Pulled Pork Kritharakia Spargel


Gestern war ich nach einigen Wochen wieder einmal auf dem Markt. Es war eine relativ trübsinnige Stimmung dort. Am Käsestand waren die Damen ziemlich emotional, entschuldigten sich dafür, keine Versuchsstücke reichen zu dürfen. Der Chef meinte, wenn der Spuk vorbei wäre, würde ein großes Fest gefeiert werden. Es klang aber eher verzweifelt.

Am Stand, wo ich den Bruchsaler Spargel bekam, war nichts los. Der Standbesitzer wurde von einem anderen Besucher gefragt, wie die Ernte sei, und er antwortete, daß er keine Erntehelfer bekäme.

Etwa ein Viertel der üblichen Stände waren nicht da.

Beim Metzger holt man sich einen Fleischkäsweck mit geschmälzten Zwiebeln und steht dafür in einer Schlange an. Gestern gab es keinen Gast, obwohl die Fleischkäse auf dem Grill lagen.

Dort bekam ich aber ein Stück Schwein aus der Schulter, das ich später langsam zu Pulled Pork verarbeitete (indem das Fleisch langsam in Kalbsbrühe über drei Stunden gar zog).

Gestern gab ich noch kleine Tomaten und Koriandergrün dazu. Heute wärmte ich das Fleisch nur auf.

Dazu gab es die griechischen Nudeln, die wie Reiskörner aussehen und ausserdem den Spargel aus Bruchsal, also der erste Spargel aus der Gegend, vom Großmarkt in Bruchsal.

Es ist ein gutes Gericht geworden, obwohl die Mischung sehr untypisch gewesen ist 🙂

3 Kommentare zu “Pulled Pork Kritharakia Spargel

  1. Rene Martini sagt:

    Was soll ich schreiben … In meiner Familie sind mehrer Ärzte … Daß Du am Markt warst: Toll und mutig. Auch wenn mir der Begriff « Fleischkäsweck mit geschmälzten Zwiebeln » völlig fremd ist, gehe ich davon aus, dass es sich um ein Pendant zu bay`rischen Leberkäs handelt (geschmälzte Zwiebel sind wahrscheinlich abgebräunte?)

    Sehr interessant: Vergangenes Wochenende bekam ich unbändige Lust auf ebendieses und so wurde vom Metzger ein halber Kilo zum Aufbacken besorgt. Sehr toll!

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  2. Alex sagt:

    So wenig, wie da los war, hatte ich keine Bedenken – nirgendwo eine Schlange und mehr als genug Abstand zwischen Händler und Kunden. Der Fleischkäs ist tatsächlich die westlichere Entsprechung des Leberkäs, wobei es den in fein, grob, und Pizza (mit Käse, Paprika,etc.) gibt.
    Der Terminus geschmälzt kommt soweit ich weiss aus der Kochfachsprache, der Ausdruck abgebräunte höchstens aus der bay‘ rischen 🙂
    Sonst teile ich den Heißhunger auf einfache und deftige Speisen, ab und zu, wie zum Beispiel auf eine Rote aus der Hand auf der Messe oder wo ich sonst eine Bratwurst finden kann.

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