Spitzpaprika Hack Bulgur Käse


Für’s Wochenende hatte ich Spitzpaprika besorgt, die restlichen Dinge hatte ich noch im Haus. Der Plan war die Paprikaschoten mit einer Mischung aus gebratenem Rinderhack, Zwiebeln, Knoblauch, Thai Chili, Tomaten und Tomatenmark und dann noch Koriandergrün und frisch gekochtem Bulgur zu füllen.

Da die Schoten relativ schlank sind schnitt ich die schlanksten in die Hälfte und konnte so die Mischung besser einfüllen. Im Ofen wurden sie etwa 35 Minuten bei 180 C gebacken.

Den Bulgur mache ich so, daß das Mischungsverhältnis etwa 1: 1,8 von Bulgur zu Wasser ist, also etwas weniger als die doppelte Menge Wasser. Ich koche die Mischung aus Bulgur, einer Prise Salz und Wasser ohne Deckel auf, bis sie anfängt zu kochen, dann mache ich den Deckel drauf und ziehe den Topf von der Hitze. Nach 7-10 Minuten ist der Bulgur noch leicht körnig. Dann gebe ich ein Stück Butter und einen Schluck Olivenöl hinein und rühre um, danach lässt er sich gut weiterverarbeiten.

Danach warf ich Zwiebeln, Knoblauch und Hackfleisch in eine Pfanne, briet alles an, gab dann Tomaten, Thai Chili, Koriander und Mark dazu und mischte es unter den Bulgur. Ich schmeckte nochmal mit Salz und Pfeffer ab und füllte es in die Paprika ein. Den übrigen Bulgur gab ich so in die Form und raspelte grosszügig einen guten mittelalten Comté darüber.

Ich hab das Gericht so genossen, weil Paprika und Fülle wirklich saftig waren, aber gut gepasst hätte auch eine Art von Tzatziki.

Mac ’n‘ Cheese


Irgendwann musste es einmal sein. Das amerikanischste Gericht mit der grössten Verbreitung und auch der grössten Akzeptanz unter all den verschiedenen Bevölkerungsgruppen – Mac ’n‘ Cheese, die Abkürzung von Macaroni and Cheese.

Das grosse Problem bisher war, dass ich das Gericht aus meiner Kindheit gut kenne, aber wie Abermillionen Anderer nur aus einer Packung von Kraft oder einer anderen grossen Firma. Da gab es einen Papierbeutel mit den Macaroni und eine andere Tüte mit Käsepulver, den man dann mit Milch anrühren musste. Dann wurden die Nudeln gekocht, mit der Industriekäsemischung vermischt und serviert. Gab es ein bisschen mehr Liebe (=Zeit), wurde umgetopft und alles kam zum Gratinieren in den Ofen. Ich fand es immer ziemlich künstlich und mit Milch angerührte Dinge mochte ich auch nicht besonders.

Aber heute hatte ich zufällig etwas Milch da. Und Käse. Meine Macaroni waren von De Cecco und heissen Sedanini :-), aber der amerikanische Geist hatte sich schon in der Küche festgesetzt. Allerdings waren alle Zutaten europäisch, was irgendwie für mich ein Garant dafür war, dass es nicht ganz schlecht werden kann.

Jedenfalls kochte ich die Sedanini zuerst, bis sie noch nicht ganz al dente waren, dann liess ich sie abgetropfen.

Dazwischen nahm ich etwa 80 g Cheddar, 50 g guten alten Comté und dazu 30 g Parmigiano reggiano und schnitt die verschiedenen Käse in kleine Stücke.

Dann gab ich ein gutes Stück Butter in eine Sauciere, gab 2 El Mehl und ein Lorbeerblatt dazu und vermischte Mehl mit geschmolzener Butter. Dann gab ich nach und nach Milch dazu, bis die Mischung nur leicht angezogen war. Und dann rührte ich den Käse unter. Bei mittlerer Hitze dauerte das ein bisschen länger als 10 Minuten, bis die Sauce glatt war. Dann gab ich noch eine Prise Salz und frischen schwarzen Pfeffer drüber und ab in den Ofen. Nach weiteren 10 Minuten drehte ich den Ofen auf 200 C und bekam so noch ein bisschen Farbe auf die Oberfläche.

