Schweinerückensteak Paprika Mirabellenchutney Coleslaw


Ich war nachmittags in der Stadt und mal wieder im Edeka Pischzan, der Edeka mit ungarischen Wurzeln. Ich dachte, es sei vielleicht eine neue Charge Mangalitza Schweinefleisch eingetroffen, aber heute hatte ich kein Glück. Also nahm ich mit Schweinerücken vorlieb, von dem ich mir ein Schmetterlingssteak erbat.
Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, was ich damit machen wollte.
Ich hatte im Geschäft von einer Mitarbeiterin selbstgepflückte Mirabellen aus ihrem Garten bekommen und wollte die auf jeden Fall mit dem Schwein kombinieren.
Nicht zum ersten Mal machte ich ein Chutney, aber zum ersten Mal mit “privaten” Mirabellen.
Dazu gab es ein langsam gebratenes Paprikagemüse und ein Coleslaew auf bisher noch unbekannte Art.

Das Schweinerückensteak:
Der Schmetterlingsschnitt erlaubte mir das Innere mit Thymian und Rosmarin zu füllen. Von aussen würzte ich mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver.
Sie brauchten nicht mehr als 5 Minuten pro Seite auf mittelhoher Hitze.

Paprikagemüse: Einfach nur in Rapsöl langsam angebraten.

Mirabellenchutney:
8 Mirabellen ohne Stein
2 El Weissweinessig
1 Knoblauchzehe
1 Schalotte
2 cm Ingwer
1/2 Jalapeño
1 Schluck Weisswein
2 Tl Zucker
Salz, Pfeffer
alles gut zerkleinern, erhitzen, einkochen.

Coleslaw:
300 g Spitzkohl ganz fein geschnitten
mit Salz (2 Tl) verkneten und ziehen lassen
2 gehäufte El griechischer Joghurt
2 El Weissweinessig
1 Tl Salz
Saft einer halben Zitrone
2 Tl Zucker
alles mischen, kühlen und ziehen lassen

Das Coleslaw zog etwa eine Stunde durch. Mit Joghurt hab ich ihn noch nie angemacht und mit Mayo ist er mir schlicht zu fett.
Nachdem er durchgezogen war, schmeckte das Slaw sehr rund und gut.

Das Chutney war super: salzig, süß, sauer, scharf und sehr aromatisch, einfach toll zum Fleisch.

Zusammen war es ein leckeres Abendessen. Ich habe dazu keine Kohlehydrate gebraucht, aber man kann natürlich alles Mögliche dazu machen.

Advertisements

Spare Ribs Rhabarber-Chutney Folienspargel


Eigentlich wollte ich grillen. Deshalb hatte ich auch Schälrippchen geholt. Der Tag wurde aber nicht wirklich besser. Am Vormittag war ich mit Pullover und Jacke auf dem Fahrrad unterwegs, auf dem Rückweg kam die Sonne raus und es wurde ganz angenehm. Gegen 3 Uhr nachmittags bin ich nochmal los, wieder mit dem Fahrrad, und da war mir meistens kalt (als ewiger Optimist natürlich ohne Pulli).

Danach hatte ich dann keine Lust mehr im kühlen Hinterhof auszuharren, während das Feuer langsam erwacht.

Stattdessen machte ich die Ribs im Ofen, die werden auch gut.

Dazu machte ich eine Paste, um die Ribs einzupinseln, die ich so noch nicht gemacht habe:

von jeder getrockneten Chili jeweils eine in die Elektromühle geben und pulverisieren (ergibt etwa 4 El Chilipulver)

Eine kleine Zwiebel und eine Knoblauchzehe fein hacken und langsam in Öl anbraten

2 El Tomatenmark dazugeben, eine Minute mit anbraten, dann das Chilipulver einrühren

1/8l Rotwein dazugiessen und reduzieren, dann nochmal Wasser oder Bier dazugeben (knappes Achtel)

3 El Condimento Bianco

2 El Zucker

1 Tl Salz

 

Nach etwa 10 Minuten wird die Mischung schlammig. Von der Hitze herunterziehen.

