Blätterteig Erdbeeren Pudding


Ich wollte endlich Erdbeeren essen. Aber die werden so schnell schlecht, daß ich mir gleich überlegte wie ich sie verarbeite und wie ich sie schnell wieder losbekomme…

Am Samstag holte ich mir beim Einkauf einen Blätterteig, einen rechteckigen. Von der Hälfte schnitt ich vier Rechtecke, etwa 14×10 cm, aus dem Rest machte ich Streifen, die ich als zweite Ebene um den Rand der Rechtecke setzte. Jetzt wurden sie mit Eigelb eingepinselt und bei 200 C etwa 15 Minuten gebacken. Beim herausnehmen sah ich, daß die Mitte sehr hoch geworden war und schnitt sie am Innenrand ein und drückte sie sanft nach unten (es sollte eine Füllung hineinpassen).

Jetzt machte ich einen Vanillepudding. Rezept war aus der essen & trinken, aber ein Privatrezept und kein sehr gutes.

400 ml Milch aufkochen

weitere 100 ml Milch vermischen mit Vanille aus der Vanillestange

1 Päckchen Vanillezucker

2 Eigelb

1 El Zucker

5 gehäufte Tl Speisestärke

Anmerkung: Im Rezept standen keine Grammangaben. Gehäufte Tl können weit divergieren. Mein Pudding wurde ganz schnell fest. Eher weniger nehmen. Wenn man alle Zutaten mischt, darauf achten, zuerst die Speisestärke in den Topf geben und dann Milch und alles andere einrühren, sonst klumpt es.

Wenn dann die 400 ml Milch kochen, die andere Mischung einrühren, noch einmal aufkochen und sofort vom Herd ziehen.

Wer einen Pudding ohne Haut will, legt ein Backpapier oder etwas Cellophan direkt drauf.

Ich liess ihn etwas abkühlen und füllte ihn in die Mitte der Blätterteigformen.

Die Erdbeeren hatte ich geputzt und in zwei Häufchen geteilt. Der größere Teil kam mit einem Schluck Wasser und einem gehäuften El Zucker in einen kleinen Topf. Bei voller Hitze verkochten sie schnell, ich half mit einem Kartoffelstampfer nach, gab noch einen halben Tl Zitronensaft und eine Prise Salz dazu und pürierte am Ende alles. Auch das liess ich ein bisschen abkühlen, um es dann über den Pudding zu löffeln. Die restlichen Erdbeeren setzte ich obenauf. Dann wurde der Rand mit Puderzucker bestreut.

Ich hab sie mitgenommen und verschenkt, nicht ohne ein halbes probiert zu haben. Wir hatten leider keine Teller oder Gabeln/Löffel und es war ohne Zwischenkühlung dann doch relativ „messy“

Mir fiel auf, daß der Vanillepudding gerne etwas süßer hätte sein können. Aber sonst ziemlich gut, das Erdbeerpüree war wunderbar intensiv!

 

 

Spargel Blätterteig Bechamel Schinken Gruyere


Heute war wieder so ein Tag. Ich war auf dem Weg nach Karlsruhe und wußte plötzlich, was ich heute machen würde. Das Problem war nur, daß das Bild vor meinem geistigen Auge nicht machbar war, weil mein Termin es mir nicht erlauben würde rechtzeitig zurück in Pforzheim zu sein und zweierlei Farben Spargel zu kaufen.

Ich kann aber dickköpfig sein, gerade bei Sachen, die ich in der Küche machen will, und nahm dann mit der einfarbigen Version vorlieb.

Die Idee war, den Blätterteig, den ich für irgend etwas anderes gekauft hatte, als Basis für Spargel auf Schinken mit einer Bechamel/Gruyeresauce zu überbacken.

Den Spargel (500 g) schälte ich und schnitt ihn längs in 2 Hälften, das gab insgesamt 10 halbe Spargelstangen. Die wanderten mit je einer Prise Zucker und Salz in einen Spargeltopf und garten den verschlankten Spargel in weniger als 10 Minuten bissfest. Ich nahm den Spargel heraus und liess ihn abkühlen.

