Weisser Bohnen Salat


Im Laden auf dem Weg nach Hause sah ich eine Packung weisser (Cannellini) Bohnen in Bio-Qualität, die mussten mit, weil ich wieder einen Salat machen wollte.
Um die Bohnen schnell weich zu bekommen, benutzte ich meinen Schnellkochtopf mit einer Tasse Bohnen und drei Tassen Wasser und zwei Lorbeerblättern. Mehr kam zu dem Zeitpunkt nicht hinein.
Nach einer halben Stunde (ich kochte die Bohnen auf Maximalhitze auf, drehte sie dann um die Hälfte herunter, dass sie gerade so im Überdruck waren) drehte ich sie ab und machte sie wenige Minuten später auf. Weich und cremig waren sie als ich sie abtropfen liess und in ein anderes Gebinde gab.
Zuerst gab ich jordanisches Za’atar dazu, etwa einen flachen TL.
Dann, alles in rohem Zustand:
1 Bio-Spitzpaprika in sehr feinen Streifen
2 dünne Frühlingszwiebel
1/2 rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
4 Cocktailtomaten, geachtelt
1 El Kapern, 1 El Kapernsaft
Saft einer halben Zitrone
Zitronenzeste geraspelt und in Streifen
2 El Rotweinessig
4 El Olivenöl
Salz, Pfeffer, 1 Chili Schote, gemörsert

Alles schön mischen und in einem Ring anrichten. Dazu frisches Basilikum in Streifen und eine kleine Dose Thunfisch. Dann nochmal einen Strahl Olivenöl.
Fertig ist der Salat. Das Gute ist, daß die Bohnen sich im Schnellkocher ziemlich vermehrt haben und es daraus noch mindestens 3 Mahlzeiten gibt 🙂

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Kaninchenragout Chicoree Pappardelle


Heute war ich wieder einmal bei Metzgerei Zorn. Ich hatte eigentlich keine Idee, aber dann sah ich in der Kühlabteilung zwei Kaninchenschlegel. Die kommen auch von Siebert aus dem Elsaß, der auch gutes Geflügel hat. Ich wußte nicht, was ich damit vorhatte, vor allem, weil ich ausgerechnet um 19:00 noch einen Termin außerhalb hatte und ich deshalb nichts vorher beginnen wollte.

Vom Termin zurück schaute ich was überhaupt da war und entschloss mich dann für ein Ragout (aus einem Schlegel, den anderen fror ich ein) mit Pappardelle. Es sollte allerdings auch etwas ungewöhnliches haben, aber das fand sich nach und nach.

1 Kaninchenschlegel, entbeint und in Streifen und Stücken

1 Chicoree

4 Trockenaprikosen

5 Salbeiblätter

2 Lorbeerblätter

2 Scheiben Bio Zitrone

1 Schalotte

1 Knoblauchzehe

3 cm Tomatenmark

1 Chilischote

Sherry zum ablöschen

Schluck Weisswein

1/3 Glas Hühnerfond

Zuerst Schalotte und Knoblauch anbraten, Kaninchenstücke dazu, scharf anbraten, Tomatenmark dazu, mit Sherry ablöschen, reduzieren, Wein dazu, reduzieren, Fond dazu, reduzieren und dabei die restlichen Zutaten dazugeben (getrocknete Aprikosen in kleine Würfel schneiden).

Alles etwa 10 Minuten kochen, dazwischen die Pappardelle aufsetzen. Wenn die al dente sind, abseihen und anrichten.

Ich habe die Sauce nicht gebunden, sondern nur etwas sämiger einkochen lassen.

Fazit: Die Aprikosen geben Süße, die Zitrone Säure, der Chicoree hat eine leichte Bitternote, der Salbei steuert sein medizinisches Aroma bei und Sherry und Fond verstärken das Umami. Gesalzt habe ich auch genügend und ein wenig Schärfe war durch die Chili auch gewährleistet. Schön rund!

 

 

 

 

 

Menü für Freunde Gang 2: Pasta


Zu diesem Gang hab ich im Überschwang vergessen, ein Foto zu machen, und das Basilikum noch dazu.

Eigentlich hab ich das Rezept in verschiedenen Varianten schon früher gepostet, heute gab es die Variante für 5 Personen.

