Kartoffel Schwarzwurst Apfel Strudel


Letztens sah ich bei ballesworld einen Kartoffelstrudel, der mir gefiel. Heute fiel mir Idee mit dem Strudel wieder ein, allerdings wollte ich heute  auch Apfel und Schwarzwurst (Blutwurst) mit den Kartoffeln kombinieren. Dazu wollte ich frischen Majoran einarbeiten.

Mein ursprünglicher Plan war, den Strudel mit einer groben Bratwurst kombinieren, aber der örtliche REWE hatte keine (???), und auf ein anderes Fleisch hatte ich keine Lust. Am Ende holte ich ein Stück Lachs, entschied mich aber im letzten Moment um, und ass den Strudel mit Endiviensalat mit ohne Lachs 🙂  . Den gibt es morgen. Auch ohne zusätzliches Protein (ausser dem schon Vorhandenen der Schwarzwurst) schmeckte es ziemlich gut. Die Kombination der Kartoffeln, der Würze der Schwarzwurst und der Süsse der Äpfel, geeint durch den frischen Majoran, war schon sehr lecker.

Vorstellbar auch mit einem Schmandsösschen oder einem Schaum, vielleicht auch mit Schwarzwurst- Apfelbrösel crunchy als Beigabe.

Die Möglichkeiten sind (un)endlich 🙂

  • 4 mittelgrosse Kartoffeln
  • 100 g Schwarzwurst
  • 2 Äpfel (Boskoop)
  • Strudelteig (Fanny)
  • Flüssige Butter
  • frischer Majoran

Kartoffeln, Schwarzwurst und Äpfel klein schneiden, Schwarzwurst und Äpfel in verschiedenen Pfannen anbraten, Kartoffeln in Wasser garen.

Strudelteig auspacken, zwei der Lagen herausnehmen und mit flüssiger Butter einpinseln. Die Apfelstückchen unten ansetzen, dann die Kartoffelstückchen flächig ausbreiten, dann die Schwarzwurstbrösel darüber verteilen, salzen, dann aufrollen, mit Butter einpinseln und 25 Minuten bei 160 C backen.

Kartoffel Schwarzwurst Apfel Strudel Endivie



    Kartoffel Lauch Suppe


    Diese Suppe hab ich so noch nicht gekocht: Ähnlich zwar, aber nicht so, und nicht so gut. Eigentlich war es ganz einfach. Alles kleinschneiden und zusammen im Schnellkochtopf auf Temperatur bringen. Dann abkühlen lassen (damit man den Deckel auf bekommt), Fleisch herausnehmen, Gemüse herausnehmen und mit einem Pürierstab fein pürieren. In die Brühe zurück geben. Fleisch fein hacken und ebenfalls zurückgeben. Dann den rohen Lauch dazugeben und gar kochen.

    Zum Servieren zuerst kleingeschnittene Kartoffelwürfel, die gesondert gegart wurden mit einer Kelle Lauch und Fleisch in den Teller geben, mit einem Schöpfer Suppe auffüllen  und ein paar Jalapeñoscheiben und eine kleine Handvoll guten Cheddar draufgeben.

    • Ein Bund Suppengrün in Stücken (Sellerie, Karotten, Lauch, Pastinake)
    • 5 mittelgrosse Tomaten
    • 2 Lauch in Röllchen
    • 500 g Suppenfleisch
    • 3 mittelgrosse Kartoffeln gesondert gegart
    • 2 l Wasser
    • 1 Handvoll geriebenen guten Cheddar
    • 1 Jalapeño in Scheiben
    • Salz
    • Majoran
    Kartoffel Lauch Suppe mit Cheddar und Jalapeños

    Hähnchenbrust Salsa Spanischer Reis Avocado


    Vorab eine Entschuldigung: Volle Teller geben keine guten Bilder ab. Die Bilder dieses sehr leckeren Essens sind irgendwie nicht gut, weil man daraus kaum etwas erkennen kann.
    Dabei gab es alle möglichen Sachen, die auf dem Teller Platz fanden: Hähnchenbrust (mit einem Rub aus gemörserten Koriandersamen und Oregano= Chiligewürz) , Salsa (aus Tomaten, Jalapeños, Frühlingszwiebeln, Limettensaft, roten Zwiebeln), Tortillachips (Tortillafladen in Form geschnitten und im Ofen gebacken), der besonders gute Cheddar Käse vom Affineur Ruf, den ich am Schluss darüber gab. Alles irgendwie ein Brei…

