Schweinefleisch Gemüse Erdnüsse Mie Goreng Nudeln


Ich weiss nicht warum, aber in den letzten paar Wochen hab ich mehr asiatisch inspirierte Sachen gekocht als je zuvor. Vielleicht liegt es an dieser hellen Bio Sojasauce, die so anders schmeckt als die Anderen der letzten Jahre, die den Eigengeschmack irgendwie immer totgeschlagen haben. Diese hier nicht, und sie schmiegt sich auch gerne an Limettensaft und Ähnliches an.

Jedenfalls kaufte ich heute eine Packung indonesischer Mie Goreng Nudeln, ein durchwachsenes Schnitzel, Kaiserschoten, eine Karotte, eine scharfe Chili, Frühlingszwiebel, Koriandergrün und frische Erdnüsse.

Zuerst legte ich das in feine Stücke geschnittene Schnitzel in Sojasauce, etwas Hoisinsauce, etwas Sesamöl und einem Teil der scharfen Chili ein und gab das Fleisch für zwei Stunden zum Durchziehen in den Kühlschrank.

Die Nudeln wurden mit kochendem Wasser überbrüht und 5 Minuten ziehen gelassen, dann abgeseiht und zur Seite gestellt.

Als Nächstes röstete ich frisch geschälte Erdnüsse an, stellte sie zur Seite und gab Rapsöl und einen El Sesamöl in meinen Wok und startete mit den in Streifen geschnittene Karotten. Die schwenkte ich zwei Minuten, dann gab ich Frühlingszwiebel und Kaiserschoten dazu, anschliessend gab ich die Champignons dazu. Nach ein paar Minuten machte ich den Boden frei und gab das Fleisch hinein, schwenkte es, bis es gar war und gab dann Nudeln und Erdnüsse dazu. Am Schluss garnierte ich mit Koriandergrün.

Lecker, ziemlich leicht und schnell gemacht 🙂

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Pizza Sprotten Salsiccia Spargel


Heute hatte ich ieder einmal Lust auf Pizza, aber kein italienisches Pizzamehl. Stattdessen fand ich von Goldpuder ein Pizzamehl, dessen Rezeptur ich gleich ausprobierte. Für zwei Pizzas a 30 cm, so wurde behauptet bräuchte man:

  • 350 g Goldpuder Pizzamehl
  • 175 ml lauwarmes Wasser
  • 21 g Frische Hefe (1/2 Hefewürfel)
  • 1 Tl Zucker (bei mir 1 El)
  • 1 Tl Salz
  • 1 1/2 Tl Olivenöl (bei mir keines)

Ich löste die Hefe im Zucker und einem El Wasser auf und gab Mehl, Wasser, Salz und Hefe in meine Rührmaschine mit Knethaken. Ich liess sie selbstständig etwa 10 Minuten kneten, bis der Teig schön zusammengekommen war. Ich deckte ihn ab und stellte ihn auf die Heizung, fast eine Stunde lang. Der Teig ging schön auf und ich teilte ihn in zwei Teile und wickelte den Einen gleich in Cellophan und gab ihn in den Kühlschrank.

Da auf der Packung gestanden hatte, dass der Teig genug für ein 30 cm Form ist, aber meine Form grösser ist, entschloss ich mich den Teig auszurollen, statt wie üblich den Teig händisch in die Form hineinzupressen. Anfangs gab er sich elastisch, gab aber dann nach ein, zwei Minuten nach und wurde ganz leicht auszurollen. Ich hatte dazu ein Backpapier genommen. Sehr überrascht war ich, als ich feststellte, dass er dann doch so gross wurde, um in die Pizzaform zu passen und sie auszufüllen. Der Vorteil war, dass er schön schlank daher kam, ganz anders als zuvor.

Als Belag nahm ich eine Passata mit Basilikum und dann für die eine Hälfte Sprotten, Sardellen und Spargelstangen. Für die andere Hälfte hatte ich angebratene scharfe Salsiccia und ebenfalls Spargel vorbereitet.

