Crevetten Tomaten Spaghetti


Selten, daß ich ein Meeresfrüchtegericht mit Pasta poste. Heute fand ich in einem Laden Crevetten, die mir eine Idee gaben. Mein Händler hätte wahrscheinlich richtig Geld sehen wollen, die hier gingen preislich.

Allerdings waren sie, wie viele andere auch, schon vorgekocht, und das bedeutet, daß man sich nicht zu viel Zeit nehmen sollte, die Crevetten zu verarbeiten.

Zuerst machte ich eine Dose der Mutti Kirschtomaten auf. Dann schnitt ich dünne Streifen roter Zwiebel, einer halben Jalapeño und einer Knoblauchzehe. Zwiebel, Jalapeño und Knoblauch wurden erst angeschwitzt, danach in einen Topf gegeben. Die Kirschtomaten zerdrückte ich. Dazu kamen auch ein El Kapern und 2 Sardellenfilets und dann der Rest. Das Ganze durfte eine knappe Stunde köcheln. Die Sauce war schön würzig/scharf.

ich kochte die Spaghetti al dente, goss sie ab und mischte die Portion mit der Sauce. Danach verteilte ich eine Portion auf einem Teller.

Spaghetti Crevetten Kapern Oliven Tomaten


Bei der Arbeit stand die Frage erst zaghaft, dann immer drängender im Raum: Was mach ich heute abend zum essen?

Ich hatte noch frischen Mais, eine schöne mittelgroße Artischocke, Tomaten, Basilikum, Kapern, Oliven und allerlei Pasta.

Zuerst dachte ich daran, große Gambas im Kokosmantel mit Mangosauce zu machen (ich hatte schon die Mango und andere Zutaten dafür gekauft),

aber mein italienischer Fischhändler hatte heute keine der großen, sondern nur diese Crevetten, die pro Stück gerademal die Hälfte wiegen.

Das hätte ein Ungleichgewicht von Kokospanade zu Eigengewicht ergeben (und wahrscheinlich geschmeckt wie ein fischiges Bounty), also hab ich dieses Experiment verschoben und stattdessen auf eine Meeresfrüchte-Puttanesca-Variation ohne Parmesan (versteht sich bei allem aus dem Meer) gesetzt.

Die war voraussehbar gut und einfach. Nur war es etwas Arbeit, alles vorzubereiten, damit alles schnell und auf den Punkt zusammenkommen konnte.

Die Puttanescasauce:

1 Sardelle und eine kleingehackte Knoblauchzehe in Olivenöl langsam zerfallen lassen

4-6 Kirschtomaten dazugeben, 6-10 Kapern (ich hatte in Salz eingelegte Kapern, leicht abgespült), 8 Oliven und ein Schluck Noilly Prat oder Weißwein, was im Haus ist. Deckel drauf und andünsten. Nach 10 Minuten schauen, die Tomaten verdrücken, umrühren, und den Deckel wieder draufmachen.

Dazwischen hatte ich die Artischocke (hier ohne Foto) gekocht und die Blätter mit großem Genuss abgepflückt und mit einem Zitronenbutterdipp genossen.

Den Boden hab ich dem größeren Wohl zugeführt und in Stücke geschnitten der Sauce zugegeben.

Während sich die Sauce selbst vollendete, nahm ich den Crevetten Kopf und Darm, hackte nochmal eine Zehe Knoblauch, und erhitzte ein Pfanne mit Olivenöl. Da hinein kamen zuerst die Crevetten, direkt anschliessend der Knoblauch. Ich würde sagen, daß es nicht länger als 4 Minuten gedauert hat, dann wurden die Meerestiere ihrem Schicksal=Teller zugeführt. In die Sauce kam im letzten Moment noch ein paar Streifen Basilikum.

Diese Sauce (ich wiederhole mich hier) hat sich zu meiner Lieblingssauce gemausert in den letzten Jahren. Ich finde sie eine perfekte Sauce, die kein Fleisch und keinen Fisch braucht (selbst wenn ich immer wieder welchen dazu mache). Auch die Sardelle kann man sich sparen, auch wenn sie meiner Meinung nach den Geschmack vertieft (Umami).

Aber ich hab die Sauce schon oft ohne Fleisch oder Fisch, sondern nur mit Parmesan auf Pasta genossen. Wunderbar!

