Cordon Bleu Bohnen Speck Champignons


Schon ein, zwei mal gepostet, aber heute hatte ich mal wieder Lust darauf – und natürlich selbstgemacht.
Der Inhalt bestand aus Winzerschinken, der Käse war ein Schweizer Emmentaler, der allerdings etwas blass war, ein Gruyere oder ein Appenzeller wären bessere “Schweizer” gewesen, oder vielleicht ein Comte aus Frankreich.
Dazu gab es Bobbybohnen mit Speck, zu denen sich später gebatene Champignons gesellten.
Ansonsten alles normal: Schnitzel klopfen, salzen, pfeffern, in Mehl wenden, abklopfen, in Ei wenden, dann in Bröseln (selbstgemacht) wenden und in einer großzügigen Butter-Öl Mischung langsam anbraten etwa 3 Minuten), dann wenden, wieder 3 Minuten, dann aus dem Fett nehmen, abtropfen und 8 Minuten in den Ofen von 180 C um fertig zu ziehen.
Es wurde zart und saftig und überhaupt nicht fettig.

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Toast Hawaii, die 2.


So kann es manchmal gehen- die Idee ist gut, meint man, es ist bestimmt schon eine Weile her, daß man den Eintrag schon mal gepostet hat, möglicherweise noch zu der Zeit, als es weder Follower noch Likes gab…
Aber jetzt ist es nur ein Jahr und 4 Monate her, es gab gut über 30 Likes und einen netten Kommentar.
Und zu allem Übel hab ich den Toast fast genauso hergestellt wie letzten Februar…sowas aber auch.

In eine Pfanne ohne Fett kommt der Toast hinein und wird auf die heisse Herdplatte geschoben, auf der ich gerade die frische Ananasscheibe anröstete (in einer anderen Pfanne).
Darauf lege ich eine Scheibe Metzgerschinken, die Scheibe Ananas und Schweizer Emmentaler. Der wird mit ein paar Chiliflocken gewürzt, Cayenne geht aber auch.
Und wer eine Maraschinokirsche am Start hat darf sich für eine Kochsendung bewerben 🙂
Der Herd wurde vorher kurz auf 180 C geheizt und die Pfanne kommt nur solange hinein, dass der Käse schmelzen kann.
Es war mindestens so gut wie Februar vor einem Jahr!
Eins kann ich noch erzählen: Nachdem ich im letzten Jahr etwas über Retro-Gerichte gesagt habe, achtete ich beim studieren verschiedener Speisekarten noch mehr auf solche Gerichte – und wurde öfter als gedacht fündig. Dabei handelt es sich nicht nur um den Toast Hawaii, sondern auch um die Königinnenpastete mit Kalb, Bries und Champignons,oder wie ich letztens im Netz lesen konnte, um den Rehrücken “Baden-Baden”, der leider durchgebraten wird. Aber auch ein Pfirsich Melba ist mir schon untergekommen.
Man sieht also, Totgeglaubte leben länger!

Cordon Bleu Spargel Paprika


Ich gestehe, ich hab es nicht mehr ausgehalten. Heute wurde ich schwach und kaufte grünen Spargel. Ich kann nicht noch einen ganzen Monat warten. Allerdings schaute ich nach: Mein Spargel kam nicht aus Peru, sondern immerhin aus Spanien. Mein Gemüsehändler verkauft auch schon den teuren deutschen Gewächsplanenspargel.

Jedenfalls machte ich ein Cordon Bleu vom Schweineschnitzel dazu, gefüllt mit Winzerschinken und Emmentaler, das zuerst in Mehl, dann in Ei gewendet wurde und dann in den japanischen Pankoflocken.

Die Kruste wird anders als beim Paniermehl – zwar auch mit viel Crunch, aber weniger kompakt.

Den Spargel hab ich erst hälftig geschält und dann mit dem Spitzpaprika und einer Knoblauchzehe in Olivenöl angebraten, etwa 10 Minuten.

Das Cordon Bleu kam in Rapsöl von 1/2 cm Tiefe, das noch ein gutes Stück Butter dazu bekam. Das Stück Fleisch dauerte auch etwa 10-12 Minuten.

