Cevapcici Paprika Zucchini Tomatenreis Ajvar Tzatziki


Heute hab ich gegen besseres Wissen schon von der Metzgerei vorgefertigte Rinds Cevapcicis gekauft. Ich sage wider besseres Wissen, weil ich schon einmal welche gekauft hatte und so unzufrieden war, daß ich sie danach nur noch selbst machte und eigentlich nicht rückfällig werden wollte. Diese sahen gut aus. Aber am Ende des Tages waren sie nur mittelmässig. Wenigstens hab ich sie nicht totgebraten, weil sie sich dann in Gummiteile verwandeln.

Dazu gab es Scheiben von der Zucchini und der Spitzpaprika, ganz einfach in der Pfanne angebraten und gewürzt.
Der Reis heisst Tomatenreis, weil es kein Djuvecreis war, aber in die Richtung ging. Ich hatte nur Basmatireis im Haus, der ganz offenslichtlich der falsche Reis für dieses Gericht ist. Ich nahm eine fein gewiegte Schalotte, den Reis und etwas Tomatenpaste und Salz und briet das alles in Rapsöl an, bevor ich die zweifache Menge des Reises als Wasser dazugab. Ich kochte den Reis auf, stellte den Herd ab und liess den Reis 20 Minuten garen. Danach schmeckte ich ab, aber es war sogar nach dem nachsalzen noch lasch, also gab ich 2 El scharfes Ajvar zum Reis. Das war schon besser.

Das beste heute Abend war das selbstgemachte Tzatziki: Ich kenne viele Rezepte, die mit Quark oder Schmand oder irgendwelchen Kombinationen arbeiten, aber für mich ist die beste Variante eine, die mit 10% igem griechischen Joghurt beginnt. Dazu kommen 1-2 feingehackte Knoblauchzehen, die ich mit Salz verreibe. Jetzt gebe ich ein Viertel geschälte Salatgurke dazu, die ich hauchfein auf einem Trüffelhobel hoble. Etwas Salz und ein guter Spritzer Zitrone rundet den Geschmack ab. Ich lasse es eine knappe Stunde im Kühlschrank ziehen.

Das Ajvar war auch gekauft (hatte ich noch übrig), es war allerdings ein Edel Ajvar in Scharf und war die zweitbeste Komponente.

Aber ganz ehrlich: Das nächste Mal mach ich wieder alles selbst, das schmeckt einfach viel besser!

Cevapcici Kritharaki Paprika Peperoni Ajvar


Komisch wie Eins manchmal unweigerlich zum Nächsten führt 🙂

Ich hab ja schon ein paar Mal beschrieben, wie bei mir die Assoziationsketten bei Nahrungsmitteln funktionieren. Oft sind es erlebte Gegebenheiten, die sich positiv nierdergeschlagen haben, manchmal sind es gesehene Kombinationen, die zwar noch nicht probiert wurden, aber ein Verlangen auslösen. Manchmal sind es Kombinationen, die fast somnambul über die Farbharmonie geträumt oder imaginiert werden.

Wie auch immer, war ich heute in Karlsruhe und wollte mir nach meinem Unterricht noch die Haare schneiden lassen. Weil der Frisör in einem Einkaufszentrum untergebracht ist, ging ich anschliessend einkaufen, allerdings ohne Plan. Ich brauchte Senf und machte einen Schwenk durch die Spezialitätenabteilung verschiedener Länder und sah aus dem Augenwinkel eine weiche Packung Peperoni (von Dittmann).

Das weckte Erinnerungen an griechische/jugoslawische Gerichte, die früher schon gegessen und genossen wurden. Ich rede ausnahmsweise nicht von authentischen Gerichten, sondern von Besuchen beim örtlichen Lieblingsgriechen oder -kroaten und die Küche, die man zuhause versucht hat, nachzukochen.

Wie es sich fügen sollte, gab es frisch gemachte Cevapcici beim Metzger, also brauchte ich nur noch eine Paprika und eine Gurke. Den Rest fände ich daheim, dachte ich.

Naja, ich wollte Djuvec Reis machen, stellte aber fest, daß ich nur noch Risottoreis hatte, also schwenkte ich um auf Kritharaki, die griechischen Reisnudeln.

