Acrylstillleben


Der Titel des heutigen Bildes ist doppeldeutig: Einerseits ist es ein Bild, das mit Acrylfarben gemalt wurde, andererseits handelt das Bild von den Tuben, in denen Acrylfarben aufbewahrt werden.

Es ist ein Stillleben, wie ich sie schon oft gezeichnet oder gemalt habe, einfach ein schnelles Abbild einer Anordnung auf dem Ateliertisch.

 

 

Die Flaschen sind in Blau-Grün-Weiss gehalten. Es gibt eine einzelne Flasche, eine Gruppe von Flaschen und auch eine liegende Flasche. Dazu gibt es eine Dose und ein kleines Fläschchen.

Der farbige Hintergrund besteht aus drei Flächen, alle in Grün in Varianten gehalten. Er bildet eine dreidimensionale Geometrie, die trotz farblicher Ähnlichkeit einen Kontrast zu dem Rund der Flaschen bildet.

Hinter dieser Ebene befindet sich noch eine andere Ebene: die der Umzeichnung des Kopfteils der Flaschen. Sie besteht aus einer Straffur, die ich mit Kugelschreiber ausführte.

 

Die Arbeit hat eine Größe von 21×32 cm. Sie wurde mit Acrylfarben ausgeführt und mit einem Kugelschreiber vollendet. Sie stammt von 2013.

Garden Water and Light


Das heutige Bild gehört zu den atmosphärischen Arbeiten der letzten Jahre zu denen auch die Squids gehören.

Dieses Bild zeichnet sich aus durch rhythmische Wiederholung, farbliche Zurückgenommenheit, und die Thematik, unter die viele meiner Arbeiten fallen: Wasser und Licht

Hier arbeitete ich wieder einmal mit Acrylfarben, wobei bei diesem Bild das Übermalen mit nur leicht deckenden Farben wichtig war, um eine gewisse „Patina“ zu erreichen.

Das Bild ist in blau-grünen Tönen gehalten, die mit Weiss aufgehellt und durch die gelben Bereiche hervorgehoben werden.

Die Formen sind ambivalent gehalten und sollen nur ein Anstoss für die Phantasie sein: Die Kreise könnten Pflanzen sein, oder auch Luftblasen. Die dunklen Vertikalen könnten Pflanzenstängel sein oder auch nur aufsteigende Linien. Das Gelb steht zwar auch für Licht, bildet aber auch den Kontrast zu Wasser/Pflanze, um eine positive/leuchtende Seite zu bieten.

 

Die Arbeit hat ein Maß von 21,5×32 cm. Ich benutzte Acrylfarben und malte auf einem Mixed Media Papier, das vorher mit Gesso grundiert wurde. Das Entstehungsjahr ist 2014.

Überbackene Tomaten


Am Donnerstag hatte ich Gäste. Ich hatte als Vorspeise ein Schwertfischcarpaccio geplant (wie das vor ein paar Wochen gepostete), bekam aber morgens eine Nachricht, besser etwas anderes zu machen, weil ein Gast keinen rohen Fisch wollte. Der Schwertfisch lag zu diesem Zeitpunkt schon im Kühlschrank.

Ich brauchte etwas anderes und überlegte hin und her. Ich hatte Toastbrot im Haus und dachte deshalb an Croutons mit Geschmack, und das brachte mich auf die Idee eine Tomate oder zwei mit Gemüse, Croutons und Mozzarella zu füllen.

Zuerst nahm ich 2 größere Tomaten, schnitt den Deckel ab und entfernte vorsichtig das Fruchtfleisch mit einem Ausstecher, dem Parisienne. Das schnitt ich in kleine Würfel und stellte es auf die Seite.

Dann nahm ich eine kleine Aubergine und eine kleine Zucchini und schnitt jeweils zwei Scheiben von 5mm ab. Die wiederum wurden min Würfel von 5mm Kantenlänge geschnitten.

Als nächstes briet ich die Würfel in etwas Olivenöl an. Damit sie nicht langweilig schmecken, gab es Knoblauch und eine Schalotte dazu. Danach gab ich die Tomatenstückchen zurück, um alles ein bißchen zu tomatisieren. Die Croutons schnitt ich aus einer Scheibe Toastbrot und briet es langsam mit Olivenöl und Knoblauch an. Am Schluss gab ich noch etwas getrockneten Majoran mit dazu.