Was für mich interessant war: Ich konnte tatsächlich Comté, Cheddar und Parmigiano danach immer noch einzeln herausschmecken. Hätte ich nicht gedacht. Hat das sehr schlonzige Gericht auf jeden Fall aufgewertet.

Gefüllte Hähnchenbrust Fregola Sarde Spargel Tomate


Heute hatte ich Lust, eine Hähnchenbrust zu füllen. Ich hatte für den Rest eigentlich noch keinen Plan, ging also zuerst einkaufen. Dort fand ich auch Bacon, den ich auch mitnahm.
Später bei meinem Gemüsehändler kaufte ich Basilikum, Schnittlauch, eine Tomate und drei Stangen Spargel.

Die Reihenfolge:
Fregola Sarde gar kochen, mit Petersilie, Salz, Pfeffer und Olivenöl abschmecken
Spargel schälen, kochen mit einer Prise Zucker und Salz
Hähnchenbrust aufschneiden und zwar das obere Drittel. Nicht ganz durchschneiden, sondern jetzt 1/3 tieferschneiden und den Weg zurück. Dadurch wird die Fläche verdreifacht wie bei einer Roulade.
Aufklappen, mit Stiften mittelalten Comte und Basilikumblättern füllen, aufrollen und 5 Scheiben Bacon drüberdrapieren und auf der Rückseite zusammenfügen.
Auf der Naht anbraten, damit sie sich nicht mehr öffnet, umdrehen, auch anbraten, die Tomate halbieren, auf der Schnittfläche anbraten und beides in einer Pfanne in den Ofen schieben, bei 160 C.
Das dauert etwa 12 Minuten.
Jetzt den Spargel mit einem Stück Butter aufwärmen, anrichten, Tomate dazulegen, Fregola Sarde ausstreuen, die Hähnchenbrust aufschneiden und auf die Fregola legen.
Mit Petersilie und Schnittlauch bestreuen und geniessen 🙂

Dorade Kartoffel Lauch Tartelette


Heute wollte ich nach ein paar Wochen wieder einmal Fisch essen, hatte aber keine Präferenz. Ich sah allerdings bei Fuenfhauskitchen ein Muschelgericht mit Fregola sarda, das hätte ich gerne ausprobiert.

Mein Fischhändler hatte noch einen Sack Muscheln da, meinte aber er hätte sie schon verkauft. Also schwenkte ich auf Dorade um (es hat ja noch den Rest vom März und den April für die Monate mit R), wobei mein netter Fischhändler mir den Fisch schuppte und sogar ausnahm 🙂

Nebenan erstand ich Rosmarin und Thymian und ging zufrieden nach Hause.

Die Dorade wurde nur mit einer Zitronenscheibe, Thymian und Rosmarinzweig gefüllt und in den ovalen Bräter gegeben, mit einem Schuss Olivenöl und Weisswein.

 

Für das Tartelette (eigentlich eine irreführende Bezeichnung) gab ich einen doppelt ausgelegten Boden von dünnsten Kartoffelscheiben auf den gebutterten Boden. Die Scheiben hab ich mit dem Trüffelhobel (den ich noch nie für Trüffel verwendet habe) so dünn bekommen. Dann folgte die Schicht Lauchröllchen, es waren zwei Lauchstangen, und davon nur das Weisse.

Darüber kam Muskat, Salz und Pfeffer, danach 1 Ei gemischt mit 4 El Sahne und 100 g Comté. Jetzt legte ich die beiden letzten Schichten Kartoffeln darauf und schob die Form in den Ofen.

Später holte ich es nochmal aus dem Ofen heraus und bepinselte die Oberfläche mit Butter.

 

Insgesamt ein stimmiges Abendessen; die Dorade ausdrucksstark wie immer, Kartoffel Lauch schmeckt natürlich nach Kartoffel Lauch. Der Käse passt schön dazu und macht alles schön saftig.

 

 

 

 

 

Lauch-Schinkenquiche


Ich hatte spontan Lust, mich an einer Quiche zu verkünsteln. Quiche ist eine der Übungen, für die ich kein Kochbuch öffne, das ist dann wirklich Zeitverschwendung 🙂

Stattdessen alles aus der Lameng:

Der Einkauf war einfach Lauch, 2 Stangen, und Strudel/Yufkateig, den Rest hatte ich daheim.