Vom rechteckigen Teig schnitt ich 4 Streifen von 2 cm ab und legte sie als Umrandung auf die entstandenen Ränder. Dann schlug ich ein Ei auf, trennte es und pinselte den Teig mit dem verquirlten Eigelb ein. Den Teig buk ich bei 180 C etwa 12 Minuten im Ofen vor, nahm ihn dann heraus und liess ihn abkühlen.

Inzwischen machte ich die Bechamel: Ein gutes Stück Butter (35 g) erhitzen, Mehl dazu,Temperatur reduzieren, die „Roux“ langsam köcheln lassen. Es heisst, der Mehlgeschmack verliert sich nach 7 Minuten. Je dunkler die Mischung wird, desto mehr verliert sie an Dickungskraft. Dann einen 1/4 l Milch dazugeben und mit einem Schneebesen glattrühren. Jetzt ein Lorbeerblatt und eine mit 4 Nelken gespickte Schalotte dazugeben und ein paar Minuten mitköcheln. Muskat und Salz dazu. Jetzt gab ich etwa 40 g Gruyere dazu, der sofort schmolz. Nachdem ich alles nochmal verrührt hatte, gab ich ein paar El der Sauce auf den Blätterteig, verteilte die Sauce mit dem Löffelrücken und gab dann die Schinkenscheiben drauf. Es waren insgesamt 3 Scheiben, aber sie waren wie von mir gewünscht, hauchdünn geschnitten. Darauf gab ich dann die Spargelhälften. Jetzt verteilte ich fast den ganzen Rest der Sauce über den Spargeln und schob sie in den Ofen und stellte die Grillfunktion ein. Das dauerte eine Weile, und ich mußte schliesslich die Ränder mit Folie abdecken, damit die nicht schwarz würden. Am Ende hat die Käsepampe dann doch noch Farbe genommen, wenn sie auch ein bisschen fleckig war 🙂

Fazit: Es klang besser als es war. Die Bechamel-Käsesauce hat den Schinken komplett erschlagen, vom Spargel war geschmacklich auch nicht viel übrig. Dafür war der Kalorienzähler im Kopf auf Maximum geschaltet. Das Gute daran war, daß ich höchstens ein Drittel schaffte und den Rest morgen im Geschäft verteile – da laufen noch viel zu viele schlanke Mitarbeiter herum *g*

Im Ernst – mit Kräutern wie Dill oder Kerbel und etwas weniger Sauce könnte das ein schöner erster Gang sein, der sich auch gut vorbereiten liesse.

 

Ohne Schinken ist das Gericht vegetarisch.

 

 

 

 

 

Aprikosentarte


Ich hab ein wenig geschummelt und einen Blätterteig fertig gekauft. Dazu 1 kg wirklich tolle französische Aprikosen vom Markt – betörend!

Den Blätterteig, der ungünstigerweise rechteckig war hab ich angepasst an meine Tarteform, also quasi das Eckige ins Runde gemacht.

Hat aber zügig geklappt. Dann erinnerte ich mich an einen Tipp: Der behauptete, daß Zwiebackbrosamen auf einem Teigboden verhindern, daß Früchte suppen und den Boden aufweichen. Ich hatte, als ich den Tipp las, gleich eine Packung Zwieback gekauft, es aber prompt vergessen auszuprobieren. Aber heute dachte ich dran und zerkleinerte zwei Scheiben und gab die Brösel auf den Teig. Jetzt verteilte ich die aufgeschnittenen Aprikosenhälften. Im Backbuch der kleine Täubner fand ich ein einfaches Rezept für einen Guss: 50 g Zucker, 100 g Sahne und ein Ei, verquirlt.

Den gab ich über die Tarte und buk sie bei 180 C etwa 40 Minuten. Ich hab die Tarte die letzten Minuten durch das Sichtfenster beobachtet und gesehen, wie sie sich gefährlich nach oben wölbte. Aber nachdem ich den Kuchen aus dem Ofen genommen hatte fiel alles wieder in seine ursprüngliche Form zurück. Der Guss wurde schön fest und schmeckte auch gut.

Die Aprikosen waren sehr lecker! Sehr süß und mit einer tollen Säure. Der Kuchen kam super an und hat den Tag nicht überlebt. Und der Tipp hat auch funktioniert!

