Muschelragout Tomate Basilikum Baguette Bärlauchbutter Zitronenzeste


Ich bin nicht religiös, aber Freitags zum Fischspezialisten gegenüber zu gehen und sich etwas Nettes aussuchen, hat was. Übrigens auch an jedem anderen Tag, es scheint sich nur in letzter Zeit gerade am Freitag zu häufen.

Es gibt außer dem April keinen Monat mehr mit „R“ bis zum September. Wenn diese Regel inzwischen nicht mehr so aktuell ist, liegt das wohl an verbesserten Kühlketten und der Tatsache, daß immer irgendwo Saison ist…

Nichtsdestotrotz werde ich nach dem April eine Weile auf Schalentiere verzichten (es gibt noch so viele andere leckere Meeresbewohner).

Hier jedenfalls ist ein Ragout, das ich bestimmt schon Mal ähnlich gekocht habe. Die Tomate und das Basilikum waren zwar dominant, aber das Jodige der Muscheln kam trotzdem gut durch.

Dazu das getoastete Baguette mit Bärlauch – mild im Vergleich zu Knoblauch – eine mediterrane, relativ leichte Mahlzeit mit kräftigen Aromen, wie ich sie liebe.

Muschelragout Tomate Basilikum Baguette Bärlauchbutter Zitronenzeste

  • Portionen: 1-2
  • Drucken

1 kg Muscheln

8 Kirschtomaten (jedenfalls kleine, aromatische)

1 El Tomatenmark

1 Schalotte, kleingehackt

1 Knoblauchzehe, kleingehackt

2 Glas Weißwein

Olivenöl

1/2 Bund Basilikum

4 Zweige frischer Thymian, 1 Zweig Rosmarin

1/2 Bund Bärlauch

1 Stück Baguette

Muscheln säubern, kaputte aussortieren

Schalotten und Knoblauch in Olivenöl anschwitzen, Tomaten, Mark, Thymian und Rosmarin dazu

1 Glas Weißwein dazu

Deckel drauf, 5 Minuten stark kochen

Deckel weg, Hitze runter und gegebenenfalls etwas Wasser auffüllen

Thymian, Rosmarin herausfischen und entsorgen

Großen Topf erhitzen

Olivenöl dazu und das zweite Glas Wein

Muscheln dazu Deckel drauf (höchste Hitze)

dauert etwa 4-5 Minuten

Muscheln aus der Schale lösen

Basilikum klein hacken, zur Tomatensauce geben

Muscheln dazugeben, erwärmen

Baguette halbieren, toasten

Bärlauch kleinhacken, mit der Butter vermengen und Baguette streichen

Muscheln anrichten, Zitronenzeste drüber, servieren

Muschelragout-Tomate-Basilikum-Baguette-Bärlauchbutter-Zeste

 

Grüner Spargel Schweineschnitzel Kräutertimbale


Schweineschnitzel-Bärlauchb

Ein Freitagsessen, Improvisation im freien Fall.

Das Schnitzel, weil zuverlässig einfach. Die Bärlauchbutter, weil ich immer noch Bärlauch übrig habe ( das war ein Sträußchen, gut für mindestens fünf Mahlzeiten, für 50 Cent letzten Samstag-Super!). Der Spargel, ja der Spargel- muß man den rechtfertigen? Der erste grüne des Jahres, Bio-Ware. War allerdings recht widerspenstig. Hab ihn langsam angebraten, und als er nach 15 Minuten partout nicht weich werden wollte, hab ich den Deckel drauf., den Wein rein und ihn so lange gedämpft, bis er weich wurde. Dazu eine Prise von Ingo Holland’s Römergewürz und Parmesan am Schluß.

Dazu gab‘ ein Timbale von Kräutern, Laugenweck und Eiern.