Ich heizte den Ofen auf 200 C vor, teilte die Rippen in kleinere Einheiten und legte sie in eine Metallform, dann salzte ich sie und pinselte sie mit dem Schlamm ein.

Sie blieben 20 Minuten im Ofen, dann wendete ich sie, pinselte die andere Seite ein und gab sie weitere 20 Minuten in den Ofen, diesmal bei reduzierten 180 C.

Ich wendete sie noch zweimal, und jedesmal pinselte ich sie wieder ein.

Sie bekommen durch die Chiles einen sehr erdigen, vollmundigen Geschmack. Wenn man die Paste kalt probiert, ist sie ziemlich scharf, aber das verläuft sich, nachdem die Ribs eine Weile im Ofen waren.

 

Die zweiten 40 Minuten gab ich ein Päckchen Spargel in Alufolie eingewickelt mit in den Ofen. Den hatte ich vorher geschält, gesalzen und mit 2 Flocken Butter und etwas Zeste einer Bio-Orange versehen.

Der Spargel hat ganz intensiv nach Spargel, Butter und Orange geschmeckt. Viel intensiver, als wenn er gedämpft wird. Außerdem hat er so gar keine Arbeit gemacht und war auch nicht verkocht.

 

Dazu wollte ich ein Chutney machen. Es bot sich eines mit Rhabarber an, weil ich welchen hatte, der verbraucht werden wollte. Im Internet fand ich dann ein Rezept (alle haben wieder von einem/einer abgeschrieben- das Rezept einschliesslich der Mengenangaben gab es deutsch, als amerikanisches und als britisches Rezept. Wahrscheinlich auch noch als sonstwas, aber weiter habe ich nicht geschaut.

2 Teile Rhabarber in 1 cm Stücken

2 Teile Zucker (gleiches Gewicht wie der Rhabarber- war etwas zu süß, würde ich nächstes Mal um 15% reduzieren)

1 Teil Sultaninen (für die, die sowas hassen- man merkt sie gar nicht)

Essig (ich hatte 160 g Rhabarber, dito Zucker und 80 g Sultaninen und nahm etwa75 ml Weissweinessig)

1 Tl Salz

20 g frischer Ingwer

1 Zwiebel fein gehackt

1/2 Tl Cayenne oder eine Thai-Chili kleingehackt

1 Tl schwarzer Pfeffer (ich kaufte mir heute ein Päckchen langen Pfeffer, von dem mörserte ich drei Stück, bis ich sie pulverisiert hatte)

 

Alles zusammen in eine Pfanne oder einen Topf geben und bei mittelhoher Hitze einkochen. Der Rhabarber wird nach 10 Minuten weich, danach kann man den Herd ausschalten, das Chutney auskühlen lassen und dann nochmal probieren und die Würze nachjustieren.

Mein Chutney war wie gesagt ein bisschen zu süß für meinen Geschmack, also gab es noch einen Spritzer mehr Essig dazu, es war leicht scharf und hatte auch die typische Säure des Rhabarbers.

Ich hab die Ribs in das Töpfchen getunkt und bekam so den Kontrast aus der Chili-Tunke und des süß-säuerlichem Chutneys. Lecker!

 

 

 

 

 

Schweinelende Kürbisspalten Kartoffeln Mirabellenchutney Zatar


Heute war ein aufregender Tag. Ich hab endlich die Zutat gefunden, nach der ich gesucht habe, seit ich das Buch “Jerusalem” von Ottolenghi gelesen habe. Heute bin ich in der Nachbarschaft etwas ausgefächert und fand einen nahöstlichen Laden mit allerlei Sachen, aber eben auch Lebensmitteln. Ich fand das Objekt meiner Begierde nicht gleich, und fragte den Besitzer. Der fragte nach: ZA-tar? iranisch? Ich sagte kleinlaut nochmal Zatar, wonach er sagte “Ach so, Za-TAR, da haben wir drei verschiedene, grobes, welches aus Jordanien und aus dem Libanon. Ich nahm das aus Jordanien, ein Beutel von 500 g, der nach der Packungsangabe in Richtung Thymian ausgebaut ist.

