Lammhüfte mit karamelisiertem Wurzelgemüse


Nachdem sich das große Schneechaos erst mal verzogen hat, bin ich bei sagenhaften 14 grad mal wieder zu meinem Lieblingsmarkt geradelt. Einige der üblichen Händler hatten den Weg dorthin noch nicht gefunden, so daß der Platz überschaubar besiedelt war. Nichtsdestotrotz waren manche (wichtigen) Stände da, wie zum Beispiel mein Fleisch- und Fischhändler. Dort hat mich ein schönes Stück Lammhüfte angelacht, das ich mir dann gleich einpacken ließ. Ich wollte etwas winterliches dazu und entschied mich für Karotten und Petersilienwurzeln, die es an vielen Ständen gab. Dann noch ein paar mehligkochende Kartoffeln für das Püree (wenn ich meinem Schatz Pü mache, hab ich schon gewonnen).
Das Lamm wird scharf angebraten und kommt bei 100 C in den Ofen.
In die Pfanne kommt Röstgemüse und ein Löffel Tomatenmark, das dann abgeschwitzt wird. Ich hab zuerst mit Cognac und dann mit Rotwein abgelöscht und dann einreduziert.
In der Zwischenzeit hab ich in dem Dämpfer die Geschälten Gemüse gegart, um sie anschliessend in einer Pfanne mit Butter, Zucker und Salz zu karamelisieren. Mit dem Pü und der Sauce anrichten.

Das Fleisch war zart, hatte aber den Geruch, den meine bessere Hälfte nicht ertragen kann (bei Lammlachsen geht’s), und so war ich frof, wenigstens das Pü gemacht zu haben…

Wachteln!


Ich wollte mal was neues ausprobieren und sah im Laden in der TK Truhe eine Schachtel mit 4 Wachteln zu einem Preis, der so gering war, daß es sich verbot, daran vorbeizugehen. Es waren weniger als €4, also weniger als €1 pro Wachtel. Die Vögel sind so klein, daß es auch keine Probleme mit dem auftauen gab. Ich hab dann Wachteln gegoogelt, wegen der Bratzeit, und war einigermaßen überrascht zu sehen, daß sie im heißen Ofen doch 40 Minuten brauchen. Also hab ich sie gesalzen und gepfeffert, von allen Seiten angebraten und in einen Bräter und dann in den Ofen gesteckt, bei 200 C. Mittlerweile mehligkochende Kartoffeln geschält, gekocht und dann in einer Kartoffelpresse durchgepresst. Einen ordentlichen Hieb Butter und ein Schluck Sahne oder 2, Muskat nach Geschmack, Salz und Pfeffer und fertig ist das Pü. Dem Rosenkohl hab ich die Blättchen einzeln abgenommen und blanchiert. Für die Jus hatte ich Sherry, Rotwein und wenig Hühnerbrühe. Das reduzierte, nachdem ich die letzten 15 Minuten den Deckel abgenommen habe, um den Wachteln noch etwas Farbe zu geben. Dann nur noch servieren. Das war richtig lecker, schmecken ähnlich wie Perlhuhn, waren saftig und aromatisch. Sie haben eine Menge kleiner Knochen, aber ich werde sie irgenwann mal wieder machen.