1 Vollei

2 Eier, getrennt

Laugenweck, in Wasser eingeweicht und ausgedrückt

Frische Kräuter (Salbei, Rosmarin, Thymian)

Das Ei und die Eigelbe aufschlagen

Eiweisse steif schlagen

Zerzupften Weck unterheben

Kräuter fein hacken, unterheben

Eiweiss unterheben, würzen

In gebutterte Ramequin Schalen geben

Bei 180 Grad backen (20 Minuten)

Frau B. waren die Timbale zu eiig. Das nächste Mal schmeiss ich einen guten Löffel Mehl dazu, dann werden die mehr wie Semmelknödel.

Insgesamt ein gelungenes Freitagsessen.

Barbeque!


Heute hab ich den Grill eingeweiht! Ich weiß, für Puristen wär das nichts, aber für mich, der keinen großen Smoker hat (weil überflüssig…), und trotzdem ab und zu etwas Leckeres auf den Grill legen will, ist was ich habe genug.

Es ist ein einfacher Grill, der nicht wirklich erlaubt, indirekt zu grillen. Deshalb hab ich den Schweinenacken (1,2 kg) in einer mexikanischen Würzmischung (mit Cumin) eingerieben und 5 Stunden bei 100°C im Ofen gegart. Ich hatte die Idee aus diesem Nacken ‚Pulled Pork‘ zu machen, ein Südstaaten-Barbeque, bei dem das Fleisch stundenlang indirekt gegrillt und geräuchert wird und am Schluß mit zwei Gabeln zerrupft (so zart ist es dann), und mit einer selbstgemachten Barbequesauce zum Beispiel auf einem Brötchen serviert wird.

Aber die Zeit lief mir davon. So war das Fleisch schon sehr zart, aber noch nicht mürbe genug, um es auseinander zu ziehen. Stattdessen hab ich dicke Tranchen geschnitten, sie mit der BBQ-Sauce eingepinselt und auf den Grill gelegt.

Dazu gab es eine Ofenkartoffel mit Bärlauchbutter und einen sehr leckeren Salat.

Für die BBQ-sauce:

2 Dosen ganze Tomaten im eigenen Saft

5 El Zuckersirup oder brauner Zucker

1/8 l Essig (nichts ungewöhnliches)

2 El Rauchsalz

Chili Chipotle Pulver, Cumin, Thymian, Oregano, Paprika, Cayenne, Selleriesalz (insgesamt etwa5 El)

4 Zehen Knoblauch

0,2l Guiness

Die Sauce wird zum kochen gebracht und etwa eine Stunde geköchelt, wobei sie etwas einkocht.

Danach muß man abschmecken: Noch Salz, Zucker, Essig? Sie sollte süß sein mit einer säuerlichen Note, aber auch etwas salzig und eine gewisse Schärfe.

Ich hab sie dann fein püriert und das Fleisch darin eingelegt. Auf dem Grill hab ich nachgepinselt und die Sauce auch mitserviert.

War sehr lecker!

Medaillons Morcheln Spargel Rice Cakes


Mitten in den Einkäufen für Ostern (das bei uns ein Familientreffen mit Essen am Sonntag ist) fiel mir ein, daß es noch den Karfreitag, den Samstag und den Ostermontag gibt, an denen man auch nicht hungern will. Also hab ich ohne groß zu planen Sachen eingekauft, die mein Budget nicht noch mehr aus dem Gleichgewicht hauen würden.

Für ein schnelles Abendessen hab ich ein paar Schweinemedaillons angebraten, dazu grünen Spargel (von hier!), und aus etwas übriggebliebenem Reis, einem Ei und einer kleinen Menge Mehl einen Rice cake oder Reisküchelchen dazu gemacht. Dazu eine Morchel (genommen aus dem Fundus fürs Sonntagsessen) und nochmal Bärlauchbutter. Ich kann nichts dafür, Frau B. ist verrückt nach dem Zeug. Ich muß aber sagen, es hat sowohl zu Fleisch wie auch zu den Spargeln sehr gut geschmeckt.

Tja, manchmal ist einfach am besten, sich nicht so viele Gedanken zu machen.