Crepetorte Spargel Pesto Parmesan


Am Samstag kaufte ich Spargel, kam aber nicht dazu ihn zu verarbeiten. Das wollte ich heute nachholen. Das letzte Mal das ich Pfannkuchen machte, wurde mir klar, wie ich gute Crepes herstellen kann. Das wollte ich heute ausprobieren. Zuerst war die Idee, die Crepes mit Schinken zu füllen und zu rollen, aber dabei hatte ich keine gute Idee für den Spargel. Nach einigen Permutationen entschied ich mich für eine Crepetorte, also Crepes, die bestrichen und beschichtet werden. Um Höhe zu bekommen, schneidet man die Crepes in Viertel und schichtet sie übereinander.

Für die Füllung nahm ich einerseits pro Crepe einen kleinen Löffel Schmand und einen noch kleineren mit dem Pesto vom letzten Mal und verteilte beides darauf. Dann gab ich eine dünne Scheibe italienischen gekochten Schinken darauf und wiederholte das bis alles weg war.

Die Crepes übrigens werden einfach mit mehr Milch gemacht. Ich nahm etwa 100 g Mehl, 2 El flüssige Butter, eine Prise Salz, 1 Ei, eine kleine Hand Parmesan, gerieben und Milch. Das wird schön verquirlt und 20 Minuten stehen gelassen. Dann gab ich noch etwas Milch dazu, bis der Teig schön dünnflüssig war. Schon der erste Versuch klappte und bescherte mir einen sehr dünnen Crepe.

Dazwischen schälte ich die Spargel und liess sie in einer Pfanne kurz in Salzwasser aufkochen und dann bei ausgeschalteter Hitze 12 Minuten ziehen.

Nachdem ich die Crepes gefüllt und aufgeschichtet hatte, legte ich sie nochmal kurz in die Pfanne, weil sie kühl geworden waren. Besser wären wahrscheinlich 5 Minuten im Ofen gewesen, aber sie waren danach ganz gut. In dieser Zeit nahm ich die Spargel, briet sie nochmal kurz mit einem Stück Butter, gab einen Löffel Pesto dazu und am Schluss noch etwas Parmesan drüber. Lecker!

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Chicorée Schinken Stilfser


Auch dieses Gericht wurde schon gepostet, aber noch nicht in dieser Version, nämlich mit einem mir vorher nur vom Hörensagen bekanntem Käse, dem italienischen (Südtiroler) Stilfser, einem weichen Hartkäse.

Ich habe Informationen zu ihm nachgelesen und festgestellt, daß es sich bei ihm auch um einen Käse handelt, der aus einem bestimmten Gebiet kommen muß, also wie eine Appelation Controlée oder ein anderes Herkunftszeichen.

Es ist ganz leicht und schnell gemacht: 4 Chicorée in italienischem gekochten Schinken aus eurem Lieblings-italienischem Supermarkt oder der Genusstheke gewickelt,

200 g Sahne

30 ml Wasser/gleiche Menge Weißwein

Muskat

wenig Salz

schwarzer Pfeffer

70 g Stilfser, gerieben oder in kleinen Stücken (eigentlich egal, weil er gut schmilzt)

Diese Mischung erwärmen, glattrühren

Die Chicorée in eine Form geben, Sauce drüber, in den Ofen bei 200 C für eine halbe Stunde, dann wenden, die Temperatur auf 180 C reduzieren und 20-25 Minuten länger schmoren (bis sie weich mit Biss sind).

Dann servieren.

Fazit: Der Stilfser macht als Käse zum Überbacken wirklich etwas her, eine wirklich preiswerte Alternative ist es allerdings nicht, weil er pro kg auch bei €22.90 liegt, also im gleichen Preissegment wie ein guter Comté, ein Appenzeller oder ein Gruyére. Der echte Parmesan ist noch teurer.

Trotzdem war das sehr gut und ich würde es wieder tun.

Chicorée-Schinken-Stilfser

Chicorée-Schinken-Stilfser

 

Mischsalat Pfannkuchen Schinken Bärlauchpesto


Das hatten wir am Samstag- eine schnelle Sache, besonders gut mit der Pesto als ‘Würze’ im Pfannkuchen. Dieses Jahr habe ich einen Narren daran gefressen!

Den Salat hatte ich wieder von dem tollen Pfälzer Salat- und Kräuterhändler auf dem Gutenbergplatz. Dabei war ihre Mischsalatmischung, Spinatsalat (Babyspinat), Rucola und deutsche Kresse. Als Dressing gab es die schon mal gepostete Bärlauchvinaigrette. Die hab ich allerdings zu sauer gemacht.

Die Pfannkuchen werden mit 2 Tassen Mehl, einer Prise Salz, 2 Eiern und Milch nach Gusto gemacht, soll heißen, daß die Fließkonsistenz den Ausschlag gibt.

Dann werden sie in Öl ausgebacken und im Ofen warmgehalten.

Anschließend kommt eine Scheibe Kochschinken pro Pfannkuchen hinein und ein guter Klecks Bärlauchpesto wird darauf verteilt. Dann nur noch rollen und anrichten. Ein Pfannkuchen po Person hätte auch gereicht ;-).

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Spaghetti Artischocken Schinken Kirschtomatensugo


Frau B. liebt Pasta. In letzter Zeit hab ich mir wieder angewöhnt, Donerstags Pasta zu machen, weil sie da früher nach Hause kommt.

