Hering Kartoffel Bete


Gestern hab ich im Aldi eingelegte Heringe gesehen. Sie sind Feiertagsware gewesen und nur kurz im Programm. Es gab zwei Sorten. Meine Sorte hatte Bete und Cassis als Marinade.

Sehr lecker! Wer es kennt, ein bißchen wie die schwedischen Sill – süßsauer eingelegte Heringsstückchen.

Heute wollte ich die mit Kartoffeln und einer frischen gelben Bete kombinieren. Ich setzte Kartoffeln und Bete in zwei verschiedenen Töpfen auf, wobei die Kartoffeln viel schneller gar waren. Es sollten eigentlich vorwiegend festkochende Kartoffeln sein, aber sie sind zerfallen wie mehlige.

Ich machte aus der Not eine Tugend und rührte den zerfallenen Teil als Bindemittel in meine Salatsauce.

Die bestand aus:

1 gehäufter El Schmand

1 guter Tl Senf

2 El Weissweinessig

Salz, Pfeffer

3 Kartoffeln

1 mittlere gelbe Bete

1 Schalotte

1/2 säuerlicher Apfel

2 El frisch geriebener Meerrettich

Die in Scheiben geschnittenen Bete, den Apfel und die restlichen Kartoffeln unter die Schmandmischung mischen. Meine Mischung war ein bißchen fest, also gab ich 2-3 El warmes Wasser dazu und rührte alles glatt.

Jetzt nur noch die Heringe dazugelegt und fertig!

 

 

 

 

 

Hähnchen Bete Kartoffeln Karotten Kürbis


Gestern ging ich eher aus Zufall auf die Webseite vom Metzger Zorn und sah, daß er diese Woche Label Rouge Hähnchen im Angebot hat(te).

Also ging ich heute Morgen erst auf den Markt und holte etwas Käse und ein paar andere Sachen. Unter anderem waren eine gelbe und eine weiß-rosa Beteknolle dabei, ausserdem Karotten und Kartoffeln. Einen halben Hokkaido-Kürbis hatte ich noch im Kühlschrank.

Beim Pfälzer gab es noch ein paar frische Kräuter, Rosmarin und Thymian.

Zum Kochbeginn gab ich das Wurzelgemüse, den Kürbis und die Kartoffeln zuerst in einen großen Tonbehälter. Die Karotten waren geschält, der Rest nicht. Bei 200 C blieben die 20 Minuten unter sich. 1/4 l englischen Cider gab ich dazu. Den Cider gab es neu in einem Rewe in der Nähe, und ich wollte ihn ausprobieren. Er heisst Bulmer Original, ist etwas zu süß und hat eine Menge Zeug das nicht hineingehört. Im Gemüse hat er sich eigentlich auch nicht bemerkbar gemacht.

Danach kamen die gewürzten Hähnchenhälften dazu. Vorher hatte ich das Huhn in zwei Teile geteilt, das Rückgrat und die Flügel abgeschnitten und in einen Topf mit Wasser gegeben und frisches Suppengrün dazu geschnippelt. Deckel drauf und aufgekocht.

Nach 30 Minuten gab ich von der Brühe 3 Löffel in den Tonbehälter.

Die Hähnchenhälften blieben 40 Minuten drin, danach nahm ich die Beten heraus und schälte sie. Meine Enttäuschung war groß als ich sah, daß die sehr aparte weisse Bete mit den rosa Ringen gar keine Ringe mehr hatte. Ich wußte nicht, daß kochen die Farbe verfliegen lässt. Schade. Auch die gelbe war nur noch sehr hellgelb. Geschmacklich waren sie aber gut, wie auch der Kürbis von der Brühe (und etwas Za’atar) profitiert hatte.

Hähnchen war gut wie immer, mit festem, geschmackvollem Fleisch.

Insgesamt ein herbstlicher Topf nach Art eines Sommergerichts gemacht.

Die andere Hälfte hab ich tutti completti eingefroren, das gibt ein „Geschäftsessen“ 🙂

 

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Casareccia gelbe Bete Kalbsgeschnetzeltes Paprika


Heute ist ein Laster in dem Abschnitt liegengeblieben, der gerade erneuert wird. Nach einer Stunde erst bahnte sich ein Polizeiwagen durch die engen Autoschlangen.

Dann dauerte es nochmal 30 Minuten, bis ich endlich an dem Laster vorbeiziehen konnte. Bis ich daheim war, waren wieder 2 Stunden vergangen.

