Squid walking


Heute gibt es wieder einen Squid. Es ist eine Arbeit, die mir persönlich gut gefällt, weil sie sehr zurückgenommen ist, und dadurch der Figur mehr Raum gibt, Wirkung zu entfalten.

Die Farben (wieder Acryl) werden sehr sparsam aufgetragen, fast wieder weggekratzt. Sie sind so rein, wie sie nur sein können, nur pur aus der Tube, höchstens am Rand gemischt.

 

Ich habe die Umrisse mit Bleistiften verschiedener Stärke gezeichnet. Die Hauptlinie, die der Landschaft, wurde mit einem 4B Bleistift gezeichnet. Die Figur des Squid hingegen brauchte eine 2H Mine.

Hinter dem Blau des Himmels sieht man auch nochmal Linien, die grob andeuten, wo das Blau hinsoll. Das belebte des Blaus kommt davon, es so weit und dünn wie möglich zu verstreichen.

 

Der Squid ist offensichtlich hurtig unterwegs. Kein Wunder, befindet er sich mitten in einer Dünenlandschaft und somit aus seinem natürlichen Element. Man kann nur hoffen, daß er in die richtige Richtung geht und der Weg nicht mehr so weit ist. Ganz unten deutet sich ein fast violetter Streifen an – vielleicht die Rettung?

Das Bild ist voller Bewegung, angefangen von der bewegten Landschaft, zu dem schreitenden Squid bis hin zu dem huschenden Blau.

Die Arbeit misst 21x 29.5 cm, das Passepartout ist 40×50 cm groß.

Enz bei Eutingen


Nach dem längeren Post gestern, der irgendwie immer größer wurde, will ich heute kurz und knapp eine weitere Landschaft zeigen. Diese Landschaft gibt es, es ist der Blick auf Eutingen, einem vorgelagerten Stadtteil Pforzheims, wenn man von der Autobahnabfahrt und Richtung Stadt fährt. Ich habe alles weggelassen, was mich von den Hauptlinien abgelenkt hat, also auch alle Gebäude. Das wichtigste für mich war der Flusslauf der Enz, einer der drei Flüsse, die durch Pforzheim fliessen.

Man sieht im Hintergrund die Erhebungen. Pforzheim liegt am Fuß des Nordschwarzwaldes und hat teilweise starke Erhebungen. Die im Bild ist allerdings auf der anderen Seite und ist der letzte Hügel des Kraichgaus 🙂 . Vor der Enz liegen Felder, die zur Strasse hin liegen. Die beiden dunkelgrünen Elemente oben und an der Enz stehen für Wald/Bäume. Man kann in der rechten Seite der gelben Fläche eine hellere Fläche sehen, sie zeigt den Sonneneinfall an.Wenn man der gelben Fläche direkt links davon am oberen Waldsaum folgt, kann man das Heben und senken der Landschaft nachvollziehen.

 

Die Arbeit ist wieder auf grundiertem Aquarellpapier angelegt, auch wieder mit Acrylfarben gemalt. Das Bild hat eine Größe von 27,5×19,5 cm, das Passepartout ist 40×50 cm groß. Das Entstehungsjahr ist 2013 gewesen.

Squid on the beach


Hier ein weiteres Squid Bild, das in der gleichen beschwingten Art gemalt wurde wie „Squid ballet“.

Ich kann nur sagen, daß es mir gefiel, überschwänglich farbig zu arbeiten und es mir eigentlich am wichtigsten war, den heissen Sommertag mit Sonne, Strand und Meer einzufangen, so, daß es im Bild vibriert.

Der Titel ist ein „Tip of the hat“ an den Drink „Sex on the beach“, der in den späten 80er Jahren erstmals sehr bekannt wurde.

Es gibt aber auch noch ein Liedtext von den Squidaphonics, den ich gerne meinem Freund H. aus K. widme:

 

Step on your watch

you don’t need no time

you know you’ve got to watch your step

 

This dance we do

called „step on your watch“

you know there hasn’t been a better one yet.

 

You put your watch on the floor

1, 2, 3, 4

and you jump back two feet each

step on your watch

and count to ten

and throw it to the squid on the beach

 

Ich finde, das hat was afrikanisches, der Rhythmus ist irgendwie indigen… 🙂

https://www.youtube.com/watch?v=T9xk28c_CN8

Das Original ist leider gesperrt, das hier sind alles talentierte Nachwuchsmusiker. Wobei mir das Original besser gefällt, weil es wilder ist.

 

 

Die Arbeit ist 24×34 cm groß, das Passepartout hat die Ausmasse 50×60 cm und stammt aus dem Jahr 2013. Das Papier ist wieder Aquarellpapier, mit Gesso grundiert und mit Acrylfarben und ein paar unbeherrschten Bleistiftstrichen bemalt.