 

Aprikosentarte Guss

 

Aprikosentarte Guss 2

Tarte Tomaten Ziegenfrischkäse Senf Honig Thymian


Gestern sah ich in meinen WordPress-Benachrichtigungen eine ganz wunderbare Tarte mit kleinen Tomaten von Sabine von mamangerie. Sie ist in der beneidenswerten Lage, in Paris leben zu dürfen, ein Umstand, auf den ich schwer neidisch bin.

Ich muß vielleicht hinzufügen, daß die Cousine meiner Mutter und ihr Mann, ein Redakteur das europäischen Ablegers der New York Times in Paris, der Herald Post, in den Mittfünfzigern nach Paris gesegelt waren, um dort eine Stelle anzutreten (er trat die Stelle an). Sie war ausgebildete Kunstmalerin, ging aber, wie vor ihr Julia Child, auf die Cordon Bleu Kochschule. Wir besuchten sie etwa einmal im Jahr, und so lernte ich Paris als junger Mensch zuerst mit Mutter, später dann selbstständig, mit Bus und Metro kennen und lieben.Meine Erinnerung an ihr Haus aus den Mittsechzigern ist eine Mühle aus dem 17. Jahrhundert, im Fachwerkstil, mit tiefen Decken und kleinen Zimmern, aber mit einer großen Küche mit großen Holzflächen und alten Waagen und Nudelhölzern, Kupferpfannen und all den klassischen Küchenaccessoires. Es machte mir viel Spaß, meiner Großcousine beim Kochen zuzuschauen, weil es so unauffällig vor sich ging. Sie machte Teige für Desserts fast im Vorbeigehen, rauchte dabei und trank ab Fünf immer ein Gläschen Wein oder einen Gin Tonic, der nie leer zu werden schien.

Wenn das Essen endlich gegen Acht serviert wurde, saßen wir auf der anderen Seite der Küche, dem öffentlichen Teil, von dem aus auch der Zugang zur Aufbewahrung der Weine war (kein Keller, sondern der Durchgang von Küche zur Garage, das zur Weinaufbewahrung benutzt wurde). Von dort wurde damals auch der Eine oder Andere gute Wein an den Tisch gebracht – eine Schande, daß ich damals noch zu jung war, ich weiß nämlich, daß es sich oft um große Gewächse gehandelt hat, weil meine Verwandten die Etiketten ablösten und in einem Album sammelten, das ich Jahre später einmal durchschauen durfte.

Ich schweife ab. Sabine hat jedenfalls genau die Art von Tarte gezaubert, die meine Großcousine Ginny gemacht hätte: Im Vorbeigehen großen Geschmack in einen Teig und dann in einen heißen Ofen geben, gemächlich mit einem Glas Wein abwarten, und dann herausnehmen und abkühlen lassen um dann zu geniessen.

Ich bin Sabines Rezept grob gefolgt, hatte keinen Estragon, aber frischen Thymian.

1 fertiger Blätterteig (man muß ihn anpassen)
90 g Ziegenfrischkäse (bei mir ein paar Gramm mehr, etwa 110 g)
1 EL Senf, am besten Estragonsenf (bei mir Dijonsenf aus Frankreich, Thymianblättchen und 1 Tl Blütenhonig, außerdem 1 El Wasser, weil der frische Ziegenkäse zu trocken war. Danach war er immer noch zu trocken, und ich hab ihm ein Eidotter gegönnt. Danach war gut.)
650-700 g Kirschtomaten (zwei Schalen gemischte Kirschtomaten gelb/rot von 350 g
30 g Butter (dito)
25 g brauner Zucker (dito)
2 EL Balsamicoessig (dito)
Salz und Pfeffer
etwas gehackter frischer Estragon (Thymianblättchen)

ein Ofen von etwa 200 C

Zuerst den Teig in eine Tarteform geben, die Form vorher mit Backpapier auslegen. Ich hab eine Springform benutzt, da fielen die Wände beim Backen in sich zusammen, und ich mußte sie nach 8 Minuten im Ofen mit einer Spachtel wieder an den Rand drücken. Es ist besser, nicht so steile Wände zu haben beim Blindbacken.

Die Ziegenfrischkäsemischung mit den Thymianblättchen, 1 El warmen Wasser , 1 Tl Honig und einem Eigelb verrühren, bis eine streichfähige Masse entsteht.

Diese Masse mit dem Rücken eines Esslöffels auf den angebackenen Blätterteig geben (das hat ganz gut geklappt).