Ich hatte zwar keine schlechte Laune, aber überhaupt keine Lust mehr einkaufen zu gehen.

Gottseidank hab ich eine Tiefkühltruhe! Darin befand sich nochmal ein Kalbsschnitzel, das gleich aufgetaut wurde. Pasta hab ich immer im Haus, die Frage war nur welche nehmen? Ich war schnell mit mir einig, es sollten Casareccia werden, also gedrehte Nudeln. Die setzte ich auf.

Ich wollte auf jeden Fall noch eine Portion der Bete mit verarbeiten und dachte, daß sie durch ihre Süße und auch Säure gut zu Tomaten passen würden. Der nächste Gedankengang war, daß da eigentlich dann auch Kapern passen würden. Also schnitt ich vier Kirschtomaten in Viertel, hackte eine Schalotte und eine Knoblauchzehe, gab die in heisses Olivenöl, die Tomaten nach einer Minute dazu, ein Schluck Weisswein drauf und dann den Deckel. Ein paar Minuten schmoren lassen, dann die weichen Tomaten mit einem Holzlöffel zerdrücken.

Jetzt gab ich den Tl Kapern dazu, dann vier der Beteschnitze, die ich aber noch mundgerecht zugeschnitten habe. 2 El der Beteflüssigkeit gab ich zum Tomatenschmorsud.

Dann wurde abgeschmeckt und ich war angetan von dem aparten agrodolce der Sauce. Ich wollte dieses süß-saure aber noch verstärken und damit die Fruchtigkeit der Bete unterstreichen.

Was für ein Zufall! Es lagen zwei Saftorangen herum, vom teuren Russen. Eine wurde aufgeschnitten, die war perfekt, saftig, nicht strohig, super Orangengeschmack.

Die drückte ich aus und gab den Saft zur Sauce, die weiter eindicken durfte.

Zum Schluß wurde das Schnitzel in Streifen geschnitten, die Pfanne sehr heiss werden lassen und mit einem Schuss Rapsöl versehen. Im letzten Moment sah ich zwei vergessene Pimientos de Padron. Eine davon war vor lauter Einsamkeit schon rot geworden, die hab ich in Streifen geschnitten und die kam als erstes in die Pfanne.

Dann das Fleisch anbraten und immer wieder schwenken. Es dauert vielleicht 5 Minuten. Dann die Sauce auf das Fleisch geben und durchschwenken.

Jetzt die Nudeln abseihen und anrichten, Sauce drüber und fertig!

Ich bin ja leicht zu begeistern 🙂 . Die Sauce war echt gut, weil das süß-saure Element sehr gut gepasst hat. Ich gab noch etwas Cayenne dazu, noch besser wäre eine scharfe Chili gewesen.

Die Beten haben wieder saulecker geschmeckt, tolle Konsistenz, interessant vom Geschmack und ein frischer Kontrast zum Fleisch.

Und Bete passen wirklich super zu Tomaten!

 

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Thuntatar Gelbe Bete Saubohnen


Mein italienischer Fischhändler renoviert im Moment seinen Laden und hat sein Geschäft nach aussen verlegt. Er hat ja einen Wagen, der auf den Markt fährt, den hat er neben den Laden gestellt. Heute ging ich dort vorbei, weil ich die Idee hatte die sehr leckere gelbe Bete, ein Geschenk von Oli von Landidylle mit Thunfischtatar zu kombinieren. Die Tochter war im Wagen und dort lag noch eingeschweisst ein perfektes Stück Thunfisch (etwa 4 kg). Sie fragte mich noch von welcher Seite ich ein Stück wollte, und ich nahm ein Stück vom Ende, weil ich davon mehr Scheiben bekomme, für die Würfel, die ein Tatar ausmachen. Das Stück Thun war wirklich perfekt!

Nebenan beim teuren Russen bekam ich Saubohnen, Schnittlauch und ein Brot, ähnlich einem Ciabatta, aber weniger trocken, wenn ich der netten Verkäuferin glauben soll.

Der Verlauf:

Thunfisch parieren (es gibt, trotz aller Perfektion, innen eine Sehne und eine Art Seitenfilet mit Haut, die muß entfernt werden)

Saubohnen ein paar Minuten kochen, kalt abbrausen. Aussenhaut mit einem scharfen Messer einritzen, Saubohnenkerne aus der Aussenhaut herausdrücken.