Das Kokosgedöns mach ich jetzt an Pfingsten mit Schweinelende oder Hähnchenbrust- schaunmermal 🙂

 

Spaghetti Scampi Oliven Kapern Tomaten 1

 

Spaghetti Scampi Oliven Kapern Tomaten 2

Saibling Crevetten Berglinsen


Wir sollten Besuch bekommen von einer Weltreisenden, die uns erzählen wollte wie die Reise gewesen war.

Für mich wieder eine schöne Gelegenheit, einen Gast zu verwöhnen und Neues auszuprobieren.

Da der Termin auf einen Samstag fiel, war Markt angesagt. Mein Fischhändler hatte Saibling, und da ich vorhatte 3 Gänge zu servieren, ging ein Fischgang in Ordnung. Den Fisch hab ich mir filetieren lassen (ich kann es zwar auch, aber nicht so schnell und auch nicht so gut wie die Fischfrau). Die Parüren hab ich mir einpacken lassen, für den Saucenfond.

Dazu hab ich mir noch ein paar Crevettes rosés mitgeben lassen.

Den Fisch hab ich nochmal einer strengen Grätenprüfung unterzogen, weil Frau B’s Appetit schlagartig weg ist, sollte sie mit einer Gräte konfrontiert werden. Entlang der Filetmitte befinden sich noch mal etwa 7 Gräten, die man ertasten kann.

Die hab ich mit Hilfe einer Gräten Pinzette gezogen und die Filets in kleinere Stücke geschnitten und wieder kalt gestellt.

Die Crevetten, die vorgekocht waren, hab ich gepellt und entdarmt, um die Schalen zuerst anzurösten und dann mit den Fischabschnitten, einer kleinen Menge Suppengrün und etwas Noilly Prat aufzukochen. Das hab ich etwas reduzieren lassen. Nach 20 Minuten hab ich die Fischabschnitte entfernt und hab dann 200 ml Sahne und 100 g Butter dazugegeben. Nach ener Stunde kam das Suppengrün heraus. Das Ganze hab ich dann auf etwa 6 Eßlöffel einkochen lassen. Die Sauce war ohne Dickungsmittel sehr sämig und konzentriert und kam sehr gut an.

Die Linsen waren wie Beluga- oder Puylinsen eine kleine feste Sorte, die sehr nussig schmeckt und nicht so mehlig schmeckt. Die hab ich in Gemüsebrühe ohne Salz gar gekocht, danach ließ ich sie abtopfen, um sie dann mit Rotweinessig (2 El), Salz, Pfeffer zu aromatisieren. Zusätzlich hab ich eine rote Paprika und eine Karotte in Brunois geschnitten, knackig angebraten und untergehoben.

Die Linsen wurden vor dem Servieren kurz erwärmt, der Fisch auf der Hautseite angebraten und mit einem Schluck Wein bei geschlossenem Deckel zuende gegart, die Crevetten kamen die letzten Sekunden mit hinein, die Sauce hab ich mit dem Mixstab noch hochziehen wollen, aber sie war sehr dick, also hab ich sie einfach so verteilt, dann gab es noch ein bißchen Schnittlauch drauf.

Das Ganze war ziemlich lecker- die Sauce ist ein Hammer, auch wenn man nicht mehr als einen Löffel oder zwei essen sollte.

 

Crevetten Bärlauchmayonnaise


Wir haben ein paar Tage frei und nutzten das schöne Wetter, um einen Abstecher über die Grenze ins Elsaß zu machen und bei dieser Gelegenheit auch etwas für’s Abendessen einzukaufen. Ich habe noch Bärlauchpesto portioniert eingefroren, und dachte es wäre vielleicht eine gute Idee, mich an einer Bärlauchmayonnaise zu versuchen. Da boten sich die in Frankreich sehr beliebten ungeschälten Crevetten an, die man für wenig Geld bekommt.

Die Mayonnaise hab ich auf die langsame Art gemacht, indem ich Rapsöl zuerst tropfenweise und dann in dünnem Strahl mit einem Eigelb mit einem Schneebesen verklepperte. Als das fertig war hab ich etwa 3 Eßlöffel vom Bärlauchpesto untergerührt. Abgeschmeckt hab ich die Mischung mit Salz, Zitronensaft und Cayenne.

Die Crevetten waren schon vorgekocht, also hab ich sie nur kurz mit einer Knoblauchzehe (schadet ja nicht) geschwenkt und mit Zitronenachteln serviert. Dazu gabs Baguette.

Einfach aber sehr lecker. Die Mayonnaise ist unbedingt zu empfehlen.