5 Lagen Strudel, unten mit Butter eingedulft, und in eine runde Form ausgelegt

Füllung: 2 Lauchstangen in dünnen Ringen, bis zum grünen Teil geschnitten und gewaschen

3 große Eier

1/3 l Milch

Salz, Pfeffer, Muskat

50 g Speckwürfel

50 g gekochter Schinken

100 g Comté

20 g Parmesan

ein gutes Stück Butter

Lauch in der Butter anbraten und weich dünsten, dann Speck dazugeben und rösch werden lassen.

Die Eier aufschlagen, Milch dazugeben, salzen und pfeffern

Lauch in der mit Strudelteig ausgekleideten Form einfüllen und schön gerade verteilen

Schinken darüber streuen

Eierguss darüber geben und verteilen

Comté (gerieben) darüber verteilen

Parmesan drüber reiben

Die überstehenden Teigecken auf die Füllmasse zurückschlagen

Den Teig mit flüssiger Butter einpinseln

45 Minuten bei 180 C

Ich hab sie die letzten 15 Minuten mit Alufolie abgedeckt, damit sie nicht zu braun wird.

Wie man sieht hab ich ein Stück mit einem Salat genossen. Eigentlich waren es zwei Stück 🙂

Die Quiche ist super geworden und hat auch sehr gut geschmeckt!

Das Problem ist, daß es soviel ist. Aber ich habe ein paar nette Leute bei der Arbeit, die wollen bestimmt probieren und den Rest gibt es morgen zum Mittagessen 🙂

 

 

 

 

 

 

Hasselback Kartoffeln


Wenn ich jetzt einen amerikanischen Blog betriebe, hieße das Gericht „Hasselback potatoes fully loaded“. Aber schon der Konjunktiv wäre für jeden rechten Amerikaner zuviel, einigen Deutschen/Schweizern/Österreichern wahrscheinlich ebenfalls 🙂 . Hier nenne ich es einfach Hasselback Kartoffeln 4.0.

Ich mußte mich eben erst nochmal schlau lesen – wohl in Schweden erfunden, werden sie (die Kartoffeln) tief eingeschnitten und mit Butter und einer Bröselmischung bedeckt und gebacken.

Sie gelten als aufwendige Beilage.

Ich hatte am Samstag vom Pfälzer wunderbare große Grumbeere (Kartoffeln) gekauft, große Exemplare, von der die Oma sagte, sie nähme sie für alles Kartoffelige (schon wieder ein Konjunktiv!)

Also heizte ich den Ofen ein und konzentrierte mich auf die bevorstehende Aufgabe, Wie gesagt, ich hab mir das schon eine Weile nicht angeschaut, und vergessen, daß es einfach nur Schnitte von oben nach unten sind. Ich hab sie in die Hand genommen und versucht eine einzige Spirale zu schneiden, ohne daß die Kartoffel kaputtgeht. Das hat auch geklappt, nur waren die Spiralabstände leider nicht so filigran, wie es die Schnitte gewesen wären (Konjunktive überall! Hätte,hätte, Fahrr…!).

Jedenfalls bollerte mein toller Ofen bei 200 C, trotzdem brauchte diese Riesenknolle etwas mehr als eine Stunde, gar zu werden. Ich hab sie ein paarmal aus dem Ofen genommen, in der Hoffnung die Spirale etwas auseinanderzubiegen und Butterflocken hinein zu operieren, aber sie näherte sich dem Kartoffelzentrum eher durch Osmose.

In der Zwischenzeit hab ich zwei kleine Baconstreifen=“rashers“ in klitzekleine Würfelchen geschnitten und langsam rösch gebraten. Dann kamen 7 weisse Champignons dazu, die etwa 5mm dick geschnitten waren. Zur Krönung gab es noch etwa 70g Farmerschinken (frisch von der Theke), leicht geräuchert, in kleinen Würfeln dazu. Als alles schön warm war, schaltete ich die Platte aus, gab einen Schluck Weisswein dazu (nur um es feucht zu halten), und stellte die Pfanne auf die Seite.

Als die Kartoffel dann endlich soweit durch war, gab ich den Inhalt der Pfanne über die Kartoffel und dann den Käse drüber. Der Käse ist (ausnahmsweise) ein junger Comté, weil der dann nicht so sehr mit seiner Strenge dominiert.

Man kann sich denken, wie es geschmeckt hat, nämlich lecker, und als ob man irgendwo beim Skifahren ein Rösti mit Käse und Bündnerfleisch oder ähnliches bekommt. Aber es hilft ja nix – die Kombi, egal welcher Façon auch (jetzt auch noch Genitiv!), ist ein Klassiker. Ich jedenfalls war danach pappsatt und sehr zufrieden.

