ist nichts besonderes, nur ein Versuch lecker und sättigend zu essen, ohne zuviele KHs und Fleisch oder Fisch zu sich zu nehmen.

Ich muß zugeben, ich hab’s nicht so mit Hefeflocken, Amaranthgetreide (Quinoa hab ich schon probiert) oder ähnlichen exotischen Zutaten aus der veganen Küche.

Ebenso find ich Sojaprodukte zwischen indifferent bis ekelhaft und Tofu kommt mir in keiner Form ins Haus-was langweiligeres gabs nur mal im Krankenhaus- irgendein Brei, den ich verweigert habe, bis der Arzt zwei Tage später eingeknickt ist und mir Toastbrot mit Marmelade gab 😉

Trotzdem ess ich gerne Sachen ohne Fleisch oder Fisch. Ich bin da nur konservativ. Meine Familie war eine täglich fleischfressende, bei der Pflegefamilie hingegen wurde fast nur Sonntags Fleisch gegessen, Freitags Fisch oder etwas Süßes, und den Rest der Woche Dinge wie Kartoffelsuppe, Pfannkuchen mit Marmelade, Dampfnudeln, Pellkartoffeln mit Kümmel und Quark und ähnlichem. Das war deshalb nicht langweilig, weil es fast täglich etwas Süßes gab, immer selbst gebacken, immer aus dem Garten und immer saulecker. Meine Erinnerung an Zwetschgenhefekuchen mit Muckefuck (Karokaffee-Zichorienkaffee/Kaffeeersatz) ist nicht zu toppen- ein Blech nach dem anderen kommt aus dem Ofen und alle,

die die Zwetschgen gepflückt haben, schlagen sich die Bäuche voll.

So.

Aber eigentlich geht es um diesen Salat.

Also, ich hab am Wochenende einen großartigen Freiland-Romanosalat gekauft, von dem hab ich schon zweimal gegessen und er sieht immer noch riesig aus. Von dem nahm ich 3 sehr große Blätter, dazu dann 5 Kirschtomaten und eine halbe Gurke. Dazu kam ein 50 g Stück Feta, kleingeschnitten, ein hartgekochtes Ei, geviertelt, der Rest getrocknete Tomaten und Croutons. Die Croutons entstanden aus einem Baguette, das schon zu zäh zum essen war, und das den üblichen Benefaktoren, den Pferden, vorenthalten wurde. Das Baguette wurde auf Quadrat getrimmt und in Olivenöl mit Knoblauch und frischem gehacktem Thymian und Rosmarin angebraten. Gegen Ende hab ich noch ein paar Pinienkerne einer anderen Mahlzeit dazugegeben. Das Dressing bestand aus 3 El Olivenöl, 1 El Weißweinessig und einer mit Salz verriebenen Knoblauchzehe (die war sehr klein, weil von einer lila Knolle mit lauter Baby-Knoblauchzehen).

Jedenfalls war es sehr gut und pappsatt war ich auch. Nach dem Foto kamen noch ein paar Blättchen Basilikum dazu!

Romano-Tomate-Gurke-Crouton-Pinienkerne-Feta-Ei-1

 

 

Romano-Tomate-Gurke-Crouton-Pinienkerne-Feta-Ei-2

Grüner Spargel Parmesan getrocknete Tomaten Knoblauch Brösel


Das hier ist ein ähnliches Rezept wie vor einigen Wochen oder Monaten. Es gab grünen Spargel, halbiert und angebraten. Dann wurden sie mit Deckel und einem Schluck Wein fertig gegart. Hier hab ich Brotbrösel drüber gemacht, außerdem gab es statt frischen Tomaten getrocknete Tomaten.

Dazu hab ich Knoblauch gehackt und mit angebraten. Ein bißchen Parmesan drüber, Petersilie dazu und fertig.

War trotz der Einfachheit sehr lecker und brauchte kein Fleisch. Übrigens auch kein Hefegedöns 🙂 !grüner-Spargel-Parmesan-getrocknete-Tomaten-Knoblauch-Brösel