Quesadilla Black Bean Salsa Endiviensalat


Wer hier öfters liest, weiss, daß ich es nicht allzu lange ohne Tex-Mex Essen aushalte.

Heute fragte ich mich schon bei der Arbeit, was ich denn kochen wollte, als mir ein Regal auffiel (für Dipps und Salsas und ähnlichem von einem Etepetete- Hersteller aus Oregon), das an der Seite Rezepte wie Postkarten aufgereiht hatte. Ich griff mir eines und las, was es da gab. Ich muß erwähnen, daß ich schon mal bei einer Verkostung schmecken konnte, wie diese Salsas und Saucen sind – und ich war nicht beeindruckt. Die meisten Saucen und Dipps waren viel zu süß (typisch amerikanisch!) oder sie hatten keinen dominanten Geschmack.

Jedenfalls hatte ich mir ein Rezept für Quesadillas mit Black Bean Salsa geangelt und studierte das. Es klang gut, und ich nahm mir vor, auf dem Heimweg die fehlenden Zutaten zu kaufen.

Quesadilla: Ist nichts anderes als 2 Tortillas (Mais oder Weizen), die mit Käse, Creme Fraiche und Salsa gefüllt und langsam in einer Pfanne gebacken werden, bis sie eine schön knusprige Konsistenz annehmen und der Käse geschmolzen ist. Ich hab 2 gemacht, die zweite ist für’s Geschäft. Man ölt eine Seite mit einem Pinsel ein, dreht sie um, gibt etwas Creme Fraiche dazu und verteilt den dünn auf der Tortilla. Dann gibt man ein paar Löffel der Salsa dazu, auch relativ mager und gibt den geraspelten (Cheddar) dazu. Der ist zwar kein Muss, aber es gibt stolze Brocken bei Aldi für kleines Geld und überzeugt mich mehr als ein Gouda. Aber jeder so wie er will… Darüber gibt man blättrigen oder auch gehackten Cilantro (Koriandergrün) je nach Geschmack, macht die zweite Tortilla drauf, ölt auch Sie ein und gibt das Ganze in eine mittelheisse Pfanne. Ich hab den Käse nicht bis zum Rand verteilt, weil er beim Schmelzen eh dort hinkommt.

Dann einmal wenden und die andere Seite auch knusprig werden lassen, herausnehmen, achteln und servieren.

 

Black Bean Salsa:

Eine Dose schwarze Bohnen, abgespült

2 Tomaten in Würfeln

1 Knoblauchzehe

1 Frühlingszwiebel in Röllchen

1 Jalapeno in Würfeln

Abrieb einer halben Bio-Limette

Saft einer ganzen Bio-Limette

1 Tl Cuminsamen, angeröstet und in der Gewürzmahlmaschine pulverisiert

2 Tl Oregano getrocknet

2 Prisen Salz

Koriandergrün

 

In einer Küchenmaschine mit dem Messer zerkleinern, das brauchte fast 20 Sekunden, sollte aber nicht zu fein werden.

Nochmal abschmecken und beiseite stellen.

 

DenEndiviensalat hab ich nur geschnitten, gewaschen und ganz leicht mit Essig und Öl gewürzt.

 

War gut, auch wenn die Salsa den Käse fast erschlagen hat. Ich hab pro Quesadilla schon eine gute Handvoll geriebenem Käse genommen, und Cheddar ist ein deutlicher Käse, aber die Salsa hat einen sehr ausgeprägten Geschmack. Man könnte alternativ die Quesadillas ohne die Salsa herstellen, und die dann als Dipp dazu reichen.

Und wer Chips isst, ob Mais- oder Kartoffelchips, der hat an dieser Salsa eine Alternative zur Guacamole oder diesen schrecklichen Fertig-Käsesaucen aus dem Glas 🙂

Die Salsa ist übrigens vegan und sehr nahr- und schmackhaft, der Rest immerhin noch vegetarisch.

 

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Schweinebauch Guacamole Reis


Mein Freund R. meint, ich habe nicht genügend Reisgerichte, speziell welche aus dem asiatischen Raum.