Meine waren noch nicht ganz gar (wenn man sie länger in der Aussenhaut gart, kann man sich den nächsten Schritt sparen), also hab ich sie nochmal in einen Topf gegeben und bei ganz kleiner Hitze in Olivenöl fertig gegart.

Die Bete hab ich sehr dünn aufgeschnitten und als Unterlage für das Thunfischtatar benutzt.

Ich hab von dem italienischen Brot zwei ganz dünne Scheibchen geschnitten und in der Pfanne angeröstet, damit es ganz trocken wurde.

Darauf hab ich dann den Thunfisch angerichtet. Zum Abschmecken gab ich einen El (knapp) Sojasauce auf den Thun, dann auch etwas Zitronensaft.

Thun und Bete haben sehr gut harmoniert!

Die Saubohnen brauchten etwas Salz, die Beten waren super, so wie sie waren 🙂

Dazu etwas Schnittlauch.

 

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Pork Cutlet Autumn Cornucopia


Diese langen Fahrten im Stau sind nichts für mich – ich fange an, mich wegzuzoomen und bin dann in einem Universum aus Zutaten, Speisen und Sachen, die ich schon Zuhause liegen habe.

So auch heute – 90 Minuten statt der 45 üblichen, und daheim angekommen, fiel mir ein, daß ein Paket auf mich wartet, aber mein Pedelec in Reparatur ist. Also wieder ins Auto. Die Strecke ist nicht weit, vielleicht 500 m, aber ich bin gar nicht gut zu Fuß. Jedenfalls hab ich das Paket in Empfang genommen, nicht ohne daß die Postbeamtin meinen US Pass (nachdem sie gefragt hatte) ausgiebig unter die Lupe nahm und ihn als wunderschön tituliert hatte 🙂 (Sachen gibt’s!).

Danach ging ich noch kurz in den Laden und holte mir ein Schweinekotelett und einen Rotkohl.

Meine Idee war zuerst, eine Art kalten mexikanischen Rohkostsalat zu machen. Dann war ich in der Käseabteilung und für diese Idee gab es keinen Käse, aber dafür Feta. Und schliesslich fiel mir ein, daß es daheim auch noch Mais gibt, der auch gut wäre.

Die Zutaten der großen Unentschlossenheit (Autumn Cornucopia/herbstliches Füllhorn)

Rotkraut, fein geschnitten

Selleriestange in feinen Scheiben

Gurke in kleinen Würfeln

Kirschtomaten in Scheiben

Röllchen von 2 kleinen Frühlingszwiebeln

gelbe Bete in Essig mit Kurkuma (mein Paket :-))))

Feta

Mais in der Pfanne geröstet, vom Kolben geschnitten

höllisch scharfe Peperoni

 

Zum Kraut gab ich eine Prise Salz und Zucker und knetete es ein paar Minuten, um es weicher zu machen. Die Sauce für’s Kraut bestand aus Limettensaft, Salz, etwas Zucker und Olivenöl.

Danach schnitt ich alle anderen Zutaten klein und mischte für sie aus dem Rest Limettensaft auch noch ein bißchen Sauce. Das ließ ich ein paar Minuten einwirken.

Jetzt kam das mit Salz und Pfeffer gewürzte Kotelett in die Pfanne, um bei mittlerer Hitze nicht zu schnell gar zu werden.

Danach, beim Anrichten kam ich auf diese geschwungene Form, die mich an ein Füllhorn erinnert. Das würde vielleicht besser zu Erntedank oder Thanksgiving passen, aber an dem Tag sind die Teller so voll, daß an eine solche Choreographie auf dem Teller nicht zu denken ist 🙂

Außerdem ist mein Hirn ein Sieb und ich hätte die Idee bis dorthin vergessen…

Fazit: Die Gemüsemischung ist einigermassen wild, hat aber trotzdem gut zusammen geschmeckt. Das Kraut und die gelbe Bete hat sehr gut harmoniert, zumal ich auch etwas des Betesuds zur Krautsauce gegeben habe. Hier wieder der Hinweis – alles war frisch zubereitet, der Mais noch warm und schön natursüß, dann schmeckt alles zusammen sehr gut. Dosenware würde ich hier nicht empfehlen, außer man möchte Kantinenfeeling nachbauen (Nix gegen Kantinen, auch die muss es geben!).

Das Beste ist, es gab ein zweites Kotelett und noch viel Gemüse, alles für Morgen im Geschäft 🙂

 

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