Pulpo Borlotti Rohkost Salat


Heute war ich nach einigen Wochen, in denen meine Fischhändler ihren Urlaub genossen haben, wieder dort, ohne eine Ahnung zu haben, was ich machen wollte. Am besten sahen die 4-5 Kraken aus, die in einer Ecke der Theke aufgetürmt waren. Ich wollte zwar den Kleinsten, aber sie hatten alle ein Gewicht von etwa 800 g. Ich schaute nochmal in meinem Blog nach – 4 mal hab ich vorher Pulpo gemacht, eigentlich immer erfolgreich, und im Laden hab ich die Tochter, die viele Spezialitäten selbst herstellt, auch noch gefragt – die Antwort: In kaltes Salzwasser legen (Lorbeerblätter dazu), aufkochen, 25 Minuten köcheln, in der Flüssigkeit erkalten lassen. Es gibt eine schleimige Haut, wo sich die Tentakeln treffen, die hab ich weggeschnitten/gerubbelt.
Nebenan im Gemüseladen, der auch ein paar Wochen geschlossen war, gab es verschiedene Kräuter (Rosmarin, Thymian, Petersilie,Estragon und Dill), 2 Karotten, einen Fenchel, Borlottibohnen und Stangensellerie.

Ich mag die Borlottibohnen, weil sie eine hübsche Fäbung haben (rot-weiß gefleckt), die sich allerdings auskocht. Wenn die Bohnen frisch sind, brauchen sie etwa 30 – 40 Minuten, viel kürzer als als andere getrocknete Bohnen. Sie sind aber dann auch sehr cremig, einfach sehr lecker!

Den Sellerie hab ich erst von den Fäden befreit und dann mit dem Messer in dünne Scheiben geschnitten. Karotte und Fenchel wurden mit meinem Trüffelhobel in hauchfeine Scheiben gehobelt.

Nachdem der Pulpo nur noch lauwarm war, nahm ich ihn heraus und schnitt ihn in Scheiben von etwa 7 mm. Ein Arm blieb zu Dekozwecken unbeschnitten. Als Würze gab es nur etwas Salz, den Saft einer halben Bio Zitrone und eine entsprechende Menge Olivenöl.

Der Dill ist nicht im Bild zu sehen, weil ich ihn im letzten Moment vergessen hab. Aber das Gericht wäre auch ohne Dill lecker, der Pulpo ist weich, schmeckt ein bißchen nach Hähnchen und passt sehr gut zu den feinst gehobelten und sehr aromatischen Gemüsen 🙂

Hähnchen Karotten Sellerie Lauch Borlottibohnen


Ich bin noch bei den guten Vorsätzen und versuche mit Suppen ein wenig mehr Gemüse und einiges weniger an Fleisch (und Kalorien) zu essen.

Der Teufel steckt natürlich wie immer im Detail: Um eine schöne Brühe zu machen, braucht es ein Hähnchen. Darauf hab ich heute verzichtet, sonst hätte ich schon wieder zuviel Fleisch auf einmal gehabt, sondern nahm jeweils ein Glas Hühner- und ein Glas Gemüsefond.

Aber der Reihe nach:

2 dünne Stangen Lauch (eine dicke Stange hätte es auch getan)

1 Suppengrün (Karotten, Selleriewurzel, Lauch, Petersilie)

3 Selleriestangen

1 große Zwiebel

1 scharfe Peperoni

Thymian

Liebstöckel

Kaffir-Limettenblätter

1 Dose Borlottibohnen (auch als Wachtelbohnen bekannt)

1 Glas Weißwein

1 Glas Hühnerfond

1 Glas Gemüsefond

400 g Hähnchenbrust in Würfeln

Zwiebel klein hacken, Lauch halbieren und in Streifen schneiden, gut waschen.

Karotten schälen, in Ringe schneiden, Selleriewurzel in Würfel, Selleriestangen in Ringe, Petersilie grob hacken.