Ich versuchte zu erklären, daß ich nicht genug Wissen (und auch kaum Kochbücher) habe, um mich frei und souverän in dieser Welt bewegen zu können.

Wenn ich mal Appetit auf Asiatisches habe, werfe ich meist zu viele verschiedene Dinge zusammen.

Y., die Lebensgefährtin des Sohnes meines ältesten Freundes (kompliziert!) ist aus China und bekochte uns schon mehrmals. Auch durfte ich ihr einmal helfen, was für mich ein Augenöffner war. Aber ohne weitere Anleitung ist das sehr schwer. Vielleicht sollte ich nach einem guten Kochbuch Ausschau halten!

Jedenfalls gab es heute Basmatireis zur Hauptspeise. Ich hab mich an die Packungsangabe gehalten, statt den Reis wie immer zu machen, und er wurde perfekt! Hier wird der Reis in einen Liter kochendes Wasser eingerührt und dann 10 Minuten leise geköchelt. Danach über ein Sieb abgeseiht und ausgedämpft und mit ein paar Frühlingszwiebelstreifen verziert.

Dazu gab es eine Guacamole, die ich hier schon einige Male beschrieben habe:

Zutaten-

1 Hass Avocado

1 Limette

Cilantro/Koriandergrün

1 Tomate in Würfeln

1 Frühlingszwiebel in Röllchen

1/2 Jalapeno in kleinen Würfeln

 

Der Schweinebauch wurde auf der Fettseite mit einem Rautenmuster eingeritzt und mit Sambal Olek eingeschmiert und ruhen gelassen. Dann kam er eine Stunde bei 125 C in den Ofen, Fettseite nach oben. Danach wendete ich ihn, gab Wasser dazu (1 cm) und erhöhte die Temperatur auf 180 C.

Nach einer weiteren Stunde drehte ich die Fettseite wieder nach oben, schmierte sie nochmal mit Sambal ein und erhöhte die Temperatur auf 200 C.

Nach 45 Minuten nahm ich das Schwein heraus und servierte alles.

Die Haut war knusprig und scharf, das Fleisch darunter wunderbar weich und aromatisch, das meiste Fett war schon ausgelaufen.

Fazit: Der Sambal hat dem Bauch nicht geschadet, er war lecker mit extra Schärfe. Trotzem hab ich es nur geschafft, ein Crossover Gericht hinzubekommen 🙂

Ich muß wirklich nach einem guten asiatischen Kochbuch suchen!

 

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Kabeljau Mandelmantel Kartoffelsalat


Auf dem Nachhauseweg überlegte ich, auf was ich denn Lust hätte. Mir fiel ein, daß ich schon bestimmt fast 2 Wochen keinen Fisch hatte, und beschloss meinem italienischen Fischhändler einen Besuch abzustatten. Dabei kam mir die Idee, einen (badisch-schwäbischen) Kartoffelsalat dazuzumachen und dadurch ein echtes Freitagsessen der arbeitenden Bevölkerung nachzustellen, wie man es in Kantinen landauf und landab Freitags bekommt.

Naja, vielleicht nicht ganz…

Beim Händler bediente mich die sehr freundliche Tochter des Hauses, die auch die Ehefrau des Schwiegersohnes ist, der für den Betrieb mit dem Fischwagen auf verschiedenen Märkten unterwegs ist.

Es gab wieder eine schöne Auswahl (Seezunge, Schwertfisch, Pulpo, Venusmuscheln, Jakobsmuscheln, Sepie, Thunfisch, Seebarsch, und noch andere), aber ich hatte mein Augenmerk auf die Kabeljauloins gerichtet. Es gab eines von knapp über 200 g, das übersichtlich genug aussah (ich habe festgestellt, das alles im Laden kleiner aussieht als zuhause und versuche mich deshalb beim Einkauf zu mässigen). Daheim angekommen nahm ich erst einmal meinen Food Processor zu Hilfe und drehte ein paar Stangen trockenes Dinkelweissbrot durch die Scheibe, um Brösel zu bekommen. Dann sah ich ein paar Mandelstifte, die vom Pflaumenkuchen übriggeblieben waren und gab die auch gleich auf die Scheibe. Jetzt hatte ich also ein Brot-Mandelpaniermehl.

