Wok Huhn Chinakohl Karotten Austernpilze Lauch


Die Hühnerbrust, die ich heute in einem Edeka kaufte, wurde in Streifen geschnitten und mit 2 El Sojasauce, ein paar Spritzern Fischsauce und einem El Austernsauce eingelegt. Dazu kamen Frühlingszwiebelröllchen von 2 Zwiebeln, der obere Teil eines Chinakohls. geviertelt und in Streifen geschnitten, gestiftete Karotten, Austernpilze in Streifen, Peperoni und Lauch in Röllchen. Dazu machte ich eine Tasse Reis.

Ein guter Freund, der Asien bereist hat, riet mir nicht zu erwähnen, daß es Reis dazu gibt, weil das in gut verdienenden Kreisen in China und Korea verpönt sei, weil das nur arme Leute essen.

Ich bin einigermassen überrascht, daß eine Nomenklatura so sehr Bodenhaftung verloren haben sollte, das volkseigene Grundnahrungsmittel  geringzuschätzen.

Man stelle sich vor, Angela Merkel oder Herr Kretschmann würden abfällige Bemerkungen über Brot machen – das würde nicht gut ankommen.

Im Wok wurde alles nacheinander angebraten, und später miteinander vermischt 🙂

Dazu gab es Reis, Reis, Baby!

 

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Schweinebauch Chinakohl Champignons Paprika


Beim Einkaufen heute wußte ich erst nicht, was ich wollte. Ich konnte aufgrund der Verkehrsentwicklung nicht dorthin, wo ich hinwollte, und fand mich in einem großen Edeka wieder.

Ich muß gestehen, ich bin ziemlich verwöhnt, was Lebensmittel betrifft und nicht begeistert, wenn ich zum Beispiel vergleiche, was in der Fischtheke im Edeka liegt, und was mein Italiener hat (es ist ein Riesenunteschied!). Es liegt mir auch fern, einen Edeka, oder Supermärkte im Allgemeinen schlecht zu reden, sie haben bestimmt auch ihre Daseinsberechtigung. Aber ein kleiner, feiner Laden, der weiß wo sein Fisch, sein Fleisch herkommt, und immer nur das Beste einkauft, hat natürlich etwas, das es dort so nicht gibt. Naja, ich hab dann jedenfalls einen Schweinebauch mitgenommen, weil ich das schon eine kleine Weile nicht mehr hatte.

Die Schwarte wurde im Rautenmuster eingeritzt und der Bauch bei 160 C mit der Schwarte nach unten in eine Pfanne gegeben, in der 2 cm Wasser waren. Das Fleisch blieb etwa 45 Minuten auf der Seite, danach hab ich es umgedreht, das Wasser abgeschüttet, und weiter gebraten.

Ich hatte gelesen, daß das Einpinseln mit Salzwasser eine krosse Kruste garantieren würde, aber nach weiteren 45 Minuten sah das Gante so gut aus, daß ich auf alle Maßnahmen verzichtete.

Die Haut war unglaublich kross und lecker und hat beim Beissen richtig gepoppt 🙂

Dazu schnitt ich das Gemüse, das noch rumlag und fort mußte, nämlich den Rest Chinakohl, die Champignons und den Paprika. Dazu hab ich noch eine kleine Zwiebel und Knoblauch gegeben.

In meiner Pseudo-Wokpfanne wurde das Gemüse in einer Mischung aus Raps- und Sesamöl scharf angebraten. Dazu gab ich eine dickere Scheibe Ingwer und einen getrockneten Chili. Beide kamen allerdings geschmacklich überhaupt nicht zum Tragen.

Als das Gemüse fertig war, hab ich es mit heller Sojasauce und einem Klecks Austernsauce gewürzt.

Den Bauch hab ich mit einer Hot Sauce genossen 🙂

Einfach, aber lecker!

 

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Karotten Paprika Chinakohl Frühlingszwiebeln Champignons Schweinelende


Ich hatte wieder mal Lust auf (pseudo)asiatisches (Wok)essen.

Die Klammern bedeuten, daß es kein original Rezept gab, und mein Wok eigentlich keiner ist, sondern eine sehr große beschichtete Pfanne, die allerdings ganz gut den SimulWok gibt 🙂

2 Karotten wurden in Scheiben und dann in kurze Stifte geschnitten. Dann wurden Paprika, Frühlingszwiebel und Champignons in mundgerechte Stücke geschnitten.

Jetzt brach ich 6-7 Blätter Chinakohl ab, wusch und trocknete ihn und schnitt ihn in Streifen.