 

Squid Ballett


Heute zeige ich ein weiteres Squid Bild. Es ist eines von mehreren, die etwas malerischer daherkommen, sie sind etwas grober, wilder und unbeherrschter.

Heute ist es kein einzelner Squid, sondern gleich eine Gruppe. Und sie tanzt. Auf einer Bühne. Vor Publikum. Die mit offenen Mündern starren.

Fast eine Szene aus dem Burlesque, die Beine zum Can-Can angeschrägt, Henri Toulouse-Lautrec lässt grüssen. Die Farben wild und durcheinander, wie man es bei Veranstaltungen der sinnlichen Art vermutet.

Die Tänzer(innen) sind erleuchtet, ist ihre Rolle ja, Verheissung darzustellen. So schafft jede Art von (Kunst)ausdruck (Malerei, Skulptur, Musik, Theater, Literatur, Tanz, Film, etc.) eine Art von Erkenntnis und Versprechen.

 

Die Arbeit wurde auf Aquarellpapier mit Gessoauftrag gemalt. Das Medium waren Acrylfarben. Es gab mit Hilfe von Farbverlängerungsmitteln einige Übermalungen halbdurchsichtiger Natur.

Das Bild hat eine Größe von 23,5×31,5 cm. Der Rahmen hat ein Außenmaß von 50×60 cm.

Hexenkessel


Das ist ganz wörtlich gemeint. Heute zeige ich ein weiteres Wasser (Flüssigkeits) bild. Es gehört aber auch zu den Bildern, die ohne Konzept anfangen und sich dann entwickeln. Ich benutzte für diese Arbeit Ölpastelle, die ich gerne benutze, weil sie so buttrig in der Verwendung sind. Allerdings hab ich sie nicht ganz klassisch eingesetzt, sondern immer wieder den Pastellauftrag mit Terpentin und einem Pinsel verwaschen habe und dann wieder weitere Akzente gesetzt. So entstanden verschiedene Schichten in verschieden dicken Aufträgen, die sich dann fast wie von selbst in Hinter-, Mittel- und Vordergrund fügen.

Dadurch konnte ich die Wasserrippeln (das Wort gibt es wirklich!) darstellen, und auch die aufsteigenden Blasen in der Bildmitte.

 

Die Hintergrundfarbe ist Neapelgelb, eine berühmte klassische Farbe (die in jedem Ölfarben- und Ölpastellkasten dabei sein sollte. Es ist nicht so sehr ein leuchtendes Gelb, sondern eher ein helles Beige, wie gelber Sandstein vielleicht. Durch die Beschränkung der Farbpalette auf die Farben Neapelgelb/Chromoxidgrün/Ultramarinblau und dann Weiss und Schwarz entwickelte sich die dargestellte Flüssigkeit zu einer giftigen Brühe 🙂  Es gibt allerdings noch ein Chromgelb und ein Hellblau, das eingesetzt wurde. Das benutzte Aquarellpapier wurde mit Gesso grob grundiert, daß es noch Struktur aufwies, statt ganz glatt zu sein. Man sieht an einigen Stellen, daß die Struktur des Gessos durchkommt. Nachdem ich mit der Mischung von gemalten Flächen und zeichnerischen Elementen zufrieden war, liess ich das Bild auf mich wirken.

Ich bin kein Theatergänger und war mit kleinen Ausnahmen von den Theaterstücken, die wir im Gymnasium jedes Jahr lesen mussten, ziemlich gelangweilt oder genervt. Aber nach einem Schulwechsel bekam ich einen Englischlehrer, der anfänglich zwar ziemlich unerträglich war, aber mit dem ich mich nach ein paar Wochen zusammenraufte. Er las mit uns zwei Theaterstücke in dem Jahr, das erste war „Macbeth“ von Shakespeare. Wir lasen es in Englisch. Als Amerikaner war es für mich eine reine Freude, weil ich mich auf die Sprachmelodie konzentrieren konnte, weil ich es natürlich nicht übersetzen musste.

Der Lehrer führte uns an all die sprachlichen Besonderheiten im Stück heran, und mit jeder Unterrichtsstunde entdeckte ich von mir aus mehr. Ein tolles Erlebnis!

Jedenfalls bezieht sich der Titel des Bildes auf den vierten Akt, erste Szene, in der die drei Hexen ihren Hexenkessel rühren und in ihm den Zaubertrank kochen, der ihn in sein Verderben schickt.

