Pork Cutlet Autumn Cornucopia


Diese langen Fahrten im Stau sind nichts für mich – ich fange an, mich wegzuzoomen und bin dann in einem Universum aus Zutaten, Speisen und Sachen, die ich schon Zuhause liegen habe.

So auch heute – 90 Minuten statt der 45 üblichen, und daheim angekommen, fiel mir ein, daß ein Paket auf mich wartet, aber mein Pedelec in Reparatur ist. Also wieder ins Auto. Die Strecke ist nicht weit, vielleicht 500 m, aber ich bin gar nicht gut zu Fuß. Jedenfalls hab ich das Paket in Empfang genommen, nicht ohne daß die Postbeamtin meinen US Pass (nachdem sie gefragt hatte) ausgiebig unter die Lupe nahm und ihn als wunderschön tituliert hatte 🙂 (Sachen gibt’s!).

Danach ging ich noch kurz in den Laden und holte mir ein Schweinekotelett und einen Rotkohl.

Meine Idee war zuerst, eine Art kalten mexikanischen Rohkostsalat zu machen. Dann war ich in der Käseabteilung und für diese Idee gab es keinen Käse, aber dafür Feta. Und schliesslich fiel mir ein, daß es daheim auch noch Mais gibt, der auch gut wäre.

Die Zutaten der großen Unentschlossenheit (Autumn Cornucopia/herbstliches Füllhorn)

Rotkraut, fein geschnitten

Selleriestange in feinen Scheiben

Gurke in kleinen Würfeln

Kirschtomaten in Scheiben

Röllchen von 2 kleinen Frühlingszwiebeln

gelbe Bete in Essig mit Kurkuma (mein Paket :-))))

Feta

Mais in der Pfanne geröstet, vom Kolben geschnitten

höllisch scharfe Peperoni

 

Zum Kraut gab ich eine Prise Salz und Zucker und knetete es ein paar Minuten, um es weicher zu machen. Die Sauce für’s Kraut bestand aus Limettensaft, Salz, etwas Zucker und Olivenöl.

Danach schnitt ich alle anderen Zutaten klein und mischte für sie aus dem Rest Limettensaft auch noch ein bißchen Sauce. Das ließ ich ein paar Minuten einwirken.

Jetzt kam das mit Salz und Pfeffer gewürzte Kotelett in die Pfanne, um bei mittlerer Hitze nicht zu schnell gar zu werden.

Danach, beim Anrichten kam ich auf diese geschwungene Form, die mich an ein Füllhorn erinnert. Das würde vielleicht besser zu Erntedank oder Thanksgiving passen, aber an dem Tag sind die Teller so voll, daß an eine solche Choreographie auf dem Teller nicht zu denken ist 🙂

Außerdem ist mein Hirn ein Sieb und ich hätte die Idee bis dorthin vergessen…

Fazit: Die Gemüsemischung ist einigermassen wild, hat aber trotzdem gut zusammen geschmeckt. Das Kraut und die gelbe Bete hat sehr gut harmoniert, zumal ich auch etwas des Betesuds zur Krautsauce gegeben habe. Hier wieder der Hinweis – alles war frisch zubereitet, der Mais noch warm und schön natursüß, dann schmeckt alles zusammen sehr gut. Dosenware würde ich hier nicht empfehlen, außer man möchte Kantinenfeeling nachbauen (Nix gegen Kantinen, auch die muss es geben!).

Das Beste ist, es gab ein zweites Kotelett und noch viel Gemüse, alles für Morgen im Geschäft 🙂

 

schweinekotelett-herbst-fuellhorn1

 

schweinekotelett-herbst-fuellhorn2

 

schweinekotelett-herbst-fuellhorn3

 

schweinekotelett-herbst-fuellhorn4

 

Heilbutt Kartoffelsalat


Ich hatte Lust auf Kartoffelsalat, aber keine Lust einzukaufen. Auch wollte ich irgendwie Fisch, aber auch da war ich zu faul über die Strasse zu gehen…

Beim Nachdenken fielen mir Elemente ein, die ich hatte und mit denen ich Fisch und Kartoffelsalat machen könnte.

Die Elemente:

1 Heilbuttfilet im Froster/ frozen halibut filet

Butter/ butter

Kartoffeln/ salad potatoes

Frühlingszwiebel/ scallions

Gurke vom Biogarten/ organic cucumber

3 Stangen Sellerie/ 3 celery stalks

Apfelessig/ cider vinegar

Rapsöl/canola oil

Senf/mild mustard

Speck/ bacon lardons

Die Kartoffeln wurden mit Schale über 30 Minuten gekocht, weil zwei sehr große dabei waren. Danach wurden die in kaltem Wasser schnell ausgekühlt und anschliessend geschält.

Frühlingszwiebel, Selleriestangen und Gurke wurden in dünne Scheiben geschnitten und beiseite gestellt. Der Speck wurde knackig angebraten und abgetropft.

Essig, Salz, Pfeffer und Senf wird gemischt und dann mit dem Öl aufgeschlagen. Mischungsverhältnis Essig/Öl ist 1:3.

Das Heilbuttfilet hab ich mehliert und in brauner Butter (Nussbutter) angebraten (deshalb sieht es auch paniert aus, ist es aber nicht).

Nach dem Foto hab ich noch großzügig Zitrone über das Filet gegeben.

Es hat geschmeckt wie ein richtig guter Freitag! 🙂

I felt like having potato salad, but didn’t feel like going shopping. I also wanted some fish, and there is an Italian fishmonger across the street, but I just didn’t have the energy…

Thinking about my future meal, I saw the available elements to make my meal before my mind’s eye. (The above list)

I cooked the salad potatoes in their skins for about 30 minutes, because there were two pretty large specimens among them. When they were done, I cooled them quickly in cold water before peeling and slicing them.

I cut the scallions, the celery stalks and the cucumber into thin slices and set them aside. The bacon lardons were fried until crispy, then placed on a paper towel to drain.

Then I made the potato salad dressing from 2 Tbs cider vinegar, 1 Tbs mild mustard, salt and pepper, combining these ingredients and making sure the salt dissolved in the vinegar mix. Now 6 Tbs of canola oil were incorporated into the fluid using a whisk and making an aerated emulsion.

The sliced potatoes and all the other sliced vegetables and the bacon were added and mixed. This is not an original german potato salad, BUT it was great! The vegetables offered a special crunch and the celery imparted extra flavor.

My last task was to dredge the halibut through flour after I seasoned it, put a generous knob of butter into a hot frying pan and letting it brown (for nut butter or beurre noisette) and to fry the filet in just 3 minutes on each side.

After taking the picture I drizzled the fish with the lemon 🙂

It tasted like a really good friday! (pardon the pun 🙂  )

 

Heilbutt Kartoffelsalat 1

 

Heilbutt Kartoffelsalat 2

 

Heilbutt Kartoffelsalat 3