2 Knoblauchzehen

100 g Fenchelsalsiccia

1 Dose Mutti Ciliegine (Kirschtomaten)

2 El Salzkapern gewässert

2 Sardellen

1 Chilischote gemörsert

Für 5 Personen 350 g Spaghetti von De Cecco kochen.

 

Die Fenchelsalsiccia langsam anbraten und dabei mit einem Kochlöffel zerkleinern.

Knoblauch und Sardellen dazu, Kapern wässern und auch dazu geben. Rühren, damit sich die Sardellen auflösen. Chilischote dazugeben.

Tomaten dazu und mit einem Kartoffelstampfer zum Platzen bringen.

Deckel drauf und langsam eine Stunde einköcheln. Wahrscheinlich muß dazwischen etwas Wasser oder Weisswein dazugegeben werden.

Abschmecken, salzen und normalerweise jetzt frischen Basilikum unterrühren.

Auf der Pasta servieren und Parmesan und eine Reibe auf den Tisch stellen.

 

Nach Art der Huevos Rancheros


Ich hatte noch vom letzten Post Maistortillas. Es hat zwar keine Eile, sie zuzubereiten, weil ich die immer einfriere und das sehr gut klappt, aber ich wollte heute ein paar Eier auf südwestliche Art machen.

Ein typisches (Frühstücks)gericht für schwer arbeitende Gauchos sind die Huevos rancheros aus Mexico. Die werden allerdings mit Refried Beans und einer Tomaten-Chili-Salsa zubereitet, was nicht im Haus war. Ich hatte aber diverse scharfe Sachen, frische wie auch aus der Flasche (grüne Jalapeno- und Habanerosauce) und eine frische Avocado, um einen neuen Versuch zu starten, eine gute zu erwischen.

Zuerst schnitt ich den Spitzpaprika in dünne Streifen, damit er schnell garen würde und briet ihn mit etwas Olivenöl an. Als nächstes löste ich das Avocadofleisch aus der Schale und schnitt es in kleine Würfel. Die Frucht war perfekt. Dann kamen 2 Tomaten gewürfelt dazu, eine Schalotte, ein Knoblauch, 2 Frühlingszwiebeln, der Saft einer Limette, etwas Cilantro, eine halbe Chilischote (eine sauscharfe, sah aus wie Serrano, aber gelb) und eine gute Prise Salz. Die Mischung ließ ich ein paar Minuten durchziehen.

Jetzt briet ich die Maistortilla ohne Öl in der heissen Pfanne an, um sie weicher zu machen. Die wurde jetzt als erstes auf den Teller gelegt. Dazu kamen ein paar Löffel der Guacamole.

Jetzt kam ein El Butter in die heisse Pfanne und zwei große Bio-Eier wurden aufgeschlagen.

Cheddar hatte ich vorher auch noch gerieben und ausserdem den Ofen auf Oberhitze eingestellt und den Rost ganz nach oben platziert.

Die Eier stockten gerade, da kam der Käse drauf und die Pfanne in den Ofen. Es waren vielleicht 4 Minuten später, daß der Käse geschmolzen und die Eier gar aber das Dotter noch flüssig war.

Auf den Teller damit, Foto machen und reinsetzen! Eier und Guacamole passen für mich überraschend gut zusammen, ein cremiges, weiches Mundgefühl mit sensorischen Kontrasten (wahrscheinlich auch wegen der Säure der Limette). Die Tortilla bringt alles zusammen und trägt mit ihrer Textur auch zum guten Gefühl bei.

 

Spiegelei Guacamole Paprika Cheddar 1

 

Spiegelei Guacamole Paprika Cheddar 2

Burger Ananas Slaw Mayo


Heute hab ich mit der Frage nach dem Abendessen sehr schwer getan. Ich wusste eigentlich schon, was ich an Zutaten und Richtung wollte, aber durch den Tag hindurch kamen mir immer neue Ideen und Variationen in den Sinn. Nicht alle dieser Ideen passten zu den anderen Elementen. Schlussendlich hab ich mich für eine bekannte Darstellungsart entschieden, der des Burgerbrötchens mit Inhalt und Krautsalat.

Burger, Kraut und Mayo sind allerdings anders als gewöhnlich.

