Orecchiette Gamberi Erbsen Artischocken


Als Hauptspeise gab es Pasta, allerdings wenig, gerade 60 g (weil die Vorspeise ziemlich mächtig gewesen war). Die Orecchiette, die ich nehme, sind auch von De Cecco und brauchen gottseidank nicht so lange wie andere Sorten der Firma. Trotzdem waren es gute 12 Minuten, eine stolze Länge für ein kleines Scheibchen.

Dazu machte ich vorher die übriggebliebenen Erbsen vom Wochenende. Die wurden schnell gepalt und gar gekocht und kalt abgeschwenkt. Dazu kamen vier kleine eingelegte Artischocken, die ich geviertelt hatte, ein paar Blätter Basilikum und  zwei Gambas.

Eine der beiden Gambas schälte ich, zog den Darm, liess sie aber ansonsten ganz, die andere wurde genauso behandelt, nur wurde sie danach in dünne Scheiben geschnitten.

Nachdem die Orecchiette gar waren, wurden die Erbsen, Artischocken und Gamberi schnell in Olivenöl erhitzt und gegart (2 Minuten). Danach wurden sie gemischt und mit dem Dekokopf der einen Gamba serviert.

Es war gut, aber ich mache selten Pasta mit Fisch oder Meeresfrüchten, weil ich Pasta immer mit Parmesan verbinde, und der passt hier nicht hin. Ausnahme sind Muscheln, da vermisse ich nichts 🙂

 

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Spaghetti Oliven Radicchio Zucchini Gambas


Ich hatte mal wieder Lust auf Gambas zur Pasta. In letzter Zeit gab es oft die Basis – 4-5 kleine Tomaten, mit Haut und Haaren eingekocht mit einem Schluck Weißwein in einem Topf, in dem vorher Knoblauch, 2 Sardellen und einige Kapern in Olivenöl angeschwitzt wurden.

Zu dieser Grundlage gesellten sich ein paar Scheiben Zucchini, die ich vorher in Olivenöl angebraten habe, sowie schwarze Oliven mit Stein und ein paar Fetzen Radicchio.

Den hätte ich mir aber sparen können, weil er eigentlich nichts Wichtiges zum Geschmack beigetragen hat.

Die Gambas waren wieder vom Fischhändler gegenüber und total toll. Riesig, superfrisch, und ich hätte fast keine mehr bekommen. Es gab keine mehr in der Auslage, da fiel ihm ein, daß einer der Restaurantbesitzer, die abends vorbeikommen, um die übriggebliebene Ware aufzukaufen (zum guten Preis), noch nicht dagewesen war, und räuberte von seiner Lieferung 4 Stück.

Ich drehte die Köpfe ab und zog vorsichtig die Därme heraus. Das hat auch bei allen gut geklappt. Danach hab ich sie nach den Zucchini in der gleichen Pfanne gebraten und nach und nach auf dem Teller geschält (gibt eine schöne Sauerei).

Im Moment hab ich eine dünnere Spaghetti als sonst (No.5), ich glaub eine No.3, die ist mir fast ein bißchen dünn im Mundgefühl, dafür ist sie in 7-8 Minuten gar. Von denen nahm ich 80 g.

Den Käse hab ich wegen der Meeresfrüchte weggelassen, Basilikum war dabei.

Fazit: Es war ziemlich gut, aber ich muß meine Tendenz, mehr und mehr in ein Gericht hineinzuschmuggeln, immer wieder in den Griff bekommen. Gerade die italienischen Pastaklassiker zeigen ganz klar, daß die besten Rezepte auf wenige Zutaten reduziert sind, die sich in perfektem Zusammenspiel ergänzen.

 

Spaghetti Gambas Oliven Zucchini Radicchio Kapern Sardellen 1

 

Spaghetti Gambas Oliven Zucchini Radicchio Kapern Sardellen 2

 

Gamberi Spinat Pastis


Vor einigen Tagen sah ich ein Rezept für Bouchot Muscheln von Malou von Liebe mit Biss in dem Sie die Muscheln mit Ricard, einem Anisschnaps würzt.

Das hab ich schon eine ganze Weile nicht mehr gemacht, und schaute mich in meiner Alkohol-Aromaten-Sammlung um, ob ich denn noch eine Flasche Pastis hätte. Gesucht, gefunden!