Um alles komplett zu machen, hatte ich eine kleine Kugel Mozzarella di bufola gekauft und das meiste in kleine Würfel geschnitten. Allerdings wurden 3 Scheiben ganz gelassen um die Tomaten damit abdecken und überbacken zu können. Die kleinen Mozzarellawürfel mischte ich mit allen anderen Zutaten.

Wichtig war die Tomaten nach dem Aushöhlen austropfen zu lassen. Ich hab auch eine Viertelstunde ein Küchenkrepp hineingesteckt, um die Tomate so trocken wie möglich zu bekommen. Dann wurde sie mit der Würfelmischung gefüllt.

Das führte dazu, daß Gemüse, Croutons und Mozzarella ihren Geschmack behielten und nicht verwässerten. Stattdessen umschloss der Mozzarella die Zutaten in der Tomate und obenauf versiegelte der Mozzarella die Tomate von oben. Mit den restlichen Würfeln legte ich den Boden für die Tomaten aus.

Insgesamt waren die Tomaten etwa 30 Minuten bei 200C im Ofen.

Es zeigt sich einmal wieder, daß es ruhig einfach sein darf, solange man auf Details achtet. Der Gast jedenfalls war sehr zufrieden 🙂

 

 

 

 

 

 

Hähnchenbrust Fusilli Lunghi Paprikasauce


Nach einer Grillorgie gestern, von der es wohlweislich keine Fotodokumente gibt, war eine Schale mit zwei Hähnchenbrüsten elsässischer Provenienz übrig. Da mein Froster keinen Platz mehr hat, mußte ich die beiden Brüstchen heute verwenden. Ich hatte noch eine rote und eine halbe gelbe Paprika da, zusammen mit einem halben Dutzend Kirschtomaten. Die Paprika schnitt ich in Würfel und briet sie mit einer Jalapeno, einer Schalotte und 2 Zehen Knoblauch an. Nachdem die Stücke weicher geworden waren gab ich einen Schluck Weisswein dazu. Ein paar Minuten später gab ich das Gemüse in einen hohen Topf und pürierte alles nicht zu fein. Jetzt kam eine Handvoll Speckwürfel (30 g) in die Pfanne, die rösch gebraten wurden. Dazu gab es 5 cm Tomatenmark, das ich mit anbriet. Das wurde mit dem Paprikapüree abgelöscht und ein wenig reduziert. Danach gab ich ein paar zerzupfte Basilikumblatter und etwas Majoran dazu.

Die Hähnchenbrüste wurden in Olivenöl angebraten, wobei ich ein paar Zitronenscheiben und zwei Rosmarinzweige als Aromaten dazugab. Ich liess die Brüste langsam auf beiden Seiten garen und schob sie anschliessend noch 10 Minuten in den Ofen bei 180 C.

Daneben kochte ich die Fusilli Lunghi, eine Pastasorte, die ich sehr selten habe, die mir aber sehr gut beim Essen gefiel. Nachdem die Fusilli gar waren, schwenkte ich sie in einem Löffel Paprikasauce und gab nochmal Basilikum und Parmesan dazu.

Die Sauce ist eine Variante der „Amatriciana“, einer Sauce aus dem Latium in Italien. Im Original sind es nicht gewöhnliche Speckwürfel es ist Guanciale, der Speck aus der Schweinebacke. Die Peperoncini ersetzen die Jalapeno, und die Paprika gibt es im Original nicht. Trotzdem hat es eine Erinnerung daran und es war richtig lecker!

 

 

 

 

 

 

 

Stubenküken Kartoffeln Karotten Chicoree Pfifferlinge


Ich hab ein paar Tage Urlaub und konnte deshalb auf den Mittwochsmarkt. Ja, Pforzheim hat am Turnplatz an 2 Tagen Markt. Dazu kommen der Freitagmarkt am Pfälzer Platz in der Nordstadt, und mindestens noch der biolastige Markt am Rathaus, den man an verschiedenen Tagen sehen kann. Dieser Markt ist speziell, weil die Händler grösstenteils nur hier ihre Waren anbieten. Die anderen Märkte werden von den Händlern und Bauern vom Turnplatz abgedeckt.

Jedenfalls wollte ich mich wieder mit meinen XL-Bio Eiern eindecken, aber die Furcht vor dem Gift trieb wohl die ganze Stadt auf den Markt – alles ausverkauft. Ironischerweise war ich später am Tag in einem Aldi (wegen eines Weines) und sah Bio Eier noch und nöcher. Die waren vor ein paar Tagen noch leergefegt gewesen (Ich überhörte ein Gespräch des Personals, das erklärte, daß die Eier weggeräumt worden waren).