Für beide Hälften gab es Mozzarella die bufola Camana DOP, Grona Padano, braune Champignons, Chiliflocken und Knoblauch mit Olivenöl verrieben zum drüberträufeln.

Nachdem die Pizza belegt war, liess ich sie nochmal eine halbe Stunde gehen. Sie wurde nochmal leicht fluffiger und ich gab sie in einen vorgeheizten Ofen bei 230 C, für etwa 15 Minuten.

Sie ist besser geworden als die vorherigen Pizzen (dadurch, dass sie dünner war, buk die Mitte genauso schnell wie die äusseren Stellen).

Die Sprotten waren gut und saftig, aber nach 2 Sprotten hätte ich gerne gewechselt. Also in Zukunft keine Sprotten mehr. Die Salsiccia andererseits hat gut funktioniert. Ich hatte sie wie Salamischeiben angebraten. Der Spargel wurde der Länge nach aufgeschnitten und roh auf die Pizza gegeben. Sie waren sehr lecker und auch durch.

Insgesamt ein gelungenes Experiment!

Rindergulasch Paprika grüne Bohnen Kartoffeln


Ein Rindergulasch. Nichts Ungewöhnliches. Ein Stück aus der Simmentaler Färse. Ich gab dem Fleisch 3 Stunden Zeit, bei sehr reduzierter Temperatur. Zuerst schnitt ich den Braten in mundgerechte Stücke. Dann briet ich die Stücke scharf an, zuerst die erste, dann die zweite Portion. Dann nahm ich das Fleisch aus dem Topf und gab Zwiebeln und Knoblauch dazu. Dann das Tomatenpüree. Abgelöscht wurde mit einem Schluck Port und einem Viertel Rotwein (Merlot). Nachdem der Wein fast verkocht war, gab ich etwas Wasser dazu. Danach hatte das Fleisch viel Zeit. In der letzten halben Stunde gab es Bohnen und Champignons mit ein bisschen Speck mit hinein, auch Spitzpaprika kam dazu. Auch gab ich Lorbeerblätter, Rosmarin und Thymian dazu.

Als Beilage machte ich Bratkartoffeln. Die wurden erst gekocht, dann geschält und in Rapsöl langsam mit Farbe angebraten.

Saftig, aromatisch, deftig und lecker.


Rumpsteak Kartoffeln Gemüse


Es gab eine Menge Gemüse, das ich verarbeiten wollte, und auch ein Rumpsteak im Froster. Kartoffeln hatte ich auch noch welche, nur keine überragenden kulinarischen Ideen. Aber man kann nicht immer tolle Ideen haben, manchmal reicht es wenn es einfach gut schmeckt. Und dazu kenn ich ein Rezept: Butter! 🙂

Das Rumpsteak wurde schonend aufgetaut, während ich die (2) Kartoffeln schälte und in jeweils 8 etwas dickere Stücke schnitt. Sie wurden in kaltem Salzwasser angesetzt und gekocht bis sie fast gar waren, danach wurden sie in Rapsöl und später mit einer Butterbeigabe braun und rösch angebraten.

Was wegmusste waren etwa 10 Rosenkohlröschen und eine rote Paprika. Dazu gesellten sich 5 Champignons in Scheiben, 2 Schalotten in Streifen und 2 Knoblauchzehen. Für das Gemüse gab ich zuerst Schalotten und Knoblauch in eine weitere Pfanne und schwitzte sie kurz an. Dann gab ich die Paprika in Streifen dazu bis sie bissfest waren und danach die vorher gekochten und dann halbierten Rosenkohlröschen. Jetzt gab ich hier auch ein Stück Butter dazu (um den Geschmack zu verbessern 🙂  )

Jetzt legte ich das gewürzte Rumpsteak kurz auf beiden Seiten in die Pfanne und holte es noch rosa heraus. Ich hatte kurz vorher eine Kräuterbutterstücke gekauft (ja, gibt’s auch mal, dass ich etwas nicht selbst mache…) und eines ausgepackt und auf das Steak gelegt.