Burger:

500 g vom Schweinerücken mit Fettanteil

50 g Baguettebrösel

1 Ei

1 scharfe Chilischote kleingehackt

1 Frühlingszwiebel in feinsten Röllchen

1 fein gehackte Knoblauchzehe

Abrieb einer halben Limette

2 Kaffirlimettenblätter, in feinste Stückchen geschnitten

Daumengroßes Stück Ingwer geraspelt

1 El helle Sojasauce

1 El dunkle Sojasauce

 

Schweinefleisch wolfen, mit allen Zutaten mischen, in 3 Burger formen, ausbraten.

 

Slaw:

1/2 kleiner Kopf Weisskohl auf einer Mandoline fein reiben

2 Knoblauchzehen fein hacken

2 El Zucker

3 Tl Reisessig

3 El Limettensaft

1 El Hoisinsauce

2 El Öl

Pfeffer

Minze

frische Ananasstückchen

 

Alle Zutaten vermischen, mit dem Weißkohl mischen, etwas ziehen lassen. In einem Rezept, das ich als Grundlage nahm, stand statt dem El Hoisinsauce 3 El Ponzusauce, die hatte ich aber nicht. Hat so auch sehr gut geschmeckt! Eine Art asiatischer Krautsalat.

 

Mayo:

1 Eigelb

100 ml Öl (Raps)

2 El Limettensaft

1 Tl Dijonsenf

1 Tl Apfelessig

Cilantro

 

Eigelb mit dem Mixer aufschlagen, Öl zuerst tropfenweise, dann im dünnen Strahl dazugeben. Das war leichter gesagt als getan, und die Mayo lief Gefahr auseinanderzubrechen. Der Tl Dijonsenf half sofort, stärkte die Emulsion. Ich hab nach dem Abschmecken noch den Löffel Apfelessig dazugegeben, außerdem eine kleine Prise Salz. Hat das Ergebnis gut verbessert.

 

Ananas:

frische Ananas geschält

2 Scheiben abgeschnitten, mit einem Locher für Kekse den Innenteil ausgestochen

In Butter auf beiden Seiten angebraten

2 Seiten der Ananas abgeschnitten und in Würfel zerlegt für das Slaw

 

Ursprünglich wollte ich das Brötchen auch noch selbst backen, stellte dann aber fest, das gute Rezepte mit Vorteig und Sauerteigansatz arbeiten, und ich nicht erst morgen essen wollte 🙂

Also hab ich das heute gelassen und stattdessen auf einen English Muffin zurückgegriffen.

 

Fazit:

Es hat gut geschmeckt, das Slaw war sehr gut, vor allem beim kompletten Verzicht auf die übliche Mayo oder Sahne. Der Burger war auch gut, aber ich würde das nächste Mal auf die Sojasauce verzichten, weil sie dem Schweinefleisch seinen Charakter genommen hat, obwohl es eine so geringe Menge war. Die Mayo-Variante war gut (ich hab’s normalerweise nicht so damit), die könnte ich mir sehr gut auch zu großen Garnelen vorstellen. Und – Es war relativ aufwendig dafür, daß man einen solchen Burger in weniger als 10 Minuten niedermetzelt. Aber es sind noch welche da, Slaw gibt es auch noch, der morgige Abend ist gerettet!

 

Burger Ananas Slaw Mayo 1

 

Burger Ananas Slaw Mayo 2

 

Burger Ananas Slaw Mayo 3

Black bean soup


Ich hab ein wenig recherchiert und stiess auf eine Schwarze Bohnen Suppe ‘Havana style’, von der im Vorwort berichtet wurde, der Verfasser, ein Kubaner in Amerika, mußte die schmerzliche Erfahrung machen, für seine Landsleute, ebenfalls Expatriaten, eine Suppe gemacht zu haben, die sehr unschön als ‘Red Kidney Bean Soup’ abgekanzelt wurde, weil er Tomaten in seine Black Bean Soup getan hatte. Sie erklärten ihm, daß man das in Havana NIE macht 🙂 und erklärten, wie frugal (lies:ärmlich oder minimalistisch) diese Suppe im Original eigentlich ist.

Es kommen eigentlich nur die Bohnen, eine Zwiebel, Knoblauch, Olivenöl eine grüne Paprika und rote süsse Paprika hinein, dazu ein Tl Kreuzkümmel (Cumin) und 1 Tl Oregano, Salz, Pfeffer und noch eine Chili.

Die Bohnen, bei mir 250 g, wurden mit einem Schnellkochtopf 45 Minuten vorgekocht, dann abgeschüttet.