 

Die Butter bei mittlerer Hitze in eine Pfanne geben, den braunen Zucker dazu und warten, bis der schmilzt. Dann die Tomaten dazugeben, ab  und zu schwenken (die Tomaten sollen ganz bleiben), dann 2 El Balsamico dazugeben und einkochen. ( Ich hab die Tomaten nach etwa 8 Minuten in die Tarte umgebettet und die Karamell/Balsamicoflüssigkeit noch ein paar Minuten eingedampft). Dann hab ich die Tarte damit beträufelt und sie nochmal etwa 30 Minuten bei 180 C ins Rohr geschoben.

Ich hab sie eine halbe Stunde später lauwarm serviert, da war sie schon schnittfest.

Sie war superlecker!

Nochmals Danke an Sabine für die Inspiration. Übrigens, Sabine, falls es dich interessiert, der Ort hieß Rennemoulin und liegt nicht weit von Versailles, ich glaube nordwestlich davon und westlich von Paris. Es brauchte eine Stunde mit Bus und Metro zum Bois de Boulogne… lang ist’s her.

 

Tarte aux tomates1

 

Tarte aux tomates2

 

Tarte aux tomates3

 

 

Heilbutt Blätterteig Estragonsauce Aubergine Zucchini Fenchel Tomate


Heute auf dem Markt hatte ich mir vorgenommen, nur etwas Fisch zu kaufen, die Käsebestände aufzufüllen und etwas Obst für einen Kuchen auszusuchen. Beim Fischhändler (der gleiche, der einen Laden schräg von mir betreibt) wurde ich vom Schwiegervater bedient und nahm das kleinste Heilbuttfilet mit, das immer noch groß genug für zwei war.

Egal, ich ess es morgen nochmal.

Beim Pfälzer gab es Zucchini und Fenchel, außerdem Estragon. Langsam reifte der Plan. Ich nahm noch ein paar Champignons mit und ging zum Käswagen. Dort konnte ich den Einkauf zumindest auf 3/4 der üblichen Menge reduzieren und machte dann, daß ich schnell wegkam.

Später hab ich einen vorgefertigten Blätterteig, ein Glas Kalbsfond, Sahne und Creme Fraiche gekauft.

Die Auflösung-

Für den Fisch im Blätterteig 3 Pilze in 3mm Scheiben schneiden, salzen, dann anbraten, abtupfen.

Pilze auf dem Blätterteig verteilen, Fisch würzen (Salz, Pfeffer, Zitronensaft), auf die Pilze setzen, restliche Pilze ganz dünn schneiden, auf dem Fisch verteilen, ein paar Blättchen Estragon dazugeben, Blätterteig umschlagen, anpressen, ein paar Schlitze schneiden, mit Eigelb einpinseln und eine halbe Stunde bei 200 C im Ofen backen.

Für die Sauce die Stiele der Champignons und eine Schalotte ganz fein hacken, in Butter ohne Farbe anschwitzen und mit einem guten Schluck Noilly Prat ablöschen, Glas Kalbsfond dazugeben, um die Hälfte reduzieren, ein gehäufter El Creme Fraiche und 4 El Sahne dazugeben, außerdem ein Tl kleingehacktes Estragon.

Mit etwas Mehlbutter abbinden, nochmals abschmecken.

Das Gemüse wurde in Scheiben (Fenchel), in Stifte (Aubergine) und in Würfel (Zucchini) geschnitten und nacheinander angebraten. Dann kam eine kleingewürfelte Tomate dazu. Ich hab es ein wenig mit Weißwein abgelöscht und hab es mit Salz, Pfeffer, Cayenne, Oregano und Rosmarin gewürzt. Trotzdem war es nicht wirklich wie ein Ratatouille, weil es nicht zusammen geschmort war. Hätte ich Parmesan im Haus gehabt, hätt ich es noch überbacken.

Es hat ziemlich gut geschmeckt, obwohl der Fisch im Blätterteig nur die Hälfte der ganzen Portion und dafür ziemlich mächtig war. Die Sauce hat ausgezeichnet gepasst (natürlich kann man auch Fischfond nehmen, der Laden hatte nur keinen).