Zwiebel und Lauch zuerst anbraten, etwas einfallen lassen, dann den Rest dazugeben. Wenn das meiste Wasser vom Gemüse verdampft ist, den Wein angiessen. Mit den Fonds auffüllen. Thymian, den halben Liebstöckel und die in Ringe geschnittene Peperoni dazugeben. Aufkochen lassen und die Hitze reduzieren. Nur etwa 35 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist. Dann Hähnchenstücke dazugeben und langsam fertig garen. Den Rest des Liebstöckels und 4 zerriebene Kaffir-Limettenblätter und die Borlottibohnen dazugeben. Es dauert etwa 10 Minuten, bis die Hähnchenstücke durchgezogen und die Bohnen warm sind. Jetzt ein paar beherzte Prisen Salz dazu, nochmal abschmecken, ganz zum Schluss frischen schwarzen Pfeffer aus der Mühle drüber und den Teller füllen.

Es ist schon eine Weile her, das ich ein Eintopfgericht (kein Gulasch!) gegessen habe. Es war sehr gut, so gut, daß ich 2 Teller essen musste 🙂 Aber es hatte genug, daß ich 2 gute Portionen einfror, die dann irgendwann wieder mit zur Arbeit kommen.

Übrigens haben sich Thymian, Liebstöckel (Maggikraut) und Kaffir-Limette sehr gut vertragen. Thymian passt eh zu allem, was Bohne ist, Liebstöckel gab die runde Grundlage und die Limettenblätter steuerten eine schöne Frische bei, die aber nicht übermächtig war. Um 19:00 fing ich an, 19:45 hab ich gegessen. Alles frisch 🙂

 

 

 

 

 

Suppe Borlotti Chorizo Salsiccia Gemüse


Letzten Samstag sah ich die ersten frischen Borlotti-Bohnenstangen, das sind die schönen rosa-weiss gestreiften, auf demMarkt am Gutenbergplatz. Da ich Bohnen in jeder Form sehr mag, nahm ich welche mit, ohne konkrete Pläne damit zu haben. Heute wurde ich langsam nervös- geschält hatte ich sie schon, damit sie nicht in der Schote faulen,  aber ich weiß nicht genau wie man sie trocknet und wollte sie alsbald verbrauchen bevor sie zu sonstwas werden (Jack and the beanstalk- das Märchen von Jack und der Bohnenstange liegt nahe)

Beim googeln fand ich viele Suppen, die alle ähnlich aufgebaut waren, aber eine benutzte Chorizo als Würzmittel und als Fleischeinlage, und Chorizo hatte ich auch noch da. Ich wollte allerdings nochmal diese Bällchen von vor ein paar Wochen machen, die wie eine Salsiccia schmecken, aber mit ganz normaler grober Bratwurstfülle gemacht werden. Der Rest war nur Gemüse, das ich noch hatte, und einen Gemüsefond den ich als Flüssigkeit noch dazugegeben hatte.

Eine gute Handvoll Borlottibohnen frisch (750 g in der Schale)

1 Päckchen Natron

3 Karotten in dicken Scheiben

1 große Stange Lauchhalbiert geputzt in 5 mm Scheiben

2 Zehen Knoblauch

2 Paprika in 2×2 cm Quadrate

100 g Chorizo in kleinen Würfeln

1 grobe Bratwurst ohne Haut

1 Tl Fenchelsamen

Cayenne nach Geschmack

400 ml Gemüsefond (Glas)

Thymian

Salz, Pfeffer

 

Die Bohnen in der doppelten Höhe Wasser ansetzen, Natron dazu, leise köcheln, ca. 45 Minuten.

Abseihen. Chorizo auf mittlerer Hitze auslassen, Knoblauch dazu, im Öl Lauch anschwitzen, Karotten dazu, 10 Minuten köcheln, dann Paprika dazu, weitere 10 Minuten. Wenn das Gemüse gar ist, die Bohnen zurück in den Topf geben.

In der Zwischenzeit das Wurstbrät mit dem Fenchel und dem Cayenne durchkneten und kleine Bällchen formen. Diese 10 Minuten mitgaren. Dann nur noch abschmecken- bei mir mit etwas Thymian, Salz und Pfeffer.

Frau B. fand sie ziemlich lecker. Ich werde sie morgen mit ins Geschäft nehmen und noch eine weitere Meinung außer meiner eigenen einholen ;-).