Anbetracht dessen, daß ich nur Ottolenghi’s Beschreibung hatte, war ich angetan vom Pulver (es ist relativ pudrig), das aus der Tüte kommt. Es ist zwar anders als Maggi, erfüllt aber, glaub ich, eine ähnliche Funktion als universelles Würzmittel. Wenn ich mich recht erinnere, ist Sumach ein Hauptbestandteil, eine Pflanze, die säuerlich wirken soll. Das ist mir allerdings nicht aufgefallen.

Das aber nur nebenbei.

Zuerst ging es auf den Markt, wo Herr Ruf ( vom Käseladen) eine wohlverdiente Woche Urlaub machte. Deshalb ging ich zum Karlsruher Gemüsespezialisten, der auch die selbstgezogenen Chilis hat. Ich liess mir eine Tüte geben und nahm alles mit, das nach Ancho-Chilis aussah, ausserdem zwei Scotch Bonnet-Chilis, weil ich meinen Testessern nochmal das Jerk-Chicken zum Probieren machen will ( der eine Tester war zu der Zeit im Urlaub), und das Rezept im Original mit Scotch Bonnet oder eben mit Habanero Chilis gemacht werden soll.

Vom gleichen Stand nahm ich noch schöne Spitzpaprika mit, die als Beilage zum Jerk Chicken gemacht werden.

Außerdem erstand ich meinen ersten Steinpilz aus der Gegend (nur einen Fuß, aber der Geschmack ist ja überall…) und natürlich einen kleinen Hokkaido-Kürbis.

Die Mirabellen hatte ich letzte Woche auf dem Markt geholt, da waren sie noch fest, aber nach einer Woche in der Tüte waren sie super.

Ich sag’s imer wieder, ich bin ein Freund von süßem oder süß-saurem zu Fleisch, deshalb dachte ich gleich an ein Chutney mit Mirabellen.

Wir hatten früher, als wir ein Haus im Kraichgau bewohnten, einige Obstbäume, darunter einen Mirabellenbaum. Ich erinnere mich an Früchte, die teilweise so süß waren, daß man sie mit Säure verarbeiten mußte, damit etwas harmonisches entstehen konnte. Das war der Grund, an ein Chutney zu denken. Nicht, daß es auch andere Gründe gegeben hätte ( Schärfe, süß-sauer, fruchtiges gepaart mit Zwiebeln und Knoblauch…)

Auf alle Fälle war es eine ganz schnelle Sache: 350 g Mirabellen, entsteint,

2 El Brauner Zucker

3 El Apfelessig

! Knoblauchzehe

2 kleine Schalotten

4 cm Ingwer, geschält

1 Serrano-Chili, ohne Samen oder Häutchen

Knoblauch, Schalotten, Ingwer und Chili in Öl anschwitzen, Zucker, Essig, und Mirabellen dazugeben, etwas eindicken, dann die zerkleinerte Serrano-Chili dazugeben.

 

Die Lende, die ich bei einem weiteren guten Metzger für gutes Geld erstanden habe, wurde nur klassisch minimal mit Mörser-Pfeffer und-Salz gewürzt.

Dann wurden die Stücke erst scharf, und dann bei schwacher Hitze fertiggegart.

Der Kürbis wurde in Stücke und dann in Scheiben zerlegt.

Ich muß ehrlicherweise dazusagen, daß ich mir ein Rezept von Jamie Oliver ausgesucht habe, weil ich das mal gesehen habe. Ich fand toll, wie er so brachial den Kürbis auseinanderriss, das Olivenöl großzügig verteilte, und die Kräuter mit dem Kürbis vermatschte (übrigens Rosmarin und Salbei, den ich eingefroren hatte 🙂 )

Ich hab nur ein paar Kartoffelspalten dazugegeben. Dann kamen Kürbis und Kartoffeln geölt auf ein Blech, um bei zuerst 180 C und später bei 200 C fertig zu garen und Farbe zu nehmen.

Das dauerte etwa 40 Minuten.