Dann kommen die Bohnen in einen neuen Topf mit der dreifachen Menge Wasser, einer Zwiebel, geschält, aber ganz, einem Lorbeerblatt und einer stückig geschnittenen Paprika. Ich hatte keine grünen und hab stattdessen eine rote Spitzpaprika verwendet. Das ließ ich wieder fast eine dreiviertel Stunde köcheln, bis die Flüssigkeit deutlich verringert war.

Im Originalrezept wurde ein ‘Sofrito’ angesetzt, bei mir auch: 1 mittlere Zwiebel, in kleinen Stücken, 2 große Knoblauchzehen, auch zerkleinert, 3 Paprikaschoten in Streifen, 1/8 l Olivenöl.

Das wird bei mittlerer Hitze weich gegart. In der Zwischenzeit wird eine Kelle der Bohnen aus dem Suppentopf entfernt und in einer Schüssel mit dem Kellenrücken zermanscht.  Wenn das Sofrito soweit weich ist, die Löffel Kreukümmel und Oregano dazugeben und in die Bohnenpaste geben und mischen. Diese Mischung wiederum in die Bohnensuppe geben. Jetzt abschmecken. Zuerst 2 El Zucker, flach und 2 El Rotweinessig oder ähnliches (ich hatte Sherryessig) dazugeben, rühren, salzen, pfeffern, warten. Bei Bohnen muß man sich ein bißchen gedulden, weil sie Geschmack ‘fressen’, soll heissen, was 5 Minuten vorher zu salzig war, braucht noch etwas davon usw. Also ruhig 10 Minuten stehen lassen und nochmal abschmecken, es lohnt sich.

Fazit: Wer meinen Blog liest, weiß, daß ich Fleisch gerne und wahrscheinlich zu oft esse. Umsomehr war ich interessiert an dieser Suppe, von der der Rezeptgeber behauptete, daß sie in Havana bevorzugt vegetarisch gekocht wird. Nachdem ich sie wie beschrieben zubereitet hatte, war ich begeistert vom Geschmack. Ich muß allerdings vorausschicken, daß ich, wie fast alle Amerikaner dieses Bohnen-Gen habe 🙂 (Ich liebe Bohnen!). Nichtdestotrotz bekommt diese Suppe von mir 5 von 5 Punkten! Selten so gut Bohnensuppe gegessen.

Diese Suppe ist ihrer Ausrichtung sogar vegan! Allerdings muß ich gestehen, daß ich für das zweite Schüsselchen etwas Parmesan drübergehobelt habe…Un(f……)übertrefflich!

Übrigens, die relativ scharfe Chili, die ich anfangs dazuschmuggelte in im weiteren Verlauf auf drei Chilis mit Haut und Kernen aufstockte, wurde komplett von den Bohnen neutralisiert. Ich hab dann trotzig einige Tropfen Habanero-Sauce von Heinz dazugegeben, um wenigstens die Illusion eines Kicks zu haben.

 

Black Bean Soup 1

 

Black Bean Soup 2

Gästeessen 2: Karotten-Ingwer-Suppe


Ursprünglich wollte ich die Karotten als Beilage zum Hauptgang machen und nahm vorsorglich zwei Bünde mit Heu, viel zuviel, wie sich schnell herausstellte.

Die Alternative: Suppe. Kürbissuppe hab ich schon mehrfach gemacht, ich denke Karotte ist ähnlich (stimmt-ähnlich).

1 Bund Karotten

60 g Ingwer

1 l selbstgekochte Gemüsebrühe

Zucker

Weißweinessig

1 Thai-Chilischote

2 Schalotten

1/8 Weißwein

gemörserte Korianderkörner

 

Die Schalotte fein würfeln, in Butter anschwitzen, Karotten in Scheiben dazu, angehen lassen.

Mit Weißwein ablöschen. Etwas zuvor gekochte Gemüsebrühe dazugeben, weichgaren.

Karotten pürieren, mit der restlichen Brühe auffüllen, nochmal pürieren.

Chili kleinhacken, dazugeben, gemörserte Korianderkörner auch dazugeben, mit Weißweinessig und Zucker abschmecken.

Nochmal pürieren, nochmal abschmecken mit Pfeffer und Salz. Ein wenig Schnittlauch kommt auch noch dazu.

Wenn sie süß, sauer, scharf und heiß ist, ist sie richtig.

Karotten-Ingwersuppe-2