Blade Steak Kartoffeln Spargel


Bestimmt wurde das Gericht schon mal gepostet. Wenn nicht so, dann mit einem anderen Gemüse oder einer anderen Beilage. Blade Steak ist, wie Flank Steak ein tolles Fleisch zum rosa braten oder grillen. Ich hatte ein Pfund beim Metzger Zorn geholt, bevor ich nach Karlsruhe gefahren bin, um dort den Abend zu verbringen.

Nicht, daß es in KA keine guten Metzger gibt, im Gegenteil, es entwickelt sich zu einem Spezialgebiet für Grillverrückte. Aber der Metzger Zorn steht ihnen in nichts nach, und interessiert sich auch für die Grill- und dry-aged Geschichten. :-).

Grünen Spargel hatte ich schon auf dem Markt geholt – Weisser war mir dort zu teuer. Gestern hatte ich noch weissen Spargel für weniger als 5,00/Pfund, allerdings krumm und dick (kein Problem für mich), so hat der Bruchsaler Spargel heute auf dem Markt zwischen 17,00 und 19,00 das Kilo gekostet. Die zweite Wahl war nur wenig preiswerter.

Den grünen Spargel bekam ich für 4,50, es waren aber nur 300 g…

Aber egal. Beim Pfälzer nahm ich noch ein paar vorwiegend festkochende Kartoffeln mit, außerdem Schnittlauch, Petersilie, etwas frischen Thymian und ein paar Champignons.

Im Supermarkt kam dann noch eine Packung der Büffelbutter dazu, die ich schon zu Ostern zu Kräuterbutter verarbeitet hatte.

Die hab ich gleich mit etwas Petersilie, viel Schnittlauch, zerriebenem Knoblauch und einem Hauch frischem Thymian mit Salz vermischt und wieder kaltgestellt.

Die Kartoffeln wurden in grobe Quader geschnitten und erst mit Deckel gegart, dann aber in eine Pfanne mit Olivenöl gegeben, um dort eine Kruste zu entwickeln. Das ging gut, bis ich auf die dumme Idee kam, die Champignons in der gleichen Pfanne zu machen. Natürlich haben die Flüssigkeit abgegeben und die Kartoffeln verloren ihre schöne Kruste.

Zum Ausgleich nahm ich ein vorher gefundenes Gewürz, nämlich getrocknete Steinpilze im Glas mit Mahlwerk, und verteilte es über den Kartoffeln. Die rochen sofort sehr interessant.

Sie wurden ganz langsam wieder auf Temperatur gebracht und wieder krustig gebraten.

Die Spargel wurden nur nachgesalzen und so serviert, wobei ein Stück Knoblauch-Kräuterbutter darüber verteilt wurde.

Das Blade Steak wurde in einer dicken, schmiedeeisernen Pfanne (Cast iron skillet) auf beiden Seiten scharf angebraten und dann bei 150 C 15 Minuten in den Ofen geschoben.

Ich liess es dann noch 10 Minuten in Folie ruhen, wo es auch ein bißchen Saft verlor, aber sonst sehr saftig und englisch/auf den Punkt war (man sieht noch Blut auf dem Teller, aber die Kartoffeln waren deshalb umso besser).

Ich mußte es nur noch aufschneiden, die Butter auch über dem Fleisch verteilen und servieren.

Ich war mit der Anrichte nicht zufrieden, aber die Mitesserin meinte „Scheiß auf das Bild, es hat toll geschmeckt“.

Who am I to argue?

 

Blade Steak Spargel Kartoffeln Champignons