Auch kam das Ajvar aus dem Glas, war aber nicht schlecht.

Gekocht war es schnell: Die Kritharaki briet ich mit einer Zwiebel und Knoblauch an, bevor ich etwas Tomatenmark dazugab. Dann gab ich Wasser dazu und liess sie leise ziehen, bis sie fast gar waren, dann kamen sie in eine ausgehöhlte Paprika und für 25 Minuten in den Ofen. Vorher gab ich Salz und etwas Parmesan auf die Pasta.

Währenddessen briet ich die Peperoni an (die übrigens mit einer selbstgemachten Dillmayo – Rezept aus dem Hermes in KA-Neureut- genial schmecken) und gab dann die Cevapcici mit in die Pfanne. Jetzt schnitt ich Gurke, Tomate und Feta klein, mischte daraus einen kleinen Salat und schmeckte ihn mit Olivenöl, Weissweinessig, Salz und Pfeffer ab.

Inzwischen war die Paprika weich und ich konnte servieren. Ein Klecks Ajvar rundete den Teller ab. Ein Essen, das man eigentlich mit Freunden teilen muss, vielleicht mit ein paar Mezze davor und einen Ouzo oder vielleicht einen Slibovitz hinterher 🙂

 

 

 

 

 

Paprikagulasch Bulgur Spitzpaprika


Heute hatte ich nach der Arbeit noch kurz etwas in Pforzheim zu erledigen, und nahm trotz leichten Nieselregens das Fahrrad. Es gibt fast nie eine Entschuldigung, nicht das Fahrrad zu nehmen – es geht nur bergab, man ist in weniger als 5 Minuten in der Fußgängerzone, und mit dem e-motor ist man ohne Anstrengung genauso schnell wieder oben 🙂

Jedenfalls ging ich in den Edekamarkt im Zentrum, das ist der, der manchmal Mangalitza Schweinefleisch aus Ungarn im Angebot hat.

Heute aber nicht. Stattdessen ein Paprika Gulasch vom Schwein. Normalerweise kaufe ich vorbereitete Mischungen nicht, aber hier nahm ich ein Pfund mit. Nachdem ich es mir daheim genauer angeschaut hatte, schälte ich 2 Zwiebeln, eine Knoblauchzehe und schnitt 2 Spitzpaprika in Querstreifen. Das alles wurde in Öl angebraten, bevor ich die Fleischmischung darin anbriet. Nachdem es etwas Farbe genommen hatte, drehte ich die Platte auf die kleinste Stufe und schrägte den Deckel an, damit das Fleisch nicht zu heiss köchelte.

Dazwischen setzte ich eine halbe Tasse Bulgur mit einer Tasse kochendem Wasser an, drehte die Platte auf 0 und gab den Deckel drauf. 15 Minuten später war das Wasser eingezogen.

Dazu kam ein El gehackte Petersilie und eine gute Prise Salz, Danach briet ich den Bulgur mit einer halben gehackten Zwiebel und einer Knoblauchzehe an.

Die 2 restlichen Spitzpaprika hatte ich vorher gesäubert und ausgenommen und gab die fertige Bulgur Mischung löffelweise in die Paprikas, die jetzt bei 190 C in den Ofen wanderten, um die Schoten weich zu bekommen. Das dauerte etwa 20 Minuten.

Weil so wenig des Bulgurs in die Paprika gepasst hatte, gab ich den Rest in eine Pfanne, fügte einen guten El Kurkuma und 2 El scharfes Ajvar dazu und rührte es um.

Von dem Ajvar gab ich auch ein paar Löffel in das Gulasch. Beide Sachen sind leider nicht scharf geworden, geschmeckt haben sie aber trotzdem.

So ist auf diesem Teller fast alles doppelt im Einsatz – Paprika, Bulgur, Zwiebel, Knoblauch, Ajvar – bis auf Fleisch und Kurkuma. Das hat übrigens mit der Ajvarmischung ganz gut harmoniert und schmeckte nicht zu erdig 🙂

 

 

 

 

 

Mixed Grill


Unter Mixed Grill stellt man sich Unterschiedliches vor, je nachdem wo man herkommt. Hier nachzulesen.

