Lauch Schinken Champignons Parmesan Brösel Butter


Heute gab es 2 Lauchstangen für 59 Cent. Normalerweise bin ich kein Sparfuchs, aber ich hatte sofort eine Idee für den Lauch.

Daheim schaute ich bei Paul Bocuse nach, der drei oder vier Rezepte für Lauch hat und ansonsten beklagt, daß kein Mensch den Lauch als Gemüse isst, sondern immer nur für Suppen oder Saucen verwendet, obwohl er so gut schmeckt. Bei drei der vier Rezepte ist ordentlich Butter mit im Spiel. Ich hab mich größtenteils an eins seiner Rezepte gehalten, aber dann doch den Schinken zugefügt und mir beim Käse eine italienische Freiheit gegönnt.

2 Lauchstangen (das Weisse), in 6 Segmente geteilt

2 Scheiben gekochter Schinken (ich hatte Winzerschinken)

4 mittlere braune Champignons

eine Handvoll Brotbrösel (Knödelbrot mit meinem Zerkleinerer zerkleinert)

30 g Parmesan

50 g Butter

Salz, Pfeffer

 

Die Lauchstangensegmente 5 Minuten in kochendem, gesalzenen Wasser vorkochen.

Champignons in Scheiben schneiden, salzen, in einer sehr heissen Pfanne Wasser ziehen lassen, danach entfernen. Hitze ausmachen aber die Butter darin schmelzen.

Brösel zerkleinern. Champignons als Basis in die Ofenform geben (meine ovale Le Creuset 🙂  ). Lauchstangen arrangieren, Schinken und Brösel drüber, dann den Parmesan. Am Schluss die Butter großzügig verteilen.

Bei 140-150 C 45 Minuten in den Ofen schieben. Bei Bocuse wird der Lauch regelmässig mit der Butter übergossen. Ich möchte nicht wissen, wieviel Butter er verwendet hat! Mir aber reichen die 50 g.

 

 

 

 

 

 

Der Lauch hat herrlich geschmeckt mit all den Toppings! Die Butter hat das Gericht zusammengehalten und ihm den Luxus gegeben. Die Brösel, der Schinken, Pilze und der Parmesan gaben ihre Umamiaromen dazu. Der Lauch war trotz mangelnder Sauce wunderbar saftig und sättigte trotz Butter und Fülle nicht so sehr wie zum Beispiel eine Bechamel bei Chicoree. Werd ich versuchen öfters zu machen, auch als Gemüse ohne Topping. Lauch rocks!

Dieses Gericht wäre ohne Schinken auch ziemlich lecker. Ohne Parmesan, weiss ich nicht 🙂

Burger Ananas Slaw Mayo


Heute hab ich mit der Frage nach dem Abendessen sehr schwer getan. Ich wusste eigentlich schon, was ich an Zutaten und Richtung wollte, aber durch den Tag hindurch kamen mir immer neue Ideen und Variationen in den Sinn. Nicht alle dieser Ideen passten zu den anderen Elementen. Schlussendlich hab ich mich für eine bekannte Darstellungsart entschieden, der des Burgerbrötchens mit Inhalt und Krautsalat.

Burger, Kraut und Mayo sind allerdings anders als gewöhnlich.

Burger:

500 g vom Schweinerücken mit Fettanteil

50 g Baguettebrösel

1 Ei

1 scharfe Chilischote kleingehackt

1 Frühlingszwiebel in feinsten Röllchen

1 fein gehackte Knoblauchzehe

Abrieb einer halben Limette

2 Kaffirlimettenblätter, in feinste Stückchen geschnitten

Daumengroßes Stück Ingwer geraspelt

1 El helle Sojasauce

1 El dunkle Sojasauce

 

Schweinefleisch wolfen, mit allen Zutaten mischen, in 3 Burger formen, ausbraten.

 

Slaw:

1/2 kleiner Kopf Weisskohl auf einer Mandoline fein reiben

2 Knoblauchzehen fein hacken

2 El Zucker

3 Tl Reisessig

3 El Limettensaft

1 El Hoisinsauce

2 El Öl

Pfeffer

Minze

frische Ananasstückchen

 

Alle Zutaten vermischen, mit dem Weißkohl mischen, etwas ziehen lassen. In einem Rezept, das ich als Grundlage nahm, stand statt dem El Hoisinsauce 3 El Ponzusauce, die hatte ich aber nicht. Hat so auch sehr gut geschmeckt! Eine Art asiatischer Krautsalat.

 

Mayo:

1 Eigelb

100 ml Öl (Raps)

2 El Limettensaft

1 Tl Dijonsenf

1 Tl Apfelessig

Cilantro

 

Eigelb mit dem Mixer aufschlagen, Öl zuerst tropfenweise, dann im dünnen Strahl dazugeben. Das war leichter gesagt als getan, und die Mayo lief Gefahr auseinanderzubrechen. Der Tl Dijonsenf half sofort, stärkte die Emulsion. Ich hab nach dem Abschmecken noch den Löffel Apfelessig dazugegeben, außerdem eine kleine Prise Salz. Hat das Ergebnis gut verbessert.