Ich richtete eine Panierstrasse ein, schnitt den Kabeljau in 2 Teile, salzte und pfefferte ihn und gab ihn zuerst in Mehl, danach in Ei und schliesslich in die Brösel-Mandelmischung. Anschliessend wurden die panierten Filets in genug Butterschmalz ausgebacken.

Ich war sehr vorsichtig mit dem Garpunkt und schaffte es, ein knapp glasiges Inneres hinzubekommen, das ganz wunderbar war.

 

Der Kartoffelsalat war schnell hergestellt: Ich nahm 2 festkochende Kartoffeln, kochte sie 20 Minuten in der Schale und liess sie 10 Minuten auskühlen. Jetzt wurden sie geschält und direkt aus der Hand in kleinen Scheibchen in eine kleine Schüssel geschnitzt.

In einem kleinen Topf erhitzte ich etwa 75 ml Rinderfond aus dem Glas, schnitt 2 halbe Stängelchen Frühlingszwiebeln in kleine Röllchen und ein Viertel einer Salatgurke ohne Schale in kleine Scheibchen. Das kam alles in die Kartoffeln, außerdem 2 El Olivenöl und 1 El Apfelessig, und, weil ich ihn dahatte, frisch geriebenen Meerrettich von der Wurzel. Am Schluß zupfte ich noch ein paar Blättchen Feldsalat auseinander und mischte sie ebenfalls unter.

Mehr war nicht zu tun.

Fazit: Die panierten Fische sind sicher nicht Feinschmecker’s Liebling, aber die Leute, die panierten Fisch gewöhnt sind, wären vielleicht ob der Qualität überrascht – es ist wirklich Klassen besser als das als Seelachs deklarierte Pollock-Filet oder auch andere Varianten, die von weiß nicht woher sie stammen kommen. Die Mandel-Bröselkruste schmeckt auch nach Mandeln und verleiht dem Fisch eine weitere leckere Komponente und der Salat ist zum Reinsetzen. Es ist nicht das erste Mal, daß ich einen regionalen Kartoffelsalat gemacht habe, es ist sogar de rigueur, es mindestens so gut zu können, wie ein bestimmtes Brauerei-Restaurant in Karlsruhe 🙂  , aber diesen Test haben wir schon vor Jahren abgelegt…  Dieser Kartoffelsalat ist besser, vor allem hat er noch hier und da eine leichte Frische/Schärfe durch den Meerrettich und die Feldsalatblättchen tun ihr Übriges, den Salat aufzufrischen!

 

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Thunfisch Soba


Ungewöhnlich, zweimal hintereinander Fisch zu essen, aber bei Fleisch oder Gemüse denkt man ja auch nicht drüber nach – irgendetwas muß man ja essen.

Jedenfalls ging es nach dem Markt über die Strasse zum Fischhändler. Die Tochter war da, und, wie ich gehofft hatte auch ein Stück Thun. Der war perfekte Sashimi Qualität.

Sie schnitt mir ein Stück ab – ich hätte es ein bißchen dicker wählen sollen.

Ich wollte ein ganz einfaches Thunfischsteak braten und es kombinieren mit einem Rezept aus einem französischen Supermarkt-Fischkochbuch.

Das wäre an sich kein Problem, ich kann aber kein Französisch…na ja, Küchen- und Menüfranzösisch geht zu 70% etwa, aber manchmal steckt halt der Wurm drin.

Zum Beispiel wurde eine asiatische Sauce auf Sojabasis beschrieben, bei der die Masseinheit c. à c. war. Vom Verhältnis der Zutaten ausgehend dachte ich das seien Esslöffel. Mitnichten, die heißen c. à s. (cuillére à soupe). Teelöffel heißt (cuillére à café). Aber das Nachzuschauen ist mir erst nach dem Essen in den Sinn gekommen 🙂

Meine Sauce war ziemlich intensiv.