Sie muß wohl schon 10 Jahre alt sein, weil ich harte Sachen tatsächlich nur zum Kochen verwende, es war aber alles noch so wie es sich gehört.

Die Gamberi hatte ich natürlich von meinem Fischhändler gegenüber. Heute war der Schwiegervater da, mit dem ich vor ein paar Wochen eine Unterhaltung über Bottarga hatte, einem getrockneten Rogen von Thun oder Meeräsche, der eine sardische Spezialität ist. Er kannte sie nicht, ich kenne sie nur vom Namen her und fragte, ob er sie auftreiben kann.

Er schaut Montag mal nach dem Preis, danach werde ich mich entscheiden, ob ich mir leisten kann, das auszuprobieren.

Aber zurück zu den Gambas. Die hab ich nur vom Panzer befreit, den Darm gezogen (hat in allen Fällen geklappt), und in Olivenöl und Knoblauch scharf angebraten.

Vorher hatte ich den Spinat schon geputzt und in einer Pfanne mit Knoblauch und Schalotte angebraten und einfallen lassen. Jede Schicht wurde gesalzen und mit Muskat eingerieben.

Das überschüssige Wasser wurde weggekippt, der Spinat trocken gebraten, und die Gamberi mit einem Splash Pastis abgelöscht, der die Pfanne ordentlich deglacierte.

Die übriggebliebenen Tropfen sind der orangene Ring, der den Teller umgibt.

Wenn der Pastis etwas einkocht, bekommt er eine süße Komponente, die hervorragend zu Meeresfrüchten passt!

Sehr einfach, schnell und sehr lecker!

 

Gamberi Spinat Pastis Knoblauch 1

 

Gamberi Spinat Pastis Knoblauch 2

Ochsenherz Meeresfrüchte Jalapeños Bohnen


Ich träumte diesen Salat.

Wirklich.

Es war so heiss, daß ich schläfrig geworden war, und ich legte mich hin, war aber im Gedanken schon beim Abendessen.

Das hatte offensichtlich Wirkung, und irgendwann später sprang ich auf und wusste, was es sein sollte.

Also hab ich wieder mal meinen teuren Gemüsehändler und den italienischen Fischhändler auf der anderen Kreuzungsseite besucht.

Der Fischhändler hatte nicht nur die gewünschten Gambas, sondern auch Calamaretti, da konnte ich nicht Nein sagen.

Mein ursprünglicher Plan war gewesen, eine Aioli anzurühren, aber in Anbetracht der Temperaturen machte ich das Ganze etwas leichter.

Beim Fischhändler gab es 2 Calamaretti etwas kleinerer Art, dazu 4 Gambas, prächtige Burschen.

Beim Gemüsemann erstand ich Petersilie und Korianderkraut, ein paar Jalapeños (die waren endlich mal mit Bums unterwegs), eine Handvoll grüne Bohnen,

einen sehr schönen Salatherz-Salat und eine Ochsenherztomate.

Das Dressing bestand aus 4 El Olivenöl, 1 El Apfelessig, Salz, 1 El Limettensaft, 1/2 Tl Limettenabrieb, 1 Sardelle, zerstampft, und einer Knoblauchzehe, zerrieben.

Dazu noch ein El Dijonsenf. Alles gut miteinander vermischen und über den Salat verteilen. Der Limettenabrieb in Kombination mit dem Koriandergrün war sehr apart, und hatte natürlich Anklänge an mexikanische Gerichte, bei der eine Avocado auch nicht fehl am Platz gewesen wäre.

Nachdem die Meeresfrüchte soweit vorbereitet waren (Gambas schälen, Darm ziehen, würzen, Calamaretti vom Inneren befreien, das Chitinschwert nicht übersehen, die Tentakeln im Ganzen vor den Augen abschneiden, würzen), wurden sie scharf und schnell mit Knoblauch angebraten. Die Calamaretti würden sonst zäh. Danach die Bohnen, die vorher schon bißfest gekocht und kalt abgebraust worden waren, mit einer weiteren Prise Salz und Knoblauch in der gleichen Pfanne durchgeschwenkt, damit auch sie warm auf den Salat kamen. Koriandergrün und Petersilie wurden gerecht verteilt.

Dann wurde nur noch angerichtet, fotografiert und genossen!

 

Ochsenherz-Tomate

 

Gambas Calamaretti Bohnen Ochsenmaul Jalapenos 1

 

Gambas Calamaretti Bohnen Ochsenmaul Jalapenos 2