Ihre Lieblingsnudeln sind Spaghetti, und es ist immer wieder eine Herausforderung andere Nudeln befriedigend zu inszenieren oder aber nochmal eine andere Variation für Spaghetti aus dem Ärmel zu schütteln. (Eigentlich müßte ich meinen ‘Silberlöffel’ mit ins Geschäft nehmen, damit ich eine Inspiration habe, wenn mich die Kochmuse nicht küsst-mal sehen).

Jedenfalls hatte ich noch eine Schale mittelprächtiger Kirschtomaten rumstehen, die ich versorgen wollte. Dazu eingekauft habe ich nur ein paar Scheiben gekochten Schinken. Eine Dose Artischocken war auch im Haus, für den Fall, daß ich irgendwann mal diesen Superbowl-Dip (Spinach-Artichoke Dip) machen will.

Ich liebe Artischocken auf jede Art, aber meistens mach ich sie frisch. Um sie aus der Dose zu genießen, habe ich sie in einer Pfanne in Olivenöl angebraten, damit sie ein paar Röststoffe entwickeln. Danach hab ich sie auf die Seite gestellt. Der gekochte Schinken wurde gewürfelt, der Parmesan gehobelt.

Die Tomaten, fast 500 g, hab ich halbiert und mit einer fein gewiegten Schalotte und einer ebenso behandelten Knoblauchzehe zusammen angeschwitzt, dazu kamen noch 5 cm Tomatenmark und ein Esslöffel Kapern. Darauf kam nach einer Weile ein guter Schluck Noilly Prat und wieder etwas Wasser, damit die Masse nicht anbrennt.

Nach etwa 20 Minuten hab ich alles püriert, nachdem ich einen halben Teelöffel frischen, aber trockenen Thymian und Majoran dazugegeben habe. Dann hab ich mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Die Nudeln hab ich al dente gekocht, und mit der Sauce in eine Schüssel gegeben und geschwenkt.

Danach kam der Parmesan dazu.

Ich fands gut aber nicht so tomatig, wie ich hoffte (wir sind leider nicht in Sizilien), aber trotzdem gut. Frau B. nahm einen Nachschlag, ein ganz eigenes Qualitätsmerkmal.

Spaghetti Schinken Artischocken Kirschtomatensugo Parmesan3

Cordon Bleu Rosenkohl Macairekartoffeln


Jetzt, da die Temperaturen fallen, sind wieder Gerichte angesagt, die etwas deftiger sind, oder aber durch zusätzliche Kalorien aufgemotzt werden. In diesem Sinne wollte ich ein echtes Retro-Rezept machen. Frau B. hatte vor ewigen Zeiten erklärt kein Cordon Bleu zu mögen. Ihr sei das Fleisch zu dick, sie mag keinen Emmentaler, und überhaupt…

Der Kompromiß sah ein dünnes Kalbsschnitzel im Schmetterlingsschnitt vor, dazu Gruyere und einen leckeren Schinken als Füllung. Weiter wünschte Frau B. sich eine Béchamelsauce für den Rosenkohl. Da sie Kartoffelbrei liebt, einigten wir uns auf eine Pommes Macaire Variante. Alles in allem ein Essen, wie ich es noch in den 70er  Jahren auf gutbürgerlichen Tischen vorgefunden hätte.

Die Schnitzel wurden sorgfältig von der Fachverkäuferin geschnitten, der Schinken stammte aus der gleichen Metzgerei, und den Käse gabs auf dem Markt nebenan. Rosenkohl und Kartoffeln ebenfalls.

Die Zubereitung ist einfach. Das Schnitzel wird innen gewürzt, sorgfältig gefüllt und mit Zahnstochern verschlossen. Dann wird es mehliert, in geschlagenem Ei gewendet und mit Semmelbröseln paniert. Anschließend in schaumiger Butter nicht zu heiß ausgebraten.

Den Rosenkohl habe ich in salzigem kochendem Wasser gar gekocht und dann kalt abgeschreckt, um die Farbe zu erhalten.

Die Béchamel habe ich gemacht in dem ich Butter geschmolzen habe, dann einen gehäuften Eßlöffel Mehl dazugegeben und mit Sahne und Wasser aufgefüllt (ich hatte keine Milch mehr). Dazu kam eine kleine Zwiebel, die mit 4 Nelken gespickt war und ein Lorbeerblatt. Das ganze wurde abgeschmeckt und bei milder Hitze ziehen gelassen. Man mußte die Sauce immer wieder umrühren. Am Schluß kam der Rosenkohl nochmal dazu, um wieder aufgewärmt zu werden.

Die Macairekartoffeln hab ich auch eher Pi mal Daumen gemacht- Kartoffeln geschält, gekocht, ausdämpfen lassen, durch die Kartoffelpresse gedrückt, mit viel Butter, Salz und Muskat mit einem Holzlöffe! vermischt, in eine Spritztülle gegeben und auf ein Backblech mit Backpapier gespritzt und im Ofen bei Oberhitze gegrillt.

Obenauf hab ich ein wenig Rosenpaprika gegeben, um den Retrotouch zu komplettieren.

Retro oder nicht, das Ganze war sehr schlonzig!

Cordon Bleu Rosenkohl Macairekartoffeln