60 ml Mirin

2 Tl Sojasauce (bei mir 2 El)

5 g Ingwer kleingehackt

1 Tl Sesamöl (bei mir 1 El)

1Tl Nuoc-mâm (bei mir 1 El)

1 Tl Puderzucker (bei mir 1 El)

Es war aber kein Kardinalfehler, ich hab nur weniger davon genommen.

Als ich im Asialaden unterwegs war, ist mir aufgegangen, daß die Franzosen bei diesem Rezept munter gemischt hatten. Im Rezept waren auch Soba-Nudeln gefordert, die mich schon eine Weile interessieren. Das sind Buchweizennudeln, die typisch japanisch sind. Die Sauce Nuoc-mâm ist aus Vietnam und eine typische Fischsauce, wie sie in Teilen von Asien üblich ist. Die Ladeninhaberin, die eine Thai war, meinte das sei eine smelly fish sauce, und sie hatte Recht. Aber sie hat sich (die Sauce) gut mit den anderen Zutaten vermählt, um eine runde Sache abzugeben.

Im Rezept stand, wenn ich es nicht falsch verstanden habe, die Soba-Nudeln zu kochen und dann kalt abzuschrecken und sie kalt zu servieren.

Ich hatte sie schon kalt abgeschreckt, griff nochmal hinein, um sie zu mischen und wollte dann plötzlich keine kalte Nudeln mehr 🙂  .

Ich hab dann schnell eine zweite Pfanne auf den Herd gestellt und zuerst die Julienne Karotten und die längs aufgeschnittenen Frühlingszwiebel kurz angebraten, um dann die Nudeln kurz durchzuschwenken um sie warm werden zu lassen. Viel besser!

Das Thunfischsteak war da schon in der Pfanne und hat etwa 30 Sekunden zu lange darin gelegen. Man sieht, daß es noch knapp rosa in der Mitte ist, aber es hat noch ein bißchen nachgezogen. Es war nicht hart oder trocken, aber es hatte Biss, und das letzte, das ich zubereitet habe, war perfekt. Und es ist soviel besser, wenn es perfekt ist.

Ich kam auch etwas zu spät in den Laden und sie hatten keinen Koriander mehr. Das hab ich aber mit Basilikum ersetzt, und das war sehr schmackhaft!

Die Soba-Nudeln sind sehr lecker und ich werde sie bestimmt bald ohne Hauptdarsteller (Fleisch, Fisch) zubereiten. Sie brauchen auch nicht lange, nur etwa 5-6 Minuten.â

 

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Heilbutt Kartoffelsalat


Ich hatte Lust auf Kartoffelsalat, aber keine Lust einzukaufen. Auch wollte ich irgendwie Fisch, aber auch da war ich zu faul über die Strasse zu gehen…

Beim Nachdenken fielen mir Elemente ein, die ich hatte und mit denen ich Fisch und Kartoffelsalat machen könnte.

Die Elemente:

1 Heilbuttfilet im Froster/ frozen halibut filet

Butter/ butter

Kartoffeln/ salad potatoes

Frühlingszwiebel/ scallions

Gurke vom Biogarten/ organic cucumber

3 Stangen Sellerie/ 3 celery stalks

Apfelessig/ cider vinegar

Rapsöl/canola oil

Senf/mild mustard

Speck/ bacon lardons

Die Kartoffeln wurden mit Schale über 30 Minuten gekocht, weil zwei sehr große dabei waren. Danach wurden die in kaltem Wasser schnell ausgekühlt und anschliessend geschält.

Frühlingszwiebel, Selleriestangen und Gurke wurden in dünne Scheiben geschnitten und beiseite gestellt. Der Speck wurde knackig angebraten und abgetropft.

Essig, Salz, Pfeffer und Senf wird gemischt und dann mit dem Öl aufgeschlagen. Mischungsverhältnis Essig/Öl ist 1:3.