Durch die Panade hatte ich ja auch Khs, deswegen war ich damit und mit den beiden Gemüsen zufrieden 🙂

 

 

 

 

 

Burger Avocado Emmentaler rote Zwiebel Rucola


Heute hatte ich zur Abwechslung nur eine halbe Stunde Stau und schaffte es tatsächlich rechtzeitig zur Metzgerei Zorn. Bei der Fahrt hatte ich mir ein Abendessen überlegt, bzw. mir verschiedene Sachen durch den Kopf gehen lassen. Irgendwann fiel mir ein, daß eine der netten Damen, die dort die Theke rocken, mir erzählt hatte, daß ein stadtbekannter Burgerladen (keine Kette) dort Fleisch holt, und als Alleinstellungsmerkmal sein Fleisch 2mal durch den Wolf drehen lässt. Diese Dame war heute da, mir fiel die Geschichte wieder ein und ich bat sie, mir ein Pfund Rindfleisch 2mal durchzudrehen. Sie fragte mich noch nach dem Fettgehalt (10%) und drehte mein Fleisch durch.

Ich hielt noch woanders, um Buns zu holen (ja, ich weiss, die Brioche Buns kommen als nächstes Projekt… 🙂  ), außerdem Schweizer Emmentaler, Schwarzwälder Schinken und Avocados.

Den Schwarzwälder Schinken (1 Scheibe) gab ich bei 50 C eine halbe Stunde in den Ofen, bis sie trocken war.

Die Avocado schälte und halbierte ich, dann schnitt ich mehrere Scheiben herunter. Das machte ich auch mit einer roten Zwiebel.

Aus der einen Hälfte Burgerfleisch machte ich einen Burger, die andere Hälfte fror ich ein.

Die Buns kamen auch ein paar Minuten in den Ofen, allerdings war er etwa bei 170 C eingestellt.

Dann würzte ich den Burger, den ich dieses Mal dicker und weniger breit machte. Anschliessend wurde er gebraten, jeweils 5 Minuten pro Seite.

Die Buns schmierte ich mit einer Ketchup-Senf Mischung ein, der untere Teil wurde mit Rucola belegt.

Der Burger bekam seine Scheibe Emmentaler und für zwei Minuten einen Deckel, damit der Käse schmilzt.

Jetzt konnte ich anrichten: Den Burger auf das untere Bun mit dem Rucola, dann die Zwiebelringe, danach die Avocadoscheiben und dekorativ angelehnt der getrocknete Schwarzwälder Schinken.

Obenauf der zweite Bun.

Fazit:

Ein Wort im Voraus – ich lese sehr viele Blogs und habe auch sonst Food Themen auf dem Schirm, auch einige amerikanische (durch Stumble upon). Dort gibt es unglaublich viele Seiten wie  … die besten 10 Burger…15 geniale Arten Ribs zu machen… 20 geile Taco Rezepte… usw.

Die Rezepte überschlagen sich mit verschiedenen Varianten, dem schnöden Burger neue Seiten abzugewinnen, sei es durch andere Käsesorten (Schimmelkäse, Brie, etc.), andersartige Saucen (BBQ, selbstgemachte Ketchup Varianten, Tzatziki und vieles mehr) und andere Beilagen (Obst, Gemüse, Nüsse, Cremes usw.). Vielleicht ist es auch nur mein Empfinden, aber bei meinem Burger schmeckte ich kaum etwas außer dem Fleisch und den Zwiebeln. Avocado, die Senf-Mayo Sauce, der Käse und der Rucola waren wie nicht anwesend. Das hab ich schon öfters erlebt. Die Anrichte ist super, der Geschmack steht hintenan.

Für mich bedeutet das, die Experimente am Burger einzustellen und sich auf die guten Grundlagen zu besinnen:

Gutes Rindfleisch, nur einmal gewolft ( das 2mal gewolfte hat eine zu feine Krume und hat ein krümeliges Mundgefühl da, wo es schon gar ist. Wo es noch medium ist, merkt man trotzdem die Krümel, unangenehm, wie ich finde).

Normalerweise nehme ich statt Brioche Buns English Muffins oder getoastetes Toastbrot.

Wenn ich Käse nehme, ist es für gewöhnlich ein kräftiger Cheddar, weil der auch nach etwas schmeckt. Nicht so gut finde ich dies Schmelzkäsescheibletten, weil die ziemliche Kunstprodukte sind.

