Cefüllte Cajun Champignons


Es ist schwierig manche Cajun Rezepte direkt zu übernehmen, weil die Zutaten hier nicht zu haben sind. Dazu gehört Tasso Schinken, der eigentlich kein Schinken ist, sondern aus fettigem Halsfleisch gemacht wird. Oder Andouille, die man als eine Art von Blutwurst aus Frankreich zu kennen glaubt, nur um festzustellen, daß sie in Louisiana ganz anders hergestellt wird.

Trotz dieser Schwierigkeiten, sind die Rezepturen der Cajun Küche deftig genug um davon ausgehen zu können, daß man relativ nah ans Original kommen kann.

Ich hab diese gefüllten Champignons früher schon ein paar Mal gemacht, und immer mit viel Applaus, denn sie eignen sich hervorragend als Amuse Bouche oder kleines Häppchen. Ausserdem sind sie sehr leicht herzustellen 🙂

250 g braune Champignons, größer ist besser

2 Scheiben gekochter Schinken, in kleinen Würfeln

1 Schalotte, 1 Knoblauch, beides fein gewiegt

4 El Brotkrumen

1/2 Tl Cayenne

die kleingehackten Stiele der Champignons

eine schöne Nuss Butter (40 g)

Petersilie, fein gewiegt

Salz, Pfeffer

Alles anbraten und danach in die Champignons füllen. Mit Parmesan bestreuen, 15 Minuten überbacken.

Mit Schnittlauch dekorieren.

Sehr zu empfehlen!

 

 

 

 

 

Arancini


Ich wußte nicht genau, wieviel Risotto ich für 10 Personen brauchen würde und habe deshalb vorsichtshalber 1 kg genommen.

Das gab eine unglaubliche Menge Risotto, wenn man das Pfund  Spargel, die Erbsen und die Saubohnen auch noch mit dazu rechnet.

Meine Gäste haben sich redlich bemüht, aber es blieb ein ziemlich großer Rest.

Mir fiel dann irgendwann ein von einem italienischen ‚Finger food‘ gehört zu haben, für das übriggebliebenes Risotto verwendet werden kann.

Bei about.com fand ich erste Hinweise, bis ich dann auf einer italienischen Seite mit deutscher Übersetzung landete, die die Arancini (wörtlich: Orangen) genauer beschrieb.

Es handelt sich um fritierte Risottobällchen, die oft eine Bolognesefüllung haben, und gern auch Erbsen oder ähnliches im Reis haben. Diese Mandarinengroße Bällchen werden zusätzlich paniert und fritiert und aus der Hand gegessen. Darüberhinaus gibt es in verschiedenen Regionen diverse Abwandlungen.

Meine Arancini waren etwa Orangengroß und hatten als Füllung etwas fein gehackte Schweinelende, die ich zur Bolognese vermampfte mit Hilfe von Schalotten, Knoblauch, Thymian, Rosmarin und Oregano und einer guten Portion Rotwein und einer Dose Tomaten. Das ließ ich eine gute Stunde einkochen.

Dann hab ich eine Panierstraße aufgebaut, wobei ich den Mehlgang wegließ (hat auch so funktioniert).

Das schwierigste war das Formen der Bälle nachdem ich die Füllung hineingegeben hatte, aber schließlich waren alle 9 Bälle gut verschlossen.

Ich habe keine Friteuse und behalf mir mit einem schmalen höherem Topf. Trotzdem passte da locker 1 l Öl hinein und das Öl stand eigentlich nicht besonders hoch. Anfangs hab ich die Arancini zuerst in Ei und dann in Semmelbröseln gewendet und dann etwa 10 Minuten in den Topf, später sah ich, daß man 2 Stück gleichzeitig hinein geben konnte.

Es zog sich trotzdem eine ganze Weile hin.

Das Ergebnis war sehr befriedigend, Frau B. fand sie lecker, Mr. T hätte am liebsten gleich 2 verspeist, und ich hab sie als Sättigungsbeilage zum Kalbsgulasch bei der Arbeit genommen (pervers!), da haben sie auch eine gute Figur gemacht.

Ich würde sie allerdings nicht mehr alleine machen, sondern als Gruppe, wenn man richtig viele machen kann und eine richtige Friteuse hat.