Wurstsalat Gurke Tomate Rettich


Normalerweise mag ich am Abend etwas Warmes essen. Heute sah ich in einem Laden vorgeschnittene Fleischwurst für Wurstsalat. Und obwohl ich schon einmal einen gepostet habe, ist das schon eine Weile her. Und Lust darauf hatte ich auch. Im Badischen gibt es etliche Varianten, wobei die zwei beliebtesten der normale Wurstsalat und dann der Straßburger Wurstsalat (mit Käse) sind. Weitere Varianten betreffen die Beilage – entweder mit Brot, Pommes oder ganz klassisch mit röschen Bratkartoffeln.

Soviel Aufwand wollte ich aber nicht treiben…

In Wirtshäusern steht und fällt die Qualität oft mit den Beilagensalaten und deren Dressings. In einem Lokal, das es schon lange nicht mehr in der Form gibt, gab es Rettichsalat, Gurkensalat, Blattsalat, Weisskohlsalat, Selleriesalat und Karottensalat, alle mit ihrer eigenen Salatsauce und ungeheuer würzig. Ich habe wirklich getrauert, als die Pächterin weiterzog und der Sohn des Besitzers das Lokal dann innerhalb von 12 Monaten an die Wand gefahren hat.

Mein Wurstsalat wurde mit einem Senfdressing auf Olivebölbasis gemischt, dazu gab es Gewürzgurken und Zwiebelringe aus weissen Zwiebeln.

Die Salatgrundlage waren Lollo rosso Blätter, die ich auch kurz marinierte.

Den Rettich hab ich gehobelt, gesalzen und einen Teelöffel Kümmel drübergegeben.

Dazu gab es auch Tomaten und Jalapeños, um den Salat noch ein wenig aufzupeppen.

Mein Rettichsalat war irgendwie nicht würzig genug, obwohl genug Salz dran war. Ich vermute, daß ich das „Wirtshausmaggi“ vermisst habe (Liebstöckel). Damit kann man guten Gewissens einen Salat würzen, wie er früher (mit Maggi) geschmeckt hat, ohne den Sündenfall zu begehen und tatsächlich Maggi zu nehmen 🙂

Mir haben 2 kleine Scheiben Brot dazu gereicht, und die Fleischportion von 300 g hab ich nur zur Hälfte gegessen, soll heißen daß für mein Mittagessen morgen schon gesorgt ist.

Kartoffel-Lauchsuppe


Es gab schon lange keine Suppe mehr. So dachte ich, und im nächsten Moment dachte ich an eine Kartoffelsuppe. Mit Ausnahme des Lauchs war alles da, und den hab ich auf dem Nachhauseweg schnell eingekauft.

Es ging schneller als sonst, definiert nur durch wie lange es braucht, Kartoffeln weich zu kochen.

Ich brauchte eine kleine Handvoll Speckwürfel (25 g)

5 mittlere vorwiegend festkochende Kartoffeln

eine mitteldicke Lauchstange

ein Glas Weisswein

ein Glas Hühnerbrühe

eine Prise Majoran

Das Grün einer Frühlingszwiebel

etwa 100 g Fleischwurst für die Einlage

Der Speck wurde scharf angebraten, dann mit dem Wein abgeöscht. Es kam Wasser dazu und die Kartoffeln. Jetzt gab es noch ein Glas Hühnerbrühe, und ich ließ die Kartoffeln gar werden. Dazwischen gab ich den schmal geschnittenen Lauch dazu. Die Kartoffeln hab ich mit einem Kartoffelstampf zerdrückt, ich wollte sie nicht glatt, sondern ganz leicht stückig.

Die Suppe wurde mit Majoran, Salz und frischem grobem Pfeffer abgeschmeckt.

Am Schluß, kurz vor dem Servieren, gab ich die in Viertel geschnittene Fleischwurststückchen in die Suppe.

Ich will nicht schwärmen, es war nur eine Kartoffel-Lauchsuppe. Aber sie hat geschmeckt wie eine solche Suppe schmecken soll 🙂

Und morgen gibt es den Rest!

 

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