Schweinelende Speck Apfel Feta Crepe Apfel Lauchsauce


Beim Metzger Zorn bekam ich eine schöne Schweinelendenhälfte und einen Speck dazu, um sie auch einwickeln zu können.

Die briet ich langsam auf allen Seiten an und stellte sie dann in den Ofen von 100 C.

Ich wußte nur, daß ich einen Crepe mit Füllung machen wollte, aber er sollte nicht süß sein.

Zuerst machte ich den Teig nach Gefühl- etwa 3 gehäufte El Mehl, 1 Tasse Milch, eine Prise Salz und ein Ei. Kein Zucker.

2 Boskoop Äpfel waren da, den ersten hab ich in Stücke geschnitten, in Butter angebraten und dann den Crepeteig drübergegossen.

Danach gewendet, mit ein paar Fetawürfeln gefüllt und zusammengerollt und beiseitegestellt.

Den zweiten Apfel hab ich auch gestückelt und in Butter angebraten, jetzt kam aber auch eine Viertel Lauchstange in Streifen dazu. Eine Prise Thymian dazu und erst mit einem Schluck Calvados und dann mit einem Schluck Weisswein abgelöscht.

Das Fleisch kam in eine andere Pfanne als es in den Ofen geschoben wurde. Die Sauce wurde in der ersten Lendenpfanne abgelöscht. Das gab etwas mehr Geschmack.

Zusammen angerichtet gab es ein schönes Spiel von Lende/Speck und dem fruchtigen Apfel/würzig-salzigem Feta. Der Crepe war ziemlich lecker.

Es war allerdings etwas ungewöhnlich 🙂

 

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Menü Februar 2016 IV/IV Crepe


Als Dessert hatte ich mir etwas ausgesucht, das ich wenigstens teilweise vorbereiten konnte. Dazu hab ich ein Crepe Rezept von Lea Linster benutzt.

Crepe a la Linster

150 g Mehl sieben

4 Eier

250 ml Milch

1 Tl Zucker

1 Prise Salz

alles vermischen, 1/2 Stunde stehen lassen

35 g Butter schmelzen und leicht braun werden lassen, zum Teig geben

100 ml Sprudelwasser dazugeben

Sofort in der Pfanne, in der die Butter geschmolzen wurde, den ersten Crepe giessen

Lea Linster meint, die Crepes würden Löcher bilden, das war bei mir nicht der Fall.

Stattdessen waren sie hauchdünn und ich mußte sie mit dem Tortenspatel wenden.

Ich hab 8 Stück geschafft, dann kamen die Gäste.

 

Die Zitronensauce entstand auch aus einem Gedankensprung – Ursprünglich dachte ich an Crepe Suzette, mit Orangen, Filets und Grand Marnier, dann schwenkte ich um, weil ich eigentlich zitronige Aromen mehr liebe und ich eine im speziellen im Kopf hatte, nämlich die Füllung eines Lemon Pie. Da ist es Zitronensaft, Zucker, Speisestärke und dann 2 Eigelb Die Eigelb hab ich weggelassen, dadurch wurde die Sauce sehr durchsichtig.

Dazu gab ich einen Orangenlikör (die Zitrone war super aber sehr sehr zitronig, und ich wollte sie etwas abmildern)

Zitronensauce

Saft von 8 Zitronen

etwa 150 g Zucker (ich hab das nach Gefühl gemacht und nach dem Aufkochen nochmals welchen dazugegeben)

2 cl Orangenlikör

2 Tl Speisestärke

 

Auch hier mußte ich die Sauce mit Wasser anpassen. Aber auch das war nicht weiter schlimm.

Dadurch, daß die Crepes schon fertig waren und nur noch im Ofen warmgemacht werden mussten, der Rest einfach. Die Sauce wurde nochmal aufgewärmt.

Dann kam das Eis, das ich am Tag vorher vorbereitet hatte.

Vanilleeis nach David Lebovitz

  • 250ml Milch
  • Prise Salz
  • 150 g Zucker
  • Vanilleschote längs aufgeschnitten
  • 500 ml Sahne
  • 8 große Eigelb
  • 1 Teelöffel Vanilleextrakt

Milch, Salz und Zucker werden aufgekocht und wieder abgekühlt, Vanilleschote wird ausgekratzt, und alles von der Schote wird eine Stunde zur Milch gegeben.

Die Sahne wird über einem Eisbad in eine Schüssel gegeben, Die gewürzte Milch wird nochmal erhitzt und langsam in die aufgeschlagenen Eigelbe gegeben. Nachdem alles zusammen aufgeschlagen wurde, kommt es durch ein Sieb in die kalte Sahne.

Dann sollte es nochmal abkühlen, bevor es in die Eismaschine kommt.

….

Schwamm drüber, das Eis war gut, keine Kristalle, aber ich hab es zu spät herausgenommen 🙂  Aber 10 Minuten später war alles OK.

 

Crepes Zitronensauce Vanilleeis

 

Es war spät am Abend, und Grünes wie Minze hatte ich eh nicht gekauft, deshalb ist dieser Gang auch eher Ton in Ton. Nichtsdestotrotz gab es viel Lob und vom Eis wurde nachbestellt!

