Bucatini Bolognese Feta


Im Grunde ist das heutige Rezept nur eine weitere Variante vieler schon durchgespielter Versionen.

Für die Bolognese nahm ich eine Schalotte und zwei Knoblauchzehen, die kleingeschnitten erst langsam angebraten wurden und dann mit 200 g Rinderhack angebraten wurden. Später gab ich 2 El Tomatenmark dazu und schwitzte es an. Dann gab es einen kleinen Schluck Sherry und einen grösseren Rotwein (1/4 l Medoc). Das liess ich langsam einkochen. Darauf gab ich eine Dose sehr guter Kirschtomaten, die nicht genannt werden darf 🙂 . Jetzt dauerte das Reduzieren etwa 25 Minuten.

Dazwischen setzte ich die Bucatini an. Nachdem sie ferig waren musste ich nur noch die Sauce auf die Bucatini geben und die Fetawürfel darüber verteilen.

War lecker! Von der Bolognese ist mindestens noch die Hälfte da – mal sehen.

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Bucatini Kapern Sardellen Tomaten


Es ist ein Rezept, das ich hier schon in verschiedenen Varianten vorgestellt habe. Es ist auch meine liebste Art, Pasta zu geniessen.

Heute gab es auch kein Fleisch dazu (Hack, oder Salsiccia, die beide sehr gut passen), trotzdem sind sie nicht vegetarisch/vegan. Ich nehme auch 2 eingelegte Sardellen wegen des Umamieffekts. Veganer/Vegetarier können die Sardellen durch 2 Spritzer Sojasauce ersetzen.

  • 80 g Bucatini
  • 1 El Kapern
  • 2 Sardellenfilets
  • 4 Cocktailtomaten
  • 1 Thai Chili
  • 1/2 Glas Rotwein
  • 1 Handvoll Grana Padano
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Knoblauch
  • 1 El gehackte Petersilie

Die festen Bestandteile zuerst mit dem Öl in die Pfanne geben und einfallen lassen. Dann mit dem Wein ablöschen und bei geringer Hitze einkochen. Nach 15 Minuten sollten sich die Sardellenfilets aufgelöst haben und von den Tomaten nur noch die Haut übrig sein. Wenn sie die Bucatini zur gleichen Zeit in kochendes gesalzenes Wasser gegeben haben, waren sie vor 2 Minuten al dente 🙂 Bucatini abseihen, die Sauce dazugeben und schwenken. In einem tiefen Teller anrichten und Grana drüberstreuen. Fertig.

Man könnte dieses Gericht einen Vertreter der Cucina povera nennen, der “armen Küche”, das sind traditionelle Gerichte, deren Ursprung oft auf arme Verhältnisse deutete. Es gibt viele solcher Rezepte, nicht nur in Italien, und ich empfinde es als wundersam, dass wir heutzutage nach Verknappungen von gewissen Nahrungsmitteln eine teilweise ganz andere Wertschätzung für viele dieser Lebensmittel entwickelt haben (Lachs, Hering, Thun, Wild, seltene Reissorten, seltene Linsensorten, etc.). Die Liste ist lang.

Bucatini Tomaten Sahne Sauce Fenchel Salsiccia Kerbel


Pasta mit der dreifachen Anis-Keule. Hat aber richtig gut gepasst, war auch der Grund, die Tomatensauce mit Sahne abzumildern, um dem Anis zu seinem Recht zu verhelfen: Geb dem Schtinga doch ä Chonce, der kummt net so staak dähea! (Monnemarisch für den ders net kännt *g*)

Eine Fenchelknolle dünn aufschneiden, in Olivenöl sanft goldbraun anbraten (bei mir eher weisslich aber trotzdem weichlich). Die Salsiccia, natürlich die Version mit Fenchel, pellen und in kleine Kugeln rollen. In die Pfanne mit dem fast garen Fenchel legen, das geht auch bei mittlerer Hitze relativ schnell. Die Pfanne immer wieder bewegen, daß die Fleischbällchen rumkugeln.

Für die Tomatensauce hab ich eine ganz kleine Schalotte und drei kleine Knoblauchzehen kleingehackt und sanft angeschwitzt. Dazu kamen zwei Sardellenfilets, die sich bei mittlerer Hitze schnell zerkrümelt haben, aber eine Geschmackstiefe erzeugten. Dann hab ich einen Schluck Weißwein dazu und etwa zehn Datteltomaten, die kleinen, die sind auch jetzt ganz geschmackvoll. Deckel drauf und ziehen lassen. Nach etwa fünf Minuten hab ich die Tomaten angeritzt und wieder den Deckel drauf getan. Dann kam etwas Tomatenmark dazu (2 El), das wurde verrührt, dazu zwei Schluck Wasser. Ich wollte nicht, daß die Sauce so konzentriert ist wie bei der Puttanesca, weil das immer nur für einmal essen reicht. Ich hatte aber Fleisch und Nudeln für mehrere Portionen. Jedenfalls hab ich die Sauce da schon abgeschmeckt und nachgesalzen und gab dann einen Drittel Becher Sahne mit eingerührt. Dann kamen der fertige Fenchel und die Salsicciabällchen dazu, während ich die Hitze ausstellte, aber den Deckel wieder drauf machte.

Die Bucatini hatte ich in der Zwischenzeit in salziges Wasser geworfen und fertig gekocht und abgegossen, um sie dann mit der Sauce in einem Topf zu mischen und dann zu servieren.

Dazu hab ich Kerbel benutzt, nicht im Bild ist ein alter, salziger Pecorino, der das alles nochmal kräftig abgerundet hat.

Bucatini-Tomaten-Sahne-Sauce-Salsiccia-Fenchel-Kerbel2