Die Schweinelende vom Schwäbisch-Hällischen Landschwein hab ich in dünne Scheiben geschnitten, die wiederum in Streifen zerlegt wurden. Dazu kam ein doppeldaumengrosses Stück ganz klein geschnittenes Stück Ingwer, 2 El helle Sojasauce, 1 Knoblauchzehe, 1 Tl Hoisinsauce, 1 Tl Austernsauce, ein paar Spritzer Fischsauce und eine halbe Schote Scotch Bonnet Chili. Normalerweise wäre der mir zu scharf, aber wenn Chili erhitzt wird, verliert er einen Teil seiner Schärfe – so auch hier. Das Fleisch marinierte eine knappe halbe Stunde.

Dazwischen setzte ich den Reis auf.

Jetzt wurde der Pseudowok auf Temperatur gebracht. Ich mache da meistens ein bißchen mehr Öl hinein (3 El Rapsöl, 1 El Sesamöl).

Zuerst kamen die Karotten hinein. Ich weiß, daß diese Vorgehensweise nicht dem Dogma entspricht – normalerweise soll das Fleisch zuerst gegart und dann auf die Ränder hochgeschoben werden, aber dann kann ich die Pfanne nicht schwenken, und bei einer beschichteten Pfanne rutscht sowieso einiges wieder herunter.

Danach hab ich den Chinakohl dazugegeben, weil der in größere Stücke zerteilt worden war. Nach einigen Minuten gab ich Paprika, Frühlingszwiebel und Champignons gleichzeitig dazu.Das briet 5 Minuten und wurde seitlich hochgeschoben. Jetzt gab ich das marinierte Fleisch hinein.

Auch dieses briet ein paar Minuten, wurde mehrmals geschwenkt.

Das Timing bezüglich Reis und dem Rest war ausnahmsweise sehr koordiniert und so konnte ich servieren. Normalerweise hätte ich beim teuren Russen noch Cilantro oder andere Kräuter geholt (es ist wirklich nur über die Strasse) aber einmal daheim angekommen, beschlich mich eine große Unlust, nochmal einen Fuß vor die Tür zu setzen…

Jedenfalls schmeckte es gut, Hang mag mir verzeihen, daß ich nicht einfach eines ihrer leckeren Rezepte nachgekocht habe, aber ich habe eingekauft, bevor ich zuhause nachschauen konnte 🙂

 

Karotten Chinakohl Frühlingszwiebel Paprika Ingwer Schweinelende

Schweinelende Chinakohl Paprika Reis


Ich hatte Lust auf gebratenes Gemüse asiatisch, aber nicht speziell für asiatisches Essen eingekauft. Mir fielen einige von Hang’s leckeren Speisen ein und ich schaute nach, ob ich davon etwas auf meine Situation anwenden könnte. Im November wurde ich fündig: Schwein (Nacken) – bei mir ein kleines Stück Lende, mit gedämpftem Chinakohl und Paprika. Kohl und Paprika hatte ich, aber keinen Dämpfeinsatz (den kauf ich mir morgen!). Dazu hatte ich kein Zitronengras, aber getrocknete Kaffir-Limonenblätter und Limetten.

Ich wandelte das Grundrezept etwas ab:

100 g Schweinelende in Streifen

1 Schalotte gehackt

1 Knoblauchzehe gehackt

3 Limettenblätter

Limettensaft

1 Spitzpaprika in Streifen

1 kleiner Chinakohl in etwas dickeren Streifen

Fischsauce

Prise Zucker

Prise Salz

2 El japanischer Essig

1 sehr scharfe gelbe Chili

 

Das Fleisch hab ich mit der Schalotte, dem Chili und dem Knoblauch in 2 El Fischsauce mariniert, in die auch die Limettenblätter und der Saft einer Limette kam. Dazu gesellte sich besagte Prise Zucker zum Salz und dem japanischen Essig. Hier hab ich das erste Mal probiert. Mir gefiel das mild-süß-saure, es fehlte nur noch etwas Salz, das hab ich aber später durch etwas Sojasauce ausgeglichen.

Das Gemüse wurde gewaschen und zurechtgeschnitten und nacheinander in einer Wokartigen Pfanne, die ich kurz vor Weihnachten gekauft hatte, angebraten.

Zuerst kamen die Spitzpaprikastreifen hinein, dann der Chinakohl, anschließend die Shitakepilze. Dann erst das Fleisch. Zwischenzeitlich war der Reis fertig.

Jetzt kam ein Schluck Sojasauce hinein (man hätte es vielleich besser lösen können, aber ich bin da meistens etwas überfordert und mische verschiedene Kochkulturen zusammen), aber es hat gut geschmeckt, und das Fleisch war schön zart, was der Zweck der Übung gewesen war.