Stattdessen sah ich ein einzelnes Stubenküken da liegen. Zuerst hätte ich fast ein Perlhuhn genommen, aber das ist zu groß, um an einem Tag gegessen zu werden und ich komme diese Woche nicht mehr dazu und Platz hab ich im Gefrierschrank auch keinen mehr.

Zum mise en place gehört das Suppengrün, um eine Sauce anzusetzen. Das schnitt ich in kleine Würfel. Karotten wurden geschält und der Länge nach geviertelt, der Chicoree wurde auch geviertelt, entstrunkt (geiles Wort!) und in breite Streifen geteilt. Die Pfifferlinge putzte ich und stellte auch sie auf die Seite.

Zuerst briet ich eine Handvoll Speckwürfelchen an, um danach den Chicoree dazuzugeben. Nachdem der soweit weich war gab es einen Schluck Weisswein und dann einen 1/3 Becher Sahne dazu, außerdem eine Prise Muskat, Salz und Pfeffer.

Die Karotten garte ich mit Salz und Zucker in kochendem Wasser. Später gab ich sie zum Chicoree.

Jetzt briet ich das Suppengrün mit etwas Tomatenmark scharf an undlöschte es später mit Rotwein ab, um es als Unterlage in einen Bräter zu geben. Dazu gesellten sich ein paar halbierte, geschälte Kartoffeln und das gesalzene und gepfefferte Stubenküken. Das alles kam bei 200 C in die Bratröhre. Nach einer guten Stunde war es dann soweit (ich hatte es dazwischen zweimal gewendet).

Ich konnte servieren. An der Sauce hab ich nichts mehr gemacht, sie sah zwar dünn und ungebunden aus, hatte aber Geschmack und erfüllte ihren Zweck.

Es hat ziemlich gut geschmeckt, auch die etwas eigene Gemüsekombi konnte (mich) überzeugen 🙂  Und das Stubenküken war wunderbar zart und saftig!

 

 

 

 

Stadt Land Fluss


Heute gibt es ein Landschaftsbild, hatten wir ja ein paar Tage nicht. Das Bild entstand im Atelier. Es handelt sich um eine Ansicht des Stadtteils Eutingen, den ich schon mit „Enz bei Eutingen“ darstellte.

Bei diesem Bild ging es um den Ductus, also die Malweise/Technik, die die Arbeit definiert. Alles ist sehr grobschlächtig angelegt. Teilweise sind die Farben mit einem kleinen Spachtel aufgetragen, teilweise war es mein Finger oder auch der Daumen. Es gibt in Eutingen keine Hochhäuser, aber Industrieanlagen wie in ganz Pforzheim. Die stehen mitten in der Stadt und stören niemanden, weil damit wird schliesslich Geld verdient. Die meisten Firmen in Pforzheim haben eine „mittelständische“ Größe, ein weiter Begriff, der zwischen ein paar Mitarbeitern und ein paar Hundert schwankt. Hier sind es im Zweifel immer ein paar weniger, dafür sind sie gut ausgebildet 🙂

Jedenfalls hat die Ansicht Eutingens ein Bild von kleinen Häusern, die unterbrochen wird von großen, gleichförmigen Flächen, das dann die (Metallverarbeitungs)anlagen sind. Hier hab ich mir größere künstlerische Freiheit erlaubt und mehr Gebäude in die Vertikale geschickt, als es in Wirklichkeit gibt. Wichtiger ist eh‘ das Spiel mit Primär-, Sekundär-, und Tertiärfarben, die für mein Gefühl gut und vor allem dynamisch angelegt sind.

Das grün-orange Kreuz im linken Vordergrund, gefolgt von dem rot GELB und Blau und wieder ROT rechts davon – man bräuchte fast keine Stadt darüber, oder?

Aber die gibt es, und die meldet sich, durch die Atmosphäre, in eher getragenen Farben, Mischfarben, Tertiärfarben eben.

Dahinter ein Himmel, unruhig, wolkig, aber noch sommerlich. Der Raps blüht. Die Ernte steht ins Haus.

Der blaue Fluss fließt, wo er immer schon floss.

