Januar


Vor ein paar Wochen hab ich begonnen ein paar Kalenderblätter, die ein Weihnachtsgeschenk an meine Mutter gewesen waren, hier einzustellen. Ich hatte mich schon gewundert, wo die anderen abgeblieben waren, aber vor ein paar Tagen fand ich 3 weitere Bilder. Hier also das Erste.

 

Bezeichnenderweise der Januar. Man sieht eine hügelige Landschaft, die schneebedeckt ist. Die fahle Sonne taucht alles in blaues Licht, im Vordergrund laufen parallele Spuren. Skispuren? Oder doch Wegspuren eines Traktors am Feldrand?

Es handelt sich hier um eine Collage, wobei sie sehr einfach gehalten ist. Es ist lediglich ein Stück Zeitungspapier auf den Untergrund geklebt worden. Darauf und auf den Hintergrund hab ich mit Gesso verschiedene, nicht zusammenhängende Untergründe aufgebracht. Darauf kam Aquarellfarbe in Gelb- und Blautönen um diesen kalten Wintereffekt zu erzielen. Das Untergrundpapier (der Kalender) ist wirklich schlecht. Ich weiss nicht wie lange der Untergrund hält. Die Zeitung ist auch schon viel dunkler als am Anfang. Die Farbe allerdings scheint alles schön zusammenzuhalten 🙂

Die Arbeit ist von 1988, das Mass ist 21×29,1 cm.

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Schräge Töne


Das Bild hier ist das Dritte in einer Reihe von Saxofoncollagen. Dieses hier wurde auch wieder mit Wellpappe gestaltet, bekam aber auch noch einen Hingucker.

 

 

Die Klappen sind nicht aufgemalt, sondern ausgeschnitten und aufgeklebt. Dementsprechend sind die Schatten natürlich nicht echt, sondern aufgemalt, wie auch Licht und Schatten auf den Klappen selbst aufgemalt ist.

Anfangs wurde eine Gesso Unterlage aufgetragen, auf die eine Wellpappe geklebt wurde, deren Erhebungen ich etwas plättete um leichter darauf malen zu können. Den Hintergrund gestaltete ich dunkel mit grünen Sprenkeln, die das Original (einen grünen Samt) zitieren. Danach klebte ich die ausgeschnittenen Klappen auf. Erst nach diesem Schritt malte ich den Hintergrund (sieht man an den Aussparungen für die Klappen). Der Trichter ganz oben ist auch nur aufgemalt. Die Wellpappe endet kurz davor.

Der Titel ist natürlich eher lustig-doppeldeutig 🙂

Die Arbeit entstand 1989. Es wurde Gesso, Wellpappe und roter Bastelkarton verwendet. Es waren Aquarellfarben mit denen ich malte.

Collage Saxofon


Heute gibt es ein weiteres Materialbild mit dem Saxofon als Thema.

Ich hatte einige Saxofone schon fertig und suchte nach anderen Möglichkeiten, das Saxofon zu übersetzen und auszudrücken.

Von der Wellpappe hatte ich noch welche da, und andere Materialien fand ich hier und da.

 

Auf normalem Papier legte ich 2 voneinander getrennte grundierte Flächen an, die des Schalltrichters und die des Mundstücks. Die beiden grundierten Flächen wurden mit einem Stück Wellpappe verbunden, das die Klangsäule darstellte.

Der Schalltrichter besteht aus einem grobem Sackleinen, das Mundstück ist aus Karton. Es sind ausnahmsweise Ölfarben, die ich verwendet habe. Die Farben changieren zwischen Gelb und Orange, was Ausdruck einerseits der Farben des Saxofons und andererseits der Klangfarben des Saxofons sind, also warme Töne.

Die Geometrie der Arbeit soll ein bisschen an eine besonders aktive Zeit im Jazz, einem Hauptfeld des Saxofons, erinnern, nämlich der Zeit des auslaufendem Bebop und ankommenden Cool Jazz Anfang der 50er Jahre, die auch an den Plattencovern ablesbar war. Dieses Bild ist zwar von der Machart her anders gestrickt, bezieht sich aber auf die gleichen strukturellen Prinzipien.

Das Blatt hat eine Größe von 21,5×30 cm. Materialien sind Papier, Ölfarbe, Karton, Wellpappe, Sackleinen, Gesso und Bleistift. Entstehungsjahr war 1989.

Sopran ausgeschnitten


Heute hab ich wieder ein Sopransaxofon dabei. Bei diesem Bild war es wichtig, etwas wegzunehmen.

Ich hatte ein Stück Karton oder Wellpappe und machte die Entdeckung, daß sich die glatte Schicht sehr leicht von der gewellten Schicht trennen ließ. Das ist nicht bei jeder Pappe der Fall, manche sind verklebt oder sonstwie anders miteinander verbunden und die Pappe reisst beim Auseinanderziehen.