Manchmal gibt es Zwiebeln, meistens aber nicht. Dafür einfach Senf auf eine Brotscheibe und Ketchup auf die andere. Ach ja, die Burger forme ich nicht so dick wie heute, sondern eher breiter und dafür dünner.

Wenn ich sie aus der Pfanne nehme sind sie noch knapp rosa, aber noch sehr saftig 🙂

Klingt das langweilig? Vielleicht. Aber ich esse Burger nicht jede Woche und so freue ich mich immer wieder mal auf den tollen Fleischgeschmack!

 

 

 

 

 

Hawaii Toast Salat


Oft fliegen mir Ideen zu, was ich denn zum Essen machen könnte. Aber manchmal hab ich keinen Einfall. Dann überlege ich mir was ich denn früher gerne an kleinen Sachen gegessen habe.

Und somit bin ich dann wieder bei den Retrogerichten, also Spezialitäten aus vergangener Zeit, die heute eigentlich “unmöglich” sind, oder zumindest etwas über Alter und sozialer Herkunft aussagen 🙂

Eins dieser “unmentionables” ist der berühmt-berüchtigte Toast Hawaii. 1955 von Clemens Wilmenrod erfunden (oder von seinem Lehrer geklaut), bündelte Wilmenrod auf wenigen Quadratzentimetern Weizenbrot die Sehnsüchte einer ganzen Epoche: Die verschwenderische Kombination aus Schinken und Käse demonstrierte den neu gewonnenen Wohlstand, Ananas und Cocktailkirschen drückten

die Sehnsucht nach der weiten Welt aus.“  -Gudrun Rodhaug (Wikipedia)

Jetzt stelle ich mit Erschrecken fest, daß ich die Cocktailkirsche nicht dabeihatte, und angetoastet hab ich das Toastbrot auch nicht, sonder auf der einen Seite in Butter angebraten, dann belegt und im Ofen unter dem Grill gratiniert.

Weitere Unterschiede ergeben sich durch die Einkaufsliste:

1 frische Ananas statt den aus der Dose

Schinken vom Metzger m.V. statt Pressschinken

Schweizer Emmentaler statt Schmelzkäse

 

Es bleibt ein Wohlfühlessen, daß man vielleicht gelebt haben muß, um es zu geniessen (es war etwas Besonderes und wurde nur zu besonderen Gelegenheiten aufgetischt!)

Die zweite Variante hatte Spargel aus der Dose statt der Ananas…

 

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Lammstelze Artischocken Gratin


Nachdem ich gestern mit dem Lamm kein Glück hatte, fand ich heute Lammstelzen, bzw. eine einzelne Stelze.

Außerdem gab es in dem Laden Lammhack aus Neuseeland.

Morgens auf dem Markt gab es beim Türken (ich bin mir nicht mehr so sicher, daß er Türke ist, die Söhne heissen Daniel und Gabriel) Artischocken.

In einem Monat ist der Preis von 1.50/St. auf 1.00 gefallen. Als ich auf sein(der eine Sohn) Angebot von 10 für €8 nicht einging, weil es mir zuviel war, gab es 5 für €4 :-).

Dazu nahm ich noch Thymian und Dill mit.

Stelzen hab ich bisher zweimal gemacht. Die Sauce war beide Male gleich oder ähnlich. So auch heute: eine Rotwein/Sherryreduktion mit Suppengrün und Kalbsfondbeigabe (der Rest von vor ein paar Tagen). Dazu 2 Stängel frischen Thymian, Rosmarin und ein Lorbeerblatt.

Das Gratin war noch von gestern übrig, hat sogar noch ein bißchen besser geschmeckt.

Von den Artischocken hab ich drei gemacht.

Dazu mache ich die äußeren Blätter ab, etwa 2 Lagen, kürze den Stiel auf etwa 1/3 der Gesamtlänge, schneide die oberen 2/3 der Blätter quer ab, viertele die Artischocke der Länge nach und schneide das Heu mit der Messerspitze entlang des Fruchtfleischs weg. Das ist viel einfacher als zu versuchen, das Heu mit einem Parisienne aus der ganzen Frucht herauszuholen.

Danach werden die Viertel in Zitronenwasser gelegt, um nicht noch mehr anzulaufen. Aber keine Sorge, beim Kochen in saurem Wasser bleichen sie wieder aus.