Das Gemüse hatte zwar seine eigene Würzung, aber nur Fenchel, was klassisch gewesen wäre, war mir zu langweilig.

Insgesamt hat es den Aufwand gelohnt, wobei man sich überlegen kann, sowas in kleinerer Portion als Gästeessen zu machen (dann natürlich nur mit Fenchel und Safranirgendwas 🙂  )

Heilbutt Blätterteig Fenchel Zucchini Aubergine Tomate 1

Heilbutt Blätterteig Fenchel Zucchini Aubergine Tomate 2

Heilbutt Blätterteig Fenchel Zucchini Aubergine Tomate 3

BBQ Beef


Der Gast wußte, daß es Rinderribs geben würde und meinte, die Sauce sei nicht wirklich ihr Geschmack. Diese Einstellung zu ändern, war mein besonderer Reiz.

Außerdem kam ich beim Planen zum Schluß, daß ein Gang etwas wenig wäre- also ließ ich mich vom Marktangebot leiten und machte noch einen Salat und ein Dessert dazu.

Salat-

Salat-Spargel-Radieschen-Tomaten-Feta-Romano

eine ganz einfache Angelegenheit. Romanosalat, grüner Spargel, angebraten, Radieschen, Gurken, Tomaten und Fetawürfel.

In meinen kleinen Mixer kam 1/4 Knoblauchzehe, 1 in Salz eingelegte Sardelle, 1 schlanker Eßlöffel grober Senf, 1 El Zitronensaft, 4 El Olivenöl und Fleur de Sel. Dann schnell durchgemixt und den Salat damit gemischt.

Der Gast fand’s gut, ich auch.

 

So, der Hauptgang.

Beef-short-ribs-potato-butter-chives-bbq-sauce

Der ging zurück auf eine Unterhaltung bei der Arbeit, bei der es um Ribs ging. Mein Gegenüber meinte, ihm würden Beef Ribs fehlen, wie er sie von zuhause kennen würde.

Ich hab eigentlich nie zu sehr darüber nachgedacht, weil mir die Spareribs vom Schwein auch gut schmecken, aber ich sagte ihm, ich würde mal bei Zorn nachfragen, die hätten viele Fleischspezialitäten, die andere nicht haben.

Als ich letzte Woche mal wieder dort war, fragte ich nach und die Fachverkäuferin bot an, welche zu bestellen. Ich hab 2 kg bestellt, um sie ausgiebig zu testen, und meinem Gesprächsparner eine Portion zum Vorversuch anzubieten.

Die BBQsauce bestand aus einem Glas Mutti passierte Tomaten (nur Tomaten und Salz) und jeder Menge Gewürze, die ich in meinem Kaffeemahlgerät pulverisiert habe.

Je 1/4 Tl Piment, Muskat

dazu je 1 Tl Senfsaat, Koriander, Zimtstange, Cumin, Chilipulver, Pimenton de la Vera, Paprika edelsüß, Zwiebelgranulat, 1 El getrocknete Chilis (Cascabel und Arbol).

Zwei frische kleingehackte Knoblauchzehen, die in die Sauce getan wurden, sowie zwei El brauner Zucker und 2 El Weißweinessig.

Die Sauce wird vorher kurz aufgekocht, damit sie ziehen kann.

Die Rippen hab ich in 4 Teile geschnitten, um sie dann in Alufolie einzuwickeln, nachdem sie großzügig mit der Sauce eingepinselt wurden.

Sie kamen 2 1/2 Stunden bei 160 C in den Ofen. Die Kartoffeln kamen nach einer Stunde hinein, waren aber noch nicht ganz gar, also öffnete ich die Folie, heizte auf 200 C, und ließ nochmal 20 Minuten ins Land gehen.

Kartoffeln waren gar, kamen mit Butter und Schnittlauch auf den Teller, Fleisch butterzart, Vorurteile abgebaut, Nachschlag verlangt!

 

Dessert-

Erdbeeren-Blätterteig-Erdbeersauce-Erdbeereis

Ich hatte eine Woche zuvor ein Erdbeereis gemacht, das lag hart wie ein Stein in der Tiefkühle, das hab ich vorher (1/2 Stunde) herausgenommen.