Das Heilbuttfilet hab ich mehliert und in brauner Butter (Nussbutter) angebraten (deshalb sieht es auch paniert aus, ist es aber nicht).

Nach dem Foto hab ich noch großzügig Zitrone über das Filet gegeben.

Es hat geschmeckt wie ein richtig guter Freitag! 🙂

I felt like having potato salad, but didn’t feel like going shopping. I also wanted some fish, and there is an Italian fishmonger across the street, but I just didn’t have the energy…

Thinking about my future meal, I saw the available elements to make my meal before my mind’s eye. (The above list)

I cooked the salad potatoes in their skins for about 30 minutes, because there were two pretty large specimens among them. When they were done, I cooled them quickly in cold water before peeling and slicing them.

I cut the scallions, the celery stalks and the cucumber into thin slices and set them aside. The bacon lardons were fried until crispy, then placed on a paper towel to drain.

Then I made the potato salad dressing from 2 Tbs cider vinegar, 1 Tbs mild mustard, salt and pepper, combining these ingredients and making sure the salt dissolved in the vinegar mix. Now 6 Tbs of canola oil were incorporated into the fluid using a whisk and making an aerated emulsion.

The sliced potatoes and all the other sliced vegetables and the bacon were added and mixed. This is not an original german potato salad, BUT it was great! The vegetables offered a special crunch and the celery imparted extra flavor.

My last task was to dredge the halibut through flour after I seasoned it, put a generous knob of butter into a hot frying pan and letting it brown (for nut butter or beurre noisette) and to fry the filet in just 3 minutes on each side.

After taking the picture I drizzled the fish with the lemon 🙂

It tasted like a really good friday! (pardon the pun 🙂  )

 

Heilbutt Kartoffelsalat 1

 

Heilbutt Kartoffelsalat 2

 

Heilbutt Kartoffelsalat 3

 

 

 

Enchilada Pulled Chicken Refried Black Beans Peach Salsa


Heut hab ich mir einen Grill gekauft. Den Kugelgrill von Aldi für 69 Euro. ich bin nochmal in mich gegangen und mich gefragt, wie oft ich für mich selbst grillen werde. Danach war die Entscheidung ganz einfach 🙂 . Ich hab die Seitenschälchen für indirektes Grillen benutzt, wobei ich eher ein Problem damit hatte, genug Hitze herzustellen, als daß ich zuviel davon gehabt hätte.

Wie dem auch sei, die Hähnchenoberkeulen wurden mit dem gleichen Rub von vor ein paar Tagen eingerieben und nochmal kalt gestellt. Von der BBQ Sauce hatte ich auch noch, aber dazu später.

Als ich den Grill dann endlich zusammengebaut hatte, machte ich zuerst Feuer in den Seitenschälchen und wartete ab, bis die Brennhilfe weggebrannt war. Danach kamen die Hähnchenteile in eine Aluschale mit Löchern und zwischen die Hitzequellen. Jetzt kam der Deckel drauf. Ich ließ das obere Loch erst zur Hälfte auf, aber es wurde nie wärmer als 130 C. Später versuchte ich es mit geschlossenen Abzugslöchern, aber mehr als 150 C unter der Haube war nicht drin. Ich nehme an, daß das Brenngut nicht lichterloh gebrannt hat und etwas mehr zündende Motivation braucht 🙂

Aber egal, bei dieser Temperatur werden die Dinger ja auch gar. Nach fast 2 Stunden auf dem Grill hab ich die Teile dann ein paar Minuten direkt über die Hitzequelle gegeben, damit sie noch ein wenig Farbe nehmen.

gegrillte HähnchenoberkeulenWährend die Hähnchenteile auf dem Grill waren, hab ich eine Salsa hergestellt aus den üblichen Zutaten: Frühlingszwiebel, Avocado, Tomate, Knoblauch, Limettensaft, etwas Cumin, Cilantro, und einer Jalapenoschote. Da gab es noch eine dunkelrote kleine Schote, die sah schon fies aus, die probierte ich und bekam gleich Schnappatmung. Von der wurde nur ein Viertel in ganz kleinen Würfeln dazugegeben. Der Clou dieser Salsa war aber der Pfirsich, der zwar noch nicht prall süß war, aber doch schon sehr starke Pfirsicharomen vorzuweisen hatte und auch zum Rest sehr gut passte. Überhaupt war die fruchtige Note sehr passend zum Huhn.

