Bronze dance


Das heutige Saxofonbild gehört zu denen, die sich einer starken Vergrößerung eines Details widmen. Es tut mir nur sehr leid, daß ich dieses Detail auf den Fotos nicht mehr finde. Es war aber, wenn ich es noch recht weiß, Gestänge oder auch der abschliessende Teil eines Gestänges. Es muß von einem vergoldeten Horn gekommen sein, weil ich den Farbakzent ins bronzene übersetzt habe (weil ich unter den üblichen Acrylfarben auch einige Metalleffektfarben hatte, unter anderem einen bronzenen). Auf dem Bild sieht man die an sich schlanken Formen gegen einen nahezu schwarzen Hintergrund. Bei genauerem hinsehen sieht man die Konturen aus schwarzer Farbe, die sich um die Formen legen. Aber auch die Formen haben Licht- und Schattenseiten und wurden mit einer dunklen Farbe untermalt, um den Schatten zu erzeugen.

Die Kisten mit dem X auf der rechten Seite bilden ein abschließendes grafisches Element.

Die Formen in der Mitte sind wie zwei Tänzer, die sich halten und bewegen. Das liegt an den übrigen Formen, die sie umgeben. Die blitzartigen Formen am oberen Rand waren ursprünglich Lichtreflexe, werden aber jetzt zu dynamischen Elementen, die den Tanz befeuern. Die horizontale Form im unteren Viertel neben der „Hauptfigur“ weist nach rechts und gibt dem Figurenpaar Bewegung. Der Grund, warum es fast wie eine Tanzszene aussieht, liegt darin, daß die Hauptformen abgerundete Kanten haben und dadurch etwas Menschliches haben.

 

Die Arbeit hat eine Größe von 15×15 cm und wurde mit schwarzer Acrylfarbe und einer Bronze-Metallic-Farbe (auch Acryl) gemalt. Es wurde 1989 gemalt.

Squid on a bike


Ich hab noch einen Squid, den ich hier zeigen kann. Das Bild ist das letzte (bis jetzt) der kleinen Serie. Auch hier wird der Squid zum Vehikel für die Malweise des Hintergrunds. Und der Hintergrund hier hat Anwandlungen von Dingen, die wir erkennen, oder die uns vertraut scheinen, aber in Wirklichkeit ist der Hintergrund abstrakt.

In dieser „Landschaft“ steht der Squid und legitimiert die von unseren Augen wahrgenommene Szene. Wir zweifeln nicht daran, daß es sich um eine Landschaft handelt, hadern höchstens mit Farbe und der Schmuddeligkeit/Unschärfe.

Der Squid schafft es sogar allein durch seine Körperhaltung für ein bißchen visuellen Humor zu sorgen: Wer schafft es schon mit 4 Beinen gleichzeitig Fahrrad zu fahren?

 

 

Die Arbeit hat eine Größe von 29,5×21 cm. Das Papier ist ein Spezialpapier für Mischmedien. Ich hab es mit Gesso grundiert. Es wurde mit Acrylfarben gemalt und entstand 2014.

Entwurf für ein Halbrund/Oberes Bogenstück


Vor ein paar Jahren entdeckte ich, daß es auch in L-E (Leifelden-Echterdingen einen Boesner gibt. Für Nichteingeweihte: Boesner ist eine Kette, die Kunstmaterialien in großer Auswahl und großen Mengen verkauft. Meist sind sie in Industriehallen/Mehrzweckhallen untergebracht. Mein Stamm-Boesner steht in Karlsruhe, aber von der Arbeit war es oft einfacher einen Schlenker über L-E zu machen.

Dort sah ich zum ersten Mal gerahmte Holzplatten (gerahmt mit gebogenen Hölzern) in verschiedenen Größen. Es gab auch vollrunde, halbrunde und auch ovale Formen. Weil es mir immer schon gefallen hat, ein Bild auf verschiedene Platten aufzuteilen, kaufte ich ein oberes Bogenstück.

