Shredded Beef Rigatoni


Inspiriert wurde dieser Post durch den wirklich sehr guten und erschöpfend genau beschriebenen Post von „immer Ferien“, bei dem es um Pulled Beef, Coleslaw und selbstgemachte Buns ging.

Es ist ein uramerikanisches Gericht, das in dieser Version trotzdem leichter daherkam, weil zum Beispiel im Coleslaw auf die Mayo verzichtet und stattdessen nur Sahne und Creme Fraiche benutzt wurde ;-). Ich war motiviert bis in die Haarspitzen, hatte auch schon 2,4 kg Hals vom Hohenloher Rind besorgt, dem jungen, frisch bestandenen Metzgermeister das Rezept versprochen, und bin nach Hause gegangen, um den Rest zu besorgen, als mir die Luft ausging. Es war etwa 11:00 morgens und schon gut über 30 C. Außerdem war es sehr schwül.

Ich schaute, ob ich die Brötchen hinbekomme, sah, daß mir die Zutaten fehlten und verschob die Entscheidung auf später.

Das Beef wollte ich trotzdem machen, nur kam mir die Menge plötzlich als viel zu groß vor. Stattdessen hab ich etwa ein kg in zwei Stücken für das Shredded Beef reserviert, der Rest wurde zu Gulasch und Boeuf Bourguignonne verarbeitet.

Das Rind wurde mit einem Rub behandelt:

1 Tl Paprika süß

1 Tl Pimenton de la Vera

1 Tl Ingwerpulver

1 Tl Knoblauchpulver

1 Tl Zwiebelpulver

1 Tl Korianderpulver

 

1 El Salz

1 El Zucker

gut Pfeffer aus der Mühle

 

Normalerweise (so wird behauptet) kommt der Rub am Abend vorher drauf, um „einzuziehen“. Das ist wahrscheinlich ein Märchen wie das, daß sich beim Braten die Poren schließen.

Das war bei mir aber nicht der Fall, weil die Zeit einfach fehlte. Hat der Sache aber keinen Abbruch getan.

Die Sauce bestand aus:

2 kleine Dosen Tomatenmark

1 kleine Glasflasche Heinz Tomatenketchup

2 El Sojasauce

je 1 getrocknete Chili Cascabel, Pasilla und Morito, 1/4 Tl Fenchelsamen in der Krups Retro-Kaffeemühle fein gemahlen

3 El Zucker

1/4l Apfelessig

1/4 l Bier

 

Das Fleisch wurde mit der Sauce in meinen Slow Cooker gegeben und auf High gestellt. Es kam um 12:30 hinein, gegen 16:00 hab ich die Temperatur auf Med gestellt und um 18:00 auf Low.

Ich hab es in der Zeit zweimal gewendet, aber immer mit Sauce bedeckt. Die Temperaturen draußen wurden nicht weniger, also entfielen weitere Einkäufe, und ich disponierte entgültig auf Pasta um. Mein Gemüse war eh schon die Artischocke, also war ja alles ausgeglichen.

Das Fleisch samt Sauce war gegen 19:30 butterzart. Ich hab es herausgenommen, geshreddet, die Sauce in eine andere Schüssel umgefüllt und einen Teil zurück in die übriggebliebene Portion gegeben und durchgemischt. Die Rigatoni brauchten etwa 12 Minuten. Danach mußte ich nur noch Anrichten (wobei das hier ein Witz ist. Shredded Beef oder auch Pulled Pork sieht alleine so ungekonnt aus, daß es kein Wunder ist, daß die Sandwiches/Tacos immer schön mit Grünem und Rotem ausdekoriert sind).

Geschmeckt hat es trotzdem. Und die Rezepte von immer Ferien sind nicht vergessen!

 

Shredded Beef Pasta

 

Shredded Beef Pasta2

 

 

Schweinshaxe


Ich wußte daß eine Schmorhaxe mein internes Renommée steigern würde, speziell, wenn ich es mit Bayerischem Kraut kombinieren würde…

Versteh einmal einer die Frauen.

Ich persönlich wollte lieber ein kaltes Kraut, so hab ich einfach beides gemacht.

Die Rezepte für die Haxe und das kalte Kraut kommen beide aus der Essen und Trinken online.

Kurz gesagt, die Haxe wird 90 Minuten in 4l Wasser gegart (ohne zu kochen), dann 1 Stunde im Ofen bei 190ºC mit 300ml Kochasser, dann nochmal 2.5 Stunden mit 1/2 l Kochwasser und Gemüse. Danach war das Fleisch butterzart.

Den Rest des Kochwassers hab ich um 2/3 reduziert, mit dem Bier aufgefüllt und wieder reduziert um sie dann mit der Stärke etwas einzudicken. Die Sauce war, nachdem sie ernsthaft entfettet wurde, salzig und fleischig-göttlich.

Die Beilage war nach Belieben…

Zutaten
Für 4 Portionen

Salz
2 Lorbeerblätter
1 Schweinshaxe , (ca. 1,2 kg)
1 Bund Suppengrün
150 g Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
Pfeffer
1 El edelsüßes Paprikapulver
2 El Öl
1 kg Knochen, in kleinen Stücken,
600 gWeisskohl
1 rote Zwiebel
1 El Kümmelsaat, angeröstet
Petersilie
6 El Weißweinessig
Zucker
Cayennepfeffer
3 El Sonnenblumenöl
250 ml Guiness
2 El Speisestärke

 

Das bayerische Kraut hab ich in einem Schöpflöffel Haxenfett angebaten, nachdem ich zuerst eine kleingeschnittene Zwiebel angeschwitzt habe. Dazu hab ich 2 gute Löffel braunen Zucker gegeben, um das Kraut etwas karamellisieren zu lassen. Das hab ich dann mit Gemüsebrühe abgelöscht und etwa eine halbe Stunde mit Deckel geschmort. Danach wurde es mit wenig Essig abgeschmeckt, dazu noch gesalzen und gepfeffert.