Diese Pappe wurde mit Gesso grundiert, dann zeichnete ich mit Bleistift die wichtigsten Linien auf und aquarellierte das Sopran und Teile des Hintergrunds.

 

Und schnitt ich den restlichen Hintergrund mit einem scharfen Messer heraus. Die Wellpappe gibt dem Bild eine gewisse Raumtiefe, die horizontalen Linien erweitern die vorhandenen um eine weitere Ausrichtung und das nüchterne Hellgrau der Pappe bildet einen reizvollen Kontrast zur Farbigkeit des Aquarells.

Die Arbeit hat eine Größe von 19,5×25 cm und entstand 1989.

Sopran- 2 Varianten


Hier gibt es wieder ein Saxofon Bild. Es zeigt das Horn und ein paar Klappen eines Sopransaxofons auf zwei verschiedenen Arten. Das linke Saxofon entstand, indem die grobe Form in blauen und weissen Tönen zuerst mit Acrylfarben aufgemalt wurde. Nachdem die Farbe trocken war kamen nach und nach die weißen Lichtpunkte und später mit schwarzen Kreidepastellen die dunklen Stellen auf dem Saxofon und dann der Hintergrund.Das rechte Saxofon bekam erst eine Grundierung mit Gesso, dann wurden die Umrisse des Instruments mit verdünnter Acrylfarbe in zartem Blau aufgetragen. Dann hab ich mit Bleistift Hintergrund- und Schattenbereiche leicht schraffiert, wobei die Struktur des Gessos zum Vorschein kam. Die zwei Saxofone werden durch zwei Treppenformen gerahmt, die Obere in Weiss, die Untere in Grau auf Gesso aufgemalt. Als das Gesso noch nass war hab ich den Pinsel umgedreht und einen Notenschlüssel und ein paar Noten ins Gesso eingezeichnet. Das sind nach dem Einfärben mit Grau die dunklen Stellen.

Das reizvolle für mich ist das Spiel mit Vorder- und Hintergrund. Bei beiden Saxofonen gibt es Stellen, die an sich an anderer Stelle stehen müssten, aber anderswo stehen und dadurch irritieren (die Schatten auf den Klappen beim rechten Saxofon, zum Beispiel). Dadurch bekommt die Darstellung ein starkes grafisches Element, fast wie bei einem Druck.

Die treppauf, treppab Bewegung des Hintergrunds rahmt die Saxofone ein.

Die Arbeit hat eine Größe von 27×32,5 cm. Es ist nicht datiert und nicht signiert.

 

Flash


Hier ist ein Bild, das sich dafür interessiert, die Dynamik eines Lichtblitzes mit zeichnerischen Mitteln darzustellen.

Ich weiß nicht, wie ich darauf kam. Ich saß wahrscheinlich abends zwischen meinen Farbtiegeln und Papieren und experimentierte mit verschiedenen Medien herum.

 

Das Bild wurde auf ein Papier gezeichnet/gemalt, das mixed media Ansprüchen genügt. Der erste Farbauftrag war das Rosa und das Orange, das man am rechten Bildrand sieht.

Dann kam der erste Schwung Weiss von der Mitte heraus. Nachdem der trocken war, wurde er von aussen kommend mit schwarzem Acryl und Bleistift moduliert.

Darüber kam eine weitere Schicht Weiss, die wieder angepasst wurde, bis es mir gefiel. Mir gefällt besonders gut die leichte Drehung im Flash, die der Form Bewegung und Dynamik gibt.

Ich finde auch, daß die Bleistiftstriche sich sehr gut in die Acrylfarben einbringen und das Bild zu einer grafischen Arbeit machen.

Die Größe ist 21,5x 32 cm. Es ist ein mixed media Bild bestehend aus Gesso, Deckweiss, Schwarz, Rot, Gelb und Bleistift. Es entstand um 2014.

Squid to the stars – Pulpo per aspera ad astra


Es gibt noch einen Nachzügler unter den Squids. Das Bild entstand gleichzeitig mit den anderen Squids, also etwa zwischen 2013 und 2014.

 

Das Papier ist eine Art von Bütten, das wieder mit Gesso grundiert wurde. Man sieht gut die Struktur des Blattes durch die Grundierung durch. Man kann aber auch die Bürstenstriche der Grundierung erkennen, die wie ein wehender Wind durchs Blatt weht. Darauf zerschmelzen die „Sterne“ im Raum. Das Licht hat verschiedene Quellen, aber sie scheinen von unten zu kommen, was dafür spricht, daß der Squid einen neuen Bereich erschlossen hat. Eine neue Gemarkung – a new frontier?