Salsa Pfirsich 2

Nachdem die Hähnchenschenkel fertig waren, hab ich sie mit 2 Gabeln auseinandergezupft und mit dem Rest der BBQ Sauce vermischt. Jetzt hab ich die schwarzen Bohnen, die ich noch im Froster hatte, erwärmt und mit etwas gestreckt, dann mit einem Kartoffelstampfer zerdrückt. Dazu gab ich Cumin und mexikanischen Oregano, die Mischung aus der Chilipulver besteht.

Aber nicht soviel, die Bohnen schmecken auch für sich gut und werden durch das Stampfen sehr cremig.

Ich machte die Enchiladas fertig, ein Teil Fleisch, ein Teil Bohnen, ein Teil Salsa, eingewickelt, mit BBQ Sauce und Cheddar.

2 Burritos vor dem Ofen

nach dem Ofengang sahen sie dann so aus:

2 Burritos nach dem Ofen

Dann hab ich sie noch mit den Bohnen, der Salsa, Cilantro und einem Klacks Creme Fraiche angerichtet.

Enchilada Refried black beans Salsa Creme Fraiche 2

 

Enchilada Refried black beans Salsa Creme Fraiche 3

Die Dinger waren saulecker! Und der Pfirsich ist super. Mach ich nochmal, wenn sie vollreif sind.

Erkältungssuppe a la Hang


So Hang,

Ich habs getan, wenn auch nicht ganz nach deinen Vorgaben.

Ich hatte eine fränkische Bratwurst, die löste ich aus ihrem Mantel und drehte daraus kleine Kügelchen.

Reis hatte ich auch, aber mir kam der Gedanke, ihn vorher zu waschen, nachdem er schon im kochenden Wasser seine Stärke abgab.

Außerdem hatte ich eine Karotte und ein Stück Knollensellerie, die wurden fein geschnibbelt und mitgegart.

Deine Haupterwähnungen waren Zwiebeln, Frühlingszwiebeln und viel Ingwer. Von all diesen Komponenten war viel drin.

Beim Händler sah ich Thai-Basilikum, den ich umsonst bekam, weil mein Russe den nicht mehr verkaufen wollte, weil ein paar Blättchen Flecken hatten.

Die kamen auch noch rein.

Und geschuldet meiner Unfähigkeit irgendetwas zu riechen oder zu schmecken, gab ich noch ein Glas Hühnerfond dazu, außerdem Fischsauce und Salz.

Am Schluß eine dritte großzügige Dreingabe von schwarzem Pfeffer, direkt aus der Mühle.

Ich nehme an, die Zwiebelöle und die aromatischen Öle des Pfeffers sollen gut wirken.

Ich werde morgen berichten, wie die Nacht war.

Es ist so viel übrig, daß ich die Suppe bestimmt nochmal probieren kann, wenn ich wieder etwas schmecke 🙂

 

Danke nochmal für die Rezeptinspiration!

 

Erkältungssuppe a la Hang 1

 

Erkältungssuppe a la Hang 2

Taco Salat Hack Avocado Tomate Cilantro


Letztes Wochenende hab ich auf dem Markt beim Großhandelstürken wieder einen Riesenstrauß Cilantro=Koriandergrün bekommen, der Gefahr lief, schlecht zu werden.

Also hab ich schnell geschaut, was noch da ist. Zutage kam eine tiefgefrorene rohe Tacoscheibe, etwas rohes gefrorenes Rinderhack, frische Tomaten, besagtes Cilantro, Creme Fraiche, Avocado, Knoblauch und Frühlingszwiebeln. Außerdem hatte ich eine frische Jalapeño 🙂 .

