Label Rouge Hähnchen Kartoffeln Mais Salbei


Bei Zorn gab es Label Rouge Hähnchen aus dem Elsaß. Die gibt es etwa 4 mal im Jahr im Angebot. Wenn es sie gibt, bin ich dabei.

Ursprünglich wollte ich das Hähnchen draussen grillen, aber der Nachmittag entwickelte sich unsicher, und ich änderte meinen Plan.

Es waren einige Gemüse da (rote Paprika, grüner Spargel, Tomaten, Salat,), daß ich die Qual der Wahl hatte. Ich wollte unbedingt ein „ear of corn“, also Mais am Kolben, etwas was ich nur in warmem Wetter mag und was auch toll vom Grill schmeckt.

Da ich die letzten Posts mehr Bulgur und Reis gemacht habe, kamen heute wieder kleine neue Kartoffeln dran, die ich mit dem Hähnchen im Ofen garte.

Das Hähnchen selbst wurde gesalzen und mit meinem Rub eingerieben. Ich hab es anderswo genau aufgezählt, aber es hat 4 verschiedene mexikanische Chilis (Pasilla, Serrano, Arbol und Ancho geräuchert), brauner Zucker, Zwiebelpulver, Knoblauchpulver, Cumin, Oregano, Pimenton de la Vera. Je nach Stimmung werfe ich auch noch anderes hinein. Der Rub hat eine gewisse Schärfe, aber es ist nicht übertrieben. Dann kam es in eine ovale Keramikform, zusammen mit etwas Wasser, einem Schluck Wein und zwei Knoblauchzehen. Das Hähnchen blieb 80 Minuten im Ofen, wobei es zweimal gewendet wurde.

Der Mais braucht 20 Minuten in kochendem Wasser, das Wasser sollte ungesalzen sein.

Für die Kartoffeln schnitt ich frischen Salbei in feine Streifen, den ich vor dem Servieren mit Butter auf die Kartoffeln gab.

Der Maiskolben wurde großzügig mit Butter und Salz behandelt.

Das Hähnchen war sehr saftig und die Haut schön knusprig und hatte einen wunderbaren Geschmack!

6 Kommentare zu “Label Rouge Hähnchen Kartoffeln Mais Salbei

  1. Was ist das Besondere an Label rouge Hähnchen?

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  2. Alex sagt:

    Es ist eine französische Qualitätsbezeichnung, die bestimmte Qualitätsstandards beinhaltet. Dazu gehören mindestens etwa 80 Tage Lebenszeit, Standard sind etwa 30 Tage. Dazu kommt kein verabreichen von Medikamenten, vegetarische Ernährung, im Fall von meinem Huhn mit 30% Getreidezusatz, in einem Freilandumfeld, soll heissen Freilauf den ganzen Tag einschliesslich Grünfutter picken. Es gibt auch noch die verschärfte Version, die als die strengste der Welt gilt, die Bresse Hühner, aus der Bresse Gegend, einem Teil der Bourgogne, im Süden (Bourg-en-Bresse). Diese Hühner haben seit Anfang des 17. Jahrhunderts ein AOC Zeichen, eine Qualitätskennung (Appellation d’Origine Contrôlée). Sie leben noch einmal 20 Tage länger, werden aber die letzten 10 Tage in verdunkelte Kisten eingesperrt, um helles Fleisch zu bekommen. Ansonsten sind sie komplett freilaufend, Medizinfrei, und es gibt, wenn ich das noch richtig im Kopf habe, nur 6 Bauern in der Bresse Region, die diese Hühner aufziehen dürfen.
    Beim letzten Urlaub in der Gegend kaufte ich eine Poularde in Louhans, wo es einen riesigen Geflügelmarkt gibt, für 22 €, allerdings für knapp mehr als 2 Kg, also etwa für 10€/kg. Für mein Label Rouge heute bezahlte ich 9.95€/kg.
    Der Unterschied im Fleisch ist riesig. Es ist fest, geschmackvoll und nicht zu vergleichen mit KZ Hühnern. Ich habe eben gelesen, daß es in der Schweiz auch das AOC Zeichen gibt. Es sollte (in der Stadt) auf jeden Fall die Möglichkeit geben, ein solches Huhn zu kaufen. Auf dem Land würde ich ,mich mit dem Bauern meines Vertrauens unterhalten 🙂

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  3. Ola sagt:

    Alex,Hähnchen 80 Min in Form bei welcher Temperatur?

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    • Alex sagt:

      Mein Ofen spinnt und hält sich nicht an irgendwelche Einstellungen. Ich würde aber sagen, daß 180 C genügen müssten. Ich schaue immer nach den Röstzeichen, drehe das Huhn dann auf die Brust und röste die Rückseite. Dann drehe ich es nochmal, um die Haut der Brust wieder trocken und knackig zu bekommen. Das Huhn hatte 1350 Gramm.

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  4. Rene Martini sagt:

    Tolle Beschreibung! Interessante Kommentare. Schönes Gericht!

    Vor den Rub´s stehe ich ein bisschen staunend. Eine neue Welle? Rezepte und Lieferanten gibt es ohne Ende, zahllose. Ich kann aber nicht so grillen wie ich manchmal möchte, ich grille also selten bis nie.

    Ich finde die ganzen Rub-Mischungen toll, aber aus obigen Gründen nehme ich dann doch immer klassische Varianten. Meistens Knoblauch und Olivenöl mit dabei!

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    • Alex sagt:

      Etwas mehr Mut würde ich empfehlen! Entweder eine beschriebene Mischung nachmachen, oder einfach eine Mischung kaufen. Ich hab die inzwischen auch schon auch schon ein paar Mal im Angebot gesehen. Ich bin auch nicht der Meinung, daß man alles immer auf dem Grill machen muß. Hauptsache es ist heiß. Also ist der Ofen genauso legitim 🙂

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