Dazu pro Portion 2 Scheiben quadratischen Blätterteig auftauen lassen. Die eine Scheibe wird in 8 gleich breite Streifen geschnitten, die jeweils die Wände des zweiten Blätterteigs wurden. Das hab ich mit Eigelb eingepinselt und im Ofen gebacken, bis es eine braune Farbe hatte und hochgegangen war. Danach wurde es mit Puderzucker bestäubt.

Für die Füllung wurden 200 g Erdbeeren kleingeschnitten, mit puderzucker gesüßt und mit Zitronensaft beträufelt.

300 g Erdbeeren wurden püriert, mit 2 El Cointreau parfümiert, mit etwas Zucker gesüßt und auch hier mit Zitronensaft etwas gesäuert. Die Sauce wurde erwärmt und mit den Erbeeren und dem immer noch harten Erdbeereis angerichtet.

Hat sehr gut geschmeckt, das Eis allerdings ist von der Konsistenz her verbesserungswürdig.

Another attempt/Noch’n Dinner


I had very special guests for this dinner, but very little time, because it was to happen on a Friday, which left little time to prepare. Nonetheless, I was able to make the dessert in advance, especially since it requires a settling period.

It was a relatively simple dinner, with a focus on local and current products. To cut through the doublespeak- the current products were chanterelles (Germans call them Pfifferlinge), and apricots for the other dessert. Enough local and current already!

The first course, not depicted, was a salad whose only claim to fame were the radish roundsthat gave the salad color. I had entertained a fantasy of blueberries and walnuts as additions, but I was simply too poor ( at the moment).

Nonetheless, the salad was good.

Then came the saltimbocca, something I’ve posted before. Still. take a few slices of veal schnitzel (pork won’t do for this recipe) and flatten with a bottle or other soft device and cut into bite-sized pieces.

Use a real Parma ham and place a same-sized piece on the piece of veal. Then find a sage leaf and pin that on the meat with a toothpick. I was given a gift of a sage plant, so that is what I used, but the leaves were tiny, so I chopped some extra to spread over the meat.

The risotto I’ve also described several times, but maybe not in English.

Take a measure of round kernel rice (Arborio or a similar Italian rice), sauté the rice in olive oil. Don’t brown, just sautè until translucent. Deglaze with a glass of white wine. Stir.

Add vegetable broth (or broth from a glass) bit by bit, but never more than covering the top of the rice. Stir all the time. Add broth as needed, almost a quart, all in all.

They always say it takes 20 minutes, like regular rice, With me it takes 25-30 minutes to get a grainy, chewy texture.

Then add almost 2 ounces (50 grams) of Parmesan chesse, grated and the same amount of butter.

The mushrooms should be sauteéd with onions and garlic to soften them. You can also add some bacon or speck.

These are then added to the risotto when it’s done.

Saltimboca-Pfifferlingsrisotto-2

For the desserts I bought industrially-made puff pastry.

I cut the bottoms and the tops and the round windows out of the tops.

The apricots were thrown into boiling water for 20 seconds and skinned and halved.

The rest of the apricots were cooked with an equal amount of brown sugar to make marmelade.

Some of the marmelade gets put on the bottom of the pastry. Then you just add the half apricot and push it into the oven for 20 minutes at 180 Celsius.

For the lime créme
11/2 sheets of white gelatin
110 ml lime juice
65 g sugar
250 g natural joghurt
rind of an untreated lime

250 g sweet cream

steep the gelatin in water to soften it, squeeze dry.

Combine the lime juice and sugar to dissolve the sugar. Cool.

Add the joghurt, whip the cream and combine.

Chill.

Blätterteig-Aprikose-Mus-Limetten-Joghurt-Creme

I thought it was good, I think my folks would agree.

Lachs Blätterteig Lauch


Ich wollte mal wieder etwas im Blätterteigmantel machen. Ich hatte ein Stück Lachs gekauft und hab den in den Teig eingewickelt. Der Teig war gekauft, Blätterteig hab ich bisher noch nicht selbst gemacht. Der Teig wurde mit geschmolzener Butter eingepinselt und dann in den Ofen verfrachtet bei 180 Grad Celsius. Dort blieb er etwa 25 Minuten, bis er schön war.

Den Lauch habe ich zuerst portioniert, dann angebraten und schließlich 20 Minuten geschmort.

