Landgockel Spargel Kartoffeln


Heute morgen war ich schon früh auf dem kleinen Markt in der Nordstadt (Pfälzerplatz). Dort gibt es schon seit einigen Wochen auch meinen Lieblingskäseladen, aber auch einen der beiden Hühner-, Enten- und Kaninchenanbietern vom grossen Markt, die auch schöne Bio-Eier anbieten. Dort bekam ich 10 grosse Bio Eier, aber ich schaute mich noch um und wurde vom Verkäufer auf den Landgockel aufmerksam gemacht. Nach seiner Darstellung ist es ein Hahn (an sich schon ungewöhnlich), der zwar in Stallhaltung lebt, aber einen offenen Stallteil hat, der ihm Verbindung zum Wetter gewährt, und ein natürliches Futter bekommt. Auch lebt er etwas mehr als doppelt so lang wie die Standard Hühner, also etwa 70 Tage gegenüber etwa 30 Tagen für die Hühner. Dazu muss noch erwähnt werden, daß Gockel eigentlich keine Lebenserwartung haben, weil sie als nicht vorteilhaft zur Aufzucht betrachtet werden. Dieser Gockel war einer der neuen Generation, die aufgezogen werden, und auch länger, weil sie langsamer wachsen. Das Fleisch war fester als bei Hennen, und mehr wie es bei guten Sorten (Label Rouge in Frankreich) ist. Der Preis war immer noch OK – ich bezahlte etwa €11.70 für 1,5 kg, ein Preis von fast €8/kg.

Ich entschied mich den Gockel zu schmoren und verpasste ihm erst zwei Zitronen, die ich in seine Bauchhöhle steckte. Dazu gesellten sich in der Kasserole zwei Zwiebeln, vier Knoblauchzehen, ein Glas Hühnerfond und ein Schluck Port. Der Hahn blieb etwas mehr als eine Stunde im Ofen, wobei ich die letzten 20 Minuten die Temperatur auf 190 C erhöhte.

Dazu gab es Kartoffeln, die beim Hahn mitgarten, und Spargel, die ich wieder in einer Pfanne mit Wasser machte, wobei man die Hitze abstellt, sobald das Wasser kocht.

Dazu machte ich eine Sauce aus der Brühe um den Gockel, Butter, Mehl, Knoblauch, nochmal Port und etwa 30 g Gruyere. Die Sauce liess ich unter viel Rühren gut einkochen und konnte sie dann sämig zum Gericht servieren.

War sehr lecker!

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3 comments on “Landgockel Spargel Kartoffeln

  1. Rene Martini says:

    Interesse am Produkt und deshalb auch Information vom Feinsten. So schaut ein perfekter Einstieg in ein schönes Rezept aus! (€8 das Kilo ist übrigens für den Erzeuger ein knapper Preis meint eine befreundete Bio-Bäurin. Ein Preis aber auch, den ich mir leider nicht jedes Mal leisten will oder kann).

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    • Alex says:

      Deine befreundete Bio-Bäuerin hat Recht. Dieses Huhn war wie beschrieben ein Stallhuhn mit offenem Stall (aber kein Freiland, aber mit besonderem Bio Futter und mehr als verdoppelter Lebenszeit, wahrscheinlich geschuldet dem langsameren Wachstum von männlichen Tieren von verschiedenen Arten. Zum Vergleich: Ein Label Rouge Huhn aus dem Elsass von Siebert von 1,3 kg kostet etwa €13-14, ein Bresse Huhn von 2 kg kostet in der Bourgogne auf dem Markt etwa €20, hier in Deutschland zahlt man €25, also €12,50/kg.
      Zum Vergleich: Entrecote liegt bei €25/kg,Filet bei €45/kg, Flank Steak bei €35/kg.
      Kalb ist noch teurer, Lamm auch, wie auch Wild.
      Will nur sagen, gute Qualität kostet Geld. Mein Metzger hat auch dry aged Fleisch, das er selbst ‘cured’, da kostet ein Schweinekotelett Tomahawk €39.95/kg, mehr als bestes Schwein aus Spanien.

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      • Rene Martini says:

        Und jetzt ist noch nicht mal der Käse aufgeführt.

        Ein schönes Produkt, bei dem alle zufrieden sein können, kostet Geld. Aber da wurden anno dazumal die Weichen leider in eine andere Richtung gestellt. Und der Konsument gleich mit dazu!

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