Die nächste Grumbeer verarbeite ich zu Pommes (im Ofen ohne Öl), das hat weniger Kalorien 🙂

Die Fotos zeigen, man muß es eigentlich nicht dazusagen, die 3 Phasen der Kartoffel – dekoriert, mit Käse, mit Käse geschmolzen.

Dazu gab es einen Endiviensalat mit Senfdressing – herrlich!

 

Hasselback Kartoffel 1

 

Hasselback Kartoffel 2

 

Hasselback Kartoffel 3

Pochierte Eier Spargel Comté Bacon


Gestern gab es ja schon mal Spargel, und heute wollte ich die zweite Hälfte machen (der Spargel hatte am Markt 500g). Da ich noch sehr frische tolle XXL Bioeier hatte, war es eigentlich ein sogenannter „No-Brainer“, die damit zu kombinieren.

Zuerst hab ich 2 Scheiben Bacon ausgelassen, bis sie schön rösch waren, danach wurden sie auf Küchenkrepp entfettet.

Dann hab ich den Comté in dünne Scheibchen abgezogen. Dazu hab ich meinen Rösler Trüffelhobel benutzt, der schon viel gehobelt hat, aber keine Trüffel 🙂 .

Der Spargel wurde im Bambuskorb gedünstet. Was man nicht so gut sieht, ist, daß dadurch die Farbe etwas ins oliv abgleitet (weshalb ich gerne aufs Braten zurückgreife, weil das besser für die Farbe ist).  Nach etwa 15 Minuten waren die Spargel gar und ich nahm sie und briet sie trotz allem nochmal an, auch, um sie nachzuwürzen.

Danach setzte ich einen Topf Wasser auf, gab 2 gute Spritzer Weissweinessig hinein und brachte es knapp unter den Siedepunkt.

Als das soweit fertig war, nahm ich die Pfanne beiseite und schlug die in warmem Wasser vorgewärmten Eier in zwei gesonderte Schüsseln auf.

Ich richtete den Spargel an, rührte das Wasser ein paar Mal um, um einen Strudel zu erzeugen, sofort danach liess ich die Eier nacheinander ins Wasser gleiten.

Sie blieben zwei Minuten und dreissig Sekunden drin, danach hab ich sie mit der Schaumkelle herausgeholt, abtropfen lassen und auf den Spargel gelegt.

Danach kamen Comté und Bacon dazu und es war Zeit für ein Foto 🙂 .

Es hat ziemlich gut geschmeckt, die Eier waren perfekt und sehr cremig.

Ich hab mir kurz überlegt, den Bacon wegzulassen, um ein überzeugendes vegetarisches Gericht zu präsentieren, aber dann dachte ich mir, daß die Vegetarier das schon auch selbst könnten. Ich hab es nicht bereut, weil, wie eine Freundin immer sagt – „everything is better with bacon“ 🙂 .

 

Pochierte Eier Spargel Comte Bacon 1

 

Pochierte Eier Spargel Comte Bacon 2

Chicoree Schinken Speck Sahne


Jaja, ich wiederhole mich immer häufiger! Gerade im Oktober gepostet, treibt es mich schon wieder zum Chicoree. Heute wieder ein wenig anders, aber im Prinzip gleich.

Die Akteure heute sind Chicoree, Prosciutto Cotto, 1/8l Milch, 1/8l Sahne, 1 Knoblauchzehe, ein Schluck Weisswein, 25g Speckwürfel, etwas Muskat, Salz, Pfeffer.

Die Chicoree wurden halbiert, entkernt, mit Schinken umwickelt. Der Speck wurde ausgelassen, das Fett hab ich weggeschüttet, dann die Würfel auf Krepp entfettet, währenddessen in die Pfanne neues Olivenöl und die umwickelten Chicoree-Schinkenwickel angebraten.

Dazu kam der letzte Chicoree in Streifen, die letzte Schinkenscheibe, ebenfalls in Scheiben. Die gehackte Knoblauchzehe, dann einen Schluck Weisswein, herunterkochen, darauf dann Milch, Sahne, Muskat, Salz und Pfeffer. Am Schluss 75 g Comté drübergerieben.

In der Pfanne dann bei 200 C in den Ofen – 30 Minuten.