Das Hack wurde gefroren, wie es war, langsam angebraten und immer wieder abgeschabt (Das hat mich an meine Kochanfänge erinnert: Ich habe bestimmt ein Jahr lang mit 15-16 Jahren meine Familie 3-4 Tage in der Woche mit Hackfleisch beglückt. Und weil wir nie vorher wußten, was wir gemeinsam essen wollten, war es immer gefroren 🙂 .

Jetzt kam aber eine kleine feingehackte Zwiebel und eine gehackte Knoblauchzehe dazu. Dazu Kreuzkümmel=Cumin, den ich in Samenform bekommen habe. Ich kannte den vorher nur gemahlen, aber er sieht fast aus wie Kümmelsamen, riecht beim Mörsern auch viel frischer als das relativ dumpfe Pulver. Außerdem Oregano, oder besser noch mexikanischer Oregano, weil der und der/das Cumin zusammen das „Chiligewürz“ bilden. Echt – schaut mal auf das Kleingedruckte. Von beidem nehme ich etwa einen Teelöffel in den Mörser. Dann braucht es nur noch Salz und Pfeffer.

Den „Salat“ hab ich aus kleingeschnitten Avocadostücken, Frühlingszwiebeln, Tomaten, Knoblauch, Limettensaft, Jalapeño, Cilantro und Salz komponiert – eigentlich ganz normal. Dazu gab es einen Esslöffel Creme Fraiche und eine Handvoll Cheddar, den man auf dem Foto nicht gut sieht, weil er schon geschmolzen ist.

Den Tacofladen hab ich in mein Wassertöpfchen gepresst und ein paar Minuten in den Herd gestellt. Danach waren die Ränder braun und der Rest fixiert 🙂

Zum Anrichten mußte ich nur noch den kalten Salat in das umgekippte Körbchen füllen und den Rest drapieren.

Ich hab es gestern abend genossen und den Rest heute im Geschäft nochmal gehabt und war sehr zufrieden damit. Wer diese mexikanischen Sachen mag, sollte sich nach diesen Kreuzkümmelsamen umschauen, die sind der Hammer!

 

Taco Salat Avocado Cilantro Tomate Cheddar 1

 

 

Taco Salat Avocado Cilantro Tomate Cheddar 2

 

Taco Salat Avocado Cilantro Tomate Cheddar 3

Kalbskrone Puy Linsen Quittenchutney


Heute war ich wieder bei der Metzgerei Zorn. Der nette Verkäufer (ein gestandener Fleischermeister) empfahl ein paar Sachen die ich schon kannte, aber meine Aufmerksamkeit richtete sich auf ein helles Fleisch mit Knochen, das ich zwar einordnen konnte, aber noch nicht so gegessen hatte. Kalbskrone – ein Rückenstück mit Knochen, als Kotelett, in der Metzgerei am Strang, um es rund zu formen und eine Krone auszubilden (ganz wie die „crown of lamb“). Ich habe allerdings nur ein Kotelett mitgenommen, aber was heisst hier nur? Das Stück Fleisch war ein Traum. Das Kalb war eins der Hohenloher Rinder, die von der Metzgerei Zorn als Hausmarke geführt werden.

Ich hab es nach dem Anbraten im Ofen fertiggaren lassen und mich wieder auf meinen Thermometer verlassen. Das ist eine Sonde, die ins Kotelett eingeführt wird und akkurat die Temperatur misst. Ein Klingelton schellt, wenn die eingestellte Temperatur erreicht wird (in diesem Fall 71 C, medium). Während ich den Teller anrichtete, konnte sich das Fleisch nochmal kurz entspannen.

 

Das Quittenchutney: Eine Quitte achteln, stückeln, in neutralem Öl langsam anbraten, eine rote Zwiebel kleingehackt dazugeben, 5 cm Ingwer schälen, kleinhacken, dazugeben, eine Chili kleinhacken, dazugeben, ein paar Minuten anschwitzen, dann 2 El Weißweinessig dazugeben, dann etwa 70 g Gelierzucker 1:3 (ich hatte 1:2). Ich hätte gedacht, daß die 2 El Essig zuwenig Flüssigkeit sind, aber nach Zugabe des Zuckers wurde es ziemlich flüssig. Ich mußte im Verlauf von etwa 30 Minuten ein paar Mal einen Schluck Wasser dazugeben, aber viel war es nicht.

