Pälzer Grumbeersupp


Ich hatte vor ein paar Tagen mit einem Freund eine Unterhaltung über regionale bodenständige Küche, und eins der erwähnten Gerichte war die Dampfnudel. Beim googeln fiel mir auf, daß sie wohl eine ganz regionale Spezialität sein muß, weil es nach meiner Recherche auch keine anderen Bezeichnungen in Deutschland gibt (correct me if I’m wrong).

Beim Nachschauen wurde auch immer wieder der Zusammenhang zwischen Dampfnudeln und Grumbeersupp (=Kartoffelsuppe) hergestellt. Es wird zur Suppe immer gerne eine frische Dampfnudel gereicht. Wer das kennt, weiß wie sättigend es ist.

Sonst wird die Dampfnudel (um noch kurz beim Nebenthema zu bleiben) auch gerne als Süßspeise serviert. Hier gibt es große Unterschiede, die wohl von der pfälzischen Geografie abhängig sind: Die Südpfalz mag gerne eine Vanillesauce dazu, der Bereich um Ludwigshafen und nördlich davon liebt die Weinsauce. Auch das hab ich nicht verbrieft, kann aber sagen, daß es in Mannheim, wo ich Kinderjahre verbrachte, nur die Weinsauce gab, in Karlsruhe aber die Vanillesauce bekannt ist.

Die Grumbeersupp hat allerdings ein Rezept, nicht nur eins, aber viele ähnliche. Ich hab eins genommen, das ich auf einem Blog fand, dessen Betreiber die Pfälzer Küche popularisieren wollte (http://www.karlheinz-fuerst.de/pfalz/dampfnudel/dampfnudel.htm).

Ich fand sein Rezept schlüssig und lecker, nur das durch ein Sieb streichen, was normalerweise mit einer flotten Lotte gemacht wird, wollte einfach nicht klappen. Also nahm ich einen Konditorspatel und hackte die weichen Gemüse ganz klein und servierte sie eben so.

6 mittelgroße Kartoffeln
1 große Zwiebel
1 Bund Suppengrün
1,5 l Fleischbrühe (Würfel)
20 gr Butter
100 gr Bacon Würfel, im Original Dörrfleisch
Salz, Pfeffer, Kümmel, Majoran
Petersilie

Das Gemüse in der Butter angehen lassen, würzen, in der Fleischbrühe 20 Minuten kochen, durch ein Sieb passieren, wieder aufkochen und mit Petersilie und gebratenen Bacon Würfeln garnieren.

Die Suppe war lecker!

Wurst Slaw Kartoffelsalat


Heute war ich wieder bei Zorn, um etwas Leckeres zu kaufen. Ich hatte Lust auf Wurst und es gab einige zur Auswahl. Ich hatte ein nettes Gespräch mit dem Chef über Grillfreuden und Fleischveredelung. Am Ende kaufte ich je eine Thüringer, eine Fenchelsalsiccia, eine Merguez und eine Gourmetwurst (=feine Bratwurst mit Spinat).

Dazu machte ich einen badisch/schwäbischen Kartoffelsalat mit Gurken und ein Slaw aus Spitzkohl mit Karotten.

Der Kartoffelsalat ist ganz typisch für diese Gegend: Salatkartoffeln in der Schale gekocht, warm geschält und klein geschnippelt, mit Rinderbrühe mit roten Zwiebelstücken, Öl und Weissweinessig, Salz und Pfeffer und dann mit Schnittlauch vermischt und ziehen gelassen.

Das Slaw wurde erst klein geschnitten, mit Salz massiert, die Karotten geraspelt und mit Joghurt 10%, Salz, 1 El Zucker, Weissweinessig und Pfeffer gemischt. Auch das durfte eine Weile ziehen.

Die Würste hab ich allesamt gebraten, bis sie soweit waren, dann wurde jeweils die Hälfte angerichtet, den Rest ess ich morgen zu Mittag 🙂

Ein schönes Abendessen war es allemal, auch wenn ich heute wegen der paar Würste den Grill nicht anwarf. Und zum Wochenende ist mal wieder Regen und Sturm angesagt. Super!