Lammhüfte Bulgursalat Zwiebelsauce


Beim Durchsuchen meiner Tiefkühltruhe nach etwas Essbarem fiel mein Auge auf eine Lammhüfte, die unbedingt gemacht werden wollte.

Ich hab sie langsam aufgetaut und dann gesalzen und gepfeffert. AAuf beiden Seiten kurz angebraten, kam sie mit dem Temperaturfühler bei 140 C in den Ofen.

Den Bulgur wusch ich erst kalt in einem Sieb ab, gab ihn dann in einen Topf kochenden Wassers. Mischungsberhältnis Bulgur zu Wasser ist 1:2.

Es braucht 7 Minuten garen im Topf ohne Deckel, dann Hitze ausschalten und den Bulgur die restliche Feuchtigkeit aufnehmen lassen.

Ich habe 10 cm einer Salatgurke geschält und in Würfel geschnitten, 3 Kirschtomaten, ebenfalls in Würfeln, 2 Radieschen und 4 getrocknete Datteln, beide auch gewürfelt dazu.

Als Dressing gab es den Saft einer halben Zitrone, Olivenöl und eine Prise Salz dazu. Das ließ ich ziehen, bis Zeit war zu servieren.

Zum Fleisch wollte ich eine kleine Sauce, hatte aber keine üblichen Flüssigkeiten im Haus. Ich nahm 1 große normale Zwiebel, schälte sie und hackte sie klein, briet sie in Olivenöl an, gab eine Handvoll brauner kleiner Champignons dazu und löschte das nach einer Weile zuerst mit Port und dann mit Rotwein ab. Eine Prise Zucker und ein Schluck Essig kam auch noch dazu. Das liess ich einkochen, gab nochmal Wasser dazu und kochte es wieder teilweise ein. Diese Mischung wurde dann mit dem Mixstab püriert und nochmal abgeschmeckt. Es war weniger eine Sauce, eher mehr ein Zwiebelpüree.

Insgesamt ein leichtes Abendessen, die Zwiebelsauce hat gut zum Lamm gepasst, der Bulgursalat war knackig und durch die Datteln etwas exotisch, auch nicht zu süß.

 

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Menu 2/1 Strudel Spinat Datteln Pinienkerne Dattel Currysauce


Dadurch, daß das zweite Menu einen Tag nach dem ersten stattfand, mußte ich wirklich überlegen, was es geben sollte.

Ich hatte mir zwar etwas zurechtgelegt, hatte aber seit Wochen mal wieder die Gelegenheit über den Samstagshauptmarkt am Turnplatz zu gehen.

Dabei entwickelten sich (gottseidank) Gedanken, die mit essen zu tun hatten. Ich bin zweimal über den Markt gelaufen und hatte dann eine gute Vorstellung von dem, was es gab.

Den Spinat hab ich ausgewählt, weil die Pflänzchen ganz jung waren, und deshalb zart. Die Datteln kamen dazu, weil ich ein Rezept (ein sizilianisches) im Kopf hatte in dem Spinat mit Rosinen und Pinienkernen kombiniert wird, und ich die Rosinen mit etwas anderem Süßem kombinieren wollte, und es das am Stand mit dem Schafskäse auch gab.

Den Strudel/Filo/Yufkateig hab ich wieder gekauft, müßte ich auch mal selbst probieren.

Für die Füllung:

600 g junger Spinat, geputzt

2 Schalotten, 2 Knoblauchzehen, kleingehackt

3 El Olivenöl

Muskat, Salz

Der Spinat wird in einer Pfanne, in der die Schalotten und die Knoblauchzehen angeschwitzt wurden, portionsweise gegart und an die Pfannenseite geschoben.

Jedesmal kommt je eine Prise Muskat und Salz hinein. Wenn alle 600 g fertig sind, kommen sie ins Sieb, um abzutropfen. Ich ließ den Spinat eine Stunde im Sieb.

Die Datteln wurden entsteint, in kleine Stücke (1/8) geschnitten, und mit den angerösteten Pinienkernen dem Spinat untergehoben.

Dann hab ich 50 g Butter geschmolzen und 5 Blätter Strudelteig jeweils einseitig eingepinselt, gut angedrückt und wieder bestrichen.

Darauf kam die Spinatmischung, die ich dann in eine Rolle formte. In den Teig hab ich auch noch ein Stück Schafskäse gedrückt, bevor ich die Rolle schloß. Das kam bei 200 Grad in den Ofen. Nachdem die Oberfläche braun geworden war konnte sie zum portionieren herausgenommen werden.

Die Sauce:

Ich tat mich schwer, weil ich zuerst eine selbst gemischte Ras al hanout Gewürzmischung ausprobiert habe, die weniger als nix war.