Ganz so viel Vielfalt hatte ich nicht zu bieten, speziell was die Innereien belangte, trotzdem war eine schöne Bandbreite da.

Wir haben den schönen Abend genutzt und auf dem Balkon gegessen. Den Tischgrill haben wir deshalb benutzt, weil der Holzkohlegrill mit hektischer Aktivität verbunden ist, und wir es an diesem Abend etwas ruhiger angehen lassen wollten.

Die Aubergine, Zucchini und die Paprika hab ich vorher portioniert und gesalzen, um das Gemüse Wasser ziehen zu lassen.

An Fleisch hatte ich ein Stück Rinderlende, eine Supréme vom Schwarzfederhuhn, ein Stück von der Lammhüfte und ein Stück Lachs.

Die Saucen waren eine Aioli, eine Paprikacreme nach Art einer Ajvar, eine klassische Pesto und ein Chutney von Zuckeraprikosen.

Die Aioli hab ich hochgemixt mit Rapsöl und einem Vollei und einem Eigelb und 2 Knoblauchzehen. Dazu etwas Zitronensaft und Salz.

Die Paprikacreme bestand aus gebratenen Paprika mit Knoblauch und Zwiebeln, die ich mit Olivenöl gemixt habe und danach noch mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt habe.

Das Pesto bestand aus Basilikum, gerösteten Pinienkernen, Parmesan und Olivenöl.

Das Chutney hab ich aus den Aprikosen, Zwiebeln, einem ziemlich scharfen Peperoni, Zucker (wenig) und einem 1/8 l Sherryessig gemacht. Das wurde auch nochmal abgeschmeckt.

Wir haben uns bestimmt eine Stunde Zeit gelassen alles zu vernichten. Insbesondere das Gemüse wurde auf dem Grill sehr lecker und war mit den verschiedenen Saucen ein Highlight. Das Fleisch war natürlich auch nicht zu verachten.

The Greek Grill


Both Ms. B and I have a sweet spot for foods Greek in nature or spirit. This pairs well with an inclination for anything popular on either side of the Mediterranean, such as the north African couscous, which I’ve posted here before.

That in mind we made plans for a dinner on the balcony using our trusty and simple charcoal grill to impart that unique flavor. It’s never simple to pull off an arrangement like this off the cuff, because scratch takes time, but, after getting home at 6 p.m. after going shopping for ingredients, I managed to get everything on the table by 8 p.m. We then enjoyed our dinner on the balcony with perfect weather for more than an hour. The picture with the raw Cevapcici was convincing enough for me to return the meat to the barbeque. When it was finally done a few minutes later, it was juicy and hot. The feta cheese didn’t melt, but I didn’t expect it to.

In short: Couscous

1 Zucchini, diced

1 Eggplant, diced

2 cloves garlic

2 scallions

1 red pepper

1 tomato, diced

Olive oil

Salt, Pepper

Dice everything, heat a few tbsp of Olive oil, add the vegetables one after another- red pepper, zucchini, scallions,garlic, eggplant, tomato, and cook till tender. Set aside.

Bring water to a boil with olive oil for couscous, 2 parts water to 1 part couscous. Add couscous, put lid on, turn off heat, turn on timer to 5 minutes, add knob of butter, juice from 1/2 a lemon, stir to loosen, add vegetable mixture, season, cover with lid to keep warm.

The Ajvar I made by taking 3 red peppers, dicing them and sautéeing the dice with two cloves of garlic a hot pepper (peperoni) and a red onion.

Once the mix was tender, I added 2 tbs of sugar, salt, pepper and paprika powder. This mixure was puréed and transferred to a serving bowl.

The cevapcici were made of a 50/50 mix ground beef and ground pork. I added salt, peper, and oregano, a very typical greek herb. Ms. B and I had discussed the specialty the night before and so I went about wrapping thin strips about  .7 cm x  .7 cm x 12 cm of feta cheese with the ground meat. The idea was to somehow combine the tastes of the meat and the cheese. It was good, but, because the cheese doesn’t melt, not that good. But it’s a little bit like the traditional greek burger named Suzuki, except it looks like a cevapcici. weird, huh?

These were taken off the grill, cut, and returned tout de suite to the grill for a fulminant finish!

The end was a very harmonious duet at the balcony table.