 

Beim Anrichten hab ich noch eine Prise Zatar dazugegeben (man sieht diesen grünen Hauch auf dem Teller).

Geschmeckt hat es sehr gut- alles auf dem Punkt, mit viel Geschmack.

Ich könnte mich an dieses Zatar gewöhnen, die Gefahr ist aber, es als Würzverstärkungsmittel wie Maggi zu verwenden- ich muß mich mehr damit befassen.

 

 

 

Schweinelende Kürbis Kartoffel Zatar Mirabellenchutney 4

 

 

 

Schweinelende Kürbis Kartoffel Zatar Mirabellenchutney 6

Reh Gnocchi Rosenkohl Rotweinsauce Pfifferlinge Pflaumen Johannisbeerchutney


Auf dem Markt gibt es jetzt verstärkt Wild, was ich natürlich schön finde, weil ich es gerne esse. So gab es bei einem der beiden Geflügelhändler auch Wild, in diesem Fall Reh, oder ganz genau Rehschäufele, also die oberen Gelenkschalen der Vorderläufe.

Es ist Fleisch zum Schmoren. Ich hab irgendwo ein Niedrigtemperaturrezept gesehen, das glaubwürdig klang, und so hab ich das dann auch gemacht: Das Schäufele (2 Stück) wurde gewürzt und scharf angebraten und 3 Stunden bei 120 Grad im Ofen gegart. Sehr befreiend, weil man sich Stunden nicht mehr darum kümmern muß. Das öffnet andere Zeitfenster, in denen man alles mögliche Andere herstellen kann.

Als nächstes waren selbst hergestellte Gnocchi dran: Mein Rezept ist im Grunde eine Übersetzung des Rezepts aus dem ‘Silberlöffel’, der Sammlung authentischer italienischer Rezepte-Ich habe nur Zutaten benutzt, die ich da hatte, die dann auch funktioniert haben. Konkret: Man soll für Kartoffelgnocchi 500 g mehligkochende Karoffeln schälen, ausdämpfen lassen und dann durch eine Presse geben. Ich hatte festkochende geschälte vom Vortag, aber die ließen sich hervorragend zerdrücken (in meiner Spätzlepresse). Dazu kommen 100-200g Mehl (je nach Feuchtigkeit), eine Prise Salz, ein Ei, und bei mir eine Prise Muskat.

Ich hab den Teig mit der Hand verknetet, eine Fläche bemehlt und den Teig mit der Hand abgezwackt und ausgerollt. Danach mit dem Messer kleine Bits abgeschnitten und mit der Gabel das Muster eingepresst. Während des Ausrollens hab ich immer großzügig Mehl auf dem Brett gehabt, also war endlich mehr Mehl als angegeben im Teig.

Die Gnocchi hab ich dann portionsweise ins köchelnde Wasser gegeben, gewartet, bis sie an der Oberfläche schwimmen, und dann in ein Sieb gegeben und sie kalt abgebraust.

Viel später wurden sie mit einem Stück bretonischer Butter angebraten.

Der Rosenkohl wurde geputzt, in Salzwasser bissfest gegart, und kurz vor dem optimalen Punkt abgegossen und kalt geduscht, um seine Farbe zu behalten. Auch er wurde viel später in Hälften geschnitten und angebraten.

Die Sauce, ja die Sauce- Ich hatte von einem Tafelspitzessen mehrere Rinderbrühepakete eingefroren. Da ich weder Wild- noch Kalbsfond hatte, nahm ich die Brühe, etwa 750 ml. Die wurde erstmal kräftig reduziert, dann kam ein Wein dazu, der eigentlich eine Geschmacksbombe ist, der mir aber ein wenig Angst gemacht hat, weil er so viele Aromen hatte, ein Apothic, ein Wein aus Kalifornien, gemischt aus Syrah und Zinfandel, laut und voll wie Glühwein. Nicht mein Fall aber in der Sauce hat er sich anständig verhalten. Später hab ich die Sauce mit einem flachen Löffel Speisestärke abgebunden.