Allerdings ist das Gedächtnis ein unzuverlässiges Gut: bei mir heißt es „bubble, bubble, toil and trouble…“, im Original allerdings heisst es richtiger „double, double toil and trouble…“

Zu meiner Verteidigung kann ich nur sagen, daß die Arbeit 2014 entstand, der Unterricht über Macbeth aber 1976 stattfand und ich es seit der Zeit nicht mehr in der Hand hatte. Die Paraphrase passt sowieso besser zu dem „Hexenkessel“ 🙂       Das Bild misst 23,5×31 cm, das Passepartout misst 40×50 cm.

Landschaft auf Zigarettenpapier


Ich hab immer schon gerne mit Malmitteln und Malgründen experimentiert. In diesem Bild hab ich den Untergrund, ein Studienblockpapier, mit Gesso grundiert und auf das feuchte Gesso Zigarettenblättchen aufgetragen (man sieht es an den feinen vertikalen Linien, die ein Zigarettenpapier vom anderen abhebt). Ich hab das deshalb gemacht, weil das Zigarettenpapier ein außerordentlich feines Papier ist, feiner als die meisten Papiere vom Kunstmarkt (es gibt ein paar sehr zarte japanische Papiere, die für japanische Aquarelle und Kalligraphie genutzt werden, aber sie sind auch nicht so fein wie Zigarettenpapier). Und es ist ganz fein geriffelt (ich glaub weil es der Kippe hilft abzubrennen, ohne daß man daran zieht).

Mich hat interessiert, wie sich die Farbe als Aquarell auf dem Papier verhält, weil Aquarellfarbe an sich ein sehr nasses Medium ist und sie zum Beispiel unkontrolliert verlaufen könnte.

Auch wollte ich wissen, wie brilliant die Farbe auf diesem sehr hellen Papier widergegeben wird, weil das die andere zentrale Eigenschaft von Aquarellfarben ist (ihre Leuchtkraft).

Als musischer Mensch bin ich auch sehr stark an Rhythmik interessiert und habe immer wieder Bilder gemalt, die durch Wiederholung bestimmter Figuren, Motive oder Farben diesen rhythmischen Gedanken oder Duktus ausdrücken oder verstärken.

Das folgende Bild ist ein solches Beispiel:

 

Das Resultat ist ein Bild bestehend aus horizontal, vertikal und diagonal verlaufenden Linien, die Dreiecke, Rechtecke und Rhomben bilden und farblich verschiedentlich besetzt wurden.

Dadurch bilden sich Vorder-, Mittel- und Hintergrund und man hat eine Landschaft der geometrischen Art vor sich.

Etliche der Flächen wurden mit mehr als einem Farbauftrag versehen, um die Mischeigenschaften zu testen. Die Farben haben eine große Transparenz und eine hohe Leuchtkraft.

Das Bild ist 19×16 cm groß, der Passepartout hat ein Außenmaß von 30×40 cm.

Fischfeld


Heute wäre eigentlich wieder etwas zum Essen dran gewesen, aber es hat nicht sollen sein. Eigentlich wollte ich grillen, aber das Wetter war so unentschlossen, daß ich nicht wusste, ob es hält. Dann hab ich eigentlich etwas Leckeres gemacht (Roastbeef am Stück, Auberginen- und Zucchinischeiben gegrillt mit Baba Ganoush und Mais), aber farblich war das alles ein Ton. Ich legte die Kamera beiseite ohne ein Bild zu machen.

Stattdessen noch ein Bild. Damit es aber mit den Saxophonbildern nicht zu langweilig wird, hier etwas anderes und auch Neueres.

 

Wie man unschwer erkennen kann, handelt es sich im rechten Rechteck um einen Fischschwarm 🙂

Das linke Quadrat beinhaltet Kreise in verschiedenen Farben und verschiedener Intensität. Die Farbe des Hintergrunds assoziiert Wasser.

Das ganze Bild ist in grün und Blautönen gehalten, Ausnahme bilden die gelben Kreise.

Das rechte Rechteck ist streng graphisch gegliedert im Gegensatz zum linken Quadrat.

Für mich ist es eine reizvolle dekorative Arbeit gewesen. Ich könnte mir auch vorstellen aus diesem Motiv oder auch mit mehreren weiteren Ideen eine Kachelserie zu schaffen, die gebrannt und am Bau eingesetzt werden könnte 🙂

 

Das Papier bei dieser Arbeit war ein schweres Allzweckpapier für Aquarell und auch Zeichnungen. Ich habe es mit Gesso grundiert und das Bild komplett in Acrylfarben ausgemalt. Man kann rechts sehen, dass die Fische mit Bleistift vorskizziert wurden.

Das Bildmass beträgt 29.5×27 cm, der äußere Rahmen hat ein Mass von 40×50 cm.