    Hähnchenbrust: Ein Rub aus Koriandersamen und Oregano – man muss wissen, dass Chiligewürz genau aus diesen beiden Komponenten besteht. Ich habe Koriander als Samen, da kann ich genauer würzen. Ich mische beide Gewürze und mörsere sie.

    Salsa: 3-4 Tomaten, je nach Grösse in kleinen Quadern, rote Zwiebeln, Jalapeños, Frühlingszwiebeln, Limettensaft).

    Spanischer Reis: Reis/Wasser 1:2, rote Zwiebel, Tomatenmark, Knoblauch, Wasser

    Dazu hatte ich noch Eisberg Salat in Streifen Und diese Tortilla Dreiecke, die ich aus einer Tortilla herausschnitt. Über die Tortillas und die Hähnchenbrust gab ich den besonders guten Cheddar von Herrn Ruf 🙂 . Und der wurde kurz im Ofen geschmolzen.

    Casareccia Pfifferlinge Paprika Tomaten Oliven Feta


    Ich musste nach der Arbeit noch schnell in die Stadt, Geld holen und ging noch schnell zum Pischzan, dem Edeka mit ungarischen Wurzeln. Dort sah ich aber nichts, das meinen Appetit anregte, ausser einer Paprika, die sich herausstellte als Apfelpaprika aus Rumänien, eine flache und gedrungene Sorte. Ich nahm eine mit und überlegte schon, wie ich sie in ein Pastagericht integrieren könnte.
    Jetzt musste ich noch schnell zurück zu meinem Gemüsehändler, um dort noch nachzuschauen, ob er Pfifferlinge hat. Hatte er und dazu noch geile Tomätchen, dünnwandig, süss und teuer, ausserdem eingelegten Feta, auch eine sehr gute Qualität, extra mit einer Thai Chili und Taggiasca Oliven. Ein kleiner Strauss glatte Petersilie rundete den Einkauf ab und liess mich dem Kochabend entgegenfiebern 🙂 .
    Die Casareccia Pasta hatte ich vor ein paar Wochen gekauft, aber noch nicht probiert. Ich hatte davon einmal ein Weihnachts Spezial, irgendwelche „tollen“ Custom Nudeln, die aber 25 Minuten brauchten, um bissfest zu werden. Diese hier waren ganz anders: Nach etwa 10 Minuten testete ich sie und hatte sie dann schon nach etwa 13 Minuten auf dem Teller.

    Zu dem Topping ist zu sagen, dass ich alles für ein mis en place vorbereitete, sprich putzte, zurecht schnitt und in kleine Schälchen gab, damit ich nur noch danach greifen musste.
    Zuerst gab ich den Apfelpaprika in kleinen Quadraten mit dem Thai Chili in heisses Olivenöl und briet ihn langsam gar, dann gab ich die Pfifferlinge dazu, anschliessend wurden diese Zutaten geparkt.

    Dazwische hatte ich die Pasta aufgesetzt. Als sie fast soweit war brachte ich die Pfanne zurück auf Temperatur, gab 5 der Tomaten dazu, liess sie schmelzen und streute etwas Petersilie drüber.
    Als alles miteinander vermischt war gab ich Feta und Oliven obenauf und streute nochmals Petersilie drüber.