 

Ananas:

frische Ananas geschält

2 Scheiben abgeschnitten, mit einem Locher für Kekse den Innenteil ausgestochen

In Butter auf beiden Seiten angebraten

2 Seiten der Ananas abgeschnitten und in Würfel zerlegt für das Slaw

 

Ursprünglich wollte ich das Brötchen auch noch selbst backen, stellte dann aber fest, das gute Rezepte mit Vorteig und Sauerteigansatz arbeiten, und ich nicht erst morgen essen wollte 🙂

Also hab ich das heute gelassen und stattdessen auf einen English Muffin zurückgegriffen.

 

Fazit:

Es hat gut geschmeckt, das Slaw war sehr gut, vor allem beim kompletten Verzicht auf die übliche Mayo oder Sahne. Der Burger war auch gut, aber ich würde das nächste Mal auf die Sojasauce verzichten, weil sie dem Schweinefleisch seinen Charakter genommen hat, obwohl es eine so geringe Menge war. Die Mayo-Variante war gut (ich hab’s normalerweise nicht so damit), die könnte ich mir sehr gut auch zu großen Garnelen vorstellen. Und – Es war relativ aufwendig dafür, daß man einen solchen Burger in weniger als 10 Minuten niedermetzelt. Aber es sind noch welche da, Slaw gibt es auch noch, der morgige Abend ist gerettet!

 

Burger Ananas Slaw Mayo 1

 

Burger Ananas Slaw Mayo 2

 

Burger Ananas Slaw Mayo 3

Riesenchampignons Schinken Chili Brösel


Ich hatte heute einen freien Tag und nutzte den, einzukaufen. Originell, oder? Just kidding. Ich hab mir ein Pedelec gekauft, dabei noch ein echtes Schnäppchen gemacht, und bin endlich gerüstet für diese ekelhaften Pforzheimer Steigungen! Trotzdem mußte ich natürlich auch sonst überlegen, was es gibt und bin in einen nahe gelegenen Supermarkt gegangen, wo ich diese großen Champignons sah. Die wiederum brachten mich auf die Idee sie zu füllen. Diese Idee ist nicht neu. Vor einigen Jahren hab ich sie mal als Cajun- oder Creole-gefüllte Champignons gemacht und weiss noch, daß die richtig gut und auch spicy waren.

Die heute Abend hab ich in Nuancen anders gewürzt, aber im Großen und Ganzen waren sie sehr ähnlich. Der größte Unterschied bestand darin, daß die Champignons heute viel größer waren und dementsprechend fleischiger. Sie waren zwar gegart, hatten aber weniger Wasser verloren. Dadurch waren sie sehr mächtig. Ich hab von dem Teller auch nur einen geschafft.

Um die Champignons vorzubereiten, hab ich die Stiele herausgebrochen, unansehnliche Stellen weggeschnitten und den Rest in kleine Würfel geschnitten.Auch eine Schalotte und eine Zehe Knoblauch wurden in Würfel zerlegt. Die wurden in Olivenöl glasig gedünstet, dann kamen die Champignonstiele dazu, und nach ein paar Minuten der ebenfalls in kleine Quadrate geschnittene Winzerschinken. Dann noch eine halbe dieser sehr scharfen Chilis, die ich letzte Woche gekauft habe und etwas Petersilie und frischen Thymian.

Das wurde mit einem Schluck Weißwein abgelöscht, damit es nicht zu trocken wird und vom Herd gezogen, um abzukühlen. Dann hab ich etwa 3 El Butter dazugegeben, etwa die gleiche Menge Semmelbrösel und etwa 30 g Parmesan, um sie mit den restlichen Zutaten zu verrühren.

Diese Masse hab ich nochmal abgeschmeckt und in die Champignons gefüllt. Ich ließ sie bei etwa 180 C 25 Minuten im Ofen- sie sahen aus, als wollten sie raus.

Vielleicht wäre es besser gewesen, die Champignons kurz anzudünsten, bevor sie gefüllt wurden, sozusagen, um den Schwitzprozess einzuleiten.

 

Naja, muß ich mal ausprobieren.

 

Riesenchampignons Schinken Thymian Chili Brösel 1

 

Riesenchampignons Schinken Thymian Chili Brösel 2

gefüllte Champignons


Ich habe die Champignons schon mal beschrieben, die hier sind etwas anders entstanden als ihre Vorläufer.

Zutaten waren die Champignons, eine Lauchzwiebel in feinen Ringen und eine Knoblauchzehe, eine Chilischote, frisch geriebenes Brot (ein altes Baguette), etwa 3 Eßlöffel Butter, Salz und Pfeffer. Als Fleisch hatte ich eine einzelne Scheibe gekochten Räucherschinken gekauft, 5mm dick. Die hab ich gewürfelt.

Die Stiele der Pilze hab ich ganz klein gehackt und mit den restlichen Zutaten vermengt. Am Schluß kam noch Parmesan drüber um dann in den Ofen geschoben zu werden.

Als Beilage gab es Salat und ein bißchen Bulgur.

Scharf und lecker!