Danach hab ich ein Schabzigerklee-Curry genommen (ganz wenig – 1/2 Tl), es in eine angeschwitzte Schalotte gegeben, das mit Noilly Prat abgelöscht, mit vier kleingeschnittenen Datteln aufgefüllt, abgeschmeckt, Zitronensaft dazu, Zitronenzeste dazu, noch etwas Salz dazu und alles durchgemixt. Ich mußte die Säure mehrmals justieren, aber am Schluß hat die Süße/Säure gestimmt, und der Schabzigerklee (der sehr deutlich ist) war nur mehr eine Note.

Mein Gast war anfangs irritiert (hatte offensichtlich am einen Ende eine süße Dattel erwischt, war aber gegen Ende sehr begeistert. Ich selbst kann auch verstehen, warum Süßes und Herbes gut passt. Ich fand die Sauce ziemlich gut zur Roulade. Der Salat im Hintergrund ist der Rest vom Vortag. Ohne Schafkäse wäre diese Vorspeise sogar vegan! Naja, ich nehm’s zurück, die Butter müßte mit Margarine ersetzt werden 🙂

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Thanksgiving 2012


Große Enttäuschung! Ich hatte soviel zu tun, daß die einzigen Bilder, die ich machen konnte, vorab entstanden von zwei pies oder Pasteten, nämlich einer Pfirsich- und einer Heidelbeerenpastete. Darüber hinaus hab ich ein neues Foto von Cranberrykompott gemacht, das gibt es hier allerdings schon mal vom letzten Jahr.

Ach ja, am nächsten Tag hab ich die Kamera noch mal auf die Reste des Succotash gelenkt. Ansonsten kann ich nur berichten, daß die einzelnen Zutaten gut waren und gemundet haben.

Hier das Menü:

Finger Food: Datteln mit Entenleber

Aperitiv: Crodino

Schinken mit Nelken und braunem Zucker

Truthahn mit Gravy (Sauce)

Füllung: Corn Bread mit Cranberries und Schinkenwürfeln, Äpfeln, Sellerie, Salbei, Putenleber,Bauernbratwurstfülle und Nussmischung  im Ofen gemacht

Beilagen: Kartoffelbrei, Butter, Laktosefreie Sahne/Milch, Muskat

Reis/Wildreis, Pilze, weiße Zwiebel, Marsala

Cornbread mit Cranberries und Schinkenwürfeln (extra)

Gemüse: Rosenkohl, Maronen und Granatapfelkernen

Succotash: Gemüsemischung aus Mais, breiten Bohnen, roten Zwiebeln, Paprika, Kürbis, Chili, Cumin, Cayenne, Paprikapulver

Karotten/Pastinaken geröstet

Nachtisch: Heidelbeertarte

Pfirsichtarte

Apfelstrudel

Vanilleeis selbstgemacht

Die Stars waren der Truthahn, Kartoffelbrei, Rosenkohl, die Sauce, die Heidelbeer- und die Pfirsichtartes, das Vanilleeis und die Füllung.

Der Rest wurde auch gegessen, aber es blieb davon etwas übrig.

Dieses Jahr waren wir 20 Personen, wobei drei Kinder waren.

 

 

Zu den Fotos:

Das war das Succotash, einer Gemüsemischung indianischen Ursprungs, das ursprünglich aus Limabohnen und Mais bestand.

Heute bezeichnet man allgemein Gemüsemischungen, die mit Butter oder Schmalz gemacht werden, als Succotash. Es gilt als sehr traditionelle Thanksgivingbeilage.

In meinem Succotash waren rote Zwiebeln, breite Bohnen, Paprikaschoten, Mais, Kürbiswürfel und Petersilie. Zum würzen kamen Paprikapulver, Cayenne und Cumin (Kreuzkümmel).

Die Heidelbeertarte hab ich mit einem Mürbteig aus dem ‘Silberlöffel’ gemacht, der gut geklappt hat. Die Füllung war aus (gefrorenen) und aufgetauten Heidelbeeren (4 Cups) einem halben Cup Zucker und 3 gehäuften Eßlöffeln Speisestärke (mit Wasser verrührt) gemischt worden. Zur Hebung des Geschmacks kam noch der Saft einer halben Zitrone und eine Prise Salz dazu.

Der Teig wird nicht vorgebacken, sondern mit der Füllung etwa 45 Minuten bei 160 C gebacken.
Ich mußte ihn vorzeitig mit Folie abdecken, was an meinem chaotischen Ofen liegt.

Bei der Pfirsichtarte kommen die Pfirsiche (um diese Zeit aus der Dose) in die Teigform. Aus 2 Eigelben, einer 3/4 Tasse Zucker, 2 Eßlöffeln Mehl und einer drittel Tasse geschmolzener Butter wird eine Masse gerührt, die darübergegeben wird. Die stockt dann und fördert den Zusammenhalt.

Für das Cranberrykompott nehme ich 2 Packungen Cranberries (frische), 2 Tassen Zucker, Orangenabrieb und  den Saft der Orange. Das wird aufgekocht und etwa 5 Minuten kochen lassen. Danach einfach nur auskühlen lassen.