Ich hab sie etwa 15 Minuten köcheln lassen, dann wurden sie in Olivenöl angebraten, gesalzen und mit frischem Dill bestreut. Das passt sehr gut 🙂  .

Die Sauce wurde auf etwa 1/4 l reduziert (von mehr als 1l) und dann mit Kartoffelstärke abgebunden. Aber hier habe ich es nicht mit der Bindung übertrieben.

Fazit: Lammstelzen gehen immen, die sind richtig dankbar! Sie haben einen intensiven Geschmack machen eine tolle Sauce und werden, wenn man sie schmort, sowas von zart – wunderbar.

Bei den Beilagen hat man die Qual der Wahl, wobei die Artischocken schon ein Klassiker sind.

 

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Straßburger Wurstsalat Bratkartoffeln


Vor einer guten Woche unterhielt ich mich mit meinem Freund R. über das Essen im Allgemeinen und über persönliche Vorlieben im Speziellen.

Er meinte, dasß es Speisen gäbe, die er daheim nicht bekommt und sie deshalb (manchmal) im Gasthaus/Restaurant bestellt.

Dazu gehörten Wiener Schnitzel und Wurstsalat. Ich mag beide, aber im Gegensatz zu ihm kann ich sie mir jederzeit machen.

Allerdings habe ich vor geschätzten 10 Jahren das letzte Mal einen Wurstsalat gegessen.

Ich war in einer Metgerei einkaufen und fragte nach Lyoner, die ich auch als Fleischwurst im Ring kenne. Die wollte ich als Wurst aufs Brot kaufen.

Zu meiner Überraschung holte die Fachverkäuferin eine große Rolle Wurst heraus und fragte nach der Menge. Ich korrigierte meinen Fehler nicht, sondern nahm das Stück Wurst mit.

Sofort ratterte es in meinem Kopf und ich sah einen Straßburger Wurstsalat vor meinem geistigen Auge.

Rote Zwiebeln, Gewürzgurken, Salat und Petersilie hatte ich schon im Haus, Radieschen und Schweizer Emmentaler mußte ich noch besorgen.

 

Die Lyonerscheibe flach auf das Schneidbrett legen und 2mm Scheiben davon abschneiden. Die auf die Seite legen und 2mm Streifen davon schneiden.

Jetzt vom Emmentaler Scheiben in der gleichen Dicke abschneiden und auch in Streifen schneiden.

3 Gewürzgurken der Länge nach teilen und in Stifte schneiden.

Die rote Zwiebelhälfte der Länge nach halbieren und längs in dünne Streifen schneiden.

Radieschen in Stifte schneiden.

Petersilie fein hacken.

Dressing aus 1,5 El Condimento Bianco Bio (ein Geschenk von R. und P.), 3 El Rapsöl, 3 cm Löwensenf, Prise Salz, Prise Zucker, Pfeffer aus der Mühle.

Alle Zutaten vermischen, 20 Minuten ziehen lassen.

 

Für die Bratkartoffeln festkochende Kartoffeln in der Schale kochen, auskühlen lassen und dann schälen.

Eine Pfanne heiss werden lassen, Öl dazugeben und die Kartoffeln hineinschneiden. Normalerweise würde ich noch Butter dazugeben, aber es war mir schon fett genug.

Die Kartoffeln langsam anbraten und erst nach einer Weile wenden, damit sie auch bräunen. Ein paar Mal wiederholen.

 

Ich fand den Wurstsalat und die Bratkartoffeln sehr gut, allerdings war das Gesamterlebnis nicht so gut wie im letzten Lokal in dem ich ihn genossen habe.

Vor besagten 10 Jahren gab es in Karlsruhe am Ende der Erzbergerstrasse ein Lokal, das von einer (kroatischen?) Köchin geführt wurde. Die machte einige Sachen preiswert und sehr gut. Darunter der Wurstsalat, der ähnliche und gleiche Komponenten im Salat wie ich selbst hatte, aber mit Rohkostsalaten ausdekoriert war. Und die (Karotte, Weißkraut, Rettich, Gurke) waren perfekt abgeschmeckt, jeder für sich und alle optimal. Das war das I-Pünktchen. Die Rohkostsalate hab ich übrigens immer wieder mal probiert, mit wechselndem Erfolg. Manchmal klappt’s, manchmal nicht. Das Einfache ist manchmal das Schwierigste 🙂

 

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