Danke an Hang für die Vorlage, auch wenn ich sie nicht perfekt umgesetzt habe 🙂

 

Schweinelende Paprika Chinakohl Shitake Reis 1

 

Schweinelende Paprika Chinakohl Shitake Reis 2

 

Schweinelende Paprika Chinakohl Shitake Reis 3

Silvester 2015


Ausnahmsweise anderswo eingeladen, durfte ich nur bei einem Gang helfen 🙂 .

Ich war bei meinem ältesten Freund und seiner Familie eingeladen. Der älteste Sohn ist mit einer sehr netten Chinesin zusammen und mein Vorschlag, das Abendessen aus ihrem Kulturkreis heraus zu gestalten, wurde dankend angenommen. Wir haben das vor 3 Jahren einmal im Urlaub in Frankreich gemacht, und es war toll, weil so anders als im Chinarestaurant.

Als ich am Nachmittag ankam waren die Vorbereitungen schon im vollen Gang und es war nur noch möglich etwas später mit meinem Freund gemeinsam die Vorspeise herzustellen und zu gestalten. Sonst hatten Y. , F. und M. die Küche voll im Griff.

Wir starteten mit einem Aperitiv, einem Portonic,den M. mixte, und zwar aus Port und Tonic im Verhältnis 1:3. Dazu gesellen sich dann noch einige Limettenstückchen und Eiswürfel.

 

Portonic

Als nächstes machten wir die Vorspeise, einen überbackenen Ziegenkäse im Blätterteig mit einer Sauce aus Feigen, Port und einem Schuss Balsamico.

Die Feigen werden geachtelt, in heißer Butter geschwenkt und mit dem Port (6 El) und 2 El Honig abgelöscht und etwas reduziert. Dann kommt der Balsamico dazu. Dann nur noch würzen und über den Blätterteig mit Ziegenkäse geben. Der wiederum hat etwa 15 Minuten bei 200 C Umluft gebraucht. Sehr lecker!

 

Ziegenkäse Portwein-Honig-Feigen Blätterteig

 

Als Nächstes war ein Zwischengang dran, den Y. als Sommerrolle bezeichnete. Sie werden mit Reispapier hergestellt, die ganz kurz in kaltem Wasser eingeweicht und mit einem Salatblatt, Krebsfleisch, Gurken und Minze gefüllt werden. Normalerweise kommt auch Koriander mit hinein, aber da gab es eine “Unverträglichkeit” 🙂

Die Sauce, die dazu gereicht wurde war eine süß-saure Angelegenheit, die den Thai-Chilis geschuldet eine rattenscharfe Angelegenheit war. Auch war darin reichlich Knoblauch enthalten. Das Motto dieses Gangs war “Gesund und Lecker”.

 

Summer rolls

 

Dipp

 

Für den Hauptgang nahm Y. Lammlachse, schnetzelte die und legte die ein. Ich war nicht dabei, aber es war Sternanis mit dabei, die Zwiebeln, und wie ich hörte, auch Rum. Zu diesem Gang gab es Reis. Dazu gab es eine Gemüsepfanne aus Karotten, Chinakohl und Sprossen. In diesem Gang war auch Tofu, dem ich persönlich allerdings nichts abgewinnen kann. Probiert hab ich ihn trotzdem.

 

Lamm Zwiebeln Reis

 

Tofu Karotten Chinakohl Sprossen

 

Zum krönenden Abschluss hatte M. eine Creme Brulee gemacht, mit asiatischem/mittelöstlichem Einschlag. Auch hier war Sternanis zu schmecken, die Creme war aber perfekt, genau der richtige Garpunkt, die Karamellsauce sah wunderbar aus und schmeckte auch so, und die Granatapfelkerne bildeten einen süß-säuerlichen Kontrapunkt zur Creme.

Insgesamt ein sehr gelungenes Silvesterdinner, umso mehr, weil mal wieder was anderes. Ich hab es sehr genossen! Dazu gab es ausgesuchte Rieslinge aus Durbach/Baden und Pfälzer Sylvaner, auch eine Entdeckung!

 

Creme Brulee Granatapfelkerne

 

Creme Brulee Granatapfelkerne2

 

Die kleinen Kekse sollen nicht unerwähnt bleiben. Sie wurden mit Hilfe einer Schablone hergestellt, und F. zweifelte an deren Gelingen. Aber sie wurden wunderbar!

Baozi Endiviensalat


生煎包, also Baozi kenn ich zwar flüchtig, aber eigentlich nur, daß es sowas gibt. Gegessen hab ich das nie, auch nie zubereitet. Umso spannender fand ich, als Tring ein Rezept einstellte. Wie man auf ihrem Blog erfahren kann hat sie die Sprache studiert und auch eine Weile in China gelebt. Hut ab! Das sie das auch noch mit chinesischer Kulinarik koppelt, finde ich natürlich faszinierend, weil diese Küche als eine der am weitesten entwickelten betrachtet wird und auf fast  (ich hoffe, meine Information stimmt so) 5000 Jahre Erfahrung zurückblickt. Das ist das mythologische Alter, das nachweisbare liegt immer noch bei 3500 Jahren. Jedenfalls klingen die Baozi wie echte Gassenhauer, speziell mit dieser Füllung.