In diese reduzierte Sauce kamen später dann auch die frischen Pfifferlinge-schade, daß man sie auf dem Foto nicht erkennt.

Das fünfte Element war ein Chutney. Das mach ich immer wieder gerne, weil mir einerseits Fleisch und etwas süß-sauer-scharfes dazu gefällt, und es andererseits viele Fruchtvariationen gibt, die es lohnt, auszuprobieren. Die heutige hab ich noch nie gekocht, aber der Ansatz ist immer gleich: Frucht, Zucker, Essig, ein wenig Salz, Gewürze, Schärfe, Säure (Zitrone, Orange), einkochen lassen, abschmecken.

Hat sehr gut gepasst, wobei es hier keinen Sternanis gegeben hat, sondern eine arabische Pfeffermischung mit Orangenzeste.

Mir hat das Gericht sehr gut geschmeckt, würd ich sofort empfehlen.

Rehschäufele-Gnocchi-Rosenkohl-Pfifferlinge-Pflaumen-Johannisbeerchutney

 

Hähnchenbrust Mirabellenchutney Kürbisflan Chili Ragout


Als Hauptspeise hatte ich eine Hähnchenbrust gewählt, eine schöne Bio-Qualität. Ich wollte Frau F. das Mirabellenchutney vorstellen und meinte es würde sehr gut zum Hähnchenfleisch passen.

Das Rezept zum Chutney gibt es hier. Das Chiliragout hab ich deswegen nochmal gemacht, weil es mir das erste Mal sehr gut geschmeckt hat, und ich vom gleichen Händler nochmal eine größere Menge mitgenommen hatte.

Allerdings hab ich im Gegensatz zum vorher gemachten Ragout etwas vereinfacht und es eigentlich sehr mediterran gestaltet.

Ich habe etwa 8 verschiedene Chilis in größere Stücke geschnitten, und jede probiert, um den Hitzegrad zu testen (Frau F. kann nicht sehr scharf essen). Dazu kamen eine rote und eine grüne Paprika, 3 in Streifen geschnittene Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen, einen Tl Pimenton de la Vera und Salz und Pfeffer. Ich habe alles in Olivenöl angebraten, ein Glas Weisswein und etwas Wasser dazugegeben und das Gemüse mit Deckel bei nicht zu starker Hitze weichdünsten lassen.

Das Rezept für den Kürbisflan hab ich von der Website von Hagen Grothe.Ich hab die halbe Menge gemacht, das ergab 4 Flans.

125 g Kürbispüree

2 Eier

75 g Creme Fraiche

1/2 Tl Hot Curry (im Original Madrascurry)

1/2 Tl Ingwerpulver

1/2 Tl Zucker

Salz, Pfeffer, Butter

Für das Püree hab ich 259 g Hokkaido mit wenig Wasser etwa 20 Minuten weichgedünstet und anschließend auf ein Sieb gegeben und abtropfen lassen. Dann hab ich den Kürbis mit dem Schneidstab püriert und durch ein Sieb gestrichen.

Das gab fast genau die gebrauchten 125 g Püree. Die restlichen Zutaten dazugeben und mit dem Quirl gut mischen. Mit der Butter die Förmchen einfetten.

Im Wasserbad im Ofen bei 160 Grad etwa 40 Minuten backen.

Die Hähnchenbrust hab ich gewürzt und in einer Pfanne angebraten. Danach kam sie in den Ofen, um nachzuziehen. Ich hab sie nach 10 Minuten mit dem Temperaturfühler geprüft und sie ein paar Minuten später auf den Punkt genau servieren können.

Insgesamt war es eine gute Kombination, obwohl Frau F. klagte, daß sowohl das Chutney wie auch das Ragout viel zu scharf wäre.

Das hat sie aber schnell weggesteckt (es ist keine gemeine Schärfe, sondern eher eine warme Mundhöhle, an die man sich schnell gewöhnt), und wollte prompt Nachschlag der beiden scharfen Komponenten.

