oeufs brouillés chanterelles gruyère ciboulette persil


Klingt super, oder? Ich kann nur Speisekartenfranzösisch – ich wurde mit Latein gequält und hatte dann keine Lust mehr auf eine andere Lernsprache. Ein Fehler, den ich noch heute bereue, weil ich immer wieder feststelle, wie viele Wörter durch Latein oder Englisch erschlossen werden können…Nevermore!

Ich bin schon zufrieden, eine Speisekarte lesen zu können, und meistens zu wissen, was da auf mich zukommt.

Es handelt sich hier ganz profan um Rührei mit Pfifferlingen, Gruyère, Schnittlauch und Petersilie.

Ich wollte ein relativ leichtes Abendessen und war auf dem Mittwochsmarkt dem Charme der letzten Pfifferlinge verfallen (hätte es Steinpilze gegeben wäre das ein „charmanter“ Wettstreit geworden). Jedenfalls kaufte ich 100 g dieser Pfifferlinge. Ich war mir unschlüssig, ob ich vielleicht noch Kartoffeln oder sonstwas dazumachen sollte, auch ein Omelette war reizvoll. Gerade Omeletts sind bei mir immer wieder angesagt, weil ich als Teen sehr viele dieser Eierspeisen gemacht und gegessen habe. Die kann ich im Schlaf. Außerdem gibt es 1000 Arten, sie zu füllen.

Dieses Mal aber wollte ich das Rührei nur kurz umherschmeissen, damit es noch feucht bleibt, um dann den Käse automatisch ohne weitere Hitze zu schmelzen.

Dazu mußte ich die Pilze vorher anbraten, damit die schon gar waren. Das dauerte aber nicht lange, und ich konnte die beiseite stellen. Schnittlauch und glatte Petersilie hatte ich auch schon gehackt, wie auch die Eier gekleppert, gesalzen und gepfeffert.

In die warme Pfanne kam jetzt ein Stück Butter, dann, nachdem es fast geschmolzen war, die Eimasse. Ich beobachte das immer sehr genau – wenn es anfängt stocken, ziehe ich die Gabel im Halbkreis einmal herum, und lasse es wieder ein paar Sekunden in Ruhe. Wichtig ist, den Punkt zu erahnen, wo die Eier weg von der Hitzequelle müssen. Da sind sie noch sehr feucht, aber schon bei der nächsten Gabelbewegung sind sie fast gar. An dieser Stelle kommt der Gruyère (30 g), die Pfifferlinge, der Schnittlauch und die Petersilie dazu. Dann wird noch einmal gerührt und sofort serviert.

Ich liebe Eier in jeglicher Form, insofern hat es mir sowieso geschmeckt. Die Eier waren noch leicht feucht und hatten diese würzige Käseschicht und die Kräuter obenauf. Die Pfifferlinge gaben ihr mildes, waldiges Aroma dazu. Ich hab es mit einer Scheibe Roggenbrot genossen.

Fazit: Wer sich mit der schnellen Zubereitung von Eiern auskennt, wird seine Freude daran haben. Allerdings sind Eier auch ein Lebensmittel, das Fehler nicht verzeiht.

 

Rührei Pfifferlinge Gruyere Schnittlauch Petersilie 1

 

 

Rührei Pfifferlinge Gruyere Schnittlauch Petersilie 4

 

 

Rührei Pfifferlinge Gruyere Schnittlauch Petersilie 2

Dorade Bohnen Kartoffeln Pfifferlinge


In ähnlicher Form hab ich das schon mal gepostet… aber es gibt eben nichts Neues unter der Sonne.

Die Dorade kam wieder vom tollen Fischgeschäft auf der anderen Seite der Kreuzung, und war wieder nicht ausgenommen (ich vergesse immer zu fragen). Es ist kein Problem, nur muß ich dann den Müll gleich entsorgen, sonst muffelt es sehr bald. Also hab ich den Fisch ausgenommen und mit Basilikum und Rosmarin gefüllt.

Die Kartoffeln wurden geschält und in Salzwasser knapp unter den Garpunkt geköchelt. Die Stangenbohnen wurden auch in Salzwasser knapp unterkocht, dann in kaltem Wasser abgeschreckt.

Dann gab es Knoblauch und eine Schalotte, beide kleingehackt, die in Olivenöl angebraten wurden und die Basis für Kartoffeln und Bohnen bildeten. Nachdem ich die Pfifferlinge geputzt hatte, kamen die auch noch hinein. Alles nur noch gar ziehen lassen. Die Dorade hab ich in einer Pfanne angebraten und danach in einem Bräter bei 180 Grad 20 Minuten in den Ofen geschoben. Einmal gewendet (deshalb fehlt die Haut) und dann serviert. Dorade ist mein Lieblingsfisch, und diesesmal hatte ich keine einzige Gräte!

 

 

 

Dorade-Bohnen-Kartoffeln-Pfifferlinge-1