 

Die Arbeit ist von 2013. Das Maß beträgt 23×31 cm, das Papier ist ein Karton für Mischanwendungen, das Medium ist Acryl.

Bühne/Theater


Die Bühne ist vom malerischen Gesichtspunkt aus gesehen ein schöner Rahmen, um ein Schauspiel in Szene zu setzen.

Kulturschaffende sollten ja den Künsten im allgemeinen aufgeschlossen sein, aber dem ist nicht so. Weder bei mir, noch bei vielen anderen Kunstschaffenden.

Bei mir ist es besonders schlimm: Ich unterteile die Künste in drei Kategorien- Top-So Lala-Interessiert mich nur, um ein Kreuzworträtsel zu lösen.

Zu Top gehört Malerei, Skulptur, Musik, Literatur. So Lala beinhaltet Musical, Ballett, Film, Ikebana, Origami. Die letzte Kategorie ist reserviert für Theater, oder schlimmer, Komödienstadel und Fernsehen. Ach ja, Videoinstallationen, die zur neuen Kunst gehören langweilen mich auch. Da hab ich lieber Zahnschmerzen.

Warum ist das so? Keine Ahnung. Ich weiß nur, daß ich als Jugendlicher ein, zwei Stücke gesehen habe, die mich begeisterten, aber als ich kunstbeflissen als Kunstschüler ins Mannheimer Nationaltheater ging, bin ich bei Maria Stuart/Schiller eingeschlafen, nachdem ich fast eine halbe Stunde kein Wort verstanden hatte. Das wurde auch nicht besser.

Ganz schlimm war, später in einer Wohngemeinschaft zu wohnen, in der ein Requisiteur (und später ein Bühnenbildtechniker) und eine Balletttänzerin wohnten.

Natürlich waren viele Gespräche aufs Theater ausgelegt. Die paar Male, wo ich mit dabei war, konnte ich an einer Hand abzählen. Es gab zwar auch gute Momente einer Aufführung, aber meistens wäre ich lieber anderswo gewesen, zum Beispiel in einem Blues- oder Jazzclub 🙂

Ich hab mir Gedanken gemacht, was mich an diesen Medien stört. Wohlgemerkt: Mich. Theater und Fernsehen sind visuelle Medien, bei denen Zeit zwischen Anfang und Ende vergeht. Während dieser Zeit müssen eine Menge Menschen unter Leitung eines Einzelnen versuchen, dessen Willen umzusetzen. Dabei kann alles Mögliche schiefgehen. Mir geht es regelmässig so, daß ich mich für Szenen, egal ob Film oder Theater, regelrecht fremdschäme. Ich kann es nicht ertragen, das Ende oder die peinliche Szene vorauszuahnen. Ich möchte die Protagonisten anschreien:Tut es nicht! Es führt ins Verderben! Und so kann man natürlich keine Tragödie ruhigen Herzens geniessen.

Musik gibt mir die Gelegenheit, in eine Welt ohne Bilder einzutauchen und mir meine eigene Vorstellung zu machen. Bei den bildhaften Künsten vergeht nur beim Betrachten Zeit, aber das Werk ist schon fertig, es liegt also an mir, Zeit zu investieren.

Literatur hat mich mein Leben lang begleitet. Es ist eine schwierigere Disziplin, aber ich bin regelmässig begeistert ob der Vielfalt der Stimmen (der Schreiber).

Vielleicht hat meine Liste auch etwas damit zu tun, daß Kunst, Literatur und Musik in ihrer Schaffensphase einsame Disziplinen sind, Theater, Musical, etc. aber nicht. Sie leben von Proben und Konsensbildung.

Nachdem ich also genügend das Nest beschmutzt habe, zeige ich eine Szene, ganz allgemein gehalten und eingerahmt von einer Bühne 🙂

 

 

Die Arbeit wurde auf einem Multifunktionskarton gezeichnet. Es sind Ölpastelle, die hier hauptsächlich zum Einsatz kamen. Unterstützend wurden Linien ausgekratzt. Der Unterschied zwischen den intensiven und den pastellartigen Bereichen wurde damit hergestellt, das ein Teil der Farben/Flächen mit Terpentin angelöst und verdünnt wurden. Die Bühne ist grob angedeutet, die gelben, roten und blauen Punkte stehen für den „Zauber“, andere sagen das Chichi, das auf der Bühne entfacht wird und so vielen Menschen gefällt. Das Maß beträgt 23,5x 31,5cm.