Zuhause ließ ich den Einkauf erst sacken und machte mir Gedanken, welche anderen Teile ich dazuholen wollte.

Eines Abends setzte ich mich hin und zeichnete mit Ölpastell einen lockeren Entwurf auf ein Papier und vermischte die Farbe mit einem Pinsel und ein bißchen Terpentin.

Ich wollte eine abstrakte Form schaffen, die aber an die religiösen Darstellungen erinnert, wie sie seit Tiepolo bis ins Rokoko Kirchen, Kapellen und Adelssäle geziert hat. Mir geht/ging es dabei nicht um das religiöse Moment, sondern um die Beschäftigung dieser Maler mit der reinen Farbe, die auf ihre Art damals auch schon abstrakt angelegt war.

Mein Entwurf sah so aus:

 

 

Wochen später machte ich mich daran, das gute Stück Holz zu bearbeiten. In der Zwischenzeit hatte ich aber eine andere Idee (die ich von einem der Squids übernommen hatte), die ich hier ausprobieren wollte.

Hier war es der über die gesamte Fläche farblich changierende Hintergrund mit Punkten, die auch leicht farblich verändert sind, etwa wie eine Vorstellung eines Sternenhimmels.

 

Die blau-graue Tönung des Rahmens könnte man auch als natürliche Beschränkung der Ausdehnung des Raumes nach dem ptolomäischen Weltbild auslegen.

Ich habe bisher noch keine weiteren Formen gestaltet, aber es ist ein Projekt, das ich bestimmt wieder in Angriff nehme.

 

Der Holzrahmen ist 50 cm breit und demnach 25 cm hoch. Ich benutzte Acrylfarben, Gesso als Grundierung, und am Schluss einen Acryllack zum versiegeln und schützen.

Entstehungsjahr war 2014.

Acrylstillleben


Der Titel des heutigen Bildes ist doppeldeutig: Einerseits ist es ein Bild, das mit Acrylfarben gemalt wurde, andererseits handelt das Bild von den Tuben, in denen Acrylfarben aufbewahrt werden.

Es ist ein Stillleben, wie ich sie schon oft gezeichnet oder gemalt habe, einfach ein schnelles Abbild einer Anordnung auf dem Ateliertisch.

 

 

Die Flaschen sind in Blau-Grün-Weiss gehalten. Es gibt eine einzelne Flasche, eine Gruppe von Flaschen und auch eine liegende Flasche. Dazu gibt es eine Dose und ein kleines Fläschchen.

Der farbige Hintergrund besteht aus drei Flächen, alle in Grün in Varianten gehalten. Er bildet eine dreidimensionale Geometrie, die trotz farblicher Ähnlichkeit einen Kontrast zu dem Rund der Flaschen bildet.

Hinter dieser Ebene befindet sich noch eine andere Ebene: die der Umzeichnung des Kopfteils der Flaschen. Sie besteht aus einer Straffur, die ich mit Kugelschreiber ausführte.

 

Die Arbeit hat eine Größe von 21×32 cm. Sie wurde mit Acrylfarben ausgeführt und mit einem Kugelschreiber vollendet. Sie stammt von 2013.

Bubbles


Dieses Bild hat die gleiche Motivation gemalt zu werden wie „Swamp Gas“, das Wasserbild mit den Blasen.

Hier ist das Format etwas kleiner, alles ist irgendwie gedrungener und vermischt sich mehr zwischen den Ebenen. Wo es bei Swamp Gas Hinter-, Mittel- und Vordergrund gab, ist er hier größtenteils aufgelöst.

 

Bubbles

Man kann schemenhaft Wasser, Pflanzen und eben auch Bubbles, also Luftblasen erkennen. Alles ist mit einem starken Pinselstrich gemalt, filigran ist hier nichts.

Es ist ein weiteres Bild das sich mit dem Wasser beschäftigt als Lebensraum, als Aggregatszustand, Grundstoff, Lebensgrundlage, mystisches Transportmittel von Geschichten der Menschen.