Für die Sauce hab ich die Lachshaut, Butter, Tomatenmark, Schalotten angeschwitzt, und Sahne dazugegeben. Das wurde dann reduziertund durch ein Sieb gegeben. Am Schluß hab ich Dill dazugegeben.

Der Lauch sieht irgendwie wäßrig aus, hat aber gut geschmeckt. Der Rest sowieso.

Nicht schlecht für ein Freitagsessen.

Quitten Tarte Tatin


Ich bemühe mich, saisonal zu kochen. Außerdem interessieren mich Geschmäcker aus meiner Kindheit.

Wir haben ein paar Jahre im Odenwald gelebt, wo die meisten Leute zu der Zeit wenig Geld hatten. Dafür hatten sie

überwiegend eigene Gemüsegärten und Wiesen mit Obstbäumen. Auch die Milch holte man vom Bauer und nicht aus dem Laden.

Wer Vieh oder Schweine hatte, schlachtete ein- bis zweimal im Jahr und verteilte die Wurst- oder Metzelsuppe an die Nachbarn.

Natürlich aß man sehr saisonal und auch viel weniger Fleisch als heute.

Ich kann mich gut an das Frühstück bei ‚Tante‘ Hilde erinnern, einer Frau, die uns betreute wenn meine Eltern arbeiteten.

Es war ein riesiges Stück Sauerteigbrot (Bauernbrot), selbst gebacken, mit viel Butter und selbstgemachtem Quittengelee. Dazu gab es Hagebuttentee oder Caro, ein Kaffeeersatz. Meistens war eine Scheibe genug bis zum Mittagessen.

Die Quitten gab es natürlich auch im Garten.

 

Als Erwachsener hab ich sie ein paar Mal zubereitet. Vor kurzem hab ich ein Rezept von Wolfgang Nagel im ‚Kurier‘ gesehen, das mich interessierte, weil es ganz leicht klang.

Zutaten: Blätterteig, Butter, Zucker, 2 Quitten,
Quittengelee, Granatapfelkerne, 1 Prise Zimt.

Ich hatte keinen Granatapfel und ließ ihn weg, und statt Quittengelee hatte ich Quitten-Ingwerkonfitüre, das passte auch sehr gut.

Zubereitung: Die Quitten schälen, entkernen und in feine Schnitze schneiden.

Eine runde Kuchenformmit Butter auspinseln und mit Zucker bestreuen.

Die Quitten in die Kuchenform legen und mit Quittenkonfitüre glasieren.
Mit einer Prise Zimt verfeinern. Den ausgezogenen Teig mit Butter bepinseln
und damit die Früchte abdecken; etwas festdrücken.
Im Ofen bei Ober- und Unterhitze bei 180 Grad backen, bis der Teig goldbraun ist.

Auf eine Platte stürzen.

Heraus kam eine flache Pastetenartige Angelegenheit, die nicht sehr süß war, so daß ich sie anschließend nochmal mit etwas Konfitüre glasierte und mit Puderzucker bestreute.

Dazu würde sicher ein Fruchteis gut passen.

4. Gang- Millefeuille mit Erdbeeren, Limettensahne und Erdbeersauce


Den Blätterteig hab ich gekauft- einer von den frischen, gerollten. Den hab ich in Quadrate geschnitten, auf beiden Seiten mit Butter eingepinselt und mittelbraun gebacken. Dann Puderzucker drüber und nochmal KURZ in den Ofen, zum karamelisieren. Wenn kalt, der Länge nach durchschneiden.
Die Sahne schlagen, mit Feinzucker oder Puderzucker süßen und mit Limettenzeste aromatisieren. Erdbeeren nach Größe sortieren und auf den Blätterteig außen setzen. Immer eine Erdbeere Abstand halten. Dann Sahne in einen Spritzbeutel füllen und die Lücken auffüllen. Zweite Blätterteighälfte als Deckel oben drauflegen, mit Sahne und gehackten Pistazien verzieren. Minzblatt ganz oben. Erdbeersauce außen herum geben.
Erdbeersauce aus frischen Erdbeeren (1 Schale), 2cl Cinzano Bitter kochen, reduzieren, 1 El gehäuft Zucker dazu. Nicht abgebildet ist die Kugel selbstgemachtes Vanilleeis, die es dazu gab.
Auch das war sehr lecker und wurde gerne angenommen.