Schweinsbäckchen Casareccia Bohnen Karotten Paprika


Am Weihnachts-Vorabend gab es nochmal lecker Schweinsbäckchen. Ich mußte nochmal einkaufen, ein paar letzte Besorgungen machen, und zwar im Haidach, einem Stadtteil von Pforzheim mit großem Edeka. Dort gibt es fast immer diese Schweinsbäckchen. Und die sind ein tolles Schmorfleisch.

Während ich also für Übermorgen ein Rotkraut ansetzte, begann ich die Bäckchen vorzubereiten:

Die Bäckchen mit Salz und Pfeffer würzen, scharf anbraten, herausnehmen.

Suppengrün  als Brunoise schneiden, anbraten, Tomatenmark (1 El) dazu, mit anbraten, mit Madeira ablöschen, einkochen, Rotwein dazugeben. Bäckchen wieder dazugeben, etwas Wasser dazu, Deckel und kleinste Hitze (für eine Stunde).

Die Sauce wurde durch ein Sieb gegeben, etwas eingekocht, mit etwas Beurre manier angedickt und nochmal nachgewürzt. Worte beschreiben nur schlecht den Umstand der Transformation,

mein Lieblingswort, wenn es um französische Kuche geht. Die Jungs (und Mädels) schaffen es immer wieder, mit ganz profanen Zutaten + Zeit + Hitze + Gewürze zu etwas ganz anderem zu gelangen. Bei der Sauce verwandeln sich Fleischsaft, Fett und Mehl (und Gemüse + Alkohol) in eine Sauce, die ihresgleichen sucht. Man möchte darin baden, oder unter die Achseln reiben 🙂

Dazu gab es Casareccia, leicht gedrehte Nudeln von de Cecco, eine gute Wahl.

Das Gemüse war auch eine gute Wahl, wobei es keine ganz freiwillige Wahl war, weil es sich um Nachzügler handelte, die unbedingt in den Topf wollten.

Ein rundes Abendessen am Vorabend zu Weihnachten 🙂

 

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Kalb Pilze Salbei Speck Paprika


Heute bekam ich ein Kalbssteak (Schnitzel) und überlegte, was ich damit machen wollte.

Ich habe vor meiner Haustür eine sehr triebfreudige Salbeipflanze, also sollten einige Blätter dazu.

Ich dachte, daß Speck passen würde, weil er die Stelle des rohen Schinkens beim Saltimbocca alla romana einnehmen könnte, eine Art dekonstruiertem Saltimbocca.

Aber dann sah ich die Champignons und warf den Purismus wegen des Geschmackszuwachses über Bord (blumig gesagt, nicht?)

Also, ich war nicht konsequent, aber umso leckerer unterwegs.

Die Speckwürfel wurden zuerst  mit Knoblauch ausgelassen, dann kamen die Champignons dazu. Nachdem diese Mischung fertig war, wurde sie warm gestellt und die Pfanne mit frischem Olivenöl vrsehen. Jetzt wurde das Kalbfleisch mit dem Salbei angebraten, mit Weißwein abgelöscht, Saft einer 1/4 Zitrone und 3 El Sahne dazu und zwei Minuten eingekocht.

Dazwischen hatte ich 60 g Casareccia Pasta gekocht. Die wurden untergehoben.

Die Paprika hab ich mit Knoblauch in Olivenöl langsam weich gegart und mit Petersilie durchsetzt. Der Teller sieht zu „busy“ aus, es gibt zuviel Kleinteiliges. Aber es läßt sich nicht ändern.

Fazit: Das Geschnetzelte sieht nicht so gut aus wie es geschmeckt hat. Wichtig ist, die Kalbsstreifen nur lange genug zu braten, bis sie knapp gar sind. Wenn möglich aus der Flüssigkeit entfernen und erst später der Sauce zum Erwämen wieder beigeben. Vom Geschmack ist es ein echtes Retro-Gericht, wobei das Retro weit zurückreicht in die 70er Jahre 🙂

Trotzdem zu empfehlen!

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