Ich für meinen Teil fand den Flan viel zu Creme Fraiche-lastig, man hat sie deutlich vorgeschmeckt. Dafür hab ich die Gewürze überhaupt nicht wahrgenommen. Sollte ich das nochmal machen, würde ich viel weniger Creme Fraiche nehmen, oder gar keine, und stattdessen vielleicht Parmesan.

Hähnchenbrust-Mirabellenchutney-Kürbisflan-Chili-Paprikaragout

Ente Mirabellenchutney Hokkaido Kartoffel


Beim Kochblitz letztes Wochenende hatte ich auch ein Pfund rote Mirabellen vom Pfälzer auf dem Markt gekauft. Wir hatten früher selbst einen Baum, aber die Früchte waren größer und gelb. Diese hier waren etwas größer als Kirschen und mittelrot. Sie waren, wie die anderen Mirabellen, nicht so sehr toll im Mundgefühl, fast ein wenig mehlig, aber ich dachte ich könnte sie einkochen. Allerdings hab ich im Moment einige Marmeladen im Kühlschrank und wollte das Arsenal nicht unbedingt vergrößern, da fiel mir die Gruppe der Chutneys ein, aus der ich schon lange nichts mehr gemacht habe.

Heutzutage haben Chutneys ja sogar ein zweites Leben als Käsebegleiter erhalten, wovon ich allerdings ebensowenig halte wie von exotischen Senfsorten zu Käse. Mir kommt das so vor (man möge mir verzeihen), wie “Teetrinker”, die über Fruchtteesorten mit künstlichen (oder auch natürlichen) Aromen diskutieren-entweder es ist Tee… oder nicht. Will ich Käse-oder Beiwerk? Und die Frage stellt sich nach welchem Käse. Aber genug davon.

Jedenfalls hat es Spaß gemacht, das Chutney nach eigenem Gusto abzuschmecken, deshalb hier nur etwaige Angaben:

525 g Mirabellen, entsteint

3 gehäufte El brauner Zucker

1 Zwiebel, kleingehackt

2 Knoblauchzehen, kleingehackt

50 ml Himbeeressig

50 ml Weißweinessig

Salz

1/2 Scotch Bonnet Chili, ohne Kerne

1/8 l Weißwein

1 El Hot Curry

1/2 Tl gemahlener Koriander

1/2 Tl gemahlener Pfeffer

Alles einkochen lassen, es muß/soll nicht zu glatt werden. Meine Mischung war nicht zu süß, hatte eine angenehme Säure, die Schärfe hielt sich in Grenzen und den Curry konnte man nur als Note erahnen.

 

Ich dachte, eine Entenbrust könnte dazu gut schmecken, da Geflügel, speziell Ente, gerne mit Süßem gepaart wird.  Die Ente hab ich wie immer gemacht:

Haut in Rauten schneiden, Sehnen auf der Rückseite entfernen

Salzen, pfeffern

Scharf in Olivenöl anbraten, bis Rauten knusprig sind, wenden

nach 2 Minuten bei 180-200 C 10 Minuten im Backofen parken

Hitze ausdrehen, Pfanne weitere 5 Minuten im Ofen lassen

Aufschneiden und anrichten

DSC_0144

DSC_0143

 

Dazu gab es eine Kombi aus Hokkaidokürbisstückchen und Kartoffelscheiben. Die wurden in Olivenöl geschwenkt, dazu kam Fleur de Sel, frischer Thymian (6 Stängel) und grober schwarzer Pfeffer. Außerdem ein paar Scheiben Chili, mein kluges Buch sagt, es seien Anaheim-Chilis (fruchtig/nicht so scharf)

Sie brauchten etwa 45 Minuten bei 190 C, und ich hab zur Halbzeit alles gewendet und noch einen Löffel Olivenöl dazugegeben.

Geschmack-lecker, wobei der Kürbis mehliger ist als die Kartoffel. Ich könnte mir vorstellen, da mit Zeste (Orange/Zitrone) vielleicht den Geschmack etwas “leuchtender” zu machen, aber es hat auch so gut geschmeckt.

Das Chutney hat übrigens gut zur Ente wie auch zu den Hokkaidostücken gepasst, insofern war alles gut.

DSC_0142