Es klingt vielleicht wie Overkill oder einem Zuviel an Butter, aber ich erlebte das ganz harmonisch *g*

Jedenfalls sah es wirklich gewöhnlich aus, aber es schmeckte wirklich gut.


Lammstelze Bohnen Speck Champignons Kritharakia


Im Kaufland gab es Lammstelzen, die hab ich zuletzt vor einer ganzen Weile gehabt. Dazu kam, dass mir ein Mitarbeiter eine Flasche Rotwein schenkte (ein Merlot). Genau das Richtige, um eine schöne Sauce anzusetzen.

Es gab grüne Bohnen, die für mich immer sehr gut zu Lamm passen, dazu Speckwürfel und Champignons. Dazu machte ich die griechischen Kritharakia (Nudeln), die wie Reis aussehen, aber ein anderes Mundgefühl haben.

Am meisten Arbeit machte die Sauce, wie sollte es auch anders sein?

Der Ansatz war eine Mischung aus Zwiebel, Knoblauch, Karotte, Sellerie, Lauch und Petersilie, die ich erst anbriet, um danach 5 cm Tomatenpaste dazuzugeben und anzurösten. Diese Mischung wurde mit Port abgelöscht und fast komplett eingekocht, danach gab ich 1/4 l Merlot und liess diese Mischung um die Hälfte einkochen, dann gab ich 200 ml Kalbsfond dazu.

Nach etwa 20 Minuten seihte ich die Stücke aus der Sauce und gab ihr etwas Beurre manié zum Andicken dazu.

Die Stelze war schon zu Anfang bei 160 C in den Ofen gegangen, auch mit Röstgemüse und Wasser, damit es eine feuchte Hitze gibt.

Nach etwa 90 Minuten war sie schön gar, aber nicht so, dass sie vom Knochen fällt, aber trotzdem zart.

Die Kritharakia waren dann auch irgendwann gar (nach 25 Minuten, und ich stellte sie warm)

Nachdem ich die Bohnen in Salzwasser gekocht hatte, nahm ich sie heraus, als sie durch waren. Ich spülte sie mit kaltem Wasser ab und gab sie später in die Pfanne mit dem Speck und den Champignons.



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Schweinelende Champignons Gruyere Toast Birne


Ich hatte noch eine halbe Schweinelende und statt sie einzufrieren machte ich eine Herrentoast Variante. Eigentlich dachte ich, es könnte ein relativ leichtes Gericht werden, wie in Wirtshäusern, wo es eher zu den großen Snacks oder den kleinen Hauptspeisen gehört, aber die Sauce wurde dann doch etwas mächtiger und es gab auch jede Menge Champignons (wobei diese hauptsächlich aus Wasser bestehen, wenn man sie nicht gerade in Butter anbrät 🙂 ). Was die Leichtigkeit anging und ein Kontrast zum Sahne/Käse Komplex darstellte, gab es eine reife Birne, die ich fand, eine Abate Fetel, die ein fruchtiges Korrektiv darstellte und sowohl mit dem Fleisch zusammen, als auch mit der Käsesauce zusammen ausgezeichnet schmeckte.