Durch das Übereinanderlegen der verschiedenen Farb- und Zeichenschichten entstehen zufällige Überlappungen, die für sich angeschaut wieder andere Gedanken an die Oberfläche befördern, wie Luftblasen das tun. Bubbles, eben.

Die Arbeit entstand 2014, es handelt sich um Acrylfarbe auf grundiertem Karton.

Enz bei Eutingen


Nach dem längeren Post gestern, der irgendwie immer größer wurde, will ich heute kurz und knapp eine weitere Landschaft zeigen. Diese Landschaft gibt es, es ist der Blick auf Eutingen, einem vorgelagerten Stadtteil Pforzheims, wenn man von der Autobahnabfahrt und Richtung Stadt fährt. Ich habe alles weggelassen, was mich von den Hauptlinien abgelenkt hat, also auch alle Gebäude. Das wichtigste für mich war der Flusslauf der Enz, einer der drei Flüsse, die durch Pforzheim fliessen.

Man sieht im Hintergrund die Erhebungen. Pforzheim liegt am Fuß des Nordschwarzwaldes und hat teilweise starke Erhebungen. Die im Bild ist allerdings auf der anderen Seite und ist der letzte Hügel des Kraichgaus 🙂 . Vor der Enz liegen Felder, die zur Strasse hin liegen. Die beiden dunkelgrünen Elemente oben und an der Enz stehen für Wald/Bäume. Man kann in der rechten Seite der gelben Fläche eine hellere Fläche sehen, sie zeigt den Sonneneinfall an.Wenn man der gelben Fläche direkt links davon am oberen Waldsaum folgt, kann man das Heben und senken der Landschaft nachvollziehen.

 

Die Arbeit ist wieder auf grundiertem Aquarellpapier angelegt, auch wieder mit Acrylfarben gemalt. Das Bild hat eine Größe von 27,5×19,5 cm, das Passepartout ist 40×50 cm groß. Das Entstehungsjahr ist 2013 gewesen.

Swamp Gas


Vor wenigen Jahren war ich in Pforzheim an der Enz unterwegs und hab Fotos vom Wasser gemacht, manchmal mit Steinen, die aus dem flachen Wasser herausragten, manchmal ohne.

Diese Bilder hab ich mir öfters angeschaut und sie dann für verschiedene Bilder als Inspiration (nicht als Vorlage) genommen, Wasser in seinen Formen etwas näher zu kommen.

Dabei fällt mir alles mögliche ein, das vielleicht nicht nur optischer Natur ist, sondern vielleicht musisch, literarisch oder allgemein assoziativ. Das geht soweit, daß der Titel ein weiteres wichtiges Element bildet.

Das folgende Bild hat sich ein wenig von der Vorlage entfernt, hat aber mit dem Biotop Wasser/Erde zu tun.

 

 

Das Bild selbst hat das Maß 49×35 cm, das Passepartout hat die Außengröße von 80×60 cm. Der Untergrund ist ein besseres Blatt Papier (aus dem Kunsthandel), auch wieder mit Gesso grundiert

und mit Acrylfarben bemalt. Die verschiedenen Dichtigkeiten im Hintergrund erreicht man mit verschiedenen Acryl-Malmitteln (lieber nicht zu sehr mit Wasser strecken, weil Acrylfarben einen Film beim Trocknen formen, der reissen kann, wenn zu sehr mit Wasser verdünnt wird). Das dunkelgrüne Zentrum des Bildes wurde mit den Fingern „gemalt“, weil es mir gefiel wie die Finger Farbe an die Ränder drückt und so halmartige Formen entstehen lässt. Es gibt drei Ebenen, die übereinander liegen und eher assoziativ miteinander zu tun haben.

Der Vordergrund ist das primäre gestalterische Element und hat mit Sumpfgas (so der Titel in Deutsch) soviel zu tun wie mit einer typischen Tapete aus den 60er Jahren :-), aber es bringt Bewegung ins Bild und verführt die Augen des Betrachters, zu folgen.

Das Bild entstand 2014 und befindet sich noch in meinem Besitz.