Puy Linsen: Eine Karotte, eine Frühlingszwiebel, eine Knoblauchzehe, getrocknete und renaturierte Steinpilze, alles fein gehackt, in Olivenöl angeschwitzt, etwa die gleiche Menge Puy Linsen dazu, kurz anschwitzen, dann mit Wasser ablöschen. Kein Salz. Etwa 30 Minuten garen, immer wieder Wasser dazugeben und reduzieren. Wenn die Linsen gar sind, salzen. Die Steinpilze geben einen sehr erdigen Geschmack ab und  runden die Linsen schön ab.

Zusammen schmeckt das echt gut. Das Chutney hat Süße, Säure und etwas Schärfe und passt wunderbar zum Fleisch. Das Fleisch ist total saftig und butterweich.

Die Linsen haben leichten Biss, sind schön ausgewogen wegen der Gemüse, die dabei sind, und bilden den erdigen Gegenpol zu Frucht und Fleisch.

Sehr gut!

 

Kalbskrone Puy Linsen Quittenchutney 2

 

Kalbskrone Puy Linsen Quittenchutney 3

Taco Salat Hähnchen Salsa Avocado


Mit Taco Salat ist die Form gemeint, also eine große Taco, die ich in eine Suppenschüssel gezwängt und ein paar Minuten im Ofen gebacken habe. In die wird in kommerziellen Einrichtungen wie zB Taco Bell, nachdem dieselbe Form kalorientechnisch bedenklich frittiert wurde, mit Salat, Hack, Jalapeños, Bohnenmus und Salsa und allem möglichen Anderen gefüllt und als gesund und kleine Mahlzeit verkauft.

Ich mache mir diese Illusionen nicht, und verzichte deshalb aufs frittieren und dem Überangebot an Zutaten.

Eigentlich gibt es hier auch schon einige Posts mit mehr oder weniger ähnlichen Zutaten, aber die Schüssel gab’s noch nicht 🙂

Paprika-Huhn:

Der Spitzpaprika wurde in dünne Streifen geschnitten und mit Knoblauch und Salz in Olivenöl angebraten. Später kamen noch Ringe einer Cayenne-Schote dazu, die allerdings einen gebremsten Kick hatte. Als das Gemüse weich war hab ich es umgefüllt und beiseite geschoben.

Die Hähnchenbrust hab ich schräg in Streifen geschnitten, mit Cumin und Oregano und Salz gewürzt (Cumin/Korianderpulver+Oregano= Chili Gewürz) und beiseite gestellt.

Für die Salsa wurden 3 Frühlingszwiebel in feine Röllchen geschnitten, eine Cayenne-Schote, und 5 Kirschtomaten in kleinen Stückchen. Dazu kam der Saft einer halben Limette und Salz.

Die Avocado hab ich halbiert, und davon die eine Hälfte klein gewürfelt, zerdrückt und mit Limettensaft und Salz gewürzt, die andere Hälfte gefächert und wie auf dem Foto zu sehen, eingesetzt.

Nachdem ich die Tacoschale aus dem Ofen geholt habe, wurde das Hähnchenfleisch kurz und scharf angebraten. Es dauerte nicht mehr als 4-5 Minuten, weil das Fleisch noch saftig sein soll.

Nachdem ich es angerichtet hatte, gab ich noch eine kleine Handvoll geriebenen Cheddar drauf und ließ ihn im Ofen mit der Resthitze schmelzen.

Danach hab ich nur noch angerichtet 🙂

 

Taco Salat Hähnchen Paprika Salsa Avocado 1

 

Taco Salat Hähnchen Paprika Salsa Avocado 3

 

Taco Salat Hähnchen Paprika Salsa Avocado 4