Am Anfang ist alles cremig von Milch und Sahne, aber nach einer halben Stunde suppt der Chicoree und gibt sein Wasser ab. Man könnte die Sauce binden, aber sie ist würzig und braucht keine Bindung.

Es sieht dieses Mal ordentlicher aus als im Oktober, geschmeckt hat es sehr gut. Es gab eine Scheibe Brot dazu, das hat perfekt gepasst.

 

Chicoree Schinken Speck Sahne 1

 

Chicoree Schinken Speck Sahne 2

Kartoffeln Auberginen Hack Bechamel Käse


Ich hab gestern den Kochmarathon erwähnt. Dieses Monstrum war der Grund. Ich weiß nicht genau, wie ich darauf gekommen bin, aber ich hatte ein Rezept für Pastitsio von Zitronen und Olivenöl angeschaut, hatte aber keine Lust, das Ganze mit Makkaroni zu machen, keine Ahnung warum. Stattdessen fing ich an herumzuspinnen, wie ich es sonst noch machen könnte, auf meine Art. Danach ging ich einkaufen, um zu sehen, was überhaupt möglich wäre. Ich kam mit einem Kilo festkochender neuer Kartoffeln zurück, außerdem einem Stück jungen Comté, einem halben Liter Milch, einer Aubergine und 300 g gemischtem und weiteren 300 g Rinderhack.

Zuerst schälte ich ein Pfund Kartoffeln, schnitt sie in Scheiben von 5mm und köchelte sie mit einer Prise Salz, bis sie knapp bissfest waren. Dann wurden sie kalt abgespült und beiseite gestellt.

Das gemischte Hackfleisch und die Hälfte des Rinderhacks wurden in Olivenöl angebraten, unter Zugabe von 2 Knoblauchzehen und einer großen Zwiebel, auch kleingehackt.

Dazu kam ein 10 cm Strang Tomatenmark und 6 Kirschtomaten, dazu Oregano und frischer Thymian. Hier hab ich den Rat aus der Pastitsio übernommen und sie langsam eingekocht, damit sie relativ trocken ist und nicht auseinanderfällt. Gegen Ende der Kochzeit hab ich nochmal mit Cayenne nachgewürzt.

Die Aubergine wurde auch in 5-8mm Scheiben geschnitten, auf beiden Seiten mit Salz eingerieben und eine knappe halbe Stunde stehen gelassen. Sie schwitzte ordentlich, bis ich die Scheiben abbrauste und abtrocknete. Beim Anbraten fiel mir aber auf, daß sie trotz Entschlackungskur Öl trank wie ein alter Opel Kadett (Ich weiß, wovon ich rede 🙂 ). Trotzdem konnte ich alle Scheiben zufriedenstellend bräunen, um sie dann auf Krepp zu entfetten und beiseite zu stellen.

Das letzte Element war die Bechamel/Käsesauce. Dafür kam ein gutes Stück Butter mit 2 El Mehl in eine Sauteuse und wurde langsam hellbraun geschwitzt. Dann kamen etwa 400ml Milch dazu, wie auch eine mit 4 Nelken gespickte Schalotte nebst Lorbeerblatt und einer Prise Muskat. Diese Mischung ließ ich aufkochen und gab dann ein vorher geriebenes Stück Comté von 150g in den Saucenansatz, nachdem ich vorher Schalotte, Nelken und Lorbeerblatt entfernt hatte. Auch dieses Teil stellte ich warm.

Zum Zusammenbauen nahm ich eine Springform von 26cm und legte sie mit Backpapier aus. Dann kam die erste Schicht Kartoffeln hinein, darauf eine Schicht Auberginen, dann einige Löffel Hackmischung, darauf dann die Käse-Bechamelmischung, und das Ganze zweimal wiederholt. Obenauf der letzte Rest Bechamel und ab in den Ofen bei 190C für 50 Minuten, die letzten 20 Minuten mit Aluhaube.

Als ich den Kuchen herausholte, war er noch in Bewegung, also stellte ich ihn auf dem Herd ab und ließ ihn auskühlen. Dann kam er übernacht in den Kühlschrank. Heute morgen konnte ich ihn dann anschneiden. Ich nahm 3 Stück mit ins Geschäft, eins für mich, 2 für meine Testesser.