    Fazit: Man würde meinen, dass Pfifferlinge und Feta verschiedenen Kulturkreisen angehören. Mag sein, dann eben ein Hoch der kulturellen Verständigung! Es hat alles zusammen wunderbar geschmeckt, ein Spaziergang durch Süd- und Osteuropa. Ein Wort noch zu den Apfelpaprika, weil man die sehr selten sieht: Sie sind dickfleischig, süss und sehr gaumenschmeichelnd. Eben gar nicht wässrig, wie die normalen Paprika und auch nicht dünnwandig wie meine üblichen Lieblinge, die Spitzpaprika. Die Exemplare, die ich sah, waren etwas klein zum Füllen, aber vielleicht könnte man sie als Fülle benutzen, sie waren jedenfalls ausgesprochen wohlschmeckend.
    Eigentlich wollte ich am Schluss noch etwas Parmesan drüber reiben, aber ich habs vergessen und auch nicht vermisst 🙂
    Das Gericht ist vegetarisch. Ohne Feta ist es vegan.

    Schäufele Rotkraut Kartoffeln


    Schäufele ist ein Stück Fleisch aus der Schweineschulter, das es in verschiedenen Varianten (schweizerisch, fränkisch, elsässisch, badisch) gibt. Die badische Variante wird gepökelt und geräuchert und kommt so in den Handel. Man muss sie dann noch einmal 90-120 Minuten in Wasser (oder auf Kraut) ziehen lassen. Ich habe ein Stück Schäufele aus dem Schwarzwald bekommen, die gibt es hier in jedem Supermarkt.
    Typischerweise wird ein Schäufele hier mit Kartoffelsalat (mit Essig und Brühe) gegessen, über der Grenze im Elsass isst man gerne Sauerkraut dazu.
    Ich hatte vor ein paar Tagen frisches Rotkraut angesetzt und servierte es zum Schäufele. Dazu gab es ein paar Kartoffeln im Salzwasser in der Schale gegart.
    Sauce machte ich keine dazu, weil ich zu Schäufele gerne Senf reiche.

    Das Rotkraut:
    1 kg fein gehobeltes oder per Hand geschnittenes Rotktraut
    1 mittelgrosse Zwiebel angehen lassen
    Kraut dazu geben, anschwitzen
    Wasser dazugeben
    3 Lorbeerblätter 3 Pimentkörner, 3 Nelken, 5 Pfefferkörner, 1/2 Tl Senfsamen alles in einem Papier Teefilter mitköcheln
    1,5-2 Stunden köcheln bis es weich ist
    4 cl Weissweinessig
    3 El Zucker
    Salz
    Johannisbeermarmelade zum abschmecken (ich hatte Sauerkirsch, das war auch gut)

    Das Rotkraut soll süsslich, aber auch säuerlich sein.
    Das Schäufele legte ich 90 Minuten auf das Kraut und machte den Deckel drauf.
    Die Kartoffeln kochte ich in Salzwasser ohne zu schälen auf die übliche Weise.

    Ein einfaches Essen, aber sehr lecker! Das Schäufele war sehr zart und saftig und vor allem nicht so salzig wie manches Kasseler.

    Matjessalat Pimientos de Padron


    Leider gibt es hier keine Möglichkeit frischen Matjes zu bekommen. Das höchste der Gefühle ist tatsächlich die Nordsee oder das Kaufland, und die bekommen die Matjes höchstens in grösseren Kübeln…
    5 Matjeshälften gedrittelt
    1 Joghurt 150 g
    1 gehäufter Löffel Creme Fraiche
    1 rote Zwiebel in Streifen
    1/2 Apfel Granny Smith
    1 Gewürzgurke
    dünne Streifen Fenchel
    Saft einer halben Zitrone
    Salz
    Das Grün einer Frühlingszwiebel
    Alles mischen und eine Stunde kalt stellen.

    Dazu machte ich ein paar Pimientos de Padron. Die hab ich in Olivenöl angebraten und mit Knoblauch und grobem Salz gewürzt.
    Früher hab ich die gerne zubereitet. Da waren sie noch nicht so bekannt und es gab sie auf dem Markt in Karlsruhe. Es war unter all den milden Schoten garantiert auch immer eine sehr scharfe dabei, was man allerdings immer erst gemerkt hat, wenn man schon hineingebissen hatte. Ein schönes Gesellschaftsspiel für die grössere Runde 🙂
    Leider hab ich schon lange keine scharfe Schote mehr darunter gefunden. Die Pimientos haben trotzdem gut geschmeckt.