Schweinenacken Erbsen Aprikosenchutney Kartoffel


Ich hatte noch mehr als genug vom Schweinenacken uns schnitt mir davon 2 nicht zu dicke Scheiben ab. Die wurden mit der halbierten Kartoffel in der Schale (auch noch von gestern übrig) in einer Pfanne mit etwas Olivenöl zum Aufwärmen in den Backofen gestellt.

Dazu hat es frische Erbsen aus der Pfalz gegeben. Die hab ich gestern auf dem Markt vom Pfälzer geholt, bzw. von seiner Mutter. Sie hat mir gleich eine Schote gegeben und mich aufgefordert, sie zu palen, um mich von der Qualität zu überzeugen. Schön süß und die Schoten waren schön voll. Ich mußte noch eine kleinere knacken, um zu sehen, daß auch sie prall gefüllt waren. Jetzt sind sie richtig reif, endlich.

Dazwischen hab ich ein schnelles Aprikosenchutney gemacht.

3 Aprikosen

1 Frühlingszwiebe1 cm Ingwer in kleinen Würfelchen

Prise Salz

1/4 Jalapeno, kleingehackt

1 El Zucker

1 El Weißweinessig

Minze

 

Zwiebel und Ingwer kurz anbraten, Aprikosen klein geschnitten dazu, 2 Minuten rühren, Zucker und Essig dazu, aufkochen, Jalapeno und Minze dazu, umrühren, vom Herd ziehen, nochmal abschmecken. Es war süß-sauer und hatte guten Bums. Die Minze passt super dazu.

Und weil ich soviel Minze hatte, kam sie auch in die Erbsen. Die wurden in Wasser mit einer Prise Salz und einer Prise Zucker gekocht, etwa 7 Minuten. Ich hab ein paar der größeren Erbsen immer wieder probiert, um den perfekten Garpunkt zu erwischen. Dann hab ich sie abtropfen lassen, und, als Fleisch und Kartoffeln genügend warm waren, mit Butter in der Pfanne geschwenkt und die Mize drübergegeben. Sehr englisch, aber sehr lecker! Es hat auch gar nicht gestört, daß Minze jetzt zweimal verwendet wurde.

Ich hab es schon oft geschrieben – ich liebe die Kombination von Fleisch und Frucht. Heute war keine Ausnahme. Morgen nehm ich den Rest ins Geschäft mit, um es 2 Leuten vorzustellen 🙂

Außerdem will ich bald irgendetwas mit Kirschen (zum Fleisch) machen, bin mir aber noch unschlüssig, was.

Gibt es irgendwelche Ideen da draussen?

 

Schweinenacken Erbsen Aprikosenchutney 1

 

Schweinenacken Erbsen Aprikosenchutney 2

 

Schweinenacken Erbsen Aprikosenchutney 3

 

Mixed Grill


Unter Mixed Grill stellt man sich Unterschiedliches vor, je nachdem wo man herkommt. Hier nachzulesen.

Ganz so viel Vielfalt hatte ich nicht zu bieten, speziell was die Innereien belangte, trotzdem war eine schöne Bandbreite da.

Wir haben den schönen Abend genutzt und auf dem Balkon gegessen. Den Tischgrill haben wir deshalb benutzt, weil der Holzkohlegrill mit hektischer Aktivität verbunden ist, und wir es an diesem Abend etwas ruhiger angehen lassen wollten.

Die Aubergine, Zucchini und die Paprika hab ich vorher portioniert und gesalzen, um das Gemüse Wasser ziehen zu lassen.

An Fleisch hatte ich ein Stück Rinderlende, eine Supréme vom Schwarzfederhuhn, ein Stück von der Lammhüfte und ein Stück Lachs.

Die Saucen waren eine Aioli, eine Paprikacreme nach Art einer Ajvar, eine klassische Pesto und ein Chutney von Zuckeraprikosen.

Die Aioli hab ich hochgemixt mit Rapsöl und einem Vollei und einem Eigelb und 2 Knoblauchzehen. Dazu etwas Zitronensaft und Salz.

Die Paprikacreme bestand aus gebratenen Paprika mit Knoblauch und Zwiebeln, die ich mit Olivenöl gemixt habe und danach noch mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt habe.

Das Pesto bestand aus Basilikum, gerösteten Pinienkernen, Parmesan und Olivenöl.

Das Chutney hab ich aus den Aprikosen, Zwiebeln, einem ziemlich scharfen Peperoni, Zucker (wenig) und einem 1/8 l Sherryessig gemacht. Das wurde auch nochmal abgeschmeckt.

Wir haben uns bestimmt eine Stunde Zeit gelassen alles zu vernichten. Insbesondere das Gemüse wurde auf dem Grill sehr lecker und war mit den verschiedenen Saucen ein Highlight. Das Fleisch war natürlich auch nicht zu verachten.

Spare ribs


Im Laden mit der langen Fleischtheke gibt es auch immer schöne Schälrippchen. Und zwar auch welche, die natur sind. Ich steh nämlich nicht so auf die Standardwürzungen für Grillfleisch. Das sollte man besser selbst in die Hand nehmen. Von einem Freund, der in einer Firma für Gewürze arbeitet, habe ich ein paar verschiedene Würzmischungen (Rubs). Das verwendete hatte Steinsalz, weissen Pfeffer, Piment und Chili. Damit habe ich die Rippen am Abend zuvor eingerieben. Am nächsten Tag hab ich auf dem Markt mehligkochende Kartoffeln und Mischsalat gekauft. Außerdem Aprikosen, Rote Zwiebeln, Peperoni und Tomaten.

Die Kartoffeln hab ich bei 180 C in den Ofen, etwa 45 Minuten. Da waren sie halbgar. Danach die Hitze auf 140 C reduziert und die Rippchen erst mal nur mit der Würzung hinein. Die Kartoffeln hab ich dann in Alufolie gewickelt und weiter im Ofen gelassen.
Danach hab ich aus Ketchup, Ingwerpulver, Zwiebelsalz, Knoblauch, Zitronenabrieb, Zitronensaft, Pfeffer und Chili (getrocknete Serrano-Chili und Chipotle-Chilipulver für den rauchigen Geschmack) ein Barbeque-Sauce angerührt.
Die hab ich dann immer wieder dünn mit einem Pinsel auf dem Fleisch verteilt.

Ich habe aus den Aprikosen, den Tomaten und den roten Zwiebeln ein schnelles Chutney gekocht. Da kommt auch noch Zucker und Essig dazu, außerdem eine scharfe Chili, etwas Zitronenabrieb, Salz und Pfeffer. Das wird kurz aufgekocht, bis die Stücke anfangen zu ’schmelzen‘.
In der Zwischenzeit den Salat waschen und trocknen. Meine Salatsauce bestand aus 1 El Weißweinessig, 1 Spritzer Zitronensaft, 3 EL Olivenöl,1 EL mildem Senf, 3 El Joghurt, Salz, einer Prise Zucker und Pfeffer.
Die Sauce über den Salat verteilen und mischen.
Die Rippchen waren bei mir etwa 2 Stunden im Ofen, und ganz zart und saftig.
Dann nur noch Kartoffel auspacken, mit einem Stückchen Butter versehen (manche bevorzugen Saure Sahne und Kräuter) und mit dem Salat und den Rippchen anrichten.
Es gibt alle möglichen Arten, wie man Rippchen machen kann, aber diese ist problemlos, nicht aufwendig und immer perfekt!