Kaninchen Spargel Pappardelle


Ich hatte noch einen Kaninchenschenkel in der Tiefkühltruhe, den taute ich frühzeitig auf. Danach salzte und pfefferte und briet ich den Schenkel von beiden Seiten an.

Danach gab ich eine gehackte rote Zwiebel und eine Knoblauchzehe dazu. Nach ein paar Minuten gab ich zuerst etwas Port, dann einen Schluck Sherry dazu. Danach noch ein Glas Hühnerfond.

Jetzt ab in den Backofen bei 175 C, etwa 45 Minuten. Den Schenkel wendete ich zweimal. Die Sauce sah nicht so schön aus, also passierte ich sie zuerst in einen kleinen Topf in dem ich ein Stück Butter und etwas Mehl angeschwitzt hatte und fischte dabei Zwiebeln und Knoblauch heraus. Dann kam ein Tl Tomatenmark dazu, den ich verrührte. Zum Abschluss gab ich einen guten El Senf, eine französische Sorte mit Knoblauch und Petersilie dazu, liess die Sauce noch eine Minute einkochen und war überrascht wie gut das schmeckte. Ich hab verschiedentlich schon die „klassische“ Senfsauce für Kaninchen zubereitet, aber keine hat so gut geschmeckt wie die heute. Ich denke, es hat auch mit Sherry und Port zu tun gehabt, weil die beiden meist ein Garant für tolle Saucen sind, aber den Senf konnte man sehr angenehm schmecken und das Tomatenmark hat den Hintergrund „gefestigt“. Mach ich definitiv wieder mal so.

Dazu gab es Pappardelle, die perfekt passten, und zur Abwechslung grünen Spargel (der erste deutsche), den ich in einer Pfanne mit Salzwasser und Deckel dämpfte. Bissfest, super!

Eigentlich war es eine Verlegenheitsmahlzeit, aber ich hab heute gut gegessen wie am Wochenende. Gut, daß mich der Osterhase nicht gesehen hat 🙂

 

 

 

 

 

4 Kommentare zu “Kaninchen Spargel Pappardelle

  1. Double five sagt:

    Oh, ich würde es ja liken, doch Kaninchen ess ich nicht, einmal aus Pietätsgründen, denn ich hatte lange Jahre langohrige Haustiere, wirklich im Wohnzimmer: Odilo, Hannibal, Miss Sphie und eben Häschen… und die Schlachtkaninchen werden immer noch schlimmer gehalten als alle Käfighühner zusammen… ich tausch deshalb Häschen gegen Biohuhn… geht gut…. bitte, nicht bös sein…

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    • Alex sagt:

      In dem Dorf wo ich meine Vorschulzeit verlebte, hatte jeder mit einer Scheune auch einen Kasten (Kaninchenstall). Sie hatten zwar „Einzelhaft“, aber es schien ihnen nicht viel auszumachen, Hauptsache sie konnten fressen und schlafen. Und Namen hatten sie auch keine…
      Schlachten ist nie schön, aber bei Kaninchen war ich mehrmals dabei, und das war schnell und barmherzig. Ein Schlag ins Genick und schon war es vorbei.
      Ich verstehe Dich, aber im Vergleich zu einer Sau war das Gold.

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  2. malou sagt:

    Wir hatten auch immer Kaninchen zu Hause. Als Kinder wurden wir gelehrt, dass Tiere so wie Kaninchen, Hühner oder Schweine, mit Respekt behandelt werden sollen wir da waren um ihnen ein schönes Leben zu bereiten. ABER sind waren da um uns zu ernähren,Punkt! ☺️ Und das sehe ich auch heute noch so. Und Alex, dein Rezept ist Klasse! LG Malou

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