Menu 1/3 Orangen Crepes


Nach einem Rezept aus dem Buch ‚Die Jeden-Tag-Küche‘ machte ich die Orangen Crepes.

Für den Teig für zwei Personen:

25 g Butter

1 Ei

75 ml Milch

Prise Salz

1/2 El Zucker

50 g Mehl

3 Orangen (eine davon unbehandelt)

1 El Vanillezucker

2 cl Cointreau

Die ersten 5 Zutaten (ohne Butter) aufschlagen, dann Mehl langsam einrieseln lassen und verrühren, 1/2 Orange auspressen, Butter schmelzen, Orangensaft mit der flüssigen Butter mischen und zum Teig zufügen. Eine Stunde stehen lassen.

Von der unbehandelten Orange Zesten reißen, die Orangen entsaften,eine Orange filetieren, in einem Topf einen Löffel Butter schmelzen, Vanillinzucker leicht karamelisieren lassen, mit Orangensaft ablöschen, Sirupartig einkochen, 2 cl Cointreau oder Grand Marnier dazugeben.

Crepes dünn in der Pfanne mit Butter oder Butterschmalz braten, Pfanne sollte nicht zu heiß sein. Fertige Crepes im Backofen bei Mindesttemperatur parken.

Zesten und Filets zum Sirup geben, auf jeden Teller 2 Crepes drapieren, mit der Sauce napieren, mit Puderzucker bestäuben, servieren.

Saulecker!

Crepe-Suzette-1

Für Gäste


Wir hatten eingeladen, und immer dann überlege ich hin und her, was es denn geben soll.

Dieses Mal war es besonders schwer, weil die Gäste an einem Freitag kommen sollten und alles schon vorher erledigt sein mußte.

Nach einigem Überlegen hatte ich aber ein Menü, das ich meistern könnte.

1. Gang Kürbiscappuccino
2. Gang Coquilles St. Jaques mit Endiviensalat
3. Gang Onglet vom Rind mit Polenta und Rotwein-Schalottensauce
4. Gang Crépe mit Birnenragout auf Himbeercoulis mit Himbeeren und Minze

Die Suppe hatte ich schon gekocht und mußte sie nur noch erwärmen.

Sie bestand aus Butternutwürfeln, Zwiebeln, 1 Dose Kokosmilch, Cayenne, Ingwer, Zitronensaft und ein wenig gemahlenem Koriander und wurde fein püriert und durch ein feines Sieb passiert.

Dazu hab ich Sahne geschlagen und Kürbiskerne mit Puderzucker karamellisiert.

Die Suppe hab ich in schönen Kaffeetassen gereicht, mit einer Sahnehaube, Kürbiskernöl und den crunchy Kürbiskernen. Frau B. mochte diesen Gang am liebsten.

Und dann hab ich vergessen ein Foto zu machen.

Die Coquilles sind eigentlich Tiefseescallops, und das Rezept hab ich hier schon mal gepostet.

Dazu hab ein bißchen Endiviensalat gegeben.

 

Für die Hauptspeise hatte ich beim Metzger m.V. einen ‚Nierenzapfen‘ (Onglet) bestellt. Auch hier war die Inspiration

aus dem Buch ‚Das Gericht‘ vom Homarus Verlag gekommen. Es handelt sich hier um einen Bistro-Klassiker, den man hierzulande kaum kennt. Im Buch wird von einem Gewicht von 1200-1500 g pro Stück (Charolais) ausgegangen, Deutsche Rassen entwickeln Stücke von ca. 600-800 g. Mein Metzger hat mir die Stücke noch eine Woche abgehangen, um sie zarter zu bekommen, denn sie sind sehr langfaserig.

Das Ergebnis war nicht so zart wie Filet oder Rumpsteak, aber ich hatte schon das eine oder andere Hüftsteak, das man auch etwas ‚kauen‘ mußte. Dafür hatte es einen intensiveren Geschmack.

Onglet vom Rind mit Polenta und Rotwein-Schalottensauce/

Onglet parieren, Mittelsehnenstrang entfernen.
Scharf anbraten, bei 80°C im Ofen niedrig garen.
Polenta aufkochen, auf Silikonmatte aufstreichen, in Rauten schneiden, mit Rosmarin anbraten.
Kalbsknochen, Rinderbeinscheibe und Suppengrün mit Tomatenmark anbraten.
Mit Spätburgunder ablöschen (½ l). Einkochen, mit Butter aufmontieren.
Schalotten schälen, längs halbieren, mit Zucker langsam karamellisieren.
Zu der Sauce geben, servieren.

 

Als Abschluss hab ich noch ein Dessert angeboten, das ich im Buch ‚Europas Meisterköche bitten zu Tisch‘ (Könemann)

fand.

Crépe mit Birnenragout auf Himbeercoulis mit Himbeeren und Minze
Crépeteig vorbereiten, ziehen lassen.
Birnen schälen, kleinschneiden.
In Honig karamellisieren, Zitronensaft dazu.
Himbeeren pürieren, passieren, ganze Himbeeren zurückhalten.
Vanilleschoten längs vierteln.
Crépe backen, mit Ragout füllen, mit Vanilleschote binden.
Auf Coulis anrichten, Himbeeren im Kreis anrichten, Minzblatt.

Für mich war das der hübscheste Gang, und geschmeckt hat es auch.