Der zweite Grund, sie zu machen, war, die Vorsicht gegenüber Teigen im Allgemeinen und Hefeteigen im Speziellen abzulegen.

Allerdings hat es glaub ich nicht ganz so geklappt, wie es sollte, weil ich am Anfang beim auflösen der Hefe im Mehl zu viel rumgerührt habe, anstatt abzuwarten, bis sich die Hefe durch den Zucker auflöst. Der Teig ist trotzdem aufgegangen, war nur ein wenig spröd und kantig.

Ich hab ihn auch ein zweites Mal gehen lassen, und konnte dann aus abgezupften Stücken die besagten handtellergroßen Teigstücke machen, die als Wickel für die Füllung gebraucht wurden.

Ansonsten hab ich mich an die Zubereitungsanleitung gehalten, also angebraten, dann mit Wasser aufgefüllt (3/4) und eine knappe halbe Stunde gedünstet,  ohne zu schauen.

Optimistisch hab ich mir drei Baozi mit Endiviensalat auf den Teller, geschafft hab ich nur zwei.

Bei mir gab es zuviel Füllung für die Bällchen, allerdings bekam ich auch nur zehn Stück aus dem Teig (wahrscheinlich, weil er nicht perfekt aufgegangen war), aber ich hatte noch etwa ein Drittel Füllung übrig.

Die Rezepte hab ich so genau wie möglich befolgt, das Teigrezept ganz genau (zumindest, was die Zutaten anbelangte), Das Füllrezept so gut es ging.

Für die Baozi

250g Mehl

15g Hefe

Etwa 1/2 TL Salz

45ml Wasser

40g Butter flüssig

1 Ei (zimmerwarm)

1 Prise Zucker

 

Für die Füllung

300g Gehacktes

1/3 Chinakohl (war immer noch zuviel, war vielleicht größer)

Ein großer Bund Schnittlauch und etwas Knoblauch

1/2 Bund Frühlingszwiebeln

2 Knoblauchzehen

5cm Ingwer

1 Ei

Salz

4 EL dunkle Sojasauce

1 EL Sichuan-Pfefferkörner

2 TL dunkles Sesamöl

 

Es fehlt der Wodka, außerdem hatte ich leider keine süße Sojasauce und kein Jiucai, aber der Rest schmeckte ziemlich authentisch (ich hab ja keine Ahnung)

Die Beschreibung wiederhole ich hier nicht, weil ich sie so gut ich konnte, nachgemacht habe. Hier ist nochmal der Link zu Tring und ihren Blog.

Ich würde sie wieder machen, aber auf keinen Fall ohne die Bude voll zu haben von hungrigen Menschen. In meiner Verzweiflung hab ich jetzt 8 Baozi eingefroren und werde sehen, was das gibt.

Baozi Endiviensalat 1

Baozi Endiviensalat 2

Frühlingsrollen


Auf Vorschlag von Frau B. hab ich mal wieder in einem anderen Kulturkreis gewildert. Es sollte Frühlingsrollen geben.

Man hat sie natürlich schon gegessen, aber das selbst Herstellen ist schon was anderes.

Ich glaube meine waren etwas zu fleischlastig, aber sonst ganz lecker. Ich hab eine Menge verschiedener Zutaten hineingetan, das Ganze dann gut gemischt, abkühlen lassen und dann in lauwarmem Zustand auf die gekauften Teigvierecke gesetzt und eingerollt. Das Einrollen war kein Problem. Am Schluß hab ich in einer kleinen Sauteuse die Rollen in tiefem Fett ausgebacken und mit süß-scharfer Sauce serviert.

 

Es war in der Mischung:

500 g gemischtes Hack

2 Serrano Chilis

1 Lauch, nur das Weiße

Ingwer gerieben, 1 EL

4 EL Sojasauce

1/4 Chinakohl

6 feingeschnittene Champignons

2 Karotten, in Streifen

1 Paprika, fein geschnitten

1 Handvoll Mungobohnen

Limettenabrieb

Den Knoblauch hab ich vergessen- Die süß-scharfe Sauce hat das allerdings gut wettgemacht.

Insgesamt ganz lecker. Ich hatte allerdings das Gemüse vorher gegart (nach Anweisung), und das war vielleicht ein Fehler- ich hätte mir das Gemüse mit mehr Crunch gewünscht. Auch beim Hack werde ich das nächste Mal nur welches vom Schwein holen, das schmeckt glaub ich eher wie das Original.