Mir hat es ausgezeichnet geschmeckt, wobei ich froh war, ein nicht so großes Stück genommen zu haben, weil es schon ganz schön reichhaltig ist, aber eben auch sehr schlonzig.

Von einem Testesser steht das Urteil noch aus, die andere war begeistert.

 

Kartoffeln Hack Auberginen

 

Kartoffeln Hack Auberginen 2

 

Französische Zwiebelsuppe


Ich hab schon ewig keine Suppe mehr gemacht, und wollte etwas leichteres als ein echtes Abendessen für einen Sonntagabend. Mein Unterbewusstsein hat mir hier einen Strich durch die Rechnung gemacht 😉 .

Gestern auf dem Markt hatte ich ja Käse und dann ein Stück Lachs gekauft. Zwischen diesen beiden Ständen hatte ich den Geistesblitz, eine französische Zwiebelsuppe zu machen. Die hab ich seit bestimmt 40 Jahren nicht mehr gegessen. Der zweite Käsestand liegt auf dem Weg zum Fischstand. Er hat einige Frischkäsezubereitungen, die Herr Ruf nicht hat, sowie eine Sammlung von Hartkäsen, die Herr Ruf auch nicht hat (Cheddar, zum Beispiel). Aber er hatte einen jungen Comté, den ich manchmal statt eines Gruyere kaufe. Also nahm ich ein Stück mit. Dann den Lachs geholt und dann zum Pfälzer, der Gemüsezwiebel und des Suppengrüns wegen. Die Zwiebel war auch ordentlich groß (250 g) und es reichte eine. Beim Metzger gab es Rinderknochen und ein Stück mageres Suppenfleisch von 350 g.

Außerdem hab ich vom Bäcker noch zwei Brötchen mitgenommen, für die Haube.

Zuhause angekommen hab ich den Schnellkochtopf mit Fleisch, Knochen und kaltem Wasser aufgesetzt. Sobald Überdruck bestand hab ich die Hitze reduziert und das Fleisch eine knappe Stunde

kochen lassen. Danach hab ich ihn abkühlen lassen, aufgemacht, das grob zerteilte Suppengrün dazugegeben und nochmal knapp eine Stunde erhitzt.

Ich hab den Topf übernacht stehen und auskühlen lassen.

Heute mittag hab ich den Topf aufgemacht und das festgewordene Fett mit einer Seihkelle entfernt. Natürlich auch das verkochte Gemüse. Das magere Fleisch kam in den Froster, das wird mal Füllung für Ravioli oder Maultaschen.

Die Flüssigkeit hab ich durch ein Sieb gegeben, Profis benutzen ein Mulltuch, um die Trübstoffe herauszufiltern. Meines ist mir abhanden gekommen.

Heute Abend hab ich die Zwiebel geschält, halbiert und in relativ feine Streifen geschnitten. Das gab eine große Menge Zwiebeln. Die wurden bei relativ kleiner Hitze ohne Farbe zu nehmen fast eine halbe Stunde gegart und hatten dann fast ihre ganze gespeicherte Flüssigkeit abgegeben.

In der Zwischenzeit hab ich die Brühe auf der höchsten Hitze einreduziert. Ich hab einen Spritzer Port und einen weiteren Spritzer Weißwein dazugegeben. Insgesamt kochte die Flüssigkeit auf etwa 4/5 der Menge ein. Dann erst wurde nachgesalzen und eine Prise Cayenne kam auch dazu. Dann kam die Brühe zu den Zwiebeln und kochte weitere 5 Minuten. Das war auch notwendig, weil sie in der Zeit den Zwiebelgeschmack angenommen und den Zucker (der Zwiebel) vom Topfboden gelöst hatte. Kurz, die Suppe kam langsam zusammen. Im warmen Ofen hatte ich in der Zwischenzeit ein Brötchen quer in Scheiben geschnitten und in den Ofen gelegt, um zu trocknen. Einmal gewendet waren die Scheiben nach 20 Minuten soweit. Jetzt kam die Suppe in die kleine Schüssel, die Brotscheiben darauf und der geriebene Comté darüber und in den Ofen, bei Oberhitze und 220 C. Das hat gerademal 5 Minuten gedauert. Wie man auf dem Foto sieht, hab ich es vielleicht mit der Menge Käse etwas zu gut gemeint, aber die Suppe hat großartig geschmeckt, Kalorienbombe hin oder her!

 

Französische Zwiebelsuppe 1

 

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