1/2 Schweinelende, pariert, in Scheiben

Sauce:
1 Schalotte
1 Knoblauch
Butter zum Anschwitzen
1 Tl Mehl
1/4 Weisswein in zwei Durchgängen
1 Spritzer Port
2 Scheiben Gruyere in kleinen Würfeln
1/2 Becher Sahne
1 Prise Salz, Pfeffer, Cayenne

Die Sauce wird angesetzt mit dem Anschwitzen von Schalotte und Knoblauch, dann wird mit Mehl bestäubt, etwas eingedickt und mit dem Port und einem 1/8 Port abgelöscht. Die Temperatur soll ganz niedrig eingestellt sein, weil die Mischung eine Weile köchelt. Der Käse kommt ganz zum Schluss, kurz vor dem Grill hinein.
Dazwischen werden die Champignons blättrig geschnitten und in Butter! angebraten.
Dann hab ich die Toastbrotscheibe leicht angetoastet und auf den Teller gelegt.
Anschliessend schälte ich die Birne und schnitt sie fächerförmig auf um sie zu drapieren, damit ich mir eine Vorstellung von der Form machen könnte.

Jetzt kamen die gewürzten Fleischstücke in eine geölte Pfanne, nur etwa 4 Minuten pro Seite, weil ich sie noch überbacken wollte.
Den Herd stellte ich jetzt auf die Grillstufe (nur Oberhitze). Ich gab das Fleisch auf den Toast und die Sauce in die Fleischpfanne, um die Aromen mitzunehmen, danach verteilte ich erst die lauwarmen Champignons auf Fleisch und Toast, dann die Sauce auf beidem.
Im Ofen war der Teller etwa 5 Minuten. Einen richtigen Bräunungseffekt gab es leider nicht, aber die Sauce selbst war in ihrer Grundfarbe auch bräunlich, was dem Port geschuldet war.
Aber man kann ganz leichte Bräunungsspuren auf den Fotos an den Birnen erkennen 🙂

Auch wenn es eine Portion war, die für meinen Stil etwas schwerer ausfällt (weil ich eher selten Sahne- oder auch Mehlschwitzensaucen mache/Ausnahmen bestätigen die Regel), war es echt gut. Die Champignons gaben ihren guten Geschmack mit zur Sauce und das ist immer gut. Der Wein steuerte Säure bei, Gruyere ist sowieso überbacken viel komplexer als kalt.
Und die Birne, ja die Birne hat’s herausgerissen.

Stir Fry: Schwein Broccoli Udon


Ich musste heute Wasserkästen schleppen und neue kaufen. Das führte mich zum REWE in der Nähe. Normalerweise gehe ich dort nicht so gerne einkaufen, weil er für manche Lebensmittel wirklich viel Geld nimmt. Er ist da nicht allein, alle tun das, solange uninformierte Kunden die teuren Waren kaufen. Aber das ist mir meist zu blöd. Das heutige Beispiel: Eine flache Schale Broccoli, etwa 250 g, mit schönem Foto und schon in längliche Tranchen geschnitten. Darauf steht “Alles essbar!”… für €2.49. § Fächer daneben ein ganzer Broccoli Kopf, etwa 500 g für €1.49. Ja sind die Kunden wirklich so blöd oder faul? Anscheinend.
Den grösseren Broccoli packte ich ein, dazu braune Pilze und ein Stück Schweinelende. Zuhause gab es noch eine halbe Paprika, rote Zwiebel, Knoblauch und Udon Nudeln.

Das Lendenstück schnitt ich erst in Scheiben, dann in Streifen.
Die legte ich in eine Mischung aus Sojasauce, Austernsauce und Fischsauce ein und gab den Knoblauch, eine sehr scharfe Chili und den Saft einer halben Limette dazu.

Das Gemüse wurde in bissgerechte Stücke geschnitten und nacheinander im Wok mit Rapsöl angebraten. Nach Broccoli und Paprika gab ich das Fleisch dazu, und als das halb gar war kamen die Champignons und die roten Zwiebel dazu. Als das Fleisch gar war löschte ich alles mit einem guten Schluck Port ab und mischte die Udon Nudeln unter, die ich zuvor in heissem Wasser gekocht hatte.
Ganz zum Schluss bestreute ich das Gericht mit dem Rest Koriandergrün, den ich noch hatte.
Insgesamt etwa 15 Minuten Kochzeit